{"id":49670,"date":"2019-01-24T06:56:22","date_gmt":"2019-01-24T05:56:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=49670"},"modified":"2021-01-14T16:53:50","modified_gmt":"2021-01-14T15:53:50","slug":"journal-mittwoch-23-januar-2019-beifang-aus-dem-internetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2019\/01\/journal-mittwoch-23-januar-2019-beifang-aus-dem-internetz.htm","title":{"rendered":"Journal Mittwoch, 23. Januar 2019 &#8211; Beifang aus dem Internetz"},"content":{"rendered":"<p>Vor Wecker aufgewacht, guten Milchkaffee getrunken, in frostiger K\u00e4lte in die Arbeit gegangen. Ein weiterer hochnebliger Tag.<\/p>\n<p>Ziemlich viel Wahnsinn f\u00fcr einen Tag im B\u00fcro, m\u00f6glicherweise standen die Sterne gestern im Bild Spinner.<\/p>\n<p>Mittagessen: Am Vorabend gekochter Buchweizen (in s\u00fc\u00df), den ich morgens mit Joghurt vermischt hatte. Snacks: Vormittags Trockenpflaumen, nachmittags Grantapfelkerne und N\u00fcsse.<\/p>\n<p>Nach sp\u00e4tem Feierabend trug ich mein Sportzeug heim, auch gestern f\u00fchlte ich mich zu wacklig f\u00fcr einen Einsatz.<\/p>\n<p>Zum Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Krautkrapfen (Ernteanteilsauerkraut), davor hatten wir den ganzen Jam\u00f3n (Weihnachtsgeschenk) angeschnitten.<\/p>\n<p>Abend-Entertainment: Im Fernsehen kam ein Krimi mit Fritzi Haberlandt, deren Fangirl ich <i>seit Erbsen auf halb sechs<\/i> bin. Haneb\u00fcchene Handlung, aber viel wundervolle Fritzi Haberlandt.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Seit einigen Jahren steht Milliard\u00e4r George Soros im Mittelpunkt zahlreicher Weltverschw\u00f6rungstheorien. Wer ihn dort hingestellt hat und warum man f\u00fcr erfolgreiche machiavellische Wahlkampagnen einen Gegner braucht, zeichnet dieser aufschlussreiche und gruslige Artikel von Hannes Grassegger nach, der seit einigen Tagen durch mein Internet gereicht wird:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/desktop.12app.ch\/articles\/15982301\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Der b\u00f6se Jude&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Josh Ellis befasst sich mit den Amish und ihren Einsatz von Technik. Er findet heraus, dass man sich davon durchaus Aspekte abschauen kann.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/extinctionproof.com\/2019\/01\/23\/appropriate-technology\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Appropriate Technology&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>At first, I was surprised to discover that the Amish do not simply reject technology \u2014 but upon reflection, of course they don\u2019t. Everything humans invent to solve problems we can\u2019t solve solely with our minds or our bodies is, by definition, technology.<br \/>\n(&#8230;)<br \/>\nBut nor do they simply set some sort of arbitrary cutoff point, pick a year and say: <em>nothing past this date<\/em>. What they do, which is far more interesting, is this: when presented with a technology, they look at it, consider it, and decide whether it has any value to their community and under what circumstances.<\/p><\/blockquote>\n<p>Interessant ist halt was passiert, wenn man sich dem Effizienzdiktat unserer Gesellschaft<sup><a href=\"#footnote_1_49670\" id=\"identifier_1_49670\" class=\"footnote-link footnote-identifier-link\" title=\"Wozu es im schlechten Fall f&uuml;hren kann, zeigt das Gesundheitswesen &ndash; m&ouml;glichst effiziente Pflege.\">1<\/a><\/sup> einfach mal entzieht &#8211; und wie sehr das in uns drinsteckt, sehe ich jedes Jahr beim gemeinschaftlichen Sugoeinkochen im Kartoffelkombinat, wenn fast ausnahmslos alle Beteiligten sofort Prozessketten entwickeln, mit denen man das m\u00f6glichst effizient abwickeln kann. Selbst musste ich vor vielen Jahren erst langsam das Vergn\u00fcgen an Uneffizienz lernen und dass ich mich im Privaten vielleicht vom beruflichen (und im Grunde ja doch nur Gewinnmaximierungs-orientierten) Effizienzdiktat befreien darf (dabei gehe ich zu Fu\u00df schon immer lieber sch\u00f6ne Wege als k\u00fcrzeste). Ich kann mich an Zeiten erinnern, in denen ich selbst meiner Freizeit Effizienz abverlangt habe, in denen ich so fertig war, dass ich systematisch nach Erholungsmethoden recherchierte, die m\u00f6glichst schnell und sicher funktionieren sollten. Das war sehr, sehr krank.<\/p>\n<p>Und ich sehe durchaus den Wahnsinn in Sportmaschinen, die mir Bewegung erm\u00f6glichen &#8211; in einer Welt, in der Maschinen daf\u00fcr entwickelt wurden, dass ich m\u00f6glichst wenig K\u00f6rperkraft einsetzen muss.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Schon am Dienstag in der <i>S\u00fcddeutschen<\/i>: Ein Interview mit einem Umweltpsychologen an der FH Dortmund und der Ruhr-Universit\u00e4t in Bochum, Marcel Hunecke (\u20ac).<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/leben\/nachhaltigkeit-alltag-1.4296574?reduced=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8220;&#8216;Flugreisen sind die \u00f6kologische Keule'&#8221;<\/a>.<\/p>\n<p>Darin zahlreiche alltagsfreundliche Tipps f\u00fcr klimaschonendes Verhalten inklusive dem klaren Hinweis:<\/p>\n<blockquote><p>Flugreisen sind immer die \u00f6kologische Keule, die am Ende einer individuellen Umweltbilanz droht. Mit Fl\u00fcgen, vor allem in die Ferne, rei\u00dfen wir gewisserma\u00dfen alle Umweltentlastungen ein, die wir meist mit viel M\u00fche im Alltag erreicht haben. Das sollte Menschen klar sein, denen es wichtig ist, nachhaltig zu leben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hunecke hilft mir auch bei meinem Nachdenken dar\u00fcber, ob die wachsende Mobilit\u00e4t der Menschheit seit der Aufkl\u00e4rung eine Hauptursache gesellschaftlichen Fortschritts ist (Kennenlernen anderer Kulturen und Lebensweisen, allgemeiner Gewinn an Wissen und Erkenntnis) oder ihr Untergang (Umweltzerst\u00f6rung durch Verkehrsinfrastruktur, Emissionen, Zerst\u00f6rung von lokalen Strukturen und Netzen durch Touristenmassen). Denn er weist darauf hin, dass Reisen als zvilisatorische Bereicherung schlicht anders auss\u00e4he als im Moment:<\/p>\n<blockquote><p>Zeit einplanen. L\u00e4nger am Ort bleiben, um wirklich mit einer Kultur in Kontakt zu kommen, das braucht Wochen, eher Monate. Das Schlimme ist der kurze Flug f\u00fcr einen Tag nach Paris, dann drei Wochen nach Thailand. Das sind in erster Linie Konsumerlebnisse und damit Teile einer wirtschaftlichen und nicht einer kulturellen Globalisierung. Diese Konsumreisen werden wir uns aus \u00f6kologischen Gr\u00fcnden auf Dauer nicht leisten k\u00f6nnen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit diesem Schwerpunkt an Klimafreundlichkeit ist auch der oft geh\u00f6rte Vorwurf zu entkr\u00e4ften, nachhaltigen Lebensstil m\u00fcsse man sich erst mal leisten k\u00f6nnen, \u00f6kologisches Bewusstsein sei elit\u00e4res Distinktionsmerkmal: Fliegen als sei es Busfahren und regelm\u00e4\u00dfige Fernfl\u00fcge als gravierendste Beitr\u00e4ge zur Erderw\u00e4rmung k\u00f6nnen sich arme Menschen gar nicht leisten; sie sind typischer Lebensstil einer Elite mit Geld, die im Bioladen einkauft. Es ist also umgekehrt viel mehr so, dass man sich klimasch\u00e4dliches Verhalten erst mal leisten k\u00f6nnen muss.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Auch wenn ich nicht plane, nach Moskau zu ziehen (Winter von Oktober bis April?!): Katrin Scheib notiert kurz vor ihrem R\u00fcckzug nach Deutschland, was man wissen sollte.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/kscheib.de\/moskau-umzug-russland-deutschland-packliste\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Du willst also nach Moskau ziehen&#8221;.<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/ssl-vg03.met.vgwort.de\/na\/c3bf44f6439c41f1b845a2254de6c365\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n<ol class=\"footnotes\"><li id=\"footnote_1_49670\" class=\"footnote\">Wozu es im schlechten Fall f\u00fchren kann, zeigt das Gesundheitswesen &#8211; m\u00f6glichst effiziente Pflege.<span class=\"footnote-back-link-wrapper\"> [<a href=\"#identifier_1_49670\" class=\"footnote-link footnote-back-link\">&#8617;<\/a>]<\/span><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor Wecker aufgewacht, guten Milchkaffee getrunken, in frostiger K\u00e4lte in die Arbeit gegangen. 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