{"id":8432,"date":"2010-08-01T09:57:28","date_gmt":"2010-08-01T07:57:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=8432"},"modified":"2012-08-26T14:34:38","modified_gmt":"2012-08-26T12:34:38","slug":"journal-freitag-30-juli-2010","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2010\/08\/journal-freitag-30-juli-2010.htm","title":{"rendered":"Journal Freitag, 30. Juli 2010"},"content":{"rendered":"<p>Gegenartikel zu den verlassenen Macchiatom\u00fcttern am Prenzlauer Berg ebenfalls in der <i>taz<\/i>: \u201e<a href=\" http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/selbstmitleid-im-szenecafe\/\" target=_new>Selbstmitleid im Szenecaf\u00e9<\/a>\u201c.<br \/>\nvia <a href=\"http:\/\/twitter.com\/claudine\/status\/19841540485\" target=_new>claudines Twitter-Hinweis<\/a><\/p>\n<p>Ostfrauen &#8211; ein sehr n\u00fctzlicher Aspekt. Als Westbewohnerin hatte ich bislang nur mit ausgewanderten solchen zu tun, wei\u00df sie aber ganz besonders zu sch\u00e4tzen &#8211; unter anderem wegen ihres kompletten Unverst\u00e4ndnisses der Erwartung gegen\u00fcber, ein Mann m\u00fcsste sie durchf\u00fcttern. Es ist schon eine eigenartige Entwicklung, dass die Tr\u00fcmmerfrauengeneration im Westen aus ihren Erfahrungen nicht gelernt hat. Frauen haben in den letzten Weltkriegs- und in den Nachkriegsjahren als Schlosserinnen, Elektrikerinnen, Mechanikerinnen gearbeitet, in einem am Boden liegenden Land ihr Ding gemacht und ihre Kinder durchbekommen &#8211; doch sobald die M\u00e4nner wieder auf der Matte standen, setzte gesellschaftliche Amnesie ein. Man habe, so die Erkl\u00e4rung der Westfrauen auf meine Nachfragen schon als M\u00e4dchen, diesen gebrochenen Gestalten nicht auch noch antun k\u00f6nnen, dass es ohne sie auch ganz gut ging. In Blitzgeschwindigkeit ordneten sich die Damens wieder unter, besch\u00e4ftigten sich mit Dauerwelle, Kuchenrezepten und der biologischen Seite der Brutpflege und sagten punktgenau: \u201eAch, davon verstehe ich nichts, das macht immer mein Mann.\u201c<\/p>\n<p>Im Osten Deutschlands verhinderte das System diesen Mechanismus offensichtlich.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Welch Irrtum davon auszugehen, meine Fehlen auf dem Firmensommerfest w\u00fcrde unbemerkt bleiben. Dass ich die zahlreichen Nachfragen: \u201eWarst du gestern gar nicht da?\u201c \u201eIch habe dich gestern gar nicht gesehen&#8230;?\u201c nur mit einem freundlichen und schlichten \u201eN\u00f6.\u201c beantwortete, brachte mir auch noch gedehnte Blicke ein. Aber ich bin mir tats\u00e4chlich zu gut, integrierende Ausreden zu erfinden.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Da mag mein Serotoninhaushalt noch so beschissen sei: \u00dcber die richtige Art von Bl\u00f6dsinn breche ich erst dann nicht mehr verl\u00e4sslich in Kichern aus, wenn ich schon am Baum h\u00e4nge. Am Freitag auf Sheng-Fui.de:<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.sheng-fui.de\/allgemein\/heilkraft-der-edelsteine-6-der-urinstein\/\" target=_new>Heilkraft der Edelsteine (6): Der Urinstein<\/a><\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Eine weitere Beobachtung in meinem Arbeitsleben, die einer systematischen Untersuchung harrt (<a href=\"http:\/\/twitter.com\/karrierebibel\" target=_new>hallo? Herr Mai?<\/a>): Nur weibliche Mitarbeiter lagern Lebensmitteleink\u00e4ufe im K\u00fchlschrank zwischen. In diesem B\u00fcrohaus arbeiten zu fast 50 Prozent Frauen, doch ich habe noch nie erlebt, dass einer der m\u00e4nnlichen Kollegen Lebensmitteleink\u00e4ufe zwischenlagern h\u00e4tte m\u00fcssen. Das wurde mir klar, als ich heute die benachbarte Bereichleiterin (wir erinnern uns: was ganz Hohes) mit ihrer Supermarktt\u00fcte in die Teek\u00fcche gehen sah. M\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen:<br \/>\na) Die hier arbeitenden Frauen sind in gr\u00f6\u00dferer Zahl als die M\u00e4nner alleinstehend und m\u00fcssen ihre Futtereink\u00e4ufe mit den Arbeitszeiten abstimmen.<br \/>\nb) Die m\u00e4nnlichen Kollegen lassen sich in h\u00f6herem Anteil als die Kolleginnen von Partnern oder Partnerinnen mit Nahrung versorgen.<br \/>\nc) (Vorschlag von Twitterin <a href=\"http:\/\/twitter.com\/umienne\" target=_new>Umienne<\/a>) M\u00e4nner betreiben mehrheitlich Photosynthese.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Und nun noch eine Lieblingsepisode aus <a href=\"http:\/\/www.channel4.com\/programmes\/the-it-crowd\" target=_new><i>The IT Crowd<\/i><\/a>, auf Deutsch, weil ich diese Version einbetten durfte. Ich mag die Serie unter anderem deswegen so gerne, weil sie es schafft, die ahnungslose und aufgeblasene Abteilungsleiterin Jen nicht deswegen doof ausschauen zu lassen, weil sie eine Frau ist. Sondern weil sie eine ahnungslose und aufgeblasene F\u00fchrungskraft ist. Und weil Katherine Perkinson sie absolut gro\u00dfartig spielt &#8211; <a href=\"http:\/\/www.channel4.com\/programmes\/the-it-crowd\/articles\/katherine-parkinson-interview\" target=_new>hier ein Interview mit ihr<\/a>:<\/p>\n<p><object width=\"640\" height=\"385\"><param name=\"movie\" value=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/-klrSCWrp0w&amp;hl=de_DE&amp;fs=1\"><\/param><param name=\"allowFullScreen\" value=\"true\"><\/param><param name=\"allowscriptaccess\" value=\"always\"><\/param><embed src=\"http:\/\/www.youtube.com\/v\/-klrSCWrp0w&amp;hl=de_DE&amp;fs=1\" type=\"application\/x-shockwave-flash\" allowscriptaccess=\"always\" allowfullscreen=\"true\" width=\"640\" height=\"385\"><\/embed><\/object><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegenartikel zu den verlassenen Macchiatom\u00fcttern am Prenzlauer Berg ebenfalls in der taz: \u201eSelbstmitleid im Szenecaf\u00e9\u201c. via claudines Twitter-Hinweis Ostfrauen &#8211; ein sehr n\u00fctzlicher Aspekt. 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