{"id":61840,"date":"2020-09-08T06:46:26","date_gmt":"2020-09-08T04:46:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=61840"},"modified":"2020-09-08T06:46:26","modified_gmt":"2020-09-08T04:46:26","slug":"journal-montag-7-september-2020-j-l-carr-how-steeple-sinderby-wanderers-won-the-fa-cup","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2020\/09\/journal-montag-7-september-2020-j-l-carr-how-steeple-sinderby-wanderers-won-the-fa-cup.htm","title":{"rendered":"Journal Montag, 7. September 2020 &#8211; J.L. Carr, <i>How Steeple Sinderby Wanderers Won the FA Cup<\/i>"},"content":{"rendered":"<p>Seltsame Nacht mit realistischen und umso bizarreren Tr\u00e4umen (vermutlich beeinflusst von der aktuellen Lekt\u00fcre), tiefer und erholsamer Schlaf geht anders.<\/p>\n<p>Der Wecker stand eh auf halb sechs, weil ich eine Runde Crosstrainer wollte. Das klappte auch und bereitete Freude.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chtliche Regen hatte aufgeh\u00f6rt, ich konnte trocken in die Arbeit radeln. Wo pl\u00f6tzlich so viele auf der Trick mit dem fr\u00fchen Arbeitsanfang gekommen waren, dass ich erst nach einer halben Stunde auch nur dazu kam, mein Teewasser aufzusetzen.<\/p>\n<p>Und ich glaube, vor der OP muss ich mir in dem ganzen Durchhalten, Aushalten und Verdr\u00e4ngen der Schmerzen nochmal eine Einheit Heulen, Z\u00e4hneknirschen und Rumbr\u00fcllen nehmen, weil es so viel Kraft kostet. Und das, wo ich sogar noch selbst humpeln kann und aus eigener Kraft \u00fcberall hin komme.<\/p>\n<p>Mittags frische Feigen mit Feta. Gegen den Nachmittagshunger eine Scheibe selbstgebackenes Brot.<\/p>\n<p>Meine Zahn\u00e4rztin war zur\u00fcck aus ihrem Urlaub, ich holte mir f\u00fcr n\u00e4chste Woche einen Termin, um die br\u00f6selnden Schneidez\u00e4hne richten zu lassen.<\/p>\n<p>Viel zu tun, es wurde schon wieder sp\u00e4t.<\/p>\n<p>Auf dem Heimweg erledigte ich die Lebensmitteleink\u00e4ufe f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage beim Vollcorner.<\/p>\n<p>Kurzes Ausruhen daheim, bevor wir zum Treffen unserer Leserunde aufbrachen. In kleinerer Runde auf Abstand a\u00dfen wir Auberginen-Kartoffel-Auflauf (gut!) und Schokoladenkuchen, sprachen \u00fcber J.L. Carr, <i>How Steeple Sinderby Wanderers Won the FA Cup<\/i>. Eine 1975 erschienene englisch Satire \u00fcber eine Zuguck-Sporart, die mich \u00fcberhaupt nicht interessiert: Fu\u00dfball. Zumindest wei\u00df ich genug \u00fcber die Regeln und die Geschichte des Sports, um mitdenken zu k\u00f6nnen und die satirisierten Hintergr\u00fcnde zu erkennen. Au\u00dferdem ist J.L. Carr Meister der Erz\u00e4hl\u00f6konomie und braucht f\u00fcr die launige Geschichte der Dorfmannschaft, die mit Hilfe der k\u00fchlen Analyse eines ungarischen Intellektuellen eine Strategie f\u00fcr den englischen Pokalgewinn findet, nur 130 Seiten. Wirklich lustig fand ich die Seitenhiebe auf die Strukturen und Gemeinheiten im Landleben, weit weg von jedem Landliebe-Idyll, au\u00dferdem war ich \u00fcberrascht, dass die Mechanismen von Kommerzialisierung und Medienausschlachtung des Fu\u00dfballs offensichtlich vor 50 Jahren bereits dieselben wie heute waren. Und es gab einige sch\u00f6ne Wendungen entgegen der Lese-Erwartungen. Dennoch hat ein Fu\u00dfballfan wahrscheinlich gr\u00f6\u00dferes Vergn\u00fcgen an dem Roman (<a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/sport\/fussball\/buchtipp-j-l-carr-how-steeple-sinderby-wanderers-won-the-fa-cup-15243434.html\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">Christoph Becker \u00fcberschl\u00e4gt sich in der <i>FAZ<\/i> schier vor Begeisterung<\/a>) und kann sich die beschriebenen Spiele besser vorstellen (im Roman als Lokalzeitungsberichte der sehr jungen, emsigen freien Mitarbeiterin Glinchy abgedruckt, die ich als Personal des Landlebens sofort wiedererkannte und mochte). Die anderen Mitlesenden waren durchwegs sehr angetan von dem Buch.<\/p>\n<p>Heimradeln durch nur wenig k\u00fchle Nachtluft mit einer Ahnung von Herbst.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Herzbruch braucht ja gar keine Themenanregungen &#8211; jetzt hat sie so nachvollziehbar und informativ \u00fcber Handball gebloggt, dass ich am liebsten noch mindestens ein Dutzend weiterer Sportarten so vermittelt haben m\u00f6chte:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/herzbruch.blogger.de\/stories\/2781320\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">&#8220;Pulled to bits&#8221;.<\/a><br \/>\nUnter anderem gef\u00e4llt mir der Vergleich mit Geigespielen: Den kann ich aus erster Hand nachvollziehen. Mein Wunsch Geige zu spielen hielt n\u00e4mlich nur wenige Wochen an, in denen ich die schulische Leihgeige nur zu grauenvollen Ger\u00e4uschen brachte und mir klar wurde, dass das so schnell auch nicht besser werden w\u00fcrde. Seither behaupte ich, ich sei zu h\u00f6rempfindlich f\u00fcrs Geigenlernen. (Sie erinnern sich? Martin-Horn tut mir so weh, dass ich sogar vom Fahrrad springe, um mir die Ohren ganz fest zuhalten zu k\u00f6nnen?)<br \/>\nFinden wir auch sportliche Zuordungen f\u00fcr Querfl\u00f6te (funktioniert schnell irgendwie, selbst Mittelma\u00df ist mit durchschnittlicher Anstrengung erreichbar) und Klavier (Taste -> Ton, fertig, aber nur ganz wenige bringen es zu echter Musik)? <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg02.met.vgwort.de\/na\/07d8758afea546f286c9a32ef0046dc2\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seltsame Nacht mit realistischen und umso bizarreren Tr\u00e4umen (vermutlich beeinflusst von der aktuellen Lekt\u00fcre), tiefer und erholsamer Schlaf geht anders. Der Wecker stand eh auf halb sechs, weil ich eine Runde Crosstrainer wollte. Das klappte auch und bereitete Freude. Der n\u00e4chtliche Regen hatte aufgeh\u00f6rt, ich konnte trocken in die Arbeit radeln. 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