Journal Sonntag, 27. Mai 2018 – Dublin – Howth

Montag, 28. Mai 2018 um 10:15

Nach unruhiger Nacht (Lärm draußen – gegen Polizeisirenen helfen auch geschlossene Fenster und Ohropax nicht, Schmerzen) früh aufgewacht. Das Wetter sah gut aus, also wollten wir, When in Dublin do as the Dubliners, einen Ausflug ans Meer nach Howth machen, zumal es dort am Sonntag einen Market geben sollte.

Schon auf der schönen Zugfahrt raus nach Howth (ALLES SO GRÜN HIER!), verdunkelte sie der Himmel immer gründlicher. Der Market war dann doch eher eine Streetfood-Angelegenheit, ich holte mir am Bäckerei-Stand als Frühstück ein Stück Chester Cake.

In ersten Regentropfen spazierten wir auf den West Pier. Von möglichen Delphinsichtungen hatte ich mehrfach gehört, doch statt dessen sahen wir im Hafenbecken Seehunde – irische Seehunde waren mir komplett neu.

Jetzt begann es zu gießen, und die nächsten Stunden erlebten wir nur einen kurzen regenfreien Abschnitt, den wir zwischen Cafébesuchen zu einem Spaziergang auf den Ostpier nutzten. Den Gang die Klippen entlang hoben wir uns für ein ander Mal auf.

Als spätes Mittagessen gab es berühmte Fish&Chips, wir aßen sie am gut überdachten Bahnsteig beim Warten auf den Zug zurück nach Dublin. Um uns herum viele weitere Ausflüger und Ausflüglerinnen, die sich fast durchgehend in anderen Sprachen als Englisch unterhielte. Auch im Zentrum von Dublin begegnen wir bisland vor allem Spanisch-, Deutsch-, Niederländisch-, Französisch-, Italienisch-, Dänisch-, Schwedischsprechenden – das Marketing des irischen Tourismusbüros ist sensationell erfolgreich.

In Dublin drehte ich eine kleine Einkaufstour, die meisten Geschäfte sind hier auch sonntags geöffnet. Der Versuch, bei Lush Kosmetik mit Stechginsterduft zu bekommen, schlug fehl: Niemand hatte davon gehört oder wusste überhaupt, was gorse oder furze war, ich musste buchstabieren. Doch online scheint man zumindest ein Parfum bestellen zu können. (Heilige Scheiße, ich hatte völlig vergessen, wie komplett überwältigend intensiv es in diesen Läden riecht. Ich halte ja schon beim Passieren der Filiale in der Münchner Sendlinger Straße die Luft an, gestern im Laden würgte mich diese Insektizidwolke.)

Erfolgreich war dagegen die Suche nach einer Salatschüssel samt Besteck, und im Supermarkt vom Vortag bekamen wir Duschgel (hatten wir in den B&Bs nicht gebraucht, weil immer vorhanden) und Waschmittel. Mit Letzterem wusch ich im Apartment unsere wanderverdreckte Ober- und Unterkleidung.

Nachtmahl wurden die Frühstückswürschtl, die uns die Vermieter in den Kühlschrank gestellt hatten, dazu Tomatensalat, als Nachtisch griechischer Joghurt mit Honig (Apartment-Bestand) und Nüssen (Wanderproviant).

Streetart gleich ums Eck unserer Ferienwohnung.

Howth mit überraschend vielen Staren, die hier die Rolle der Spatzen übernehmen.

Seehund!

Blicke aus unserem Schlafzimmerfenster in Dublin (nachmittags wurde es wieder sonnig):

Gute Nacht.

§

In Cafés und im Zug im aktuellen Granta-Magazin gelesen, das eine besonders gute Ausgabe ist: Thema „After the fact“. Kostenlos online lesbar ist der ausführliche und tiefe Artikel von Charles Glass (Nahost-Experte und 1991-1993 Nahost-Korrespondent für ABC) über Palmyra, einst blühend und jetzt zerstört, mit Fotos von Don McCullin:
„Palmyra“.

Unter anderem versucht Glass die Kriegshandlungen nachzuvollziehen, die zur mehrmaligen Eroberung Palmyras durch den IS führten – er erfährt mehrere Versionen.

Eine weitere Geschichte, die noch aufschlussreicher für mich war: Jason Cowley, editor des New Statesman, schreibt über die „New Town“ Harlow, in der er groß geworden ist – und die 2016 in die Schlagzeilen kam, weil ein polnischer Einwanderer nach einer Prügelei mit örtlichen Jugendlichen starb (damals kurz nach dem Brexit-Referendum sofort als fremdenfeindliche Gewalt deklariert – dass sich sehr schnell herausstellte, dass fremdenfeindliche Motivation eher unwahrscheinlich war, las man nicht). Es geht viel um die utopischen Ideen, die nach dem 2. Weltkrieg in der Nähe Londons zum Bau der „New Towns“ geführt hatten, und wie Cowley sein Aufwachsen darin erinnert.
„New Town Blues“.

Leider nur für Abonnentinnen ganz zu lesen.

Auch Sonntagszeitungen las ich, dominierendes Thema natürlich der klare Ausgang des Referendums.

die Kaltmamsell

Journal Samstag, 26. Mai 2018 – Laragh – Dublin, ein Reisetag

Sonntag, 27. Mai 2018 um 8:49

Gestern wurde zu einem Reisetag mit einigem Warten – aber weil im Urlaub und in fremden Ländern selbst Warten exotisch und lehrreich ist, machte das nichts. Zumal sich bereits am Vormittag herausstellte, dass Irland künftig eine vernünftige Abtreibungsregelung haben wird, an der sich die deutsche Gesetzgebung ein Beispiel nehmen sollte. Die Stimmung war also eh gut.

Auch zum Frühstück wurden wir gestern mit dem Auto abgeholt: Das opulente B&B hat nur der erste B. Zum Abschied plauderten wir nochmal mit der zauberhaften Hausdame, die uns ein wenig zur Geschichte des Hauses, zum geplanten Ausbau und zur Besitzerfamilie erzählte und umarmten einander mit besten Wünschen.

Im Restaurant vom Vorabendessen wurde zum Frühstück auch „Homemade Granola“ angeboten, das ich bestellte.

Gebrannte gemischte Nüsse auf Kompott – hatte ich nicht erwartet, schmeckte aber sehr gut.

Mit Tee und WLAN vertrieben wir uns die Zeit bis zur Abfahrt des Linienbuses nach Dublin. In Dublin setzten wir uns erst mal mit Gepäck in den St. Stephen’s Park – unsere Unterkunft würde erst am frühen Nachtmittag beziehbar sein. Als nächste Wartestation suchte ich uns ein Insomnia-Café. Ich habe ja schon vor langer Zeit gestanden, dass ich diese neumodischen Coffee Shops mag, das hat sich nicht wesentlich geändert. Und Insomnia ist halt die irische Variante.

Als wir vereinbarungsgemäß an unserer Ferienwohnung ankamen, konnten wir allerdings nur unser Gepäck abstellen: Die Vormieter waren erst Stunden nach der vereinbarten Abreise ausgezogen, die Wohnung musste erst noch gereinigt werden. Wir hatten Verständnis, plauderten mit der Vermieterfamilie (die inklusive Kindern zusammenhalf, damit die Reinigung möglichst schnell ging) und spazierten am Liffey entlang – oder wohin sonst uns interessante Anblicke lockten.

Bei der Gelegenheit reservierte ich uns gleich mal für einen Abend nächste Woche einen Tisch im viel empfohlenen Winding Stairs.

Als wir nach erstem Supermarkt-Einkauf (SALAT!) in die Ferienwohnung kamen, war alles hergerichtet und wunderbar, zudem der Kühlschrank bereits beeindruckend gefüllt.

Nachtmahl wurde dann Salat: Junger Spinat und Romanasalat, rote Paprika, Blue Cheese, mangels Salatöl mit Buttermilch-Dressing. Dazu Brot und Butter. Köstlich.

Salatschüssel und -besteck werde ich hier besorgen und der Ferienwohnung hinterlassen.
Immer noch halte ich ein Kochbuch für Ferienwohnungen für eine gute Idee: Rezepte, die mit der üblichen Grundausstattung auskommen und sonst jede Zutat päckchenweise ganz aufbrauchen.

Beim Planen der Tage in Dublin wurde mit übrigens klar, dass ich praktisch das Gegenteil eines Influencers bin: Ich bin eine Influenced. Ich frage hier im Blog nach Tipps und lasse mich von den Empfehlungen meiner Leserinnen und Leser komplett beeinflussen. (Könnte man davon auch leben?)

§

Mademoiselle Readon erzählt:
„Der Istanbul-Grill ist eine deutsche Insel.“

Und ich lese da eine Stimme, sehe einen Blick, wie ich sie sonst nur aus besserer englischsprachiger Literatur kenne. Vielleicht, weil sich die Erzählerin zu den Menschen zählt, die sie beschreibt, weil sie sich nicht über sie stellt.
Zudem: Eine Gegenwelt zum rechten Hass-Dreck.

§

Maximilian Buddenbohm verlinkt einen Artikel über Martin Parr und die Chelsea Flower Show mit Fotos, die Parr dort gemacht hat – ich weiß nicht, ob mich Text oder Bilder mehr begeistern, so großartig ist beides (das Paar mit der Tasche „Let’s grow“ – das sind doch Monty Pythons!).
„Martin Parr’s day at the Chelsea flower show – a photo essay“.

die Kaltmamsell

Journal Freitag, 25. Mai 2018 – Wicklow Way 6: Glenmalure – Laragh

Samstag, 26. Mai 2018 um 8:48

Während das Internet mit der EU-DSGVO unterging (ich wünschte, die Menschen hätten vorm Wegwerfen von Kaffee-Pappbechern über unsere Vorgartenhecke in München auch immer die mögliche Höchststrafe vor Augen wie jetzt Blogger, die aus Unsicherheit gleich offline gehen) und Irland darüber abstimmt, ob auch weiterhin in der Verfassung stehen soll, dass das Leben menschlicher Zellen im Mutterleib ab der Empfängnis gleichberechtigt ist mit der Mutter – während also in vielerlei Hinsicht Weltgeschichte geschrieben wurde, wanderten wir nochmal.

Dabei folgten wir nicht dem Wicklow Way, sondern gingen nach einer Wegbeschreibung der Wanderagentur zurück nach Laragh – auf Pfaden und Steinen, die deutlich unter dem Standard blieben, den wir in den vergangenen Tagen gewohnt waren. Das machte die 17 Kilometer anstrengend, beim steilen Bergabsteigen wurde ich auf den Ziegenpfaden mit wackligem Geröll unsicher. Vielleicht aber ist es auch einfach gut, dass das der letzte Wandertag war, und mein Körper meldete Ruhebedürfnis an.

Morgens standen wir zu Sonne mit Wolken auf, im Lauf des Tages wurde es wieder wolkenlos sommerlich. Die Iren haben ihr Wetter verlernt. Zum Frühstück hatten wir beide Porridge bestellt; es kam in großen Portionen und war wahrscheinlich mit ordentlich Sahne verfeinert – sehr sättigend.

Zum Ausgangspunkt unserer Etappe, dem Ende der vorherigen, fuhr uns der Zimmerwirt mit seinem Auto – uns und drei weitere B&B-Gäste, wir mussten uns stapeln.

Auf den Höhen waren Greifvögel angekündigt, doch die hatten gestern leider frei. Dafür sahen wir vorher im Glenmalure-Tal viele Fasane: Hier gibt laut unserem Zimmerwirt eine große Fasanenzucht für die Jagd, und da büchsen immer wieder welche aus. Zudem begegneten wir neugierigen Pferden. Und auch heute viele Schwalben (Mehl- und Rauch-).

Das Navigieren rein nach Beschreibung ohne Wegmarkierungen war anstrengend, ohne Karte (auf Herrn Kaltmamsells Handy) und Kompass (auf meinem) wären wir aufgeschmissen gewesen. Ein Hoch auf Wanderwegmarkierungen! Ein langes Stück gingen wir über einen Bergrücken auf einen Gipfel. Uns umwehte heftiger Wind, der meine Augen so sehr zum Tränen brachte, dass meine Trittfestigkeit litt.

Auf den letzten Kilometern waren wir wieder vom Idyll des Glendalough-Tals umgeben. Jetzt sahen wir in der Höhe einen großen Vogel weit oben nahezu regungslos in der Luft stehen – also weder auf einer Thermik kreisend noch rüttelnd oder irgendwohin fliegend. Ist das typisch für einen bestimmten Vogel?

Nach einem Pint im Pub meldeten wir uns anweisungsgemäß bei den Betreibern des Restaurants, in dem wir am ersten Abend in Laragh gegessen hatten: Sie betreiben auch das B&B, in dem wir die letzte Nacht vor der Fahrt nach Dublin verbrachten. Es ist opulent ausgestattet und möglicherweise das irische Pendant zum Zirbelstuben-Wellnesshotel des Voralpenlands. Uns empfing eine zauberhafte Hausdame, wie so viele dienstbare Geister in Hotelerie und Gastronomie, mit denen wir in der vergangenen Woche zu tun hatten, mit dickem nicht-irischem Akzent. Irland macht einen erfreulich bunten Eindruck.

Zu Abend aßen wir später auch in dem Restaurant, wurden zu diesem Behufe nochmal runtergefahren – schon um sechs, da abends eine Hochzeitsgesellschaft gebucht hatte. Wir aßen gut zu Abend (örtliches Lamm für ihn, Entrecôte für mich – der Freitagabend bestimmt auch im Urlaub meine Gelüste), dazu einen spanischen Wein, den ein Schotte gemacht hat: Manga del brujo, Catalayud.

Heim gingen wir zu Fuß. Nein, das ist auch in Irland nicht vorgesehen, die Infrastruktur ist nur auf Autos ausgelegt und zwang uns immer wieder dazu, im Gebüsch wartend Autos passieren zu lassen. Ich kam mal wieder im Grübeln, dass das Zurücklegen selbst so kurzer Strecken (keine zwei Kilometer) zu Fuß in ländlichen Gebieten einfach nicht eingeplant ist, außerhalb des eigenen Grundstücks fahren alle Auto (hier haben wir nicht mal die Radlerinnen gesehen, die einem in Bayern zwischen Orten begegnen).

Mühlenidyll in Glenmalure zum Start der Etappe.

Sie sind halt schon katholisch hier, gell.

Dieses Bild enthält vier Fasane (erkennen lassen sich vielleicht drei).

Eben waren wir noch auf der anderen Seite des Zauns gewesen. Das Pferd kam noch viel näher.

Wenn ich’s einfach als abgeerntetes Fichtenfeld sehe, geht’s.

Noch mehr frisch geerntete Baumfelder.

Dort oben war ich am Mittwoch.

Ein weiterer Blick über die Glendalough Monastic City.

Abschied von der Wanderung.

Die Lounge unseres B&B.

Gegenschuss

Von außen genauso langweilig wie alle vorherigen B&Bs. Rechts der Park-große Garten hingegen war wieder wunderschön.

Auf dem Fußweg zurück nach dem Abendessen gelernt: Auch die Iren können Marterl, hier für einen 22-jährigen Herrn, der sich mit dem Auto in einer Kurve derrennt hat.

§

Um nochmal auf das irische Sodabrot zurückzukommen. Kommentatorin Leonie hinterließ genau den Link, nach dem ich am Vortag vergeblich gesucht hatte:
„BraveTart: Irish Soda Bread, as It Was Meant to Be“.
Vergessen Sie also bitte die Theorie, Sodabrot habe irgendwas mit soft wheat zu tun: Das ist das Weichweizenmehl, das auch in Deutschland Standard ist und aus dem sich sehr wohl gutes Weizenbrot machen lässt, mit Hefe und/oder Sauerteig.

Dem Artikel zufolge wurde Soda als Brottriebmittel zunächst zur Beschleunigung der Brotherstellung eingesetzt, und zwar in London (Gewinnmaximierung, Kapitalismus und so):

So-called „aerated“ breads emerged in the 1820s, as commercial bakers in London discovered that the volatile reaction between baking soda (sodium bicarbonate) and hydrochloric acid could free their schedules from the plodding tyranny of yeast. The idea was to create a loaf to rival the finest yeasted bread, which led to a slew of patents filed by bakers hoping to corner the market.

Und nach Irland kam die Technik nach der verheerenden Kartoffelfäule (zu Details erinnern Sie sich bitte an das entsprechende Kapitel in Ihrem Englisch-Schulbuch – oder schlagen bei Wikipdia nach).

Soda bread’s association with Ireland arose after the devastation of the country’s potato crop in the 1840s, which forced a people historically ambivalent toward bread to start baking en masse.

(…)

In the midst of famine, soda bread stretched something expensive (white flour) with something cheap (local buttermilk), and replaced something slow (yeast) with something wonderfully fast (soda). So why would anyone waste time and flour kneading a dough when they could just scrape it into a skillet and be done?

Der oben verlinkte Artikel zitiert einige schöne Rezepte aus dem 19. Jahrhundert – und backt sie nach. Das Ergebnis sieht deutlich attraktiver aus als das, was ich hier bislang serviert bekommen habe.

Ich liebe es, wie Beschäftigung mit Lebensmittel unweigerlich in Geschichte, Kultur und Soziologie führt.

die Kaltmamsell

Journal Donnerstag, 24. Mai 2018 – Wicklow Way 5: Glendalough – Glenmalure

Freitag, 25. Mai 2018 um 8:49

Wasserfälle, sagenhafte Ausblicke, ordentlich Steigung: Nicht der schlechteste aller Wandertage. Das Wetter entwickelte sich von gemischt wolkig zu Tröpfelregen, auch damit konnte ich sehr gut leben. Die Wegbeschreibung ließ uns den Wicklow Way für einen schöneren Teilabschnitt verlassen, und zum ersten Mal erwischte ich eine falsche Abzweigung: Auf dieser Wanderung bin ich die Navigatorin, es war allerdings Herr Kaltmamsell, der anhand der Karte auf seinem Handy draufkam, dass irgendwas nicht stimmen konnte. Zum Glück.

Und so machten wir eine Extrarunde – ohne die wir aber keine Rehe gesehen hätten. Das beste Tierfeature gab es allerdings kurz nach dem Start unseres Tagesabschnitts: Kaninchensichtung im Glendalough-Tal. Mitgezählt waren es gestern gut 20 Kilometer Wanderung, die wir mit zwei gemütlichen Pausen in sechs Stunden gingen.

Vielleicht hätte ich am Vorabend nach der übersichtlichen Portion Cannelloni nicht auf den Nachtisch verzichten sollen (Furcht vor Überfressung): Ich wachte mit Magenknurren auf und verschlang beim Frühstück erst mal zwei Schüsseln Müesli. Vor dem Rührei mit Lachs, das ich wieder am Vorabend bestellt hatte. Wieder wurde stolz homemade soda bread serviert.

Ungesüßter Vollkorn-Rührkuchen. Sicher nicht mein Lieblingsbrot.
Laut dieser Quelle waren die Iren nicht etwa zu doof für Hefe: soft wheat sei das einzige Mehl gewesen, das im irischen Klima wuchs, und das habe zu wenig Gluten für einen ordentlichen Hefeteig enthalten. Mit Natron (und einem Säuerungsmittel wie Buttermilch) habe es allerdings funktioniert.

Unsere Tagesetappe führte uns am Glendalough Hotel vorbei, in dem ich bei vorherigen Besuchen eine ernsthafte italienische Gastro-Espressomaschine gesehen hatte. Nach ein paar Tagen ohne (in den B&Bs wird zum Frühstück Filterkaffee serviert, dem ich sehr Tee vorziehe) hatte ich doch mal wieder Lust auf einen Cappuccino. Gelernt: Man kann auch mit einer hochwertigen Gastro-Espressomaschine REACH-pflichtige Flüssigkeiten herstellen (blärch).

Die Strecke begann mit einem superidyllischen Weg entlang von Seen, der erste Aufstieg führte am Poulanass-Wasserfall vorbei. Doch dann standen wir vor riesigen Umleitungsschildern: Wegen forestry works waren sowohl unser Sonderweg als auch der Wicklow Way gesperrt.
Nur 1: Laut mehrfach überklebtem Schild waren diese Forstarbeiten seit Januar dieses Jahrs im Gange.
Nur 2: Ich hörte nichts außer Vogelzwitschern – und Forstarbeiten hört man.
Was dazu führte, dass ich, die größte Regelbefolgerin vor und nach dem Herrn („Rules are good! Rules help control the fun!“), beschloss, trotzdem unserer Wegbeschreibung zu folgen. Ging dann auch problemlos. Beim Anblick der abgeholzten Fläche verstand ich allerdings, dass man während des Abholzens wirklich keine Wanderer direkt daneben haben will.

Apropos Abholzen: Wir passierten gestern so riesige komplett abgeholzte Flächen (ein verstörender Anblick), dass zum einen einige Angaben der Wanderbeschreibung nicht mehr passten, ich zum anderen den Verdacht hatte, dass Fortwirtschaft hierzulande fundamental anders funktioniert als in Bayern. Denn die Nachfrage bei unserem Zimmerwirt ergab: Nein, es hatte nicht etwa gestürmt, diese Flächen seien halt „harvested“ worden, abgeerntet. Erst jetzt ging mir auf, dass die bebaumten Flächen auf den Hügeln eigentlich kein Wald waren, sondern Plantagen: Alle Bäume von einer Sorte (meist Fichten) und in einem Alter.

Nach etwa der Hälfte unserer Wanderung begann es zu tröpfeln, ich schlüpfte in meine Turbo-Wanderjacke. Und schon war das Wetter kein Problem mehr.

Auch gestern gingen wir große Abschnitte auf Holzbohlen. Ich fragte mich wieder, wer die wohl hier herauf geschleppt hatte – wie ich ohnehin sehr beeindruckt bin über die Qualität des Wanderwegs: Es ist ja nicht mit dem ohnehin enormen Aufwand getan, solch einen Weg zu legen, gangbar und sicher zu machen, auszuschildern; er muss auch gepflegt, ausgebessert, freigeholzt werden. Tiefe Dankbarkeit für die Menschen, die sich darum kümmern und dass ich ihn einfach so und kostenlos nutzen kann.

Da diesmal unsere Unterkunft wieder sehr abgelegen war und kein Abendbrot anbot, aßen wir unterwegs nichts bei unseren Pausen, so dass wir am Endpunkt der Etappe gegen vier hungrig im Pub einkehrten. Wir erklärten die Mahlzeit dort zum spanischen Mittagessen (um uns aßen noch einige andere): Traditionelle irische Lasagne mit Pommes und Salat für ihn, Lammbraten mit Minzsoße, Kartoffelpü und nur in Wasser gekochtem Gemüse für mich, dazu Bier, einmal Nachtisch Sticky Toffee Pudding. Dann ließen wir uns anweisungsgemäß von unserem Zimmerwirt abholen, die sechs Kilometer bis zu seinem B&B wären auch nicht schön gewesen.

Hier hätten wir eigentlich nicht durchgesollt – während des Baumfällens sicher auch zu gefährlich für eine Wanderung.

Blick zurück auf den eben gegangenen Bohlenweg.

Nur eine der vielen riesigen abgeholzten Flächen, an denen wir vorbeikamen.

Glenmalure Lodge.

die Kaltmamsell

Journal Mitwoch, 23. Mai 2018 – Wicklow Way 4: Glendalough/Laragh

Donnerstag, 24. Mai 2018 um 9:06

Ein weiterer Sonnentag, das irische Wetter ist einfach unberechenbar.
Am Vorabend hatte ich nochmal die Wicklowy Way-Reise von Frau Mutti nachgelesen (hier ging’s bei ihr los), die mich überhaupt auf die Idee gebracht hatte. Auch sie hatte in Glendalough einen Ruhetag eingelegt (bei ihr war es das Knie, das sie zu kindlichem Treppensteigen zwang), doch es war die Rede von einer möglichen Wanderung um die Seen.

Tatsächlich hatte mir der halbe Tag Ausruhen genügt, so machte ich aus dem gestrigen dann doch einen Wandertag, fit und nahezu schmerzfrei.

In unserem B&B hatten wir schon am Vorabend angeben müssen, was wir wann frühstücken wollten. Ich hatte erstmals das Full Irish gewählt (white und black pudding hatten auf dem Teller des Herrn Kaltmamsell immer attraktiv ausgesehen). Es schmeckte dann auch sehr gut. Wie schon in der vorherigen Unterkunft servierte die Zimmerwirtin dazu selbst gebackenes Irish Bread. Die beiden Brote glichen einander so sehr, dass sie womöglich nach demselben Rezept gebacken waren: Krümlig, salzlos, mit ein paar Körnern drin, aus der Kastenform. Beim ersten hatte ich noch gedacht, vielleicht sollte man die Bäckerin auf einen Brotbackkurs schicken, doch it’s not a bug, it’s a feature: Irish soda bread wird mit Backpulver („soda“!) gemacht und kann deshalb kein Glutengitter entwickeln, das es elastisch machen würde.

Die erste Tageshälfte beschäftigten wir uns mit der örtlichen Kultur. Weil wir eh daran vorbei kamen, sahen wir uns die Pfarreikirche St. Kevin an. Interessante (und ein wenig seltsame) Besinnungskunst in der Grünanlage um diese neoromanische Kirche aus dem 19. Jahrhundert, auf dem Friedhof waren manche zeitgenössische Grabsteine mit gigantischen Rosenkränzen umschlungen, die mich sehr an die Wurstketten in Schützenvereinen erinnerten.

Kulturelles Highlight am Ort ist aber die Glendalough Monastic City. Die Bedeutung dieser Klosterreste aus dem 10. Jahrhundert lässt sich schon mal daran ablesen, dass Visitor Center und Parkplatz etwa sechsmal so viel Fläche einnehmen wie das alte Klostergelände, das man besichtigen kann. Zum Glück fanden wir Platz zwischen den Besuchergruppen, denn die Kirche mit gemauertem Dach, der Glockenturm und die Ruine der Kathedrale sind durchaus eine Besichtigung wert. Zudem ist das Ganze superidyllisch gelegen.

Wir waren in Wanderausrüstung losgezogen (unser B&B lag gut 2 Kilometer von der Monastic City entfernt), weil ich gerne noch auf einen Berg gehen wollte, um runterzuschaun. Also gingen wir auf den Camaderry, obwohl Herr Kaltmamsell ungern steigt (während ich ungern schwer trage). Wir sahen Raben in der Luft, die sehr lustige Geräusche krähten, und Rehe auf dem Boden.

Den guten Kilometer zum Südost-Gipfel ging ich alleine, während der Herr sitzen blieb. Dort erlebte ich zum ersten Mal nasse Abschnitte: richtige Pfützen und harmlos aussehendes Gras, das sich beim Betreten als Sumpf entpuppte. Am Gipfel begegneten mir drei Wandergäste aus unserem B&B, die von der Gegenseite auf den Berg aufgestiegen waren. Und die zu meiner Verblüffung den Abstieg im Laufschritt zurücklegten.

Die kleine Wanderung (gut 11 Kilometer und nicht mal dreieinhalb Stunden) in der Sonne, mit Wind und wundervollen Ausblicken gefiel mir sehr gut. Einkehrschwung in die Bar des Glendalough Hotel mit einem Bier.

Kurz vor unserer Unterkunft machten wir nochmal einen Abstecher Richtung Pfarrirche (eine Pokémon-Arena, ahem), in der Grünanlage davor verwickelte uns ein einheimischer Herr in ein langes und durchaus anregendes Gespräch.

Abendessen im 2 Kilometer entfernten Glendalough Hotel: Irish Stew für ihn, für mich Canelloni mit Spinat (und kleinem Beilagensalat – ich bin gefährlich untersalatiert). Nach Hause spaziert in goldener Abendsonne.

Start in den Wandertag.

Glendalough Monastic City.
Die Gräber reichen bis in die 1970er.

Der Fluss Glendasan.

Komm’Se rauf…

Könn’Se runterschaun.

Das letzte Stück auf den Camaderry ging ich allein – war dann doch ein bisschen weiter, als es aussah (eine Stunde hoch und runter).

§

Modeste bespricht ein Buch über Philosophie Anfang des 20. Jahrhunderts ein wenig anders:
„Die Zauberer, der F. und ich“.

die Kaltmamsell

Journal Dienstag, 22. Mai 2018 – Wicklow Way 3: Lough Dan – Glendalough/Laragh

Mittwoch, 23. Mai 2018 um 9:06

Zur Erholung gab’s gestern eine kurze Wanderstrecke an einem strahlend sonnigen Frühlingstag, zwar auch mit Aufs und Abs, aber gemütlich und gemäßigt. Allerdings fehlte auch diesem Übernachtungsort die Zivilisation: Laragh hat keinen Laden, keinen Dorfkern, es reicht gerade mal zu einem Hotel, einem Restaurant und einem Pub (neben einigen B&Bs) – vor allem für die Touristen, die viele Busladungen voll zur Glendalough Monastic Site kommen.

Nach schmerzensreicher und unruhiger Nacht wachte ich früh auf und bearbeitete die Fotos für den Blogpost. Soundtrack waren die vielen Vögel ums Haus: Ich hörte Amseln, Buchfinken, Rotkehlchen, Distelfinken, Kuckuck, Schwalben, mehrfach sehr nah Fasane. Bei Letzterem war ich mir unsicher, da wir auf unserer Wanderung keine gesehen hatten, ließ sie mir von der Zimmerwirtin bestätigigen: Ja es gebe ein Paar, das direkt beim Haus wohne.

Die Dame servierte uns Frühstück, ich ließ mir Porridge kochen, aß es mit Obst und Joghurt vom kleinen Buffet. Ein letzter Blick auf die zweiseitige laminierte guest information, die eine Seite mit den Gottesdienstzeiten im Umkreis enthielt (katholisch und Church of Irland), ein letzter Plausch mit den anderen B&B-Gästen, Bewunderung für die Schwalben, die unterm Dachfirst gerade ein Nest bauten – dann machten wir uns vom Haus aus auf den Weg.

Das Wetter war umwerfend, der Stechginster duftete und blühte – ich erfüllte die Bitte von Joël und aß ein paar Blüten: Mei, schmeckt pflanzlich, den Duft hatte ich nicht im Mund.

Auch gestern sahen wir wieder Raben fliegen: Sie waren uns als Attraktion des Wicklow Way angekündigt worden und wir hatten schon am Montag auf den Höhen die mächtigen Vögel gehört (deutlich anders als Krähen und Dohlen) und gesehen. Und wir sahen zum ersten Mal Greifvögel, zwei kurz hintereinander auf Thermiken segelnd, jeweils belästigt von Krähen.
Feldlerchen, Mönchsgrasmücken, Distelfinken machten uns durch ihren Gesang auf sich aufmerksam, bis wir sie auch sahen. Immer wieder das charakteristische Flügelgeräusch von auffliegenden Wildtauben.

Wie auch am Montag begegneten wir vereinzelt Wanderern in die Gegenrichtung, hatten auch in unserer Richtung Gesellschaft (aber keineswegs so, dass es ungemütlich wurde).

Die 14 Kilometer der Wanderetappe waren bereits kurz nach eins rum, dabei hatten wir auf einer Anhöhe ausgiebig Pause gemacht. Wir setzten uns ins Pub des Glendalough Hotels und tranken ein Bier, spazierten dann eine halbe Stunde zum Ort Laragh, wo wir immer noch zu früh für unser B&B waren. Also holten wir im Minimarkt der Tankstelle einen Mittagssnack in Form von Softeis, Kuchen, Chips.

Untergebracht sind wir für zwei Nächte (morgen ist Wanderpause) in einer B&B-Lodge, wo ich erst mal Siesta machte.

Abendessen in dem einen Restaurant am Ort: Fancy Fish & Chips für Herrn Kaltmamsell, Lachsforelle mit Gemüse und Chips für mich, danach trotz Überfressensgefahr Cheesecake (ich) und Banoffee Pie zum Dessert.

Morgendlicher Blick aus dem B&B-Fenster.

Gestern war Herr Kaltmamsell mit Rucksacktragen dran.

Versehensfoto: So sehe ich beim Fotografieren aus.

Glenndalough

Landschaft können sie hier halt wirklich. (Und Herr Kaltmamsell wieder so: „Wie. Im. Voralpenland. Sowo war ich doch schon mal auf Betriebsausflug.“ Aber es gefällt ihm schon auch.)

Die traurige, zivilisationsfreie Situation in Laragh:

Wandschmuck im Restaurant. Herr Kaltmamsell: „Ist das der heilige Krückstockfuchtler?“

§

In meiner Lektüre holt mich gerade wieder die aktuelle Politik ein: Ich lese John Irvings The Cider House Rules, und in Irland wird heftig über die Legalität von Abtreibungen diskutiert, vor dem Referendum am 25.5.

Hier eine Darstellung der Argumente von beiden Seiten aus der Financial Times:
„‚We’ve had a lot of silence about this for a long time’”.

via @MlleReadOn

die Kaltmamsell

Journal Montag, 21. Mai 2018 – Wicklow Way 2: Enniskerry – Lough Dan

Dienstag, 22. Mai 2018 um 9:19

Tag der abwechslungsreichen Wege, Tag des gorse.

Nach sehr guter Nacht (ohne Schmerzmittel!) vom Wecker geweckt – ich hätte auch mehr als diese neun Stunden vertragen.

Zum Frühstück Eggs florentine – und ein Erlebnis, das ich nie erwartet hätte. Der Kellner rief im Lokal Herrn Kaltmamsells Namen aus: „Telefon für Sie“. Zack! Mitten im Hans-Moser-Film.

Der Anruf selbst kam von der Agentur, die unsere Wanderung organisiert hatte: Sie kontaktiert uns täglich telefonisch über die Unterkunft (wissen die, dass wir bei den extrem seltenen Anrufen auf unseren Handy erschrecken?), um sich nach unserem Befinden zu erkundigen und auf Besonderheiten der nächsten Etappe hinzuweisen.

Gestern zum Beispiel betonte die Dame von der Agentur die ungeheure Gefährlichkeit des Streckenabschnitts um den Dijouce Mountain: Un-be-dingt gute Schuhe und warme Kleidung dabei haben, es kann jederzeit das Wetter umschlagen mit Wolken und einem Dunst, der jede Sicht nimmt, und mit schlagartiger Kälte. Als uns dort genau dort Wanderer in Leggins und Turnschuhen überholten, außerdem zahlreiche Jogger entgegen kamen, konnte ich die Warnung nicht mehr arg ernst nehmen.

Das Wetter war gestern grau und trocken – ich hatte also bereits ein regenfreier Tag geschenkt bekommen. Doch auch gestern war mir die Wanderung (gut 27 Kilometer in 7 3/4 Stunden mit einer längeren Pause) um eine Stunde zu lang – allerdings diesmal nicht die letzte Stunde, sondern die vorletzte, als es schon wieder bergauf und bergab ging, nur halt auf langweiligen Schotterwegen. Denn gerade die Wege waren gestern eigentlich ausgesprochen abwechslungsreich: Von Forstwegen über Pfade in Bachauen und durch Wald bis zu zwei Stunden auf Bahnschwellen. Das fand ich anregend und spannend.

Gestern legten wir auch besonders viele Höhenmeter zurück, belohnt mit sensationellen Ausblicken. Dazu kamen immer wieder geradezu Wälder an gorse, an dem ich mich nicht satt sehen und riechen konnte.

Zivilisation in Form von Orten oder Pubs gab es allerdings überhaupt nicht auf der Strecke. Zum Brotzeiten ließen wir uns auf dem Bahnschwellenweg nieder, aßen Nüsse und Eiweißriegel aus dem Rucksack, tranken mitgebrachtes Wasser.

Laut Wanderbeschreibung hätten das gestern 20 Kilometer sein sollen (inklusive der zwei Extrakilometer vom Wicklow Way zur abgelegenen Unterkunft). Meine Moves-App maß hingegen 27 Kilometer, die auch besser zu den sieben Wanderstunden in den Unterlagen passten. Das kann ich mir eigentlich nur damit erklären, dass schlängelnde Wege schlecht auszumessen sind – außer halt mit einem Tracker an der Person. Ich wunderte mich, dass der Mensch, der die Wegbeschreibungen verfasst hatte und die Strecke ganz offensichtlich gegangen war, nicht mitgemessen hatte.

Dummerweise verlor mein rechtes Bein auf dem letzten Drittel mal wieder sein Gedächtnis und ließ sich nicht mehr heben: Ich musste es schleudern und auf steilen Bergauf-Stücken oder gar Stufen von stiles wie ein kleines Kind mit dem linken Bein steigen und das rechte nachsetzen. (Plus Schmerzen.)

Die Unterkunft war diesmal das B&B Lough Dan House mit Blick über den See Lough Dan, weit abgelegen. In den Unterlagen hieß es, dass dort eventuell auch Abendessen angeboten würde, zur Not aber ein Shuttle zum zehn Kilometer entfernten nächst gelegenen Restaurant angefordert werden könne. Auf den letzten, ansteigenden (…) Metern zum B&B informierte ich Herrn Kaltmamsell, dass ich an diesem Tag absolut nirgendwohin mehr gehen oder fahren und lieber eingestecktes Studentenfutter zu Abend essen würde. Doch zum großen Glück fragte uns die liebe Herbergsmutter als Erstes, ob wir Dinner haben wollten. Abend gerettet, wir aßen mit acht weiteren Wanderinnen (aus Deutschland und Schweden) ein wunderbares homecooked dinner: Salat mit Wicklow Blue Cheese, Lachsfilet mit Gemüse, Birnen-Apfel-Bakewell Tart mit Custard. Und dazu Weißwein.

Und dann verfügte unser Zimmer auch noch über eine Badewanne! Die nutzte ich umgehend.

Früh ins Bett mit Schmerz-bedingter Sorge um ruhigen Nachtschlaf.

Vom reizenden Enniskerry aus brachte uns ein Shuttle an den Endpunkt der vortäglichen Wicklow Way-Etappe.

Der Star des Tages: gorse. Ich muss in Dublin unbedingt gucken, ob es Kosmetik mit diesem Duft gibt.

Glencree. Auch hier ganze Wiesen voller Bluebells (dass die auf Deutsch Atlantische Hasenglöckchen heißen, erheitert mich ungeheuer.)

Ganz klar eine Nymphen-Badestelle. Derzeit Nymphen-frei, weil die sensiblen Geschöpfe von dem überwältigenden Geruch des Bärlauchs gegenüber fliehen.

Bei so viel Idyll bräuchte es fast den Anblick einer Autobahn gleich daneben, damit das Romantikzentrum des Hirn nicht völlig verklebt.

Powerscourt Wasserfälle.

Denkmal für den Initiator des Wicklow Way.

Auch der Wicklow Way hat wohl ein Radlerproblem.

die Kaltmamsell

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