{"id":94279,"date":"2024-01-16T06:18:34","date_gmt":"2024-01-16T05:18:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=94279"},"modified":"2024-07-26T09:58:59","modified_gmt":"2024-07-26T07:58:59","slug":"journal-montag-15-januar-2024-moeglicherweise-das-praegendste-buch-meiner-lesegeschichte-friedrich-torberg-die-tante-jolesch-oder-der-untergang-des-abendlands-in-anekdoten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2024\/01\/journal-montag-15-januar-2024-moeglicherweise-das-praegendste-buch-meiner-lesegeschichte-friedrich-torberg-die-tante-jolesch-oder-der-untergang-des-abendlands-in-anekdoten.htm","title":{"rendered":"Journal Montag, 15. Januar 2024 &#8211; M\u00f6glicherweise das pr\u00e4gendste Buch meiner Lesegeschichte: Friedrich Torberg, <i>Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten<\/i>"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/Buch_torbergjolesch.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/Buch_torbergjolesch.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"242\" class=\"alignnone size-full wp-image-94255\" \/><\/a><\/p>\n<p>Immer wieder hatte ich behauptet, dass ich <i>Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten<\/i> von Friedrich Torberg alle paar Jahre lese, doch Nachschlagen bei mir selbst (-> Blog) ergibt, dass die letzte Lekt\u00fcre mindestens 15 Jahre her sein muss.<\/p>\n<p>Es war schon ein enormer Zufall, der mir dieses Buch seinerzeit in die Kinderh\u00e4nde gelegt hat. Meine Mutter hatte es sich in meiner Erinnerung auf einen Lesetipp in der <i>Brigitte<\/i> hin gekauft, das allein eine Ausnahme, denn meine Mutter kaufte sich sonst keine B\u00fccher. Ziemlich sicher bin ich, dass sie es auf einen Urlaub bei meiner Tante in Italien mitnahm. Wenn <i>Die Tante Jolesch<\/i> 1975 erschien, war ich also neun oder zehn, als ich es zum ersten Mal las. Damals wusste ich bereits einiges \u00fcber den Massenmord des Naziregimes an Juden (das Wort &#8220;Holocaust&#8221; wurde erst deutlich sp\u00e4ter benutzt), meine Mutter hatte mir schon fr\u00fch kindgerecht davon erz\u00e4hlt (ob der Anlass eine Frage von mir war? meine Mutter berichtet, dass ich st\u00e4ndig zu allem m\u00f6glichen fragte), und jetzt erlebte ich anhand der Buchlekt\u00fcre eine j\u00fcdische Welt vor diesem Menschheitsverbrechen &#8211; ich war ungeheuer fasziniert und bin es im Grunde bis heute, fieberte mit jedem Detail mit. Friedrich Torberg war halt mein Karl May, man sucht sich&#8217;s nicht aus.<\/p>\n<p>Die j\u00fcngste Lekt\u00fcre erinnerte mich daran, wie viele W\u00f6rter ich hier lernte. Und wie viele der beschriebenen Welten sp\u00e4ter eine Entsprechung in meinem Leben bekamen. In der <i>Tante Jolesch<\/i> las ich zum Beispiel erstmals die Beschreibung einer Zeitungsredaktion; sp\u00e4ter war ich es, die Polizeiberichte verarbeitete, in meiner Zeit beim Lokalradio sogar eines sehr fr\u00fch morgens pers\u00f6nlich abholte und bei dieser Gelegenheit die Einsatzzentrale gezeigt bekam. Sp\u00e4ter sowie \u00fcber die Jahrzehnte meiner Berufst\u00e4tigkeit kam ich zum Schluss, dass Tageszeitungsredaktionen und -verlage tats\u00e4chlich eine \u00fcberdurchschnittliche Quote an Spinner*innen und K\u00e4uzen versammeln &#8211; und das sagt jemand, die in mehreren PR-Agenturen t\u00e4tig war. Viel an meiner Lesegeschichte verlief entlang Autoren, die in diesem Buch auftauchten, meine Wien-Besuche ohnehin.<\/p>\n<p>Diesmal schrieb ich beim Lesen mit. Und bemerkte, dass die f\u00fcr mich relevanten Zitate in zwei Kategorien fallen: Die einen, die ich regelm\u00e4\u00dfig anwende. Die anderen, die ich regelm\u00e4\u00dfig assoziiere, die aber auf einen wirklich passenden Einsatz noch warten (und ich rechne nicht unbedingt mit einer Gelegenheit).<\/p>\n<p>Ich notiere hier die wichtigsten Zitate und ihre Bedeutung f\u00fcr mich pers\u00f6nlich. Den Kontext m\u00fcssen Sie sich schon selbst holen, zur Hilfe (und f\u00fcr mich als eine Art ganz individuelle Konkordanz) habe ich die Seitenzahlen in der oben abgebildeten Ausgabe hinterlegt, n\u00e4mlich in der einzig relevanten, Die\u00dfen 1975 (mit mindestens zwei Tippfehlern).<\/p>\n<p>&#8220;Gott soll einen h\u00fcten vor allem, was noch ein Gl\u00fcck ist.&#8221;<br \/>\nTante Jolesch (S. 17)<br \/>\n<i>Zutiefst wahr und regelm\u00e4\u00dfig anwendbar. Wird oft unkorrekt zitiert.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Alle St\u00e4dte sind gleich, nur Venedig is e bissele anders.&#8221;<br \/>\nTante Jolesch (S. 22)<br \/>\n<i>Ja.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Wie soll es mir gefallen am Balkan?&#8221;<br \/>\nFrau Zwicker (S. 23)<br \/>\n<i>Vernichtendstes Urteil \u00fcber einen Aufenthaltsort \u00fcberhaupt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Was andere M\u00e4dchen Verh\u00e4ltnisse haben, geh <i>ich<\/i> in Vortr\u00e4ge.&#8221;<br \/>\njunge Dame, Blaustrumpf (S. 27)<br \/>\n<i>Wandelte ich zu Studienzeiten f\u00fcr mich ab: Was andere M\u00e4dchen abends ausgehen, les <\/i>ich<i> B\u00fccher.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Was setzt du dich hin Kartenspielen mit Leuten, was sich hinsetzen Karten spielen mit dir?&#8221;<br \/>\nDie alte Kisch (S. 29)<br \/>\n<i>Eine einleuchtende Variante von Groucho Marx&#8217; &#8220;Ich mag keinem Club angeh\u00f6ren, der mich als Mitglied aufnimmt.&#8221;<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Ich habe hier nicht gebadet &#8211; ich bin nach Hause geschwommen.&#8221;<br \/>\nDschingo Deutscher (S. 48)<br \/>\n<i>Assoziiere ich heftig bei Aare- und Rheinschw\u00fcmmen mit Wickelfisch, am heftigsten aber bei <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/karriere\/pendeln-im-wasser-muenchner-schwimmt-zur-arbeit-a-1155650.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Benjamin David, der in der Isar zur Arbeit schwamm<\/a>. Warte noch auf eine Gelegenheit, selbst mal in Echt nach Hause zu schwimmen.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Die Zahl der von mir angebrunzten Kaffeesieder ist Legion.&#8221;<br \/>\nErnst Stern (S. 55)<br \/>\n<i>Dabei habe ich mittlerweile <a href=\"http:\/\/novemberregen.de\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">novemberregen<\/a> vor Augen.<\/><\/p>\n<p>&#8220;<\/i><i>Essen<\/i> kann man das <i>nicht<\/i>. Ich bitte um Entschuldigung.&#8221;<br \/>\nFrau L\u00f6wenthal (S. 65)<br \/>\n<i>Darauf spielt Herr Kaltmamsell regelm\u00e4\u00dfig an, es ist immer sehr lustig. (You had to be there.)<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Wo ist das Gestr\u00fcpp f\u00fcr den Buben?&#8221;<br \/>\nVater Taussig (S. 67)<br \/>\n<i>Bei jeder ganzen Artischocke, die hier auf den Tisch kommt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Tse. Des wird ja net zum Derschei\u00dfen sein, morgen&#8230;&#8221;<br \/>\nFritz Imhoff (S. 71)<br \/>\n<i>Nach jedem wirklich nennenswerten Gelage. Wie mir jetzt auff\u00e4llt, ist das letzte solche schon lang her.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Es sind <i>noch<\/i> ein paar da, die sagen, Zwetschgenr\u00f6ster ist kein Kompott!&#8221; Und sch\u00fcttelt drohend die erhobene Faust: &#8220;Aber ich kenn sie alle!!&#8221;<br \/>\nHerr Neugr\u00f6schl (S. 79)<br \/>\n<i>Oft bei willk\u00fcrlichen Grundsatzfragen assoziiert.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Schimpferint, dum zahleant.&#8221;<br \/>\nDer alte Schwarz (S. 83)<br \/>\n<i>Alltag im Gesch\u00e4ftsleben.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Ich hab ihm onanieren gelernt.&#8221;<br \/>\nHerr Feldmann (S. 90)<br \/>\n<i>In meinem vorvorigen Berufsleben berichtete mein Chef von einer sehr vergleichbaren Situation im Haus des Finanzvorstands. Und mein Kleinhirn \u00fcberholte mit quietschenden Reifen das Gro\u00dfhirn, um mich genau diesen Satz laut zitieren zu lassen. Hastig schob ich die Gesamtanekdote hinterher, schenkte dem Chef auch am n\u00e4chsten Tag das Buch, kann aber bis heute nur hoffen, das mein Ansehen keinen dauerhaften Schaden genommen hat.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Gott ist gerecht.&#8221;<br \/>\nFremdling (S. 118)<br \/>\n<i>Oft verwendet.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Freilein. Bis in einer kleinen Weile werde ich brechen!&#8221;<br \/>\nTommi Plessnik (S. 119)<br \/>\n<i>Regelm\u00e4\u00dfig, aber eher von Herr Kaltmamsell angef\u00fchrt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Steh sch\u00f6n grad, mein Kind. Damit der Herr Professor sieht, wie schief du bist.&#8221;<br \/>\nEine Mutter (S. 121)<br \/>\n<i>In der Zeit mit kaputter H\u00fcfte bei jedem neuen Orthop\u00e4den\/Untersuchungsberechtigten vor mich hin gemurmelt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Grie\u00dfen mu\u00dft du. So lange grie\u00dfen, bis du sie im Bett hast.&#8221;<br \/>\nDer rote Krasa (S. 133)<br \/>\n<i>1a Tipp bei Freund*innen, die von einem neuen Schwarm berichteten. Lang her.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Ich n\u00e4hre mich von reinem Selchgift.&#8221;<br \/>\nDr. Schreier (S. 141)<br \/>\n<i>Schlachtsch\u00fcssel-Begleitsatz.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;&#8230; da kann es schon passieren, da\u00df man einmal die Wahrheit schreibt.&#8221;<br \/>\nDr. Rudolf Keller (S. 158)<br \/>\n<i>Ist das nicht in jeder Redaktion eine Standard-Entschuldigung?<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Von was wird ger\u00e4\u00e4det? Vom V\u00e4\u00e4geln&#8221;<br \/>\nMilada Kratochvil (S. 161)<br \/>\n<i>Nie angewendet, oft im Kopf gehabt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Mit Genu\u00df und Belehrung gelesen!&#8221;<br \/>\nProfessor Lutz Steiner (S. 164)<br \/>\n<i>Mein Lieblings-Feedback nach Gegenlesen.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Solche St\u00fccke sollten \u00f6fters geschrieben werden.&#8221;<br \/>\nRedaktionsdiener Reimer (S. 168)<br \/>\n<i>Sicher mehr als einmal nach einem Theaterbesuch und auf die Frage &#8220;Und, wie war&#8217;s?&#8221; gesagt.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;In die entgegengesetzte.&#8221;<br \/>\nAlfred Polgar (S. 195)<br \/>\n<i>Diese Zitat habe ich schon eingesetzt und zwar in genau derselben Situation und Absicht wie im Original. Hier bin ich unsicher, ob ich froh sein soll (weil eigentlich eine Ohrfeige) oder traurig (weil unverstanden), dass sie beide Male nicht fruchtete.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Kellnerpunkt&#8221;<br \/>\n(S. 196)<br \/>\n<i>Nach ein paar Versuchen nur noch im Kopf angef\u00fchrt, weil die Erkl\u00e4rung so m\u00fchselig war.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Jetzt hab i an Masochisten &#8211; der haut z&#8217;ruck.&#8221;<br \/>\nB\u00f6hmische Liesel (S. 201)<br \/>\n<i>In Torberg-vertrautem Kreis und bei passender Situation ein Br\u00fcller. Wirklich.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;R\u00e4uber, M\u00f6rder, Kindsverderber<br \/>\ngehen nur zu Doktor Sperber&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 207)<br \/>\n<i>Oft n\u00fctzlich in der Zeit, als im Freundeskreis Jura-Staatsexamen abgelegt wurden.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Friedrich, mein Gescho\u00df!&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 210)<br \/>\n<i>Jedesmal im Kopf, wenn ich auf diesen Vornamen sto\u00dfe. Was heutzutage selten passiert.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Car\u00f3bua&#8221;<br \/>\n&#8220;Chabanachta&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 213)<br \/>\n<i>Einsatz in meiner Poker-Phase. Am Tisch sa\u00df meist auch Gisi, die jedes Jolesch-Zitat zuordnen konnte, meist noch erg\u00e4nzen.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;O Sie ostj\u00fcdische Mi\u00dfgeburt! (&#8230;) Welches Ghetto hat Sie ausgespien?!&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 215)<br \/>\n<i>Selbe Szenerie, \u00c4rger \u00fcber verlorenes Spiel.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Die Genesis, liebe Frau, ist <i>nicht<\/i> interessant.&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 217)<br \/>\n<i>Oft in meinem Kopf. Auch in Online-Meetings.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Abortfrau mit erweitertem Kompetenzbereich&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 217)<br \/>\n<i>Mein Rollenvorbild beim Wiedereinstieg ins Berufsleben nach meiner Auszeit.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Merken Sie nicht, dass Ihrer Anwesenheit lediglich dekorative Bedeutung zukommt?&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 220)<br \/>\n<i>Habe ich mich nie laut sagen getraut.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Herr Staatsanwalt, wann soll mein Klient eigentlich einbrechen?&#8221;<br \/>\nDr. Hugo Sperber (S. 220)<br \/>\n<i>Gegen\u00fcber nahestehenden Menschen, denen man gerade gar nichts recht machen konnte.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Ich habe oft mitten im Satz meine Weltanschauung \u00e4ndern m\u00fcssen&#8230;&#8221;<br \/>\nFranz Moln\u00e1r (S. 234)<br \/>\n<i>Das habe ich schon so oft zur Illustration meines Sprachniveaus im Spanischen angef\u00fchrt, dass ich bis eben die Quelle vergessen hatte.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;My music isn&#8217;t lovely.&#8221;<br \/>\nArnold Sch\u00f6nberg (S. 286)<br \/>\n<i>Bei jeder Begegnung mit unangenehm atonaler Musik.<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Das Beste lassen stehn.&#8221;<br \/>\nFrau Paula (S. 308)<br \/>\n<i>Sehr oft verwendet, zwischen Herrn Kaltmamsell und mir praktisch jedesmal, wenn auf dem Teller oder im Glas etwas \u00fcbrig bleibt.<\/i><\/p>\n<p>Au\u00dferdem verschaffte mir diese j\u00fcngste Lekt\u00fcre der <i>Tante Jolesch<\/i> die Erkenntnis, dass ein paar von Torberg \u00fcberlieferte und lieb gewonnene Zitate gar nicht darin vorkommen (sondern vermutlich in <i>Die Erben der Tante Jolesch<\/i>), zum Beispiel:<br \/>\n&#8211; Arkasse hatten wir schon bessere.<br \/>\n&#8211; Schreiben Sie doch mal einen Bestseller. (Alma Mahler-Werfel zu Friedrich Torberg)<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>An sich kann ich durchaus &#8220;hilft ja nix&#8221;, aber ich musste mir eingestehen, wie sehr mich winterliche Dunkelheit und eisige K\u00e4lte derzeit belasten und ein Gef\u00fchl des Gefangenseins erzeugen. Im Hellen und Warmen f\u00fchle ich mich gelassen und frei. (Gro\u00dfe Hitze sperrt mich \u00fcbrigens ebenso ein.)<\/p>\n<p>Die Nacht war ok, der Weg in die Arbeit nicht zu kalt. Erwartbarer B\u00fcro-Montag mit Besprechungsvormittag. Mittags verl\u00e4ngerte ich meinen Marsch zum Cappuccino bei Nachbars ein wenig und warf eine Postkarte ein. Bei dieser Gelegenheit sah ich am Horizont sogar einen Streifen blauen Himmel, davor und danach \u00fcbte dieser sich wieder in tr\u00fcbem Hochnebel-Grau.<br \/>\nZu Mittag gab es Apfel und Vollkornbrot mit Butter.<\/p>\n<p>\u00dcber den Nachmittag wurde mir immer tr\u00fcber, Winter tut mir sowas von nicht gut. Mit h\u00e4ngenden Fl\u00fcgeln und in leichtem Schneefall ging ich nach Hause, besorgte unterwegs Obst als Brotzeit f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage.<\/p>\n<p>Daheim erreichte mich die Antwort meines Bundestagsabgeordneten: Er teilt meine Sorge um die Demokratie, setzt sich aber lediglich f\u00fcr &#8220;eine kritische Pr\u00fcfung der AfD durch das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz&#8221; ein. Das ist mehr als nichts, vor allem bei einem CSU-Parteimitglied.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.in-muenchen.de\/stadtleben\/demo-gemeinsam-gegen-rechts-am-sonntag-um-14-uhr-92776410.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Am Sonntag um 14 Uhr geht auch M\u00fcnchen gegen rechts auf die Stra\u00dfe<\/a> (Route wird noch ver\u00f6ffentlicht).<\/p>\n<p>Eine Folge Yoga-Gymnastik, die mir gut gefiel, die mache ich nochmal. W\u00e4hrenddessen war der Schneefall dichter geworden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/240115_01_Nussbaumstr.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/240115_01_Nussbaumstr.jpg\" alt=\"\" width=\"383\" height=\"517\" class=\"alignnone size-full wp-image-94482\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nachtmahl aus edlen Resten: B\u0153uf Bourguignon aus der Gefriere mit frischen Nudeln, au\u00dferdem Asiasalat aus Ernteanteil mit zugekaufter roter Paprika. Nachtisch Schokolade. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg05.met.vgwort.de\/na\/8284b31f8be147beaccdfe7aa50c643a\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder hatte ich behauptet, dass ich Die Tante Jolesch oder der Untergang des Abendlands in Anekdoten von Friedrich Torberg alle paar Jahre lese, doch Nachschlagen bei mir selbst (-> Blog) ergibt, dass die letzte Lekt\u00fcre mindestens 15 Jahre her sein muss. 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