{"id":3683,"date":"2009-01-15T13:04:31","date_gmt":"2009-01-15T12:04:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=3683"},"modified":"2009-01-15T13:04:31","modified_gmt":"2009-01-15T12:04:31","slug":"youve-got-a-friend","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2009\/01\/youve-got-a-friend.htm","title":{"rendered":"You&#8217;ve got a friend"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/dilbert.com\/blog\/entry\/define_friend\/\" target=_new>Ein Text von Scott Adams<\/a> (zur Sicherheit sei <a href=\"http:\/\/dilbert.com\/blog\/\" target=_new>sein Blog<\/a> nochmal empfohlen) bringt mich auf die Frage: Was macht f\u00fcr mich jemanden zum Freund?<\/p>\n<p>Herr Adams versucht es mit den Kriterien:<br \/>\n1. Jemand, mit dem ich ein Geheimnis geteilt habe.<br \/>\n2. Jemand, der einen Gefallen von mir angenommen hat.<\/p>\n<p>Daran finde ich den zweiten Punkt erstaunlich, denn schon fr\u00fch habe ich Freunde als diejenigen Menschen definiert, von denen ich wei\u00df, dass sie sich in Not an mich wenden w\u00fcrden \u2013 und nicht, wie ich es sonst immer geh\u00f6rt hatte, Menschen, die mir in Not helfen w\u00fcrden. Es verlangt mehr Vertrauen, jemanden um Hilfe zu bitten, als Hilfe zu gew\u00e4hren.<\/p>\n<p>Auch wenn Scott Adams die verbindende Wirkung eines geteilten Geheimnisses nachvollziehbar beschreibt \u2013 pers\u00f6nlich kann ich damit nichts anfangen. Vielleicht habe ich lediglich mit dem Begriff \u201eGeheimnis\u201c ein Problem. Geheimnisse teile ich nicht \u2013 deswegen sind sie ja geheim.<\/p>\n<p>Scott Adams&#8217; Beispiel:<\/p>\n<blockquote><p>Say you are both at a dinner party and your host served duck. At the dinner table you told the host the food was wonderful, but later and privately to your would-be friend you jokingly confess that you hate duck. That&#8217;s a secret, but a tiny one.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nee, funktioniert nicht, ich h\u00e4tte das Gericht, das ich nicht mag, gar nicht erst gelobt. Aber das mag ich zu eng sehen. Mich jemandem anzuvertrauen, geh\u00f6rt f\u00fcr mich sehr wohl zu Freundschaft, und damit die Sicherheit, das diese Vertraulichkeit gewahrt bleibt. Wen ich privat bitten m\u00fcsste: \u201eDas bleibt bitte unter uns\u201c, dem w\u00fcrde ich mich nicht anvertrauen.<\/p>\n<p>Freundschaft bedeutete f\u00fcr mich praktisch noch nie: Mit Menschen in konstantem, h\u00e4ufigen Austausch stehen, sie \u00fcber alle Umst\u00e4nde meines Lebens informieren, mein Leben mit ihnen teilen. Selbst in den wenigen Jahren, in denen sich fast mein gesamter Freundeskreis in einem Radius von wenigen Kilometern um mich befanden, machte ich innere Vorg\u00e4nge fast ausschlie\u00dflich mit mir selbst aus.<\/p>\n<p>Heutzutage f\u00e4llt es mir schwerer und gleichzeitig leichter als in jungen Jahren, Freundschaft zu definieren: Eine bestimmte Art von Zuneigung, verbunden mit einem bestimmten Gef\u00fchl der N\u00e4he.<br \/>\nSo kann ich sagen, dass der Mitbewohner ein Freund ist \u2013 der Mensch, zu dem ich die engste Beziehung habe. Ich spreche aber auch von Leuten als \u201emein Freund XXYY\u201c, die ich seit Jahren nicht gesehen habe und oder mit denen ich lediglich alle paar Monate E-Mails austausche.<br \/>\nLeichter ist daran, dass ich nie lange \u00fcberlegen muss, ob ich jemanden als meine Freundin oder meinen Freund ansehe. Schwerer macht diese Definition, dass sie keine objektiven und nachpr\u00fcfbaren Kriterien liefert. Und, wie mir gerade auff\u00e4llt, dass sie Einseitigkeit einkalkuliert. Es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass ich jemanden als Freund empfinde, der mich nicht als Freundin bezeichnen w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Text von Scott Adams (zur Sicherheit sei sein Blog nochmal empfohlen) bringt mich auf die Frage: Was macht f\u00fcr mich jemanden zum Freund? Herr Adams versucht es mit den Kriterien: 1. Jemand, mit dem ich ein Geheimnis geteilt habe. 2. Jemand, der einen Gefallen von mir angenommen hat. 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