{"id":3794,"date":"2009-01-27T10:45:56","date_gmt":"2009-01-27T09:45:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=3794"},"modified":"2009-01-27T12:33:44","modified_gmt":"2009-01-27T11:33:44","slug":"stricken-revisited","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2009\/01\/stricken-revisited.htm","title":{"rendered":"Stricken revisited"},"content":{"rendered":"<p>Nach fast 15 Jahren stricke ich mir wieder einen Pullover. Die Strickleidenschaft, die ich als echtes Kind meiner Generation (Jahrgang 1967) in den 80ern ausgelebt hatte, war wie bei den meisten dieser Generation lange eingeschlafen. Das lag zum einen daran, dass gekaufte Strickpullis in den vergangenen 20 Jahren erheblich besser aussahen als die selbst gestrickten und zudem erheblich preisg\u00fcnstiger als sch\u00f6ne Wolle waren. Zum anderen hatte ich keine Lust auf Handarbeit.<\/p>\n<p>Doch es scheint eine neue Strickwelle zu geben, die ich in M\u00fcnchen an der wachsenden Zahl von interessanten Wollgesch\u00e4ften festmache. Und die auch \u00fcber mich schwappte.<\/p>\n<p>Vieles an meiner neuen Strickphase ist noch genau wie fr\u00fcher:<\/p>\n<ul>\n&#8211; Die Wahl einer lauten Farbe f\u00fcr einen Pulli sollte mit Vorsicht getroffen werden. So gefiel mir das kr\u00e4ftige Rot wirklich von allen Mohair-T\u00f6nen am besten. Doch ich hatte au\u00dfer Acht gelassen, dass ich es beim Stricken mehrere Wochen vor Augen haben w\u00fcrde \u2013 bis der Pulli fertig ist, kann ich die Farbe vermutlich nicht mehr sehen.<br \/>\n&#8211; Stricken f\u00fchrt zu Verkrampfung. Nach zwei Stunden an sich gem\u00fctlichen Strickens auf dem Sofa brauchen Nacken und Sch\u00fclterg\u00fcrtel eigentlich eine professionelle Massage. Keine Schmerzen hatte ich meiner Erinnerung nach nur in den Anfangsjahren meiner Strickerei; ob die vielen Liter aromatisierten Schwarztees (Pfirsich-Maracuja, Kaminfeuer, Wildkirsche \u2013 Sie erinnern sich?), die mich im Alter von 13 bis 17 beim Stricken begleiteten, irgendwas damit zu tun hatten?<br \/>\n&#8211; Wolle sieht man den Preis an (Sockenwolle mag eine Ausnahme sein, mit der kenne ich mich nicht aus). Es gibt immer noch vergleichsweise erschwingliche Ware, sie schaut aber auch immer noch genau so billig aus.<\/ul>\n<p>Manche Dinge aber haben sich mit dem Alter ge\u00e4ndert. So ist es mir ganz selbstverst\u00e4ndlich, im Wollgesch\u00e4ft mit der Inhaberin zu fachsimpeln und mich beraten zu lassen \u2013 als Jugendliche war schon das Betreten eines Fachgesch\u00e4fts eine \u00dcberwindung, da darin das Hauptziel eines Einkaufsbummels, n\u00e4mlich unbeachtet herumzuschauen, unm\u00f6glich erreichbar war. Meine aktuelle Entdeckung: <a href=\"http:\/\/www.strickeria-muenchen.de\/index.php\" target=_new>Strickeria<\/a> (der Name ist allerdings sehr 80er). Wundersch\u00f6ne Wollen und Garne, leidenschaftliche Beratung, au\u00dferdem h\u00e4ngen inspirierende Strickbeispiele herum, die genau das Gegenteil von Tante Ernas Weihnachtsgeschenken sind.<\/p>\n<p>Die sch\u00f6nste \u00c4nderung: Ich kann mir sch\u00f6ne Wolle leisten. Als Jugendliche strickte ich so manches St\u00fcck auf Bestellung gegen reine Materialkosten \u2013 nur um mit den besonders luxuri\u00f6sen Wollen mal arbeiten zu k\u00f6nnen. (Hach, das J\u00e4ckchen aus schwarzem, hundertprozentigen Angora! Die Wolle kam in schwarzen Schachteln, in 20-Gramm Kn\u00e4ueln.) Und so darf der aktuelle Pulli auf etwa 100 Euro kommen.<\/p>\n<p>Wie gut es zu dieser neuen Strickphase passt, dass ich gerade <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Cranford_(novel)\" target=_new>Elizabeth Gakells <i>Cranford<\/i><\/a> lese!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach fast 15 Jahren stricke ich mir wieder einen Pullover. Die Strickleidenschaft, die ich als echtes Kind meiner Generation (Jahrgang 1967) in den 80ern ausgelebt hatte, war wie bei den meisten dieser Generation lange eingeschlafen. 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