Journal Montag, 23. April 2018 – Langsames Abkühlen

Dienstag, 24. April 2018 um 5:35

Wieder brauchte ich für den Fußweg in die Arbeit keine Jacke, doch es war wolkig und auf dem Heimweg kühler geworden. Zumindest bleibt uns ein Temperatursturz erspart, es soll diese Woche einfach langsam bis auf eigentliche Apriltemperaturen kälter werden.

Ein ereignisfreier Montag. Nach Feierabend bog ich kurz in die Apotheke ab, um unsere Ibuprofenvorräte aufzufüllen. Die freundliche Apothekerin informierte mich wieder über die ideale Einnahmeform (vorher was essen) und die maximale Dosierung.

Das Nachtmahl hatte Herr Kaltmamsell um das Glas von meinem Bruder geriebenen Meerrettich geplant, das noch von Ostern im Kühlschrank stand: Klassisches deutsches Abendbrot mit Wurst (Zunge und Pastrami), Käse, harten Eiern, Essiggurke, Brot, Butter. Der Meerrettich war bereits mild geworden, ich konnte ihn löffelweise essen.

Dann doch das Sommerbettzeug rausgekramt: Es ist leichter, dieses durch eine Decke wärmer zu machen, als das Federbett am zu starken Wärmen zu hindern.

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Immer noch habe ich eine diebische Freude an den Auswirkungen von “describe yourself like a male author would”. Hier in der Geschmacksrichtung women in music von Tracey Horn:
„‚Not technically beautiful, she has an engaging laugh‘: 35 years of being described by men“.
(Nein, nicht wirklich schlimm – aber stellen sie sich die zitierten Beschreibungen mal bei einem männlichen Musiker vor: Sie werden sofort verräterisch lächerlich.)

You miss things when you leave women out, or view female characters through the prism of their attractiveness, or when you take for granted that you’re at the centre of every story, every lyric.

die Kaltmamsell

Journal Sonntag, 22. April 2018 – Erster Balkonkaffee, erster Sommerlauf

Montag, 23. April 2018 um 5:23

Kein Kopfweh, keine Migräne vom Glas Wein, hurra!
Ich wachte noch vor sieben nach unruhiger Nacht auf (unter anderem war das Federbett für die derzeitigen Temperaturen zu warm gewesen, aber ich kann doch nicht schon im April die Sommerdecke einwechseln!), und auf dem Balkon war es mild genug für den ersten Draußen-Morgenkaffee des Jahres.

Die Pflanzen traue ich mich noch nicht rauszustellen, bis in den Mai kann es noch schneien.

Nach gemütlichem Bloggen und Internetlesen radelte ich nach Thalkirchen zu einem Isarlauf. Schon beim Radeln wünschte ich mir, ich wäre früher losgekommen: Es war um halb elf ganz schön warm. (Und voll.) Ich war sehr froh um das Trinkwasser aus dem Brunnen beim Wärterhäusl an der Brücke Maria Einsiedel.

Bei Pullach am Isarhochufer immer noch viele Spuren der Sturmverwüstung.

Ich möchte beim Anblick aufjaulen wie Idefix in „Die Trabantenstadt“.

Am Düker an der Brücke Maria Einsiedel wurde gebadet. (Im April!)

Auf Höhe Tierpark Hellabrunn überholte ich einen ganz normal aussehenden Läufer. In Gedanken versunken merkte ich erst nur, dass irgendwas nicht stimmte, bis ich aufschreckte: Der Mann da vor mir läuft noch langsamer als ich?! Anders als Anke Gröner vermutet, motiviert mich solch ein seltenes Überholen keineswegs – es bringt mich aus dem Konzept.

Der Flieder ist in den Startlöchern, der erste Duftanflug hatte mich schon am Samstag in Schwabing angeweht.

Nachmittags mal wieder Schuedi gebacken – verfolgt von einem Mitbewohner, der jeden Handgriff mit „wann gibt’s Kuchen?“, „dauert’s noch lahang?“ „ist er schon fertig?“ begleitete. Nach Kuchenessen ein Stündchen Siesta.

Die meiste Zeit auf dem Balkon sitzend und lesen verbracht: Die Vögel, die am und unterm Meisenknödel fressen, müssen sich erst an mich gewöhnen und drehten meist ab. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich sie vom Futter fernhalte.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 21. April 2018 – Theresienwiesenflohmarkt und Schwabinger Hanami

Sonntag, 22. April 2018 um 7:31

Selbst der zahme Gin Tonic rächte sich in den frühen Morgenstunden mit migränigen Kopfschmerzen. Ich bekam sie mit Ibu in den Griff, mein Gehirn blieb aber bis mittags schwummrig.

Früh aufgewacht, gebloggt. Gegen halb neun zogen wir los zum Theresienwiesenflohmarkt, der bereits in wolkenloser Sonne lag.

Es gab sehr viele Anbieter, auffallend ordentlich aufgereiht – ich war von den Vorjahren gewohnt, dass sich in manchen Reihen die Vorder- und Rückseiten von Verkaufsständen abwechselten. Schon um 9 Uhr waren auch die Kaufinteressierten reichlich.

An einem Stand hatte ich einen eigenartigen Austausch: Der Verkäufer bot unter anderem ausgestopfte Tiere an, darunter eine auffallende Kombination Greifvogel-Auerhahn. Als ich sie fotografieren wollte, schritt er ein: „Nicht fotografieren.“ Verdutzt fragte ich, wessen Persönlichkeitsrechte er damit schütze. Er erklärte, er wolle einfach nicht, dass fotografiert werde. Ich machte trotzdem ein Foto, da ich an einem öffentlichen Ort keine Basis sah, das nicht zu dürfen, sicherte dem Herrn aber zu, es nicht zu veröffentlichen. Und selbst dafür gäbe es wahrscheinlich kein rechtliches Hindernis, da ich hier weder Persönlichkeitsrechte noch Kunst-Urheberrecht entdecken kann.

Sehr lange hielten wir nicht durch, die Sonne stach auch ganz schön böse (ich hatte beim Zähneputzen an Sonnencreme gedacht – das Cremen aber sofort und gründlich vergessen).

Blütenpracht auf dem Heimweg:

Daheim packte ich mein Schwimmzeug und radelte damit zum Olympiabad. Diesmal waren es wirklich drei Kilometer ohne Extrarunden – und schon brauchte ich dafür die von früher gewohnte Zeit (76 Minuten) und nicht mehr deutlich mehr wie die letzten Male.

Allerdings hatte ich mein Handy daheim vergessen: Das Agnesstraßen-Hanami kann ich Ihnen also leider nicht zeigen. Als ich auf der Hinfahrt dort zum Fotografieren abstieg, entdeckte ich meine Telefonlosigkeit und freute mich einfach so an der Kirschblütenpracht.

Den Nachmittag verbrachte ich lesend auf dem Balkon, ließ immer wieder meinen Blick ins sonnige Grüne schweifen.

Erstes Balkonabendessen.

Das musste auch dieses Jahr Salade niçoise sein – allerdings ohne Tomaten, weil die gehen noch gar nicht. Ich traute mich schon wieder Alkohol (zefix).

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 20. April 2018 – Aprilhitze

Samstag, 21. April 2018 um 6:49

Dies war eines der mehr herbeigesehnten Enden einer Arbeitswoche. Die Zusammenfassung meiner Tätigkeiten lieferte ein Tweet:

Auf der Theresienwiese morgens bereits große Geschäftigkeit (den ersten Platzbesetzer in Person hatte ich aber schon Donnerstagmorgen gesehen).

Auf meinem Heimweg war der Flohmarkt praktisch aufgebaut.

Ein heißer Tag, in der Sonne war es fast unangenehm. Die Menschen trugen entsprechend Hochsommerkleidung, die Grünanlagen leuchteten, zwei Wochen nach dem Bersten ihrer Knospen machen sich die Kastanien bereits ans Blühen.

Ich schlenderte gestern feierabends mit vielen Umwegen und Schlenkern nach Hause, weil es draußen gar zu schön war. Und mir kamen viele einzelne, ähnlich schlendernde Frauen entgegen, wie ich ein Lächeln im Gesicht.

Daheim erwartete mich ein frisch geputzter Balkon: Herr Kaltmamsell hatte seinen kostbaren freien Freitagnachmittag geopfert und Draußenplätze geschaffen. Nachtmahl gab es noch drinnen (köstliche Enchiladas), ich traute mich nach zwei Wochen mal wieder Alkohol und genehmigte mir einen Gin Tonic.

Beim Essen hörte ich heftiges Amselgezeter. Zunächst dachte ich an einen Revierkampf, doch dann vermutete ich eher Warnrufe. Und richtig: Als ich auf den Balkon trat, sah ich gerade noch einen Falken um die Ecke zischen (wohnhaft am benachbarten Kirchturm? es war der erste, den ich hier gesehen habe), kurz darauf waren die Amseln ruhig.

Es zeichnet sich ab, dass ich zusammen mit Herrn Kaltmamsell nächstes Jahr die größte Fete unseres Lebens geben. An dem Ort, an dem ich sie mir seit Langem vorstelle, gestern bekam ich positiven Bescheid (glauben tue ich’s erst schriftlich und unterzeichnet). Zu den vielen Entscheidungen, die es bis dahin zu fällen gilt, gehört: Cocktailkleid im Stil der 30er, Oscar-Robe oder Frack?
Sagen Sie: Ab wie viel vorher schickt man Termin-Einmerker an Gäste? Ist ein Jahr vorher zu früh?
Mein Hirn wirft wüst mit Ideen um sich.

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Interessante Innensicht gerade für mich als Kinderferne:
„Jungs und Computerspiele: Wenn Mütter von Vorschlaghämmern träumen“.

Vor allem, weil Karnick rückblickend erzählt und ihren heute erwachsenen Sohn zu Wort komme lässt.

Sehr wahrscheinlich hilft es Eltern kein bisschen, aber das hier (und viele weiteren im Text zitierten Wünsche) haben meine Eltern genauso über mich und mein „Romanelesen“ geäußert:

Ich bin wütend auf meinen Sohn. Weil er die ganze Zeit daddelt, statt mal im Haushalt zu helfen.

Was meinen Eltern außerdem lieber gewesen wäre als Romanelesen: Sportliche Bewegung draußen (schließlich war ich doch so dick), Handarbeiten, Querflöteüben. Genau das Versinken in einer anderer Welt beim Lesen wurde mir vorgeworfen (absurderweise auch meine Lesegeschwindigkeit: „Du FRISST die Bücher ja!“). Manfred Spitzer behauptet zwar regelmäßig, vor einem Computerbildschirm sei das etwas völlig anderes und viel schädlicher als vor Buchseiten, dafür fehlen mir aber die Belege.

via Buddenbohm

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Zwei jüdische Stimmen zur aktuellen Diskussion über Antisemitismus in Deutschland.

Juna ist verzweifelt.
„Vor aller Augen“.

Wann werden die Menschen begreifen, dass es keiner politischen Macht bedarf, die Dinge zu ändern. Dass man Hass nicht mit Hass vergelten kann, dass Hass die Welt nie besser machte, dass es im Kleinen anfangen muss? Dass jeder einzelne nicht im mahnenden, überheblich belehrenden Tonfall etwas zu tun hat. Es beginnt damit, wie man mit seinem Hausmeister umgeht, den Kassiererinnen, den Menschen auf der Straße, im Bus, im Büro, wie wir alle miteinander umgehen, wie wir ausgrenzen, uns höher stellen, uns besser finden. An Krankheiten kann man die Symptome behandeln, oder aber auch die Ursachen. Wir doktern nur an Symptomen herum.

Mademoiselle Readon denkt über die schiefe Verwendung des Konzepts Verantwortung nach.
„Verantwortungsvoll“.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 19. April 2018 – Man muss den Sommer feiern, wie er fällt

Freitag, 20. April 2018 um 5:58

Zu meinen Superkräften gehört übrigens, Flurfunk und Getratsche konsequent zu ignorieren. Ich nehme Informationen erst wahr, wenn sie mir offiziell mitgeteilt werden, und handle erst dann ihnen entsprechend. Selbst hier hole ich aus passiver Aggressivität (aka Bockigkeit) alles raus.

Mehr Frühsommer!

Auf dem Heimweg Einkäufe im Süpermarket, abends radelte ich nach Haidhausen zu einer Verabredung an Pizza vor Lokal. Die Straßensitze vor Cafés, Bars und Restaurants waren voller Menschen, Bilderbuchmünchen mit knospenden und blühenden Bäumen, pastellfarbenen Häuserfasaden in Abendlicht, das lange Haar der feierabendlich beschwingt gehenden Frauen wehte im milden Wind, der an den Jacken unter ihren Armen zupfte. Wenn ich mir jetzt noch die böse glänzenden Autos in Panzergröße und mit Mühlsteinen als Reifen wegdachte, die selbst an den Straßenkreuzungen vor lauter raumgreifender Kraft nur vorsichtig rangierend aneinander vorbei kamen – wäre das Paradies perfekt gewesen und hätte den Zorn der Götter auf sich gezogen, das kann ja niemand wollen.

Ich genoss auch die nächtliche Heimfahrt, am Mariahilfplatz wird bereits die Auer Dult (Maidult) aufgebaut.

die Kaltmamsell

Journal Mittwoch, 18. April 2018 – Erster Besuch im Schnitzelgarten

Donnerstag, 19. April 2018 um 4:56

Frühsommer. Ich genoss auf meinen Wegen Sonne und Wärme, war erstmals dieses Jahr strumpflos im Rock unterwegs – aber es ist halt doch erst April und das bereitet mir Unbehagen.

Die Linden um die Theresienwiese in Neongrün.

Mein Sportzeug hatte ich für alle Fälle mit in die Arbeit genommen, doch ich freute mich den ganzen Tag auf Feierabend im Schnitzelgarten mit Herrn Kaltmamsell. Also trug ich das Sportzeug nach einem erschöpfenden Arbeitstag ungenutzt nach Hause.

Der Schnitzelgarten war rege besucht, aber nicht überfüllt, ich bekam ein sehr befriedigendes Abendessen.

Im letzten Abendlicht wieder aus dem Wohnzimmerfenster Fledermäuse gesehen.

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Aus aktuellem Anlass erklärt Robin Droemer nochmal:
„So fühlen sich Schwarze Deutsche, wenn der MDR über das N-Wort diskutieren will“.

Doch erst vor Kurzem musste ich überrascht feststellen, dass selbst sonst kluge Menschen glauben, es sei ein schlagendes Gegenargument, wenn sie einen schwarzen Deutschen anführen können, dem das Thema egal ist. (Zur Sicherheit: Nein ist es nicht, wenn man so viele Menschen einer ohnehin belasteten Bevölkerungsgruppe beleidigt.)

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Margarete Stokowski erläutert, warum es keine gute Idee ist, Kleiderverbote für Mädchen einzuführen:
„Unter jedem Tuch steckt ein eigener Kopf“.

Natürlich brauchen Mädchen unter 14 Jahre Unterstützung, damit sie stark und selbstbestimmt werden, egal welcher Religion sie oder ihre Eltern angehören. Sie brauchen das Wissen, dass sie keine Schlampen sind, wenn sie vorehelichen Sex haben, dass sie sich schminken oder nicht schminken dürfen, dass sie allein darüber bestimmen können, wer sie anfasst und wie und wann, dass sie eine Beziehung anfangen können, wenn sie wollen, und auch beenden, wenn sie wollen. Sie brauchen angemessene Aufklärung in körperlichen und sexuellen Fragen, sie brauchen Wissen über Menstruation, Jungfräulichkeit, Verhütung und Schwangerschaften, sie brauchen politische Bildung und Aufklärung über ihre eigenen Rechte sowie die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, Grenzen zu ziehen und Pläne zu machen. Dafür brauchen sie Vorstellungen von unterschiedlichen Lebensentwürfen und Respekt vor den Entwürfen anderer. Jungs brauchen: exakt dasselbe.

Was sie nicht brauchen, sind staatliche Regulierungen, die ihnen das Gefühl geben, dass die Religion ihrer Familie stärker reguliert wird als die von anderen. Der Islam ist nicht die einzige Religion, die manchmal zu einem eigenartigen Umgang mit Körpern und Sex führt. Auch nicht die einzige, deren Vertreter im Verdacht stehen, Kinder zu Sexobjekten zu machen. Und Religion ist wiederum nicht die einzige ideologisch verdächtigte Triebfeder in Menschen. Trachten mit unterschiedlichen Bommeln und Schleifen für Singles und verheiratete Frauen sind ähnlich suspekt. Und wer Kopftücher für Mädchen unter 14 verbietet, weil sie die Mädchen „sexualisieren“, der müsste für dieselbe Zielgruppe String-Tangas und Push-up-BHs verbieten, und womöglich auch die ausgefeilte Kulturtechnik des Socken-in-den-BH-Stopfens.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 17. April 2018 – Leserunde mit erstem Spargel

Mittwoch, 18. April 2018 um 5:52

Der sonnige Frühling kehrte zurück (ich habe den Verdacht, dass Felder und Gärten einen weiteren Regentag gut brauchen hätten können), auf dem Heimweg von viel Arbeit brauchte ich meine Jacke nicht.

Die Magnolie verabschiedete sich. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr endlich, mir ein Parfum mit ihrem Duft zu besorgen.

Ich hatte recht pünktlich Feierabend gemacht, um das Buch für die abendliche Leserunde fertigzulesen: Lena Gorelik, Meine weißen Nächte (nur noch gebraucht zu bekommen) hatte nach Bestellung zwei Wochen bis Ankunft gebraucht und mich in Zeitnot gebracht. Allerdings liest es sich sehr schnell weg – was in diesem Fall nicht für den autobiografischen Roman spricht: Im Gegensatz zu Alexandra Tobors Polengeschichte Sitzen vier Polen im Auto ist diese Geschichte einer jungen Frau, die Anfang der 90er als Kind aus St. Petersburg nach Deutschland einwanderte, oberflächlich und launig. Das Leben von Goreliks Hauptfigur zwischen den Kulturen wird erzählt, nicht gezeigt, die Vergangenheit in Russland inklusive Antisemitismus und Mauscheleien besteht aus lustigen Schnurren statt aus nachvollziehbaren Erlebnissen. Durchaus nett zu lesen, aber seit dem Erscheinen 2004 wurde Besseres um das Thema veröffentlicht.

Das Buch warf entsprechend wenig zu diskutieren ab, doch wir freuten uns wieder über das Treffen (durch die monatliche Leserunde gibt es keinen Freundeskreis, den ich öfter sehe) und ich bekam in Neuperlach den ersten Spargel der Saison.

die Kaltmamsell