{"id":804,"date":"2005-03-24T09:19:40","date_gmt":"2005-03-24T08:19:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/03\/marchen.htm"},"modified":"2005-03-24T09:22:26","modified_gmt":"2005-03-24T08:22:26","slug":"marchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2005\/03\/marchen.htm","title":{"rendered":"M\u00e4rchen"},"content":{"rendered":"<p><i>And they lived happily ever after.<\/i> Ich hatte bislang gedacht, das sei m\u00e4rchenhaft. Das, wonach sich Menschen sehnen, die unter Einsamkeit leiden. Wovon die tr\u00e4umen, die so gerne \u201ejemanden\u201c h\u00e4tten. Aber.<\/p>\n<p>Da war erst mal Arthur Miller. Herr Miller, einer der erfolgreichsten Theaterautoren der westlichen Welt, war 40 Jahre mit Inge Morath verheiratet, einer der erfolgreichsten Fotografinnen der Welt, Magnum-Mitglied. Eine in meinen Augen traumhafte, m\u00e4rchenhafte Partnerschaft: auf Augenh\u00f6he, sich gegenseitig befruchtend, voll gegenseitiger Bewunderung, basierend auf Respekt. Und doch wurde diese Ehe gerade mal in einem Nachruf Millers erw\u00e4hnt, der mir unter die Augen kam. Was aber fehlte in keinem Miller-Nachruf? Seine vier Jahre dauernde tumultreiche Verbindung mit einem ungl\u00fccklichen und gebrochenen Hollywood-Idol.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/mosaikum.org\/log-02-05.shtml#14\" target=_new>Herr Kerleone<\/a> begr\u00fcndete dieses Ungleichgewicht damit, die Partnerschaft Millers mit Morath sei \u201ekein Stoff f\u00fcr M\u00e4rchen\u201c. Oh! Ich beginne zu begreifen, welche Art Beziehung als m\u00e4rchenhaft angesehen wird. Mir war bis dahin nicht klar gewesen, wie sehr Menschen sich zu w\u00fcnschen scheinen, f\u00fcr eine Beziehung zu m\u00f6glichst gro\u00dfen Anstrengungen gezwungen zu sein, an ihrer pers\u00f6nlichen Entfaltung gehindert zu werden, aus der Bahn geworfen sich zu gr\u00e4men und zu martern. Das erkl\u00e4rt schlagartig den Gro\u00dfteil konkreter Probleme, den Menschen in meinem Bekanntenkreis mit Partnerschaften oder Partnersuche haben.<\/p>\n<p>Und jetzt die Sache mit Frau Parker Bowles.<br \/>\nDie <a href=\"http:\/\/www.emma.de\/05_2_traumhochzeit.html\" target=_new><i>Emma<\/i><\/a> hat sich getraut, <a href=\"http:\/\/chile.blogg.de\/eintrag.php?id=250\" target=_new>Frau Chile<\/a> ebenfalls, also nehme auch ich das Blatt vom Mund:<br \/>\nIch finde Camilla klasse und freue mich \u00fcber eine Lebenspartnerschaft zweier erwachsener Menschen.<br \/>\nIm Vergleich zu Frau Paker Bowles wirkt die geweste Diana wie Falschgold.<br \/>\nIch finde es ausgesprochen begr\u00fc\u00dfenswert, dass Camilla sicher nie <i>best friends<\/i> mit Modedesignern oder Schlagers\u00e4ngern sein wird. Dass es keine gro\u00dfe Nachfrage nach \u00f6ffentlichen Beichten Camillas geben wird, weil Reitlehrer, Chauffeure, G\u00e4rtner, Fitnesstrainer in ihrer N\u00e4he nicht automatisch als Skandal-Material gesehen werden.<br \/>\nDiana Spencer war eine zuf\u00e4llig \u00f6ffentliche Person, die h\u00fcbsch genug war f\u00fcr die Funktionen als Kleiderst\u00e4nder und Projektionsfl\u00e4che. Und die an dieser Rolle scheiterte. Ihre Ehe und sonstigen Liebesgeschichten waren durch die Bank Desaster. M\u00e4rchenhaft? <i>My foot.<\/i><\/p>\n<p>Kann mir jemand erkl\u00e4ren, warum Geschichten wie <a href=\"http:\/\/arrog.antville.org\/stories\/1079600\/\" target=_new>diese von P und M<\/a> nicht die eigentlichen M\u00e4rchen sein sollen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>And they lived happily ever after. Ich hatte bislang gedacht, das sei m\u00e4rchenhaft. Das, wonach sich Menschen sehnen, die unter Einsamkeit leiden. 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