{"id":92951,"date":"2023-11-21T06:30:14","date_gmt":"2023-11-21T05:30:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=92951"},"modified":"2023-11-21T10:37:00","modified_gmt":"2023-11-21T09:37:00","slug":"journal-montag-20-november-2023-abschied-vom-schweizer-besuch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2023\/11\/journal-montag-20-november-2023-abschied-vom-schweizer-besuch.htm","title":{"rendered":"Journal Montag, 20. November 2023 &#8211; Abschied vom Schweizer Besuch"},"content":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelte wie gewohnt an einem Arbeitstag, doch ein wenig Morgen nutzte ich noch f\u00fcr letzte Gespr\u00e4che mit und Abschied von unserem Besuch. Es war viel Seufzens \u00fcber den Umstand, dass auch wir (wie so viele meiner Freund*innen) zu weit voneinander entfernt f\u00fcr spontane Einladungen und Treffen wohnen.<\/p>\n<p>Kurzes R\u00e4umen, damit der mont\u00e4gliche Herr Putzmann eine putzbare Wohnung vorfindet, dann marschierte ich in milder Luft in die Arbeit, nur eine knappe Stunde sp\u00e4ter als sonst (Herr Kaltmamsell hatte uns schon gegen halb acht Richtung Arbeit verlassen).<\/p>\n<p>Im B\u00fcro sorgten der freie Freitag und der sp\u00e4tere Arbeitsstart erstmal f\u00fcr Tempo und ein wenig Un\u00fcbersichtlichkeit.<\/p>\n<p>Schneller Mittagscappuccino bei Nachbars (dort war bereits Weihnachtsdeko aktiv), sp\u00e4ter gab es zum Mittagessen eingeweichtes Muesli mit Sojajoghurt. Bei der Lekt\u00fcre der <i>S\u00fcddeutschen<\/i> merkte ich mal wieder mein Alter: Die Netzkolumne erkl\u00e4rte &#8220;Lurking&#8221; als neuen Begriff (f\u00fcr nur Mitlesen\/-gucken auf Online-Plattformen, ohne sich durch eigene Beitr\u00e4ge zu beteiligen und sichtbar zu machen), ich dachte sofort an die Internet-Foren, aus denen ich den Begriff kenne, und da wurde mir bewusst, dass die halt \u00fcber 20 Jahre her sind.<\/p>\n<p>M\u00fchsame R\u00fcckkehr in die Realit\u00e4t: Ich hatte drei Tage lang nahezu null Nachrichten mitbekommen. Auch nichts aus den Blogs meiner kleinen Internetfreund*innen.<\/p>\n<p>Der Gedanke an Yoga f\u00fchlte sich an wie ein Gedanke an ein anderes Leben.<\/p>\n<p>Nach Feierabend spazierte ich in herrlicher milder Luft unter buntem Himmel nach Hause, unterwegs Eink\u00e4ufe im Vollcorner. Daheim warteten zahlreiche H\u00e4uslichkeiten auf mich, unter anderem tauschte ich jetzt mein Sommer- gegen das Winterbettzeug. Es dauerte, bis ich zu meiner Yoga-Gymnastik kam &#8211; und bald griff ich zum \u00fcbertragenden Handy, um das besinnliche Eingangsgelaber abzuk\u00fcrzen. Dann bekam ich tats\u00e4chlich angenehme Bewegung.<\/p>\n<p>Wir haben wieder Granat\u00e4pfel im Haus, das ist sch\u00f6n. Das Crowdfarming-Paket war diesmal nicht anweisungsgem\u00e4\u00df vor der Haust\u00fcr abgestellt worden (klappt aber in ca. 90 Prozent der F\u00e4lle) &#8211; Herr Kaltmamsell musste es aus einer Paketstation anschleppen (nicht ich, weil nach meinem Feierabend bereits geschlossen). Beim \u00d6ffnen zeigte sich, dass nicht sorgsam mit dem Paket umgegangen worden war, eine Frucht war geplatzt. Die schlachtete ich gleich mal f\u00fcr mein dienst\u00e4gliches Mittagesssen.<\/p>\n<p>Das Nachtmahl bestand aus k\u00f6stlichen Resten vom Wochenende (Kopytka, Tomatensauce, Kartoffelr\u00f6sti), au\u00dferdem aus dem Ernteanteil-Cardy (wilde Artischocke). Nachtisch restliche Mango-Kokos-Speise, restlicher Birnen-Crumble.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Muss man leider immer wieder wiederholen: Die Vorstellung, dass in &#8220;der Steinzeit&#8221; (also ganz, ganz fr\u00fcher) M\u00e4nner jagten und Frauen daheim blieben oder Beeren sammelten, ist reine Projektion heutiger Verh\u00e4ltnisse und l\u00e4sst sich durch Forschung nicht belegen. Umso alberner, wenn st\u00e4ndig Geschlechterstereotypen und Zuweisungen mit Evolution am Beispiel Steinzeit gerechtfertigt werden. Hier also eine aktuelle Neuauflage der Widerlegung:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.scientificamerican.com\/article\/the-theory-that-men-evolved-to-hunt-and-women-evolved-to-gather-is-wrong1\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;The Theory That Men Evolved to Hunt and Women Evolved to Gather Is Wrong&#8221;.<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Even if you&#8217;re not an anthropologist, you&#8217;ve probably encountered one of this field&#8217;s most influential notions, known as Man the Hunter. The theory proposes that hunting was a major driver of human evolution and that men carried this activity out to the exclusion of women. It holds that human ancestors had a division of labor, rooted in biological differences between males and females, in which males evolved to hunt and provide, and females tended to children and domestic duties. It assumes that males are physically superior to females and that pregnancy and child-rearing reduce or eliminate a female&#8217;s ability to hunt.<\/p><\/blockquote>\n<p>(&#8230;)<\/p>\n<blockquote><p>Anthropologists also look at damage on our ancestors&#8217; skeletons for clues to their behavior. Neandertals are the best-studied extinct members of the human family because we have a rich fossil record of their remains. Neandertal females and males do not differ in their trauma patterns, nor do they exhibit sex differences in pathology from repetitive actions. Their skeletons show the same patterns of wear and tear. This finding suggests that they were doing the same things, from ambush-hunting large game animals to processing hides for leather. Yes, Neandertal women were spearing woolly rhinoceroses, and Neandertal men were making clothing.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/reel\/CzjDxzZK0bq\/?igshid=MTc4MmM1YmI2Ng%3D%3D\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Wundersch\u00f6ner Tango!<\/a><\/p>\n<p>via <a href=\"https:\/\/joel.lu\/2023\/11\/19\/buechertage-die-letzte-fairytales\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Jo\u00ebl<\/a> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/aecab4f2868b408280b1679c5b6f599f\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wecker klingelte wie gewohnt an einem Arbeitstag, doch ein wenig Morgen nutzte ich noch f\u00fcr letzte Gespr\u00e4che mit und Abschied von unserem Besuch. Es war viel Seufzens \u00fcber den Umstand, dass auch wir (wie so viele meiner Freund*innen) zu weit voneinander entfernt f\u00fcr spontane Einladungen und Treffen wohnen. 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