Das hier geht weder als Latwerge durch noch als Powidl: Es ist viel zu flüssig, als dass man dieses Zwetschgen…zeugs aufs Brot streichen könnte. Doch das war genau das angestrebte Resultat: Ein köstlich würziges, fruchtiges und leicht suppiges Zwetschgenzeugs, dass man allein essen kann oder mit Joghurt, Quark, Pudding. Und dieses Jahr habe ich endlich genug gemacht, dass ich länger als zwei Tage davon habe. So habe ich’s gemacht:
5 Kilo entsteinte Zwetschgen (unbedingt eine späte, aromatische Sorte)
in eine große Reine füllen (ein großer Topf müsste auch gehen, aber je flacher, desto besser). Mit
700 gr Zucker
2 Zimtstangen in Stücken
3 Sternanis
ein paar Gewürznelken (je nach Frische – ich habe vier sehr frische verwendet)
vermischen.
Nachtrag: Einige Stunden Saft ziehen lassen, zum Beispiel über Nacht.
Im Ofen bei 150 Grad Ober- und Unterhitze stundenlang einbrutzeln. Gestern war das Zwetschgenzeugs nach sieben Stunden für meinen Geschmack ideal kompottig. Ich habe während des Garens nicht umgerührt und bekam dadurch eine besonders dunkle, karamellisierte Schicht oben, die ich erst vor dem Abfüllen unterrührte.
Wer richtiges Pflaumenmus haben möchte, rührt immer wieder um und geduldet sich, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Aus weiteren zwei Kilo entsteinten Zwetschgen wurden Zwetschgendatschi. Wenn man sich vom Konzept des Legens verabschiedet, passen aufrecht gestellt viel mehr Zwetschgen auf ein Blech Datschi.
Vor dem Backen:
Frisch aus dem Ofen:
Am nächsten Morgen, bereits geschnitten, aber noch ungezuckert:
Rezept dafür gibt es kein ultimatives, eher ein generelles:
Aus 400 gr Mehl feinen Hefeteig herstellen (also mit etwas Zucker, etwas Butter, einem Ei). Gehen lassen, aufs Blech rollen, dicht mit Zwetschgen belegen. Backen bei 180 Grad etwa 40 Minuten. Wenn man mit dem Zuckern bis nach dem Backen wartet, ziehen die Früchte weniger Saft.
Jetzt müssen noch die restlichen drei Kilo weg.



