Immer noch unangenehm eisig. Auf dem sonnig-klirrenden Fußweg (die Wetter-App meldete minus 12 Grad – das ist weniger ein Klirren als eher ein Nagen und Beißen) in die Arbeit schaltete sich das Handy beim Pokémonfangen plötzlich und ohne Warnung aus – ihm war wohl einfach zu kalt geworden.
Statt früh (= pünktlich) Feierabend zu machen, um zum Sport zu kommen, besonders lang gearbeitet, Sportzeug in der Arbeit gelassen für Mittwoch. Auf dem Heimweg Lebensmitteleinkäufe, vor allem Brotzeit für die nächsten Tage.
Herr Kaltmamsell hatte zum Abendbrot ein Dinkelotto mit Roter Bete und Steinpilzen gemacht. Es gab sogar Nachtisch: Maronenpüree mit Sahne, das ich gleich mal als Profilfoto für den vielberedeten neuen Social-Media-Dienst Vero verwendete.
Ich gehörte zwar zu den wenigen Glücklichen, die es ohne große Probleme zur Kontoeröffnung brachten, doch Posten ging nicht.
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Vor einigen Tagen thematisierte ich sexuelle Belästigung und sexuellen Missbrauch an Schulen. Hauptschulblues, ehemaliger Schulleiter, berichtet aus seiner Berufsvergangenheit:
“Sexueller Mißbrauch an Schulen”.
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Was nicht ersetzt wird, hat kein Problem mit Produktionsbedingungen. In diesem Fall beim Hausbau: Die Bauingenieurin Angelika Mettke, Professorin an der Brandenburgischen Technischen Universität, hat sich auf die Wiederverwendung von Betonteilen aus Abrisshäusern spezialisiert. Hier ein Interview mit ihr:
“Angelika Mettke: ‘Intakte Gebäude abreißen und schreddern? Das kam für mich nicht in Frage'”.
“Es geht ja nicht nur um das Material; an der Entstehung dieser Gebäude haben Menschen mitgewirkt, die Gebäude geplant, gebaut und wieder abgerissen. Ich habe also den Lebensweg eines Gebäudes betrachtet und gedacht: Die ganze Energie, die darin steckt, wird ja gar nicht erfasst, das Gedankengut, da schmeißt man alles weg, nach acht bis zehn Jahren, obwohl Beton 100 bis 150 Jahre hält? Das geht doch gar nicht, dachte ich – und so fing es an.”
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“In Plattenbaugebieten wie zum Beispiel in Berlin-Marzahn ist ja die komplette Infrastruktur vorhanden: Es gibt Straßen, Stromleitungen, Wasser, Abwasser, Müllentsorgung, die gesamte Versorgungstechnik, Parkplätze, Wäscheplätze, Grünanlagen: Für mich war es nicht tragbar, dass ganz Blöcke leergezogen und komplett abgerissen werden sollten, wenn doch alles drum herum, das Wohnumfeld und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel da und intakt war! Da gab es bessere Lösungen, etwa ein modernisierter Stadtteil: Geschosse abtragen und die Gebäude niedriger machen, oder die elend langen monotonen Wohnzeilen in Solitäre teilen, etwa indem man zwei oder mehr obere Geschosse oder bestimmte Aufgänge demontiert.”
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Haben Sie den Film Black Panther inzwischen gesehen? Und waren auch so begeistert über die Ausstattung? Hier ein wenig Hintergrund:
“The Afrofuturistic Designs of ‘Black Panther’”.
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Rechtgerichtete politische Kräfte versuchen in Deutschland immer mehr Möglichkeiten der Einflussnahme wahrzunehmen. Zum Beispiel in Betriebsräten, hier eine aktuelle Meldung:
“Opel-Betriebsrat zeigt sich bei rechter Gewerkschaft”.
Oder bei der Besetzung von Schöffenposten: 2019 beginnt die neue Amstzeit für Schöffen an Gerichten, dieses Jahr werden die Posten besetzt – und laut Deutschlandfunk fordert sie Afd ihre Anhänger dazu auf, sich als Schöffen zu melden. Die Folgen mag ich mir gar nicht ausmalen.
Deshalb: Wäre so ein Schöffenamt nicht etwas für Sie? So als praktische Gegendemo für unsere Verfassung? Hier die offizielle Information zum Schöffenamt auf dem Justizportal des Bundes und der Länder.
Für München beantwortet das Kreisverwaltungsreferat die naheliegenden Fragen:
“Schöffenamt: Kreisverwaltungsreferat (KVR), Hauptabteilung II Einwohnerwesen München”.
Die Bewerbungsfrist dauert in München bis 29. März.
