{"id":57048,"date":"2020-01-16T07:09:25","date_gmt":"2020-01-16T06:09:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=57048"},"modified":"2020-01-16T07:09:25","modified_gmt":"2020-01-16T06:09:25","slug":"journal-mittwoch-15-januar-2020-knives-out","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2020\/01\/journal-mittwoch-15-januar-2020-knives-out.htm","title":{"rendered":"Journal Mittwoch, 15. Januar 2020 &#8211; <i>Knives Out<\/i>"},"content":{"rendered":"<p>Endlich mal gut geschlafen, davon fast sechs Stunden am St\u00fcck &#8211; doch der Wecker klingelte zu fr\u00fch, ich hatte noch nicht genug Schlaf nachgeholt.<\/p>\n<p>Noch ein sonniger Tag, beim fr\u00fchnachmitt\u00e4glichen Hofgang war es herrlich warm. Mittags Waldorfsalat und zwei Mandarinen.<\/p>\n<p>Nach der Arbeit radelte ich direkt nach Hause, um vor dem Kinobesuch mit Herrn Kaltmamsell noch etwas essen zu k\u00f6nnen: Es gab Bagels aus dem Tiefk\u00fchlschrank mit Frischk\u00e4se, Schnittlauch, getrockneten Tomaten oder R\u00e4ucherlachs.<\/p>\n<p>Wir hatten Pl\u00e4tze (Karten gibt es ja dort bei Onlinekauf nicht mehr) im Cinema f\u00fcr <i>Knives Out<\/i>, auf den ich mich seit dem ersten Trailer gefreut hatte und der &#8211; im Gegensatz zu <i>Last Christmas<\/i>, auf den ich mich auch sehr gefreut hatte &#8211; sehr positiv besprochen wurde. (Sofia Glasl analysiert f\u00fcr die <i>S\u00fcddeutsche<\/i> die Rolle der Kost\u00fcme f\u00fcr die Charakterzeichnung: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/knives-out-im-kino-der-moerder-ist-immer-1.4746891\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">&#8220;Der M\u00f6rder ist immer&#8230;&#8221;<\/a>)<\/p>\n<p>Ergebnis: Ja, allerliebst und herzerfrischend. Neben mir ert\u00f6nte w\u00e4hrend des Abspanns das Urteil, das ich auch schon h\u00e4ufig gelesen habe: &#8220;Endlich mal ein <i>guter<\/i> Film.&#8221; <i>Knives Out<\/i> nimmt sich ein scheinbar durchgespieltes Genre vor, den klassischen <i>Who done it<\/i> nach Agatha Christie, und variiert &#8211; gerade genug, dass alle Ankl\u00e4nge an ber\u00fchmte Vorbilder da sind (u.a. das Setting, die Kameraeinstellungen, das Personal) und erg\u00e4nzt um genug Neugier erzeugendes Neues. Der Film beginnt mit der Entdeckung des Toten und erz\u00e4hlt von dort in angenehmem Tempo und in sorgsamer Struktur weiter. Das Drehbuch hat viele sch\u00f6ne Einf\u00e4lle, ohne den Film zu \u00fcberfrachten. Allein schon die Idee, einen Charakter einzubauen, der nicht l\u00fcgen kann: Pflegerin Marta muss sich \u00fcbergeben, wenn sie l\u00fcgt. Wundersch\u00f6n, was der Film damit macht.<\/p>\n<p>Oder der Privatdedektiv Benoit Blanc (gnihihi), den Daniel Craig mit einem v\u00f6llig absurden Akzent spielt &#8211; was soll das bitte gewesen sein? Irgendwann f\u00e4llt &#8220;Kentucky&#8221;, doch ich habe den Verdacht, der Akzent war einfach erfunden. Was hat die deutsche Synchronisation wohl daraus gemacht?<\/p>\n<p>Klassisch wieder der Aufbau: Mehrmals im Film glaubt der Zuschauer zu wissen, was wirklich geschah, doch erst im gro\u00dfen Showdown enth\u00fcllt der Privatdetektiv (nat\u00fcrlich im gro\u00dfen Wohnzimmer des Hauses) alle Details und Zusammenh\u00e4nge. Sehr sch\u00f6n auch die Maske: Die Schauspielerinnen und Schauspieler sind deutlich \u00fcberschminkt (so faltig ist die wundervolle Jamie Lee Curtis wirklich noch nicht) und wirken dadurch ein wenig wie Comiczeichnungen.<\/p>\n<p>Auch Herr Kaltmamsell hatte sich am\u00fcsiert, beschwingte U-Bahn-Fahrt nach Hause. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/17c40cc609b449979566385216992b81\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Endlich mal gut geschlafen, davon fast sechs Stunden am St\u00fcck &#8211; doch der Wecker klingelte zu fr\u00fch, ich hatte noch nicht genug Schlaf nachgeholt. Noch ein sonniger Tag, beim fr\u00fchnachmitt\u00e4glichen Hofgang war es herrlich warm. Mittags Waldorfsalat und zwei Mandarinen. 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