Spanische Tortilla

– 4 große Kartoffeln schälen und in Scheiben schneiden (Dicke je nach gewünschtem Ergebnis: Je dünner desto Matsch).
– 1 mittelgroße Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, mit Kartoffelscheiben mischen.
– In einer weiten und hohen Pfanne zwei Finger hoch Olivenöl erhitzen (nicht mogeln!).
– Kartoffeln und Zwiebeln in dem Olivenöl langsam sieden, immer wieder umrühren, bis alles weich ist.
– Etwas abkühlen lassen, dabei die Pfanne schräg stellen, damit das Öl ablaufen kann.
– 5 Eier in einer weiten Schüssel verkleppern, gut salzen und pfeffern. Kartoffel-Zwiebel-Mischung mit möglichst wenig Öl dazulöffeln und mischen. Das Ganze muss schön glitschen, notfalls noch ein Ei dazu geben. Abschmecken.
– In einer kleinen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen, Mischung bis kurz unter Rand einfüllen. Bei mittlerer Hitze backen.
– Wenn die Unterseite goldbraun und die Masse angestockt ist, einen großen Teller auf die Pfanne stülpen, das Ganze umdrehen. In der Pfanne wieder etwas Olivenöl erhitzen, Tortilla vom Teller draufgleiten lassen. Fertigbacken.

Ergibt je nach Pfannengröße ein bis zwei Tortillas.
Schmeckt warm oder kalt, mit Salat oder als Sandwich.

die Kaltmamsell

67 Kommentare zu “Spanische Tortilla”

  1. Katja meint:

    Hallo an alle Spanier, Halbspanier, oder Keinspanier,

    wollte hier eigentlich nur lesen, wie man Tortilla macht. Jetzt sitze ich hier seit 15 Minuten und amüsier mich über die Kommentare. Einen Diskussionspunkt vermisse ich aber.

    Welche Sorte Kartoffeln soll man denn nehmen???
    Festkochende, Mehlige, Frühkartoffeln???

    Mal schauen, wie sich hierzu die Gemüter regen!

    Liebe Grüße

  2. Clara meint:

    So, damit hier auch noch ein 2009er-Kommentar nicht fehlt:
    Kann mich meiner Vorgängerin nur anschließen und habe mich auch köstlich über die Kommentare hier amüsiert (wobei ich an einem trägen Sonntagmorgen offenkundig nix besseres zu tun habe, als sie mir tatsächlich alle durchzulesen).
    Ich habe vor einigen Wochen zum ersten Mal spanische Tortilla bei meiner Cousine gegessen, die mal ein Jahr in Spanien verbracht hat. Bei ihr waren es auch Würfel und weniger Eier. Wollte das nun endlich mal selbst ausprobieren und nach dem „genauen“ Rezept im Internet suchen. DAS Rezept scheint es ja offenbar nicht zu geben, aber nun habe ich ausreichend Anregungen…

  3. Lucia meint:

    Hier dann auch mal ein 2010-Kommentar ;)

    Die aggressive Diskussion finde ich ziemlich schrottig. Amüsieren tut mich sowas jedenfalls nicht wirklich. Einige wollen spanischer sein als die Anderen, scheint mir. Du meine Güte.

    Ich habe mich jetzt entschlossen, das ganze OHNE Kartoffeln zu machen. Ei und Spinat, fertig. Wobei das dann wohl eigentlich eher eine italienische Frittata wäre, aber ich will es hier für den Thread ja nicht noch komplizierter machen ;-)

    Auf ein schönes WM-Halbfinale (Spanien-Deutschland) heute Abend und regt Euch mal nicht über so einen Mist wie geschnittene oder gewürfelte Kartoffeln auf. Offenbar sind das regionale Unterschiede und dann kann man das doch auch einfach mal so stehenlassen :-)

  4. Hans-Georg meint:

    Vermutlich ist die Frage ob Kartoffeln in Scheiben oder gewürfelt einfach eine Frage der Bequemlichkeit. Denn Kartoffeln lassen sich schneller in Scheiben schneiden als in Würfel.

  5. Wilfried meint:

    Hola!
    Ich esse gerne Tortilla Espagnola – auch selbst gemacht.
    Ich esse auch gerne deutsche Kartoffelsuppe.
    Wer hat dafür DAS EINE originale Rezept?
    Merkt ihr was???
    Wilfried

  6. Tina meint:

    Liebe Kaltmamsell,
    nachdem ich am WE bei Ihnen Pepe Bianco entdeckt habe ( und der Name, sowie das Video entzückt mich immer wieder) ist mir so Spanisch zumute. Also suche ich im Netz-bis Sie mir wieder einfallen und ich denke: Oho! Sie wird sicher spanisches auf Lager haben! Hat sie…und nun stöber ich hier und falle über die Frittata-Tortilla-Irgendwas. Wie lecker! ABER: eine grundlegende Frage muss ich stellen. So viel Öl in der Pfanne-aber wohin mit den Resten? Da bin ich immer ratlos.
    Ich habe eine Fritteuse hier, aber dieses Palmin o.ä. lässt mich schaudern. Es schmeckt zu gräßlich. Wohin schütte ich also das flüssige Restöl von Speisen?
    Können Si emir raten?

    Und wo ich gerade so zum Schmausen neige: haben Sie nicht rein zufällig ein paar Cajun Rezepte auf Lager- das ist meine nchste Station.

    LG
    P.S.: Wenn diese Frage schon 23mal gestellt wurde,entschuldigen Sie bitte. Ich habe den gesamtenmSchriftverkehr gar nicht gelesen…. würde mich aber über einen Tipp freuen. Diesbezüglich habe ich nie eine klare Antwort erhalten. Ich tippe mal auf Ausguss und keiner traut es sich zu sagen….

  7. die Kaltmamsell meint:

    Für andere Gerichte oder gar Fritteusen kann ich nicht sprechen, Tina. Doch das kostbare Olivenöl der Tortilla kam bei uns immer in ein Schraubglas und wurde für folgende Bratereien verwendet, ob Gemüse oder Fleisch.
    Mit Cajun-Küche kenne ich mich leider gar nicht aus.

  8. ulla meint:

    @Tina, die hoffentlich noch einmal vorbeischaut.
    bis zu ihrem beitrag habe ich gelächelt, ist schon lustig, wie sich sowas über jahre hinziehen kann.
    aber tina, sie ziehen hoffentlich nicht wirklich in betracht, altöl in den ausguss zu schütten!!! soviel umweltunbewusstsein traue ich heutzutage wirklich niemandem mehr zu. also bitte sammeln (in alten marmeladegläsern o.ä.) und zum sondermüll bringen.
    sorry für die belehrung, aber mich hat wirklich geschaudert.

  9. Marcus meint:

    Hier gehts doch um die original spanische Tortilla oder nicht??? Da gehöhren nur Kartoffeln, Olivenöl, Salz und Eier rein!!! MEHR NICHT! Schon überhaupt nicht Pfeffer! Ei sollte ca. 33-40% betragen. Und dann immer dieser Mist mit Paprika usw. Ihr habt einfach keine Ahnung!!!

  10. die Kaltmamsell meint:

    Danke, Marcus, dass Sie die Diskussion neu anheizen. Ich bin sicher: Mit Ihren vielen Frage- und Ausrufungszeichen haben Sie jetzt auch den letzte überzeugt. (Hoffentlich verstehen all die irregeleiteten Spanier und Spanierinnen Deutsch.) !!!1Einself!

  11. Simon Gaus meint:

    Schnell und einfach – so mag ich das! :-) danke für das Rezept!

  12. Stefan meint:

    Ich habe vor Jahren eine Spanierin geheiratet. Die Vorlieben für die Tortillas sind in ihrer Familie sehr unterschiedlich. Der eine mag Sie lieber dick und trocken mit gekochten Kartoffeln, andere lieber innen noch flüssig und etwas dünner mit „frittierten“ Kartoffel würfeln. Die Oma nimmt lieber etwas weniger Eier, der Opa lieber etwas mehr Zwiebeln und Eier.
    Aber bei den Zutaten sind sich alle einig, eine Tortilla besteht nur aus : Kartoffeln, Eiern, Zwiebeln, Salz und Olivenöl.

    Jedes Jahr werden in Spanien die besten Tortillas des Landes prämiert, hier zeichnet sich ein Trend ab, die innen noch flüssigen Tortillas gewinnen die Wettbewerbe regelmäßig.

    Mein Lieblingsrezept ist vom Schwiegervater, ich werde es mal raus suchen, vielleicht habt Ihr Spaß daran :-)

  13. Stefan meint:

    Schwiegervaters Tortilla

    Zutaten
    Pro Person als Hauptmahlzeit:

    250g Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
    80g Zwiebeln (ca. 1/3 der Kartoffeln also ca. 80g )
    2 Eier
    1 Prise Salz

    200ml Olivenöl zum frittieren
    1 TZ Salz

    Gerätschaften
    Pfanne am besten beschichtet (1-2 Personen 18cm Durchmesser, 2-3 Personen 24cm Durchmesser, 4-5 Personen 28cm Durchmesser)
    Zweite Pfanne oder kleiner Topf
    Großer Topfdeckel (ohne Rand) oder Teller
    Kochlöffel, Schneebesen, Schüssel, Marmeladenglas mit Deckel, Sieb, Messer, Schneidebrett

    Zubereitung
    – Kartoffeln schälen und in kleine (0,5cm – 1cm) Würfel schneiden und mit einem gestrichen Teelöffel salzen.
    – Zwiebeln fein hacken.
    – Pfanne mit ca. 200ml Olivenöl erhitzen und Kartoffelwürfel zugeben. Die Kartoffeln sollten mit Öl gerade bedeckt sein.
    Die Temperatur auf mittlere Stufe zurückdrehen und etwas 12-15 Minuten garen.
    – Zwiebeln in einer zweiten Pfanne mit ein wenig Olivenöl 10-15 Minuten glasig goldbraun dünsten.
    – Kartoffeln mit einem Sieb vom Olivenöl trennen, das Öl kann man in einem Marmeladenglas aufbewahren und wieder verwenden.
    – Eier in einer Schüssel geben und mit dem Schneebesen kräftig schlagen und salzen, Kartoffeln und Zwiebeln zu den Eier in die Schüssel geben und 3-5 Minuten ziehen lassen.
    – Ca. 2-3 Esslöffel Olivenöl stark erhitzen, die Tortillamasse in die Pfanne geben und die Temperatur auf mittlere Stufe zurück drehen.
    – Wenn die Masse anfängt zu bräunen (Eier nicht stocken lassen), die Tortilla mit Hilfe eines Tellers (od. Topfdeckels ohne Rand) umdrehen. Einfach den Teller auf die Tortilla legen und die Pfanne umdrehen, so dass sie auf dem Teller liegt.
    – Dann die Tortilla in die Pfanne gleiten lassen. Von der Rückseite einige Sekunden braten. Die Tortilla soll innen noch flüssig sein.

    Beilagen
    Brot oder Salat

  14. Thea meint:

    Chère Mamsell,
    jahrelang habe ich meine Tortilla nach einem Rezept von Meuth/Neuner-Duttenhofer fabriziert: mit frisch vorgekochten Kartoffeln.
    Gestern nun war es so weit: Die Mamsell sollte in meiner Küche das Zepter schwingen. Gesagt, getan. Ich habe mich genau an Ihre Rezeptur gehalten. Habe auch bei der Ölmenge nicht gemogelt. Allerdings war mir mein sauer verdientes gutes, nein, bestes Olivenöl etwas zu schade, also habe ich gemischt: halb Olive, halb Bio-Rapskern.
    Das Ergebnis war wunderbarst! Salat gab’s keinen, ich hatte keine Lust. Dafür habe ich Herrn Paulsens Wasibi-Quark-Joghurt-Mischung dazu gemacht (mit „real Wasabi“!).
    Danke für diesen weiteren hedonistischen Schritt in Küche, Kopf und Magen!

  15. Rezept Zutaten meint:

    Schönes Rezept!
    Im meinem Spanische Tortilla Rezept füge ich die Zwiebeln später hinzu. Erste mal Kartoffeln, weil sie langsamer backen.
    Was meinen Sie darüber?

  16. svinni meint:

    Hallo!

    Ich würde gerne nochmal die Frage nach den Kartoffeln aufwerfen:

    Sollten die mehligkochend sein?

    Ansonsten hört sich das Rezept super an, wird demnächst ausprobiert.

  17. die Kaltmamsell meint:

    Ich würde definitiv festkochende Kartoffeln nehmen, svinni: Die Scheiben sollen ja im Endprodukt noch sichtbar sein.

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