So langweilig, wie ich bin, wiederholen sich die Tagesabläufe natürlich bald. Das beginnt mit meiner Kleidung: Das Foto vom Sonntag passte auch gestern.
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Auch diese Aussicht ist nichts Neues für Sie (na ja – den komischen Wanderfussel kennen Sie darauf vielleicht noch nicht):
Es ist die Aussicht aus einer der Umkleiden der Abnehmstudiokette, deren Mitglied ich bin. Gestern hüpfte ich dort ein wenig Aerobic, kräftigte Körperteile mit Gummibändern und strampelte auf einem Crosstrainer.
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Nach einem kurzen Einkauf beim Obsttandler (Zuckeraprikosen und Renekloden) radelte ich an der Isar entlang zum Bad Maria Einsiedel. Es war seltsam, die Strecke, die ich schon unzählige Male dauergelaufen bin, erstmals mit dem Fahrrad zurückzulegen. Bei Thalkirchen war dicker Verkehr: Autos in Fahrt und geparkt, Radler, Menschen aus der U-Bahn – ich fürchtete ein volles Bad. Doch diese Menschen wollten irgendwo anders hin (Isarauen?), das Bad war spärlich besucht, der wartende Mitbewohner hatte freie Platzwahl gehabt. Diesmal brotzeiteten wir neben Pommes eine geräucherte Forelle, die schmeckte, wie man es von einer geräucherten Forelle erwartet. Eine Sensation war allerdings die Menge Meerrettich, mit der sie serviert wurde: Das war mehr, als in ein handelsübliches Glas passt.
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Am Nachmittag heimgeradelt, unterwegs beim Herrmannsdorfer Wurst, Käse und Brot gekauft. Der Wurstverkäuferin gestanden, dass ich eine Regensburger/Pfälzer-Schwäche habe. Mit ihrer Kollegin und einer weiteren Kundin suchte ich vergeblich nach einer Eselsbrücke. (Sind die eigentlich zu allen Kundinnen so nett? Ich fühle mich bei meinen seltenen Besuchen immer wie eine enge Freundin der Familie – im besten Sinne).
Daheim gebügelt, Wurstsalat gemacht (mit REGENSBURGERN).
Ein Anruf meiner Mutter zerstörte meine Idee, nach Jahren mal wieder meinen Geburtstag zu feiern: Am vorgesehenen Abend kommt die eingeplante italienische Verwandtschaft erst spät an und muss von meinen Eltern von einem fernen Flughafen abgeholt werden. Ach Mann. (Aber das Planen hat schon mal Spaß gemacht.)
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Lektüren des Tages:
Wirres zum xten Mal, warum das Internet weder dem Untergang geweiht ist, noch den Untergang bedeutet.
Warum Ferreros Überraschungseier für Mädchen wirklich keine gute Idee sind:
– in der taz
– bei Anne Wizorek
– bei Dr. Mutti
Und weil wir gerade dabei sind: In Scilogs eine gute Erklärung der unbewussten Prämissen, wegen derer Diskriminierung oft nicht wahrgenommen oder bestritten wird.

