{"id":7189,"date":"2010-03-19T06:40:00","date_gmt":"2010-03-19T05:40:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=7189"},"modified":"2010-04-06T05:36:59","modified_gmt":"2010-04-06T04:36:59","slug":"journal-18-marz-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2010\/03\/journal-18-marz-2010.htm","title":{"rendered":"Journal 18. M\u00e4rz 2010"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/100318_Kaffeetasse.jpg\" alt=\"\" title=\"100318_Kaffeetasse\" width=\"385\" height=\"338\" class=\"alignnone size-full wp-image-7198\" \/><\/p>\n<p>Dass Sch\u00f6nheit leiden muss, macht uns ja bereits das Sprichwort klar. Das gilt auch f\u00fcr Geschirr. Weil n\u00e4mlich: Die Tassen, die meine arbeitgebende Firma ihren Mitarbeitern stellt, sind mir zu klein. Also habe ich mir zwei St\u00fcck des abgebildeten Rosenthal-Modells gekauft, denn, wie eine der gro\u00dfen <a href=\"http:\/\/gaga.twoday.net\/\" target=_new>Denkerinnen<\/a> des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts so sch\u00f6n sagte: \u201eWie soll ich sch\u00f6ne Gedanken haben, wenn ich von h\u00e4sslichen Dingen umgeben bin?\u201c<\/p>\n<p>Auch meine Kollegen und Kolleginnen bevorzugen gr\u00f6\u00dfere Tassen als die vom Arbeitgeber gestellten. Die meisten bringen also welche mit, gerne mit humorvoll gemeinter Aufschrift, jahreszeitlichen Emblemen oder mit Werbebeklebung. Meine beiden Exemplare sind die mit Abstand sch\u00f6nsten. Was wiederum zur Folge hat, dass sie von denjenigen der ca. 50 Nutzer der einzigen Teek\u00fcche auf dem Stockwerk bevorzugt werden, die keine eigenen Tassen haben. Stelle ich sie abends benutzt in die Geschirrsp\u00fclmaschine, hat sie sich am n\u00e4chsten Morgen meist schon jemand geholt. Die Folge: Will ich meine eigenen Tassen auch selbst benutzen, muss ich sie abends von Hand sp\u00fclen und an meinem Arbeitsplatz lagern.<\/p>\n<p>Sie begreifen jetzt hoffentlich die monumentale und problematische Komplexit\u00e4t meines berufst\u00e4tigen Daseins.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Solange bestimmte Bev\u00f6lkerungsgruppen in Machtpositionen rare Einzelf\u00e4lle sind, wird nicht nur jegliches Fehlverhalten schnell in Zusammenhang mit ihrer Gruppezugeh\u00f6rigkeit gebracht, sondern auch Kritik an ihnen allzu leicht mit Vorbehalten der Bev\u00f6lkerungsgruppe gegen\u00fcber erkl\u00e4rt. Siehe: unf\u00e4hige Abteilungsleiterin. Siehe: fragw\u00fcrdiger schwuler Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<blockquote><p>Over the last few years, fat people have become scapegoats for all manner of cultural ills. \u201cThere\u2019s an atmosphere now where it\u2019s O.K. to blame everything on weight,\u201d said Dr. Linda Bacon, a nutrition researcher and the author of \u201cHealth at Every Size: The Surprising Truth About Your Weight\u201d (Benbella, 2008). \u201cIf we\u2019re worried about climate change, someone comes out with an article about how heavier people weigh more, so they require more fuel, and they blame the climate change crisis on fatter people. We have this strong belief system that it\u2019s their fault, that it\u2019s all about gluttony or lack of exercise.\u201d <\/p>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<p>Some of the most blatant fat discrimination comes from medical professionals. Rebecca Puhl, a clinical psychologist and director of research at the Rudd Center for Food Policy and Obesity at Yale, has been studying the stigma of obesity for more than a decade. More than half of the 620 primary care doctors questioned for one study described obese patients as \u201cawkward, unattractive, ugly, and unlikely to comply with treatment.\u201d (This last is significant, because doctors who think patients won\u2019t follow their instructions treat and prescribe for them differently.) <\/p>\n<p>Dr. Puhl said she was especially disturbed at how openly the doctors expressed their biases. \u201cIf I was trying to study gender or racial bias, I couldn\u2019t use the assessment tools I\u2019m using, because people wouldn\u2019t be truthful,\u201d she said. \u201cThey\u2019d want to be more politically correct.\u201d <\/p>\n<p>Despite the abundance of research showing that most people are unable to make significant long-term changes in their weight, it\u2019s clear that doctors tend to view obesity as a matter of personal responsibility.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/www.nytimes.com\/2010\/03\/16\/health\/16essa.html\" target=_new>New York Time stellt fest<\/a>, dass Diskriminierung adip\u00f6se Menschen krank macht.<\/p>\n<p>Es verschl\u00e4gt mir immer wieder die Sprache, mit welch bodenloser Verachtung dicke Menschen f\u00fcr alles \u00dcbel, das ihnen widerf\u00e4hrt, selbst verantwortlich gemacht werden. Und welche \u00dcbel ihnen zun\u00e4chst mal unterstellt werden.<\/p>\n<p>via <a href=\"http:\/\/www.ankegroener.de\/?p=7485\" target=_new>La Gr\u00f6ner<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Kleine Katastrophe in einem meiner Projektergebnisse wirbelt die Abteilung durcheinander. Schaden ungewiss.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Gro\u00dfe Freude \u00fcber Zusammenarbeit mit einem Kollegen im Tochterunternehmen, der nicht nur ausgesprochen kompetent, begeistert und unkompliziert ist, sondern auch \u00fcberhaupt keine Pfr\u00fcnde verteidigt.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Abendlicher Weg zur Muckibude gibt mir dann doch noch Gelegenheit, eindeutige Fr\u00fchlingsl\u00fcfte um die Nase wehen zu lassen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dass Sch\u00f6nheit leiden muss, macht uns ja bereits das Sprichwort klar. Das gilt auch f\u00fcr Geschirr. Weil n\u00e4mlich: Die Tassen, die meine arbeitgebende Firma ihren Mitarbeitern stellt, sind mir zu klein. 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