{"id":45355,"date":"2018-07-01T08:46:09","date_gmt":"2018-07-01T06:46:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=45355"},"modified":"2018-07-01T09:07:50","modified_gmt":"2018-07-01T07:07:50","slug":"journal-samstag-30-juni-2018-sommerfreibadsamstag-und-beifang-aus-dem-internetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2018\/07\/journal-samstag-30-juni-2018-sommerfreibadsamstag-und-beifang-aus-dem-internetz.htm","title":{"rendered":"Journal Samstag, 30. Juni 2018 &#8211; Sommerfreibadsamstag und Beifang aus dem Internetz"},"content":{"rendered":"<p>Jajaja: Alkohol wieder mit Migr\u00e4ne bezahlt. Sie schlug erst um 5 Uhr morgens zu, Triptan half schnell und lie\u00df mich schlafen.<\/p>\n<p>Nachdem der erste Balkonkaffee schon im April passiert war, dauerte es zwei Monate bis gestern zum zweiten: Morgens war es daf\u00fcr einfach immer zu k\u00fchl gewesen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/180630_01_Balkonkaffee.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/180630_01_Balkonkaffee.jpg\" alt=\"\" width=\"365\" height=\"553\" class=\"alignnone size-full wp-image-45391\" \/><\/a><\/p>\n<p>Eigentlich hatte ich ordentlich Muskelkater in Bizeps, Trizeps und Brustmuskulatur von Freitagmorgen. Aber ich hatte mich halt schon so aufs Schwimmen gefreut und das Wetter war mild und sonnig &#8211; also ging ich auch zum Schwimmen (R\u00fccken eingecremt von Herrn Kaltmamsell).<\/p>\n<p>Ich spazierte durchs Glockenbachviertel Richtung Schyrenbad und stellte fest, dass Tag der Hofflohm\u00e4rkte war, schon um halb elf sehr gut besucht.<\/p>\n<p>Im Freibad selbst war&#8217;s eher ruhig, ich zog meine Bahnen bis 3.000 Meter im Sonnenschein gem\u00fctlich (nur einmal verschluckt wegen eines Langstreckenertrinkers auf der Nebenbahn, nur einmal Fu\u00dftritt in den Oberarm von der Nebenbahn, nur einmal kurz Krampf in der linken Wade).<\/p>\n<p>In der Umkleide trocknete und sonnencremte ich mich, wechselte den Bikini. Das W\u00e4rmen und Sonnen mit Musik in den Ohren auf der Liegewiese funktionierte allerdings nicht ganz, da immer wieder gro\u00dfe Wolken die Sonne verschatteten.<\/p>\n<p>Auf dem R\u00fcckweg (Hofflohm\u00e4rkte in vollem Schwung) kehrte ich in einen Supermarkt ein, um die Zutaten f\u00fcrs Abendessen zu besorgen: Herr Kaltmamsell verbrachte den Samstag auf Gesch\u00e4ftsreise, endlich durfte ich mal wieder kochen: Ich plante eine bew\u00e4hrte <a href=\"http:\/\/diekuechenschabe.blogspot.com\/2013\/07\/zwei-tomaten.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Ricotta-Tomaten-Quiche<\/a> mit gr\u00fcnem Salat.<\/p>\n<p>Daheim erst mal Fr\u00fchst\u00fcck, dazu Lekt\u00fcre des freit\u00e4glichen <i>SZ-Magazins<\/i> (\u00fcbrigens <a href=\"https:\/\/twitter.com\/JuliaKarnick\/status\/1012597347807907840\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">schon wieder ein M\u00e4nnerheft<\/a> &#8211; vielleicht sollte es einfach parallel ein SZ-Frauenmagazin geben?). Sehr ber\u00fchrt hat mich <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/panorama\/michael-mronz-im-portraet-wuerde-ich-mich-total-fallen-lassen-waere-es-verrat-an-guido-1.4029239?reduced=true\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">das Portrait von Michael Mronz<\/a> (\u20ac), des Witwers von Guido Westerwelle.<\/p>\n<p>Duschen, k\u00f6rperpflegen, anziehen, Quicheteig zubereiten, dann noch eine Runde Lebensmitteleink\u00e4ufe.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich in der K\u00fcche werkelte, klingelte es an der T\u00fcr: Die Nachbarin fragte, ob wir Beeren aus ihrem Schrebergarten brauchen k\u00f6nnten, sie verreise f\u00fcr ein paar Tage und k\u00f6nne sie nicht verwerten. Aber gerne! Und so kamen wir zu je einer gro\u00dfen Sch\u00fcssel rote Johanninbeeren und Stachelbeeren. Mal sehen, was aus ihnen wird.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/180630_10_Nachtmahl.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/180630_10_Nachtmahl.jpg\" alt=\"\" width=\"363\" height=\"397\" class=\"alignnone size-full wp-image-45393\" \/><\/a><\/p>\n<p>(Jaha, Glasteller.) Das Abendessen wurde gut, wenn auch die Quiche-F\u00fcllung stabiler h\u00e4tte sein k\u00f6nnen. Den passenden Wei\u00dfwein dazu verkniff ich mir.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Nochmal zur\u00fcck zu belegbaren Problemen in unserer Gesellschaft, diesmal Wohnungsbau. Christian Holl schreibt f\u00fcrs Stadtbaumagazin <i>Marlowes<\/i>:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.marlowes.de\/neues-vom-herz-der-miesen-gegend\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Neues vom Herz, der miesen Gegend&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>via <a href=\"https:\/\/twitter.com\/MaikNovotny\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">@MaikNovotny<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Langfristige Stabilit\u00e4t hei\u00dft aber nicht nur, Boden zu sichern, es hie\u00dfe auch, sich nach Bauherren und Anbietern umzusehen, die mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit die Gemeinwohlorientierung, die das Baugesetzbuch vorsieht, auch einl\u00f6sen. Dort hei\u00dft es im ersten Paragrafen unter anderem: \u201eDie Bauleitpl\u00e4ne sollen (\u2026) eine dem Wohl der Allgemeinheit dienende sozialgerechte Bodennutzung unter Ber\u00fccksichtigung der Wohnbed\u00fcrfnisse der Bev\u00f6lkerung gew\u00e4hrleisten.\u201c Die Kommunen m\u00fcssen gest\u00e4rkt werden, Genossenschaften, Stiftungen, Vereine, Akteure wie das Mietsh\u00e4usersyndikat sind mehr zu f\u00f6rdern, neben der Konzeptvergabe gilt es, Instrumente so zu nutzen, dass die Gemeinwohlorientierung auch \u00fcberpr\u00fcft werden kann. Eine auf viele kleinere Eigent\u00fcmer gest\u00fctzte Struktur ist zudem weniger anf\u00e4llig gegen\u00fcber Marktschwankungen und den unkalkulierbaren Unternehmensentscheidungen \u2013 den Markt entsprechend zu diversifizieren hie\u00dfe auch, die Praxis der Kreditvergabe anzupassen. Die Realit\u00e4t ist freilich die, dass Gro\u00dfinvestoren steuerlich bevorzugt werden \u2013 warum eigentlich, Herr Seehofer?<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Antje Schrupp notiert:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/antjeschrupp.com\/2018\/06\/29\/zehn-fragen-und-antworten-ueber-frauen-und-politik\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Zehn Fragen und Antworten \u00fcber Frauen und Politik&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>Ich picke mir daraus diese Antwort auf eine Frage, die auch ich immer noch und st\u00e4ndig h\u00f6re &#8211; selbst von Frauen, die selbst Opfer dieses Systemfehlers sind.<\/p>\n<blockquote><p><strong>Halten Sie in dem Zusammenhang eine Frauenquote f\u00fcr sinnvoll? Oder sollte nicht in erster Linie die Kompetenz eine Rolle spielen? Ist so eine Quote in der Wirtschaft anders zu beurteilen?<\/strong><\/p>\n<p>Die Gegen\u00fcberstellung von \u201eKompetenz\u201c versus \u201eQuote\u201c ist falsch, weil ohne Quote ja systematisch weniger kompetente M\u00e4nner bevorzugt werden, allein weil sie M\u00e4nner sind und besser zum \u201eSystem\u201c passen. Eine Quote w\u00fcrde also meiner Ansicht nach eher mehr als weniger Kompetenz in die Parlamente bringen. Trotzdem glaube ich nicht, dass dadurch das grunds\u00e4tzliche Problem gel\u00f6st w\u00fcrde, weil eine Quote dazu tendiert, diejenigen Frauen in \u00c4mter zu bringen, die am wenigsten ver\u00e4ndern wollen. Manchmal fordere ich deshalb halb im Scherz eine \u201eFeministinnenquote\u201c.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Das US-amerikanische Frauenfitness-Magazin <i>Self<\/i> erscheint mit dem sehr dicken Modell Tess Holliday als Cover, begleitet von der Schlagzeile: \u201cTess Holliday\u2019s Health Is None of Your Business.\u201d <i>Body positivity<\/i>-Aktivistin Lesley Kinzel schreibt auf, warum das wirklich ein gro\u00dfer Schritt ist:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.huffingtonpost.com\/entry\/tess-holliday-self-cover-fat-acceptance_us_5b354781e4b0f3c2219f45be\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;In A World Of Watered-Down \u2018Body Positivity,\u2019 The Tess Holliday Self Cover Is A Radical Choice&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Fat bodies are, after all, still perceived as public property \u2015 reach a certain stage of fatness and you will rapidly learn that people feel entitled if not compelled to tell you what you are doing wrong, even if you are total strangers, because being that fat evidently means you cannot be trusted with your own body and are in need of outsiders to instruct you on the finer points of body-having.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gut formulierte Loblieder auf den Lokaljournalismus m\u00f6chte ich immer mitsingen und verlinken. Doch nach dem Mord an f\u00fcnf Angestellten der Lokalzeitung <i>Capital Gazette<\/i> im US-amerikanischen Annapolis haben sie ein ganz neues Gewicht:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.newyorker.com\/news\/news-desk\/the-capital-gazette-shooting-and-the-true-value-of-local-newspapers\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;The Capital Gazette Shooting and the True Value of Local Newspapers&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Sch\u00f6ne Bilderserie des Blog-Urgesteins Camp Catatonia:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/campcatatonia.org\/article\/2440\/UeberZweiundDreiraederinBeijing\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;\u00dcber Zwei- und Dreir\u00e4der in Beijing&#8221;.<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/04700619e65e451fa529a4cca909b29e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jajaja: Alkohol wieder mit Migr\u00e4ne bezahlt. 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