{"id":703,"date":"2005-01-08T16:19:32","date_gmt":"2005-01-08T15:19:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/01\/friday-five-kindheitsgeschichten.htm"},"modified":"2005-01-10T11:49:54","modified_gmt":"2005-01-10T10:49:54","slug":"friday-five-kindheitsgeschichten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/01\/friday-five-kindheitsgeschichten.htm","title":{"rendered":"Friday Five: Kindheitsgeschichten"},"content":{"rendered":"<p>via <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/index.php?p=542\" target=_new>Anke<\/a><\/p>\n<p><strong>1) What\u2019s one of the funniest things that you ever did as a kid? How old were you? Do you actually remember doing it? Do your parents\/relatives still tell stories about it?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Mutter berichtete: Mich konnte sie schon als sehr kleines Kind gut allein lassen. Wenn sie also schnell einkaufen gehen wollte, sagte sie mir das und ging. Vorher schob sie mein Kinderst\u00fchlchen ans K\u00fcchenfenster der Erdgescho\u00df-Wohnung und wies mich an, nach ihr Ausschau zu halten. Eines Tages kam sie von diesem Einkauf zur\u00fcck und entdeckte, dass ich das St\u00fchlchen dazu genutzt hatte, ans Gew\u00fcrzregal zu klettern. Nacheinander hatte ich alle Gew\u00fcrzgl\u00e4ser ge\u00f6ffnet und entleert. Sie fand mich auf der Arbeitsfl\u00e4che sitzend, Currypulver auf der Nase, Zimt im Haar, sehr gut gelaunt. Ich sah so lustig aus, dass sie es nicht fertig brachte zu schimpfen.<br \/>\nNein, ich erinnere mich nicht daran. Ich erinnere mich ohnehin an kaum etwas aus meiner Kindheit. Aber Spa\u00df habe ich schon immer gerne gemacht. Woran ich mich erinnern kann: Ein Nachbarsm\u00e4dchen einer Kindergartenfreundin lud mich zu ihrer Geburtstagsfeier ein, obwohl ich mit ihr eigentlich nie etwas zu tun hatte. Ihre Begr\u00fcndung: Du bist immer so lustig.<\/p>\n<p>Kindergeschichten \u00fcber mich erz\u00e4hlen meine Eltern schon lange nicht mehr. Seit mein Vater Opa geworden ist, f\u00e4ngt er allerdings wieder damit an; erfreulicherweise nicht nur von meiner Bockigkeit und Renitenz wie fr\u00fcher, sondern auch nette Erinnerungen.<\/p>\n<p><strong>2) How would you describe yourself as a child? Extroverted or introverted? Creative? Hyper? Quiet? Compare that with your personality today. Are you still that way, for the most part?<\/strong><\/p>\n<p>Vorlaut, wissbegierig, altklug, siebengescheit, besserwisserisch, definitiv extrovertiert. Ein unertr\u00e4gliches Kind. Misstrauisch macht mich nur, dass ich dieses Bild von mir als Kind erst seit ein paar Jahren habe.<\/p>\n<p>Ab der Grundschulzeit war ich ein lautes, extrovertiertes Kind mit Hang zum R\u00fcckzug ins Lesen. Das hing aber damit zusammen, dass wir von dem Wohnblock voller Kinder wegzogen in einen Wohnblock voll Senioren.<\/p>\n<p>Der Hang zum R\u00fcckzug hat mit den Jahren die Extrovertiertheit \u00fcberlagert. Das merkt allerdings niemand, der auf mich trifft, da ich in Gesellschaft weiterhin vorlaut, wissbegierig, altklug, siebengescheit und besserwisserisch bin. Ich habe lediglich die Gelegenheiten daf\u00fcr massiv reduziert.<\/p>\n<p><strong>3) What were some of your favorite childhood toys? Do you still have any of them? What do you think of the toys that children are playing with nowadays?<\/strong><\/p>\n<p>Am liebsten spielte ich mit anderen Kindern, meist drau\u00dfen: Vater-Mutter-Kind (aus frisch gem\u00e4htem Gras formten wir den Grundriss der Wohnung), Schloss und Prinzessin, Schiff (zwei Nachbarsschwestern hatten ein Stockbett, mit dem das hervorragend ging) &#8211; irgendwelche Szenarien halt, gerne mit Verkleidung.<br \/>\nSp\u00e4ter dasselbe mit Barbie-Puppen.<\/p>\n<p>Heutiges Kinderspielzeug kenne ich nur aus der vorweihnachtlichen Werbung (Plastikkram, den schon meine Eltern mir nicht kauften) und von meinen Kleinstneffen: keine gro\u00dfen Spr\u00fcnge. Beim Thema Computerspiele \/ Gameboys funktionieren meine bildungsb\u00fcrgerlichen Reflexe: Teufelswerk! Verdummung! Kulturuntergang! Nach Zuschalten der Vernunft sch\u00e4tze ich aber, dass das lediglich eine Weiterentwicklung ist, ja mei.<br \/>\n<strong><br \/>\n4) Do you feel that you get along well with children? Why\/why not? Are you around them quite a bit? Are there any particular age groups that you get along especially well with?<\/strong><\/p>\n<p>Ich mag Kinder nicht. Noch nie. Sie sind mir fremd auf eine unsympathische Weise, vermutlich weil ich sie in erster Linie als Mitmenschen sehe. Mir fehlt der s\u00fc\u00fc\u00fc\u00fc\u00df!-Reflex bei Kindern v\u00f6llig, den zum Beispiel Hunde oder Meerschweinchen sehr wohl ausl\u00f6sen k\u00f6nnen.<br \/>\nDeshalb meide ich Kinder; meist geht das von allein, nur selten muss ich richtig fliehen (zum Beispiel im Zug, wenn Kleinkinder an mir oder meiner Zeitung herumfingern).<\/p>\n<p><strong>5) Did you like school when you were a kid? Were you involved with any sports, extracurricular activities, etc. as a child? Did you make pretty good grades, and did you like your teachers?<\/strong><\/p>\n<p>Meine Gef\u00fchle f\u00fcr die Schule waren mal so, mal so; nie aber habe ich Schule gehasst. Ich nahm die Schule sehr ernst und f\u00fchlte mich oft durch Unterricht bereichert, viele Lehrer pr\u00e4gten mich nachhaltig (nur mit einem geriet ich so richtig aneinander). Vermutlich h\u00e4tte ich noch viel mehr f\u00fcr mich rausgeholt, wenn meine Eltern nicht solch ein Tamtam um schulische Leistungen gemacht h\u00e4tten: Der Neigungswinkel des Haussegens hing ausschlie\u00dflich von meinen Noten ab. Im Nachhinein betrachtet waren meine gymnasialen Zensuren immer leicht \u00fcberdurchschnittlich, doch da alles au\u00dfer Bestnoten Repressalien zur Folge hatte (Leseverbot, Stubenarrest, Ausgehverbot, Fernsehverbot), hielt ich mich f\u00fcr eine schlechte Sch\u00fclerin.<\/p>\n<p>Sport: Mit 11, 12 war ich im Turnverein, lie\u00df mich aber durch meine mangelnde Begabung schnell frustrieren. Mit 15 bis 18 Paartanz.<br \/>\nMusik: Drei Jahre Blockfl\u00f6tenunterricht, neun Jahre Querfl\u00f6te, mit letzterem spielte ich auch in Orchestern und Holzbl\u00e4serquintetten. Drei Jahre in einem semiprofessionellen Jugendchor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>via Anke 1) What\u2019s one of the funniest things that you ever did as a kid? How old were you? Do you actually remember doing it? Do your parents\/relatives still tell stories about it? Meine Mutter berichtete: Mich konnte sie schon als sehr kleines Kind gut allein lassen. 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