Tom Kha Gai
(Thailändische Kokos-Huhn-Suppe)

Das Gericht ist eins meiner absoluten Lieblinge mit hoher Überfress-Gefahr.
Ich habe das Rezept so in etwa von Andrea, die wiederum hat es von Lisa abgekupfert, die es aus einem Kochbuch kocht. Damit sollte das Copyright geklärt sein…

1 l Hühnerbrühe mit
3 Stangen Zitronengras (geviertelt),
5 Kaffirlimonenblätter (zerrissen)
6 cm Galgantwurzel (geschält und gescheibelt) langsam erhitzen. Zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln lassen.

700 gr. Hähnchenbrust in bequeme Würfel schneiden. In die heiße Brühe geben, mit
6 Essl. Limonensaft,
½ Teel. Zucker und
5 Essl. Fischsauce würzen. Offen eher ziehen lassen als kochen, ca. 10 Minuten.

1 l Kokosmilch einrühren, langsam erhitzen.

300 gr. Champignons halbieren,
6 Baby-Auberginen vierteln,
7 Stück Baby-Mais zerkleinern,
(oder sonstiges sympathisches Gemüse)
6 kleine rote Chilis entkernen und fein hacken (UNBEDINGT Gummihandschuhe dabei tragen. Oder anschließend 24 Stunden keine Schleimhaut oder Augen anfassen.)
Das Gemüse in die Suppe geben, eher erhitzen als kochen.

Dazu frisch gekochten Basmati-Reis. Wird serviert mit
Korianderblättern
frisch gepresstem Limonensaft
gehackten Chilies (HANDSCHUHE!!!)

Essweise: In einen Suppenteller kommt die Suppe, daneben in ein Schälchen der Reise. Immer ein wenig Reis auf den Löffel nehmen, in der Suppe nassmachen und essen. NICHT gegessen werden Zitronengras, Limonenblätter, Galgant. Dafür ein Abfallschälchen bereit stellen.

die Kaltmamsell

18 Kommentare zu “Tom Kha Gai
(Thailändische Kokos-Huhn-Suppe)”

  1. Claudia meint:

    Ich koche die Chilies mit dem anderen Krempel ( Zitronengrass. Galgant, etc. ) mit der Brühe auf. Die Schärfe lässt sich so besser dosieren.

  2. mali meint:

    24 Stunden ist ja wohl leicht übertrieben – obwohl handschuhe eine witzige idee sind. ansonsten würde ich gerne wissen, wo du dieses rezept her hast: denn 1. ist das ja wohl genug um eine halbe armee durchzufüttern 1 LITER KOKOSMILCH?! und dann nur 6 schoten chilli?! naja ich sehe das wohl ein wenig zu kritisch, bin nämlich selber thai und eigentlich nur auf der suche nach tom kha rezepten zum ausdrucken für einen bekannten, bin nämlich zu faul zum selber schreiben. Aber entkernen bringt bei den chillies nun wirklich net mehr viel, die arbeit kannst du dir getrost sparen.
    ABER WICHTIG!!!!: Was ein echter Thai – Feinschmecker is(s)t, lässt sich bestimmt net mit basmati reis abspeisen – da kommt nur duftender jasmin-reis auf den tisch, um das geschmackserlebnis abzurunden!

  3. Woker meint:

    Meiner Meinung nach gibt es bei Speisen so etwas wie Kopfnoten und Basistöne. Zutaten und Gewürze die den Speisen als erstes zugegeben werden bilden die Basistöne. Spät zugeführte Gewürze und Zutaten bilden eine markant vordergründige Kopfnote. Quasi der erste Geschmack. Der Basiston ist längeranhaltend, also der Grundgeschmack, die Substanz der Speise.
    Tom-kha-Gai finde ich persönlich sehr schön mit einer zarten Citrus Kopfnote und einem Mittelton Chilli.-Wobei Chilli nach Geschmack zugeführt werden kann wie man es gerade braucht.
    Grundton natürlich Kokosmilch und Galgant.
    Das Huhn kommt bei mir aus einer stundenlang selbst bereiteten Hühnerbrühe, soll ja auch eine Zeremonie sein das Lieblingsgericht.
    Wichtigste Zutat immer Liebe, Zeit und (Vor-)Freude.

  4. Daniel meint:

    Haben uns in Thailand an der Suppe rund gefressen…Bin mal sehr gespannt ob das Rezept mir so gut gelingt..vielen Dank für die Seite..liebe grüße
    P.S:über weitere Thai-Rezepte oder Anregungen bez. tom Kha würde ich mich sehr freuen

  5. Walter meint:

    Bitte den Limonensaft erst vor dem servieren beifügen.
    Die Limone verliert durch das Kochen an geschmack und Säure

  6. Klaus meint:

    Leute, es fehlt Thai-Basilikum (Koriander), die Blätter gezupft und vor dem Servieren dazugegeben!!!

  7. die Kaltmamsell meint:

    Klaus: Du könne lese? Dann bitte lese oben nochmal. (Kleiner Tipp: Vorletzter Absatz.)

  8. hugendubel meint:

    Ich bin zwar nicht Klaus, aber von Thaibasilikum finde ich auch kein Wort in diesem Rezept
    ;-)
    Koriandergrün und Thaibasilikum sind zwei völlig verschiedene Kräuter.

  9. Grischa meint:

    ich liebe tom kha und koche sie jetzt schon ein paar jahre immer wieder. meine empfehlung, die ich bei keinem rezept über die suppe gefunden habe; wurzel, zitronengras und -blätter mindestens 40 minuten bei niedriger teperatur wallen lassen. ich habe es nur so geschafft, den vollen geschmak in die suppe einzubringen. bei normalerweise angegebenen kurzen garzeiten kommt der geschmack meiner meinung nach nicht ausreichend in die suppe.

  10. Günther meint:

    Ich nehm’ immer eine fertige Paste in Wasser mit Kokosmilch. Huhn darin kochen, später Champignons und Tomaten und Fischsauce nach Geschmack. Dauert keine 15 min und schmeckt mir sehr gut.

  11. Hauptmann Hahn meint:

    Wir – die RHF – verwehren uns gegen die Verwendung von Hühnerbrüsten in nicht-transplantativem Zusammenhang! Ungeheuerlich!

    Freiheit! Gleichheit! Hühnerlichkeit!

    Goooooooook!

  12. Daniel meint:

    HEUL…..
    bin seit gestern wieder in DE und will wieder weg :-/
    Hab Gelüste auf das Thai Food…. und ich hatte NULL Probleme mit Dünnpfiff… ganz im Gegenteil… HIER hab ich es dann bekommen nach dem dt. Essen.. :-D

    Also diese Suppe ist MEIN absoluter Favorit. Auch drei weitere Leute konnte ich in Thailand von der “Schmackhaftigkeit” dieser Suppe überzeugen.

  13. yasmin henrich meint:

    hallo,
    eine ganz wichtige sache die noch in die suppe gehört:
    rotes Thai curry, am besten als paste!!!

  14. Corben meint:

    Habe letztens in Bochum Ruhrpark bei einem Thai-Mann gegessen und war echt begeistert. Nach mehrmaligen Besuchen war ich soweit selbst zu wokken. Nun bin ich ein Thai-Fan. Ich freu mich schon die Suppe zu testen und eventuell “Sofern ich es hinbekomme” meiner Rezeptsammlung beizulegen.

  15. Zeitlos meint:

    Das werde ich mal testen; klingt sehr lecker.
    Wenn das Grünzeug aus dem ersten Absatz nicht mitgegessen werden soll, würde ich es allerdings in Teefilter verschnüren beim kochen. So lässt es sich vor dem Servieren leicht entfernen.

  16. togibu meint:

    Vielen Dank für das tolle Rezept! (nebenbei hat es mich auf die Vorspeisenplatte geführt).
    Das Rezept ist ein echter Volltreffer (was nach meiner Erfahrung bei Rezepten aus dem Internet nicht immer der Fall ist, ich erinnere mich an erheblich fade Hühnerteile in äußerst angebranntem, zudem äußerst fadem Reis nach einem persischen Rezept aus chefkoch.de, zudem dort von mehreren Leuten enthusiastisch bewertet – das waren wohl Sadisten bzw. Masochisten, Freunde des Rezepteinstellers oder gebürtige Iraner, für die absolut alles, was aus dem Iran stammt, das absolut Beste aus der ganzen Welt ist).

    Da ich aber das gefummle beim Essen nicht schätze, koche ich die in Absatz 1 genannten Zutaten (einschließlich in Ringen geschnittener Chili) etwa 45 Minuten (der Wert scheint mir nach mehreren Versuchen optimal), seihe das ganze dann ab und fahre wie im Rezept fort. Dann hat man eine komplett verzehrbare Suppe. Gibt es eigentlich einen Grund, dass man den Reis getrennt serviert? Wir geben Reis und Suppe beim Servieren zusammen in eine Schüssel bzw. Suppenteller, und es schmeckt großartig.

    Noch eine unbescheidene Frage, werte Frau Kaltmamsell: Ist Ihnen aufgrund Ihrer spanischen Verbindungen ein erprobt gutes Rezept für Ajo Blanco (die kalte Mandelsuppe mit Knoblauch und Trauben) bekannt? Ich sah nur mal ein Foto, und habe seitdem Appetit darauf.

    In der Hoffnung auf noch viele außergewöhnliche und hervorragende Rezepte
    Ihr togibu

  17. jacqueline meint:

    Einfach in der Zubereitung und super lecker.:)

  18. Eda meint:

    Danke fürs Rezept. Das nächste Mal werde ich aber keine Boullion nehmen. Die Suppe schmeckt meiner Meinung nach besser, wenn die Konsistenz etwas dicker ist.

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