{"id":775,"date":"2005-03-05T14:56:47","date_gmt":"2005-03-05T13:56:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/03\/bucher-verleihnix.htm"},"modified":"2005-03-05T14:57:09","modified_gmt":"2005-03-05T13:57:09","slug":"bucher-verleihnix","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/03\/bucher-verleihnix.htm","title":{"rendered":"B\u00fccher? Verleihnix."},"content":{"rendered":"<blockquote><p><i>Wer B\u00fccher stiehlt oder ausgeliehene B\u00fccher zur\u00fcckbeh\u00e4lt, in dessen Hand soll sich das Buch in eine reissende Schlange verwandeln. Der Schlagfluss soll ihn treffen und all seine Glieder l\u00e4hmen. Laut schreiend soll er um Gnade winseln, und seine Qualen sollen nicht gelindert werden, bis er in Verwesung \u00fcbergeht. B\u00fccherw\u00fcrmer sollen in seinen Eingeweiden nagen wie der Totenwurm, der niemals stirbt. Und wenn er die letzte Strafe antritt, soll ihn das H\u00f6llenfeuer verzehren auf immer.<\/i><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2005\/03\/05\/fe\/articleCLTGK.html\" target=_new>NZZ<\/a> via <a href=\"http:\/\/zeitgenossen.twoday.net\/stories\/554084\/\" target=_new>Zeitgenossen<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich verleihe keine B\u00fccher. W\u00e4hrend ich mit meinem sonstigen Besitz freigebig umgehe und Kleidungsst\u00fccke, Schmuck oder Werkzeug sogar denjenigen leihe, die bislang noch jedes Teil besch\u00e4digt oder beschmutzt zur\u00fcckbrachten, bin ich bei meinen B\u00fcchern schon seit vielen Jahren rigoros.<br \/>\n\u201eKann ich mir das leihen?\u201c, fragen sie meist rhetorisch, das Buch schon halb eingesteckt.<br \/>\n\u201eNein, tut mir leid: Ich verleihe keine B\u00fccher.\u201c Fest und ohne heischenden Unterton.<\/p>\n<blockquote><p>Eine franz\u00f6sische Idee:<br \/>\n<i>Dort wurde 1911 ein Verein mit dem Namen \u00abLiga gegen das Verleihen von B\u00fcchern\u00bb gegr\u00fcndet. Seine Mitglieder waren fein heraus: Wenn sie um ein Buch angegangen wurden, brauchten sie keine Ausreden zu erfinden, sondern nur darauf hinzuweisen, dass sie ihrer Liga im Wort seien.<\/i><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/2005\/03\/05\/fe\/articleCLTGK.html\" target=_new>(ebd.)<\/a>\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich brauche nicht mal die Ausrede einer Vereinigung. Seit ich Geld verdiene, kaufe ich jedes Buch, das ich lesen m\u00f6chte. Damit fing es an: dass ich mir selbst keine B\u00fccher mehr auslieh. Und dann gen\u00fcgte es, dass ich ein paar Mal meine verliehenen B\u00fccher nicht mehr zur\u00fcckbekam, einmal die Leserin eines meiner B\u00fccher beim Brechen des Taschenbuchr\u00fcckens beobachtete, und es war Schluss mit dem Verleihen, ein f\u00fcr allemal. Im Grunde empfinde ich bereits die Frage danach anma\u00dfend. Man m\u00fcsste meiner Bibliothek schlie\u00dflich ansehen, welchen Stellenwert B\u00fccher f\u00fcr mich haben.<\/p>\n<p>Allerdings verschenke ich sehr oft B\u00fccher, sogar die Exemplare, die jemand zu leihen erbittet. Wenn es sich um eine leicht erh\u00e4ltliche Ausgabe handelt, folgt dem Hinweis auf mein Verleihnix normalerweise: \u201eAber ich schenke es dir.\u201c<br \/>\nAuch meine Lese-Empfehlungen haben meist die Form eines Geschenks. Deswegen stehen in der gemeinsamen Bibliothek von Mitbewohner und mir viele B\u00fccher doppelt: Bevor wir zusammenzogen, kaufte ich ihm jedes Buch, das ich ihm ans Herz legen wollte.<\/p>\n<p>Sofort verschenkt werden inzwischen auch B\u00fccher, die mir nicht gefallen; in diesem Fall nat\u00fcrlich nur auf Wunsch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer B\u00fccher stiehlt oder ausgeliehene B\u00fccher zur\u00fcckbeh\u00e4lt, in dessen Hand soll sich das Buch in eine reissende Schlange verwandeln. 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