{"id":39203,"date":"2017-07-24T06:48:07","date_gmt":"2017-07-24T04:48:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=39203"},"modified":"2017-07-24T06:48:07","modified_gmt":"2017-07-24T04:48:07","slug":"journal-sonntag-23-juli-2017-persoenlichlichkeitsveraenderung-durch-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2017\/07\/journal-sonntag-23-juli-2017-persoenlichlichkeitsveraenderung-durch-digitalisierung.htm","title":{"rendered":"Journal Sonntag, 23. Juli 2017 &#8211; Pers\u00f6nlichlichkeitsver\u00e4nderung durch Digitalisierung"},"content":{"rendered":"<p>Morgens\/vormittags Brot (<a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/rezepte\/haeusemer-bauerekrume.htm\" target=\"_blank\">H\u00e4usemer Bauerekrume<\/a>) gebacken, das ganz ausgezeichnet gelang.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_08_Haeusemer_Bauerekrume.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_08_Haeusemer_Bauerekrume.jpg\" alt=\"\" width=\"369\" height=\"438\" class=\"alignnone size-full wp-image-39213\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn man bedenkt, dass das Backtriebmittel dieses Riesenlaibs nur aus 30 Gramm Anstellgut (also Sauerteig) und 2 Gramm Hefe besteht!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_10_Haeusemer_Bauerekrume.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_10_Haeusemer_Bauerekrume.jpg\" alt=\"\" width=\"506\" height=\"290\" class=\"alignnone size-full wp-image-39214\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der gewaltige Trieb zeigte sich auch in der Krume, die gr\u00f6\u00dfere Poren aufwies als die letzten Male.<br \/>\nAus dem Ofen holen lie\u00df ich das Brot Herrn Kaltmamsell, selbst ging ich vor Ende der Backzeit an die Isar zum Laufen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_06_Grosshesseloher_Bruecke.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/170723_06_Grosshesseloher_Bruecke.jpg\" alt=\"\" width=\"452\" height=\"567\" class=\"alignnone size-full wp-image-39215\" \/><\/a><\/p>\n<p>Es war bew\u00f6lkt und angenehm temperiert, ich f\u00fchlte mich an Sommer in Brighton erinnert. (Ich vermisse Brighton.)<\/p>\n<p>Wegen einer aktuellen Pok\u00e9monGo-Aktion drehte ich nach dem sp\u00e4ten Fr\u00fchst\u00fcck mit Herrn Kaltmamsell noch eine Runde um den Block. Wir schlossen uns sogar einem Raid am Sendlinger Tor an &#8211; inklusive Interaktion mit fremden Menschen. Diese Pers\u00f6nlichkeitsver\u00e4nderungen durch Digitalisierung: Es ist alles wahr.<\/p>\n<p>Nachmittags lie\u00df Herr Kaltmamsell am Balkon einen neuen Meisenkn\u00f6del springen. Er war noch nicht wieder im Wohnzimmer, als schon ein Kleiber dran hing und zwei Meisen anflogen.<\/p>\n<p>Nachtmahl war <a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/p\/BW5f--RAXBY\/\" target=\"_blank\">Salade ni\u00e7oise<\/a> mit Ernteanteilanteil, w\u00e4hrend drau\u00dfen das regnerische Wetter einsetzte, das die Wettervorhersage f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage angek\u00fcndigt hatte. Als G\u00e4rtnereimitbesitzerin kann ich ja jetzt sagen: Wir Bauern brauchen den Regen.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Es ist schon ein bisschen her, dass in meinem Internet ein indischer Ariel-Werbungespot diskutiert wurde, in dem es vordergr\u00fcndig um die Beteiligung von M\u00e4nnern im Haushalt geht. Wie fundamental die gezeigten Bilder von der indischen Realit\u00e4t abweichen, setzt Mademoiselle ReadOn auseinander, die in Indien gelebt hat:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/readonmydear.wordpress.com\/2017\/07\/23\/a-maids-load-oder-haushaltsschatten\/\" target=\"_blank\">\u201e&#8217;A maid&#8217;s load oder Haushaltsschatten.&#8217;\u201c<\/a><\/p>\n<blockquote><p>was in diesem Video v\u00f6llig fehlt ist das R\u00fcckgrat jeder indischen Familie, die zur unteren, mittleren oder oberen Mittelschicht geh\u00f6rt. Jede indische Familie der Mittel- oder Oberschicht hat \u201eHelp.\u201c In jeder dieser indischen Familien sind mindestens drei Personen besch\u00e4ftigt. Oft aber noch viel mehr.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Extreme Ern\u00e4hrungsideologien nenne ich schon lange halb scherzhaft &#8220;Essst\u00f6rungen&#8221;. Beispiel f\u00fcr: Moanst du sogst wos Bleeds &#8211; triffst&#8217;!<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.independent.co.uk\/life-style\/food-and-drink\/clean-eating-disorders-ugly-damaging-health-diet-food-pemberton-ella-woodward-a7848381.html\" target=\"_blank\">&#8220;&#8216;Clean eating is ugly, malevolent, and damaging!, says eating disorder specialist&#8221;.<\/a> <\/p>\n<blockquote><p>\u201cAt best, clean eating is nonsense dressed up as health advice. At worst, it is embraced by those with underlying psychological difficulties and used to justify an increasingly restrictive diet \u2014 with potentially life-threatening results,\u201d he writes.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Florian Zinnecker h\u00e4lt sich f\u00fcr verschroben, weil er gerne in die Oper geht, vor allem in Festspiele:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/sz-magazin.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/46239\/Herrlich-Sauna-mit-Musik\" target=\"_blank\">&#8220;Pers\u00f6nliche Noten&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Es ging damit los, dass ich als Kind in den Kessel mit dem Zaubertrank gefallen bin: \u00bbTannh\u00e4user\u00ab, Bayreuther Festspiele, ein Tag im August, ich war acht Jahre alt, Sommerferien. Ich war nie ein gro\u00dfer Freibadg\u00e4nger. Und die Festspiele waren einfach da: Ich bin in Bayreuth aufgewachsen, aus meiner Achtj\u00e4hrigensicht geh\u00f6rte es selbstverst\u00e4ndlich zum Erwachsensein dazu, sich bei den Festspielen regelm\u00e4\u00dfig einer dieser F\u00fcnf-Stunden-Opern auszusetzen. Also sa\u00df ich da, ein Achtj\u00e4hriger in einem kleinen Anzug, die Musik kam von allen Seiten und h\u00f6rte einfach nie auf, mein Vater, der neben mir sa\u00df, schaute gelegentlich, ob ich schon schliefe, aber wer schl\u00e4ft denn in der Achterbahn?<\/p><\/blockquote>\n<p>Quirkiness ist doch super! Andere interessieren sich f\u00fcr Autos!<br \/>\nIch freue mich ganz besonders, dass <i>Tannh\u00e4user<\/i> der Ausl\u00f6ser von Zinneckers lebenslange Begeisterung war. Weil ich&#8217;s genau andersrum erlebt habe: Mit zw\u00f6lf nahmen mich die Opern-begeisterten Eltern einer Mitsch\u00fclerin mit in die M\u00fcnchner Staatsoper. Da hatte ich erst k\u00fcrzlich durch die Schule klassische Musik f\u00fcr mich entdeckt und war schwindlig vor Vorfreue. Ich war sicher, dass mir ein erhebendes Musikerlebnis bevorstand: ECHTE! OPER! Und dann fand ich&#8217;s ganz schrecklich. Konnte nichts damit anfangen. War befremdet. Fand die Musik doof, das Stehen unbequem. Und das, obwohl ich von meinem Platz aus links ganz oben sogar in den Orchestergraben sehen konnte.<\/p>\n<p>Ich war am Boden zerst\u00f6rt und nahm zum ersten Mal eine schmerzhafte Konstante in meinem Leben wahr: Dass ich nicht so war, wie ich gerne gewesen w\u00e4re, dass mein ideales Selbstbild sehr weit entfernt von der Wirklichkeit war. W\u00e4hrend meiner Gymnasialzeit beteiligte ich mich noch \u00f6fter an den Opernfahrten, die unser Musiklehrer organisierte, und lernte dabei einiges. Doch die erhoffte sublime Erfahrung blieb mir verwehrt.<\/p>\n<p>Selbst verbrachte ich als Studentin hei\u00dfe Sommertage nie im Freibad, sondern besonders gern in klimatisierten Kinos: <i>Back to the Future<\/i> 1-3, <i>Highlander<\/i> 1-3, alle bis dahin erschienenen <i>Star Trek<\/i>-Kinofilme liefen bevorzugt in der cineastischen Saure-Gurken-Zeit des Hochsommers. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/b2f102cd1d9c40468ad2c8362446c46d\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgens\/vormittags Brot (H\u00e4usemer Bauerekrume) gebacken, das ganz ausgezeichnet gelang. Wenn man bedenkt, dass das Backtriebmittel dieses Riesenlaibs nur aus 30 Gramm Anstellgut (also Sauerteig) und 2 Gramm Hefe besteht! Der gewaltige Trieb zeigte sich auch in der Krume, die gr\u00f6\u00dfere Poren aufwies als die letzten Male. 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