{"id":95064,"date":"2024-02-07T06:16:47","date_gmt":"2024-02-07T05:16:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/?p=95064"},"modified":"2024-02-07T13:10:17","modified_gmt":"2024-02-07T12:10:17","slug":"journal-dienstag-6-februar-2024-rarer-homeoffice-tag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/2024\/02\/journal-dienstag-6-februar-2024-rarer-homeoffice-tag.htm","title":{"rendered":"Journal Dienstag, 6. Februar 2024 &#8211; Rarer Homeoffice-Tag"},"content":{"rendered":"<p>Eigentlich von Fr\u00fchlingsvogell\u00e4rm in den Morgenstunden wach geworden, aber nicht wach genug, dass ich aufgestanden w\u00e4re und das Fenster geschlossen h\u00e4tte &#8211; vielleicht gew\u00f6hne ich mich auch daran.<\/p>\n<p>Alles ganz anders, weil Arbeit von daheim. Die Zeit des \u00fcblichen Arbeitswegs nutzte ich f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/live\/F-jgNJyRkiU?si=eIlcDo89uvclzILH\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">eine Runde Gehampel mit dem Fitness Marshall<\/a>. Ich kam ein wenig ins Schwitzen, bin aber doch Generation Aerobic, bevorzuge auch bei Cardio kontrollierte Bewegungen und klare Ansagen (die Entwicklung von Aerobic hat mich verloren, als sie Richtung Zumba abbog). Auch Kalenderspr\u00fcche brauche ich bei Cardio-Training nicht.<\/p>\n<p>Duschen, Arbeitsplatz auf dem Esstisch aufgebaut. Erst jetzt merkte ich, dass ich mit diesem neuen Ger\u00e4t noch nicht im heimischen WLAN war und alle Zug\u00e4nge erstmal einrichten musste. Erstes Abarbeiten, daneben Handgriffe <a href=\"https:\/\/www.ploetzblog.de\/rezepte\/im-schoko-rausch-schokoladenbrot-sechzig-prozent-roggenbrot\/id=622087d5bc8f7e40a2857ff0\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">am Schokoladenroggenbrot<\/a> (doppelte Menge f\u00fcr zwei Laibe, damit sich das Heizen des Ofens lohnte, nicht vorhandenes Dinkelmehl 630 durch Weizen 550 ersetzt).<\/p>\n<p>Schon um neun klingelten die Brandmeldeaustauscher, die diesen Heimarbeitstag erzwungen hatten, sie waren innerhalb weniger Minuten durch.<\/p>\n<p>Da ich mich erinnerte, wie sehr ich bei Heimarbeit immer friere, trug ich Thermoshirt unterm dicksten Pulli &#8211; was mir diesmal sehr bald zu warm war! Ich drehte die Heizung runter. Das mag am herrlichen Sonnenschein drau\u00dfen gelegen haben, der durch die gro\u00dfen Wohnzimmerfenster w\u00e4rmte &#8211; und blendete.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/240206_01_Schokobrot.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.vorspeisenplatte.de\/speisen\/archiv\/240206_01_Schokobrot.jpg\" alt=\"\" width=\"437\" height=\"259\" class=\"alignnone size-full wp-image-95075\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Brot sah gut aus.<\/p>\n<p>Die Arbeit war dann doch so emsig, dass ich erst um zw\u00f6lf zu meinem Mittagscappuccino kam: selbst zubereitet und in die Schale gegossen, in der ich die Schokolade f\u00fcrs Brot geschmolzen hatte. Das verschob auch das Mittagessen: Erst um eins kochte ich mir Porridge, a\u00df es mit Blutorangen und Joghurt. (Kein Wunder, dass das eine beliebte Armenspeise war, es ist immer wieder beeindruckend, wie viel Brei eine Tasse Haferflocken ergibt &#8211; der dann auch noch ordentlich s\u00e4ttigt.)<\/p>\n<p>Meinen Zimmerpflanzen tat der Tag Arbeit daheim gut: W\u00e4hrend Telefonaten fiel mein Blick immer wieder auf sie, und ich entdeckte unter anderem gelbe und trockene Bl\u00e4tter, die ich anschlie\u00dfend entfernte. Doch unterm Strich will ich bitte auch weiterhin zum Arbeiten ins B\u00fcro, daheim ist daheim und NICHT Arbeit. Damit begr\u00fcnde ich schlie\u00dflich die komplette Schmucklosigkeit meines B\u00fcros: &#8220;Ich wohn hier nicht.&#8221; (Zur Sicherheit: Menschen sind gerade in diesem Thema seeeehr verschieden, bitte arbeiten Sie wo und wie es Ihnen Freude bereitet.)<\/p>\n<p>Ich machte p\u00fcnktlich Feierabend, wollte unbedingt noch raus ins sch\u00f6ne Wetter. Im Ledermantel, ohne M\u00fctze und Handschuhe ging ich auf Eink\u00e4ufe: K\u00e4se am Viktualienmarkt, Mehle im Hofbr\u00e4uhausm\u00fchlenladen (bei einer Verk\u00e4uferin, die ich noch nicht kannte, mit der ich \u00fcber bayerische Dialektausdr\u00fccke ins Ratschen kam und die sich als Tochter eines M\u00fcllers in der Holledau herausstellte).<\/p>\n<p>Zur\u00fcck daheim turnte ich nochmal die zackige Yoga-Gymnastik vom Vortag. Das Abendessen servierte diesmal ich: Selbstgemachtes Brot mit verschiedenen K\u00e4sesorten und einer spontan mitgenommenen italienischen Salami. Danach passte nicht mehr viel Schokolade rein.<\/p>\n<p>\u00a7<\/p>\n<p>Spannendes H\u00f6rst\u00fcck im Deutschlandfunk:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/die-macht-der-container-reedereien-bestimmen-den-lauf-der-weltwirtschaft-1-2-dlf-3013e523-100.html\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">&#8220;Die Macht der Container<br \/>\nReedereien bestimmen den Lauf der Weltwirtschaft&#8221;.<\/a><\/p>\n<p>Vieles wusste ich aus meiner beruflichen Zeit in der Branche (Schiffsmotoren), doch seither ist sie noch extremer geworden &#8211; und kaum jemand macht sich Gedanken dar\u00fcber. F\u00fcr mich am interessantesten: Die beiden Journalistinnen Maaike Goslinga und Maite Vermeulen haben es in Rotterdamm auf eines der gigantischen Containerschiffe geschafft und konnten mit Besatzung sprechen (in meinem fr\u00fcheren Leben konnte ich mal eine Reportage \u00fcber philippinische Seeleute in Auftrag geben, einen anderen Artikel dar\u00fcber, wie die Erfindung von Containern die Infrastruktur von St\u00e4dten innerhalb kurzer Zeit ver\u00e4nderte). <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/vg08.met.vgwort.de\/na\/0dde3f6466cf4e578f4117ee7e91541e\" width=\"1\" height=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eigentlich von Fr\u00fchlingsvogell\u00e4rm in den Morgenstunden wach geworden, aber nicht wach genug, dass ich aufgestanden w\u00e4re und das Fenster geschlossen h\u00e4tte &#8211; vielleicht gew\u00f6hne ich mich auch daran. Alles ganz anders, weil Arbeit von daheim. 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