{"id":57684,"date":"2020-02-22T08:31:04","date_gmt":"2020-02-22T07:31:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=57684"},"modified":"2020-02-22T08:44:22","modified_gmt":"2020-02-22T07:44:22","slug":"journal-freitag-21-februar-2020-ein-bisschen-fasching","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2020\/02\/journal-freitag-21-februar-2020-ein-bisschen-fasching.htm","title":{"rendered":"Journal Freitag, 21. Februar 2020 &#8211; Ein bisschen Fasching"},"content":{"rendered":"<p>Tief und gut geschlafen &#8211; ich w\u00e4re sehr froh, wenn das im Durchschnitt so bliebe.<\/p>\n<p>Nach der Yogaeinheit (Waage auf weher H\u00fcfte geht echt nicht) also auf \u00e4rztliche Anweisung Bauch\u00fcbungen, weil er die Bedeutung von Stabilit\u00e4t f\u00fcr die krumme LWS betont hatte (was mache ich denn seit Jahrzehnten wegen krummer LWS?!).<\/p>\n<p>In der Arbeit viel Arbeit mit Internetrecherche. Mittags restliche Nudeln mit Gelber Bete und Feta vom Vorabend, nachmittags zwei Orangen. Gro\u00dfe Freude auf vier freie Tage am St\u00fcck nach Feierabend.<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg radelte ich bei der R\u00f6ntgenpraxis vorbei, die mir am Vortag telefonisch mitgeteilt hatte, f\u00fcr einfaches R\u00f6ntgen br\u00e4uchte ich keinen Termin und k\u00f6nne einfach vorbeikommen. An der Empfangstheke erfuhr ich: Au\u00dfer am Freitagnachmittag. Leider musste ich mich ziemlich aufregen &#8211; nur innerlich, zur Thekenkraft sagte ich lediglich: &#8220;Dann gehe ich halt woanders hin, tsch\u00fcssi.&#8221;<\/p>\n<p>Abends war ich zu einem Festl eingeladen, Verkleiden erlaubt. Ich holte meinen Schiffsmechanikerinnen-Overall heraus. Herr Kaltmamsell hatte ebenfalls zugesagt und sogar den Pulpo-Salat zum Mitbringen zubereitet, f\u00fchlte sich dann aber zu schwach und kr\u00e4nklich; er blieb daheim. Auf dem Weg nach Neuhausen im U-Bahnhof viele Maschkerer gesehen, verkleidet als Fu\u00dfballspieler, aber mit Schal &#8211; im Faschingskontext weitaus weniger absto\u00dfend aus au\u00dferhalb.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ner Abend mit Gespr\u00e4chen und Essen. Gegen Mitternacht war ich im Bett (das ist f\u00fcr mich sehr sp\u00e4t).<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Datenschutz vs. schneller Zugriff auf Daten im Gesundheitswesen: <a href=\"https:\/\/twitter.com\/Caethan13\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">@Caethan13<\/a> schildert, warum das gerade in der Notfallmedizin heikel ist.<br \/>\n<a href=\"https:\/\/twnknhs.de\/2020\/02\/18\/sektorenuebergreifende-kommunikation-am-beispiel-des-rettungswesens\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">&#8220;Sektoren\u00fcbergreifende Kommunikation am Beispiel des Rettungswesens&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>Anfangs kam mir das Speichern aller meiner \u00c4rztedaten als Gesundheitsakte auf meiner Krankenkassenkarte ja wie die beste aller m\u00f6glichen Ideen vor, vor allem weil vor etwa zehn Jahren, als das aufkam, praktisch alles in einfacher Ausfertigung auf Papier in den Arztpraxen lag. Ich erhoffte mir ein Szenario, in dem ich bei jedem Arztbesuch allein durch das Einlesen meiner Karte die jeweilige \u00c4rztin, den jeweiligen Arzt auf den aktuellen Stand bringen konnte &#8211; viel wichtiger noch bei einem Krankenhausaufenthalt. Doch dann zeigte sich bereits bei den ersten Schritten der Digitalisierung von Gesundheitsdaten, dass der Sicherheitsaspekt nahezu komplett ignoriert wurde &#8211; und bei aller scheinbaren Offenheit hier im Blog m\u00f6chte ich nun wirklich selbst bestimmen k\u00f6nnen, wer was \u00fcber meinen medizinischen Zustand wei\u00df. Deshalb wich meine anf\u00e4ngliche Begeisterung wie bei vielen technischen M\u00f6glichkeiten auch hier realistischer Mutlosigkeit.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Anh Tran schreibt im Deutschlandfunk:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/rassismus-in-deutschland-ich-habe-das-gewoehnen-so-satt.720.de.html?dram:article_id=470811\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">&#8220;Rassismus in Deutschland<br \/>\nIch habe das Gew\u00f6hnen so satt&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Als Kind wollte ich immer wie meine Freunde sein: lustig, klug und deutsch. Aber Deutschsein ist schwer. Egal wie viele Peter-Alexander-Filme ich mit Omi geschaut habe, wie gut meine Deutschnoten waren, wie p\u00fcnktlich ich zu Verabredungen erscheine. Ich komme nicht in den Club der wei\u00dfen Menschen. Das ist ein beschissenes Gef\u00fchl.<\/p>\n<p>Rassismus geh\u00f6rt zu meinem Leben wie die Luft zum Atmen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und h\u00f6rt BITTE auf mit so Schei\u00df wie &#8220;Ich seh ja keine Hautfarben, f\u00fcr mich sind alle gleich.&#8221; Das kann sich bei uns nur jemand leisten, der zur wei\u00dfen Norm geh\u00f6rt, und dann ist es empathielos und ignorant. Davon werden die rassistischen Erfahrungen deiner nicht-wei\u00dfen Umgebung nicht weniger &#8211; die du nat\u00fcrlich nicht mitbekommst, weil du siehst ja keine Hautfarben.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/reise\/urlaub-in-sibirien-ein-winter-am-baikalsee-16638614.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">&#8220;Auf der Suche nach dem Winter&#8221;.<\/a><br \/>\nWundebarer Artikel von Andrea Diener \u00fcber ihre Reise zum n\u00f6rdlichen Baikalsee.<\/p>\n<blockquote><p>Was tun bei Sehnsucht nach Eis, Schnee und Finsternis? Ein Urlaub in einem Dorf am n\u00f6rdlichen Baikalsee schafft Abhilfe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwar macht Andrea Diener in ihrem Job als Reiseredakteurin der <i>FAZ<\/i> auch Pressereisen, und auch ihre Artikel dar\u00fcber lese ich lieber als allen anderen Reisejournalismus. Doch zum Gl\u00fcck macht sie &#8211; meist privat &#8211; auch Reisen, die eben nicht Konsumreisen sind. Mir w\u00e4ren letztere meist viel zu anstrengend, deshalb bin ich froh und dankbar, dass Andrea sie f\u00fcr mich macht und mich daran teilhaben l\u00e4sst. Diese Russlandreise verfolgte ich schon auf Twitter mit, und ich kann&#8217;s kaum erwarten, bis sie in <a href=\"https:\/\/wrint.de\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">WRINT bei Holger Klein<\/a> Details erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Erster Unterschied zu Komsumreisen:<\/p>\n<blockquote><p>Wie zu allen wirklich interessanten Zielen ist man nach Bajkalskoje ziemlich lange unterwegs.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ein Grund, warum ich die wenigsten davon erleben werde.<\/p>\n<p>Wellness am winterlichen Baikalsee: Banja.<\/p>\n<blockquote><p>Ein kleiner Holzverschlag hinten im Garten, ein geschwei\u00dfter Ofen, eine Zinkwanne darauf mit hei\u00dfem Wasser, Plastiksch\u00fcsseln zum Mischen. Eine Banja ist so hei\u00df wie eine Saune, so hei\u00df wie es irgendwie geht mit einem Holzofen, und die Einheimischen waschen hier auch gleich die W\u00e4sche.<\/p><\/blockquote>\n<p>(&#8230;)<br \/>\nDanach serviert Gastgeberin Galina Fisch.<\/p>\n<blockquote><p>Dazu schenkte sie uns Schnaps aus einer Teekanne in kleine Gl\u00e4ser mit Stiel und Goldrand. Wir waren sauber, wir waren warm, wir waren satt und hatte diverse Schn\u00e4pse intus, die wir, immer gern genommen, auf die russisch-deutsche Druschba tranken, die V\u00f6lkerfreundschaft, dann tranken wir, inspiriert von den werkt\u00e4tigen Sowjetfrauen im Fernsehen, auf die Liebe, auf den Baikal und was uns sonst noch einfiel. Gl\u00fccklich und zufrieden wankten wir nach solchen Abenden mit unseren Handt\u00fcchern und Seifendosen die Stra\u00dfe zur\u00fcck in unser Haus und fielen um. Russische Wellness ist nicht sehr glamour\u00f6s, aber sie wirkt.<\/p><\/blockquote>\n<p> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/2dcf8c1b9b6d42c587239dbd8ddf113e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tief und gut geschlafen &#8211; ich w\u00e4re sehr froh, wenn das im Durchschnitt so bliebe. Nach der Yogaeinheit (Waage auf weher H\u00fcfte geht echt nicht) also auf \u00e4rztliche Anweisung Bauch\u00fcbungen, weil er die Bedeutung von Stabilit\u00e4t f\u00fcr die krumme LWS betont hatte (was mache ich denn seit Jahrzehnten wegen krummer LWS?!). 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