90. Gotten married

Mittwoch, 10. November 2004 um 10:47

(Eine weitere Geschichte zu dieser Liste.)

Ich war 1996 sehr arm, weil ich auf eigene Faust promovierte. Doktorandenstellen gibt es in den Geisteswissenschaften praktisch nicht, die eine vorhandene an meiner Provinz-Uni war besetzt. Doktoratsstipendien bekam ich nicht, weil ich mich vorher noch nie um Stipendien beworben hatte. (Als erstes Familienmitglied seit Menschengedenken, das überhaupt studieren ging, durchschaute ich das System nicht. Ich hatte es all die Uni-Jahre trotz Spitzennoten für unnötig gehalten, mich um ein Stipendium zu bewerben, da ich ja in drei Monaten Semsterferien als Zeitungsredakteurin gut Geld machte. Die Stipendien überließ ich denen, die es aus meiner Sicht nötiger hatten – weil sie zum Beispiel über keine Berufsausbildung verfügten. Woher hätte ich denn wissen sollen, dass Stipendien nichts mit Bedürftigkeit zu tun haben?) Hätte ich mein Promotionsthema politisch und geografisch günstiger gewählt, wäre vielleicht noch ein lokales Stipendium rausgekommen – aber ich wollte nunmal über ein Thema forschen, das mich wirklich interessierte und von dem ich glaubte, dass es die Welt weiterbrachte.

Geld war also ausgesprochen knapp, mein einziges Einkommen bezog ich aus Englischstunden, die ich Managern örtlicher Unternehmen gab.
Mein Partner und Geliebter seit drei Jahren absolvierte zu dieser Zeit sein Lehramts-Referendariat weit weg in einer anderen bayerischen Provinzstadt. An Wochenenden wohnte er in einer Altstadt-WG mit einer gemeinsamen Freundin bei mir ums Eck.

Eines Abends saß er in meinem vor Alter krummen und schiefen Wohnzimmer und informierte mich, verheiratete Referendare bekämen 500 Mark monatlich zusätzlich, nur fürs Verheiratetsein. Ah! Das war doch wohl eindeutig der sprichwörtliche Silberstreif am Horizont! 250 Mark monatlich für jeden von uns beiden – damit hatte ich damals fast meine Wohnungsmiete abgedeckt. Ich ließ also meine Augen spitzbübisch glitzern und sprach: „Lass uns das machen,“ womit der Herr einverstanden war. Eine Versorgungsehe, die zudem eine Versetzung des Mannes in die Nähe wahrscheinlicher machte.

Völlig ahnungslos wollten wir diesen Spaß nicht angehen. Wir holten uns auf dem örtlichen Standesamt eine ausführliche Broschüre über die Konsequenzen einer Heirat und wie man da überhaupt hin kam. Die Konsequenzen sahen wenig abschreckend aus, schon gar nicht für ein Liebespaar. Amüsiert haben wir uns lediglich über den Passus, in dem es hieß, der Ehepartner habe ein Wohnrecht bei seinem / seiner Angetrauten – weil wir doch nicht mal zusammen wohnten.

Dass die Heirat heimlich ablaufen würde, war eh klar – wir hatten beide keine Lust, uns gegen die Flausen zu wehren, die die Gesellschaft zu diesem Verwaltungsakt im Kopf hat. Als einmalige Gelegenheit sah ich so eine Heirat schon auch. Nur während andere das für ihre einzige Chance auf eine Hollywood-Party halten, war es für mich ein unvergleichlicher Anlass für Komik.

Bei der nächsten Gelegenheit marschierten wir aufs spätbarocke Standesamt und meldeten uns an (damals wurde noch ein Aufgebot erstellt). Bereits mit meinem binational ausländischen Namen gab es die übliche Gaudi, gemildert durch unseren Hinweis, dass wir beide unsere Namen nach der Eheschließung behalten wollten. Nein, Ringe würden wir auch nicht haben. Nein, eine Ansprache des Standesbeamten wollten wir auch nicht (da wussten wir noch nicht, wie irrelevant dieser Wunsch war).

Der nächste Termin, den uns die Verwaltungsangestellte anbieten konnte, war ein Montag im Mai. 11 Uhr? Wunderbar, da konnte ich vorher noch meine Ingenieurgruppe in Englisch unterrichten. Mein Liebster musste den Tag allerdings frei nehmen (damals hätten ihm als bayerischem Studienreferendar sogar zwei freie Hochzeitstage zugestanden, die gibt’s mittlerweile nicht mehr).

Wenig später komplizierte sich die Sache ein wenig. Es stellte sich heraus, dass in dem Stammbuch meiner Familie, das im Rathaus meines oberbayerischen Geburtsorts lag, kein Familienname eingetragen war. Ich sollte deshalb meine Geburtsurkunde vorlegen; die aber befand sich in der Schrankwand des elterlichen Wohnzimmers (rechts unten, mittlere Schublade) . Da die Zeit bereits knapp wurde, benötigte ich die Hilfe meines kleinen Bruders: Ich bat ihn telefonisch, im Haus meiner Eltern heimlich diese Urkunde zu beschaffen, mir zu schicken – und keine weiteren Fragen zu stellen. Brüderchen tat, wie ihm geheißen, legte allerdings einen Zettel bei, auf dem er mich unter Drohungen davor warnte, eine Party ohne ihn zu veranstalten.

Auf dem letzten vorbereitenden Gang zum Standesamt blieben wir kurz auf einem belebten Gehweg stehen, um einander sicherheitshalber nochmal explizit und ernsthaft zu fragen, ob der/die andere ganz echt ehrlich wirklich am End nicht doch eine Hochzeit oder sowas haben wollte. Nicht dass es später Tränen gebe. Nein, wir wollten das wirklich so und nicht anders haben.

Nun mussten wir die Trauzeugen beschaffen, die vor acht Jahren noch Pflicht waren. Wir entschieden uns gegen zufällige Passanten: Es war uns zu unsicher, denn die hätten nicht nur ihren Personalausweis dabei, sondern auch Zeit haben müssen. Die Vorstellung, zunehmend hektisch irgendwelche Menschen in einer schwäbischen Innenstadt anzufallen und sie um Trauzeugenschaft anzubetteln, missfiel uns. Also jemand aus unserem Umkreis: Unsere Wahl fiel auf unsere Freundin Petra und unseren Freund Roland, weil beide diskret waren und als Studenten am wahrscheinlichsten Zeit haben würden.

Um die Heimlichkeit der Heirat zu wahren, mussten wir die beiden möglichst ahnungslos zum Standesamt lotsen. Bei einem gemeinsamen Kneipenabend zu viert überprüfte ich schon mal, ob sie ihren Personalausweis immer im Geldbeutel hatten – ich initiierte einfach das unsterbliche Spiel „Wer hat das peinlichere Passfoto“. In der Woche vor dem Termin auf dem Standesamt fragte ich beide unabhängig voneinander, ob sie am nächsten Montagvormittag Zeit hätten. Als Roland nicht so recht zog, weil er in seinem Studentenjob eigentlich ein paar Stunden nacharbeiten wollte, formulierte ich die Frage neu: „Kannst du dir den Montagvormittag frei machen?“ Beiden schärfte ich ein, mit niemandem darüber zu sprechen und erst mal keine Fragen zu stellen. Sonntagabend würde ich sie anrufen und Details durchgeben. Petra und Roland reagierten lediglich leicht verwundert, aber gelassen.

In dem angekündigten sonntäglichenTelefonat bat ich die zwei, sich am nächsten Tag um Viertel nach neun Uhr in einem Studentencafé in der Innenstadt zum Frühstück einzutreffen. Mein Hintergedanke war, dass sie bei dieser Gelegenheit ihren Geldbeutel samt Personalausweis bei sich haben würden. Dadurch, dass sie alle Informationen und Anweisungen nur von mir bekommen hatten, würden sie keinen Zusammenhang mit meinem Liebsten herstellen. Und vom Frühstückslokal aus ließ sich das Standesamt in zehn Minuten zu Fuß erreichen.

Der Morgen meiner Heirat war ein strahlender. Zum Wetter passend kleidete ich mich in weiße Jeans und weißes Baumwollhemd, dazu schwarzer Gürtel, schwarze Lederjacke, schwarze Schuhe. Mit dem Rad fuhr ich zu einer nahe gelegenen Fabrik, wo ich in einem Besprechungszimmer im Design der 70-er 30-er wie an jedem Montagmorgen eine Gruppe Ingenieure unterrichtete, Geschäftsenglisch. Am Ende der Doppelstunde entschuldigte ich mich, weil ich ungewohnt pünktlich Schluss machte: Ich müsse auf’s Standesamt um zu heiraten.

Erst mal radelte ich allerdings über das Kopfsteinpflaster der Altstadtgassen zum Frühstückslokal. Dort warteten bereits die beiden ahnungslosen Trauzeugen samt meinem Liebsten. Der heimliche Bräutigam hatte so getan, als wisse er von nichts; die Trauzeugen sahen ihn also als ein weiteres Opfer meiner Geheimniskrämerei. Ab dem Moment, in dem ich die drei in der sonnendurchfluteten Studentenkneipe sah, wie sie im Halbkreis um einen der runden Tische saßen und mich mit großen Augen ansahen – ich fürchte, ab diesem Moment war ich nur noch am Feixen.

Wir bestellten, wir frühstückten, plauderten dabei über dies und das. Als ich mit Blick auf die Uhr die Bedienung zum Zahlen herbei bat, ließ ich sie gleich noch mit einer mitgebrachten Kamera ein Foto von uns Vieren aufnehmen. Dann bat ich die kleine Gesellschaft hinaus: Wir müssten jetzt zu Roland nach Hause gehen, behauptete ich. Seinen Einwand, bei ihm sei doch aber nicht aufgeräumt, ließ ich einfach nicht gelten. In Wirklichkeit wollte ich ja gar nicht zu ihm: Das Standesamt lag nur zweihundert Meter hinter Rolands Wohnung, und ich wollte die beiden Trauzeugen auf dem Weg dorthin so lange wie möglich im Unklaren über unser Ziel lassen.

Wir spazierten durch die milde Luft und das Vogelzwitscher eines herrlichen Maitages: Ich fahrradschiebend vorne weg, die anderen drei ratlos plaudernd hinterdrein. Als wir uns Rolands Wohnung näherten und er bereits nach dem Schlüssel kramte, sagte ich: „War gelogen. Wir müssen noch ein Stück weiter.“ Wir bogen um die nächste Straßenecke und steuerten auf’s Standesamt zu, da hörte ich Petra bereits zögernd „Nein…“ murmeln. Ich sperrte mein Fahrrad ab und übergab mit der Geste eines Zirkusdirektors dem Bräutigam das Wort. Der nahm meine Hand und erklärte: „Wir gehen jetzt alle da rein. Und wenn wir in einer halben Stunde wieder raus kommen, vergesst ihr bitte alles, was ihr da drin gesehen und gehört habt.“

In der Inszenierung, die ich vor Augen gehabt hatte, wären Petra und Roland an diesem Punkt in schallendes Gelächter ausgebrochen. Doch dazu hätte ich sehr deutliche Regieanweisungen geben müssen: Die beiden waren starr vor Baffheit. Petra machte mit weit aufgerissenen Augen ein Geräusch, das fast ausschließlich aus einem dunklen „A“ bestand. Roland war katatonisch. Endlich fing Petra wenigstens an zu kichern. An Roland war die einzige sichtbare Veränderung, dass er den Kopf zwischen die Schultern nahm und sowas wie ein Lächeln versuchte. Aus dieser Körperhaltung sollte er die nächsten Tage nicht wieder heraus finden.

Im Standesamt erledigten wir noch die Formalität der Trauzeugen-Bestimmung, dann stiegen wir die Prachttreppe in den ersten Stock hoch und stellten uns an eine Wand des großen und bevölkerten Vorraums des Trauungszimmers. Hier tobte der Hochzeits-Wahnsinn: Eine wartende Hochzeitsgesellschaft mit Sahnebaiser-Braut (inklusive unruhigen Blumenkindern, aufgedonnerten Schwiegermamas und Fotograf), die Mühe hatte, der anderen Hochzeitsgesellschaft Platz zu machen, die kurz darauf mit Sahnebaiser-Braut, Blumen eher legenden als streuenden Blumenkindern, aufgedonnerten Schwiegermamas und Fotograf das Trauungszimmer verließ.

Wir waren bereits informiert worden, dass sich die Termine nach hinten verschoben hatten (der enge Bezug zum Ignorieren unseres Wunschen nach Weglassen der Ansprache würde sich bald erweisen), also schwelgte ich nur kurz im gegensätzlichen Anblick des Hochzeitsgeglitzers und unserer Alltagskleidung, bevor ich vorschlug: „Gehen wir noch eine rauchen?“ Das machten wir dann auch. Petra kicherte immer noch, unsere Stimmung war sehr heiter – auch wenn Roland weiterhin lediglich ein verkniffenes Lächeln beisteuerte.

Das Trauungszimmer war beeindruckend groß, machte mords was her und bot sicher 50 Personen Platz. Das erklärt vielleicht, warum der unauffällige Standesbeamte zunächst weniger uns vier anschaute, die wir direkt vor seinem Schreibtisch saßen, sondern suchend hinter uns blickte: „Es darf gerne fotografiert werden.“ Unsere Heiterkeit stieg, als ich ihm erklärte, dass es keinen Fotografen geben würde. Und so begann der Standesbeamte seinen Monolog, indem er erklärte, wie schön es sei, dass wir ganz offensichtlich gerne und mit Freude hierher gekommen seien. Das sei ja nicht immer so, manchmal habe er da einen ganz anderen Eindruck. (Vor meinem inneren Auge sah ich eine kleine verängstigte Braut, die immer wieder hinter sich auf die finsteren Typen schaut, die links und rechts neben den beiden Flügeln der Saaltür stehen und nur mit Mühe die mitgebrachten Pistolen verbergen.) Ich spürte, wie Petra rechts neben mir ein Prusten unterdrückte und ihren Blick weg vom Standesbeamten hin zum Fenster hinter ihm wendete. Die nächsten 20 Minuten sah sie sicherheitshalber nirgendwo anders mehr hin.

Die Rede des Standesbeamten schweifte in immer größeren Wahnwitz. Wie kam er bloß nochmal auf das Thema Gentechnik? Ach ja: Es ging darum, dass Menschen verschieden seien und das sei ja auch gut so, denn wenn man sich vorstelle, dass durch das Klonen alle Menschen gleich würden, das sei ja schrecklich etc. etc. Der Mann salbaderte ohne Richtung. Auch Roland hatte es längst vorgezogen, am Standesbeamten vorbei durch’s Fenster zu schauen. Wir als Brautpaar konnten den immer abstruseren Ausführungen nur unsere Selbstbeherrschung entgegen setzen. Kein Wunder, dass sich die Heiratstermine dieses Vormittags verschoben.

Endlich ging es ans „Ja“-Sagen (übrigens keineswegs für alle Zeit und das ganze Leben, sowas verlangen nur Religionen) und Unterschreiben. Dann kam Herr Standesbeamter ein wenig ins Rudern, weil er nichts zur Namensänderung erklären musste und nur murmeln konnte: „Hmja, die Namen behalten sie also,“ und weil es keine Ringe zu tauschen gab. Fertig? Fertig. Draußen hatten wir endlich die Gelegenheit, ordentlich abzulachen.
In einem dunken Büro im Erdgeschoß vermiesten wir dem Standesamt noch das übliche Hochzeitsgeschäft, weil wir ihm keines der aufwändigen Familienbücher abkauften. Wir wollten durch die Heirat Geld machen, nicht ausgeben. Die Heiratsurkunde kam also in einen taubenblauen Pappdeckel.

In der weiterhin strahlenden Sonne machten Petra und Roland von uns noch Hochzeitsfotos, dann musste Petra an die Uni, um ihren Hiwi-Dienst anzutreten und Roland in das Büro seines Studentenjobs. Der Bräutigam hatte am Vortag das Grimmsche Wörterbuch im Sonderangebot gesehen und wollte es kaufen. Ich kam mit, um ihm beim Tragen zu helfen. Danach setzte er sich in den Zug, ich ging heim, um die nächste Englisch-Schülerin zu unterrichten.

Die nächste Runde Spaß hatten wir, als wir Monate später mit der Information über unsere Eheschließung rausrückten, immer abwechselnd mal er mal ich. Endlich konnte ich meine Berufung als Dialog-Autorin drittklassiger Sitcoms ausleben.

Zu meinen Eltern brachten wir eine Flasche spanischen Cava der Marke „Segura Viuda“ mit (übersetzt „sichere Witwe“). Mit gefüllten Gläsern standen wir vier um den Esstisch, meine Mutter mit ahnungsvollem Leuchten im Gesicht. Also hub ich an:
„Wir haben euch etwas mitzuteilen.“
Das Leuchten im Gesicht meiner Mutter wurde stärker.
„Wir wollen heiraten.“
Mutter quietschte, hob bereits die Arme für eine Umarmung.
„Na ja, das war gelogen.“
Ansätze von Misstrauen in den mütterlichen Zügen.
„Wir haben nämlich schon geheiratet.“

Mit seinen Eltern versuchten wir wochenlang einen gemeinsamen Termin zu finden. Als das einfach nicht klappte, bekam seine Mutter die Information eben einzeln. Ihre Reaktion: „Ach schade, und dabei wartet die Familie doch schon so lange auf einen Anlass für ein Treffen.“ (Damit war der Rest der Möglichkeit, irgendeine Art von Feier anzuhängen, verloschen.)

Ich übernahm – mittlerweile war es September – einen gemeinsamen Freund:
„Holger, findest du, dass sich zwischen meinem Freund und mir in den vergangenen Monaten irgendwas verändert hat?“

Der Mann war etwas später bei einer Freundin dran, mit der er gerade an einem Tanzkurs teilnahm:
„Angelika, wann hast du zuletzt mit einem verheirateten Mann getanzt?“

Ein knappes Jahr nach dem Gang zum Standesamt bezogen wir eine gemeinsame Wohnung. Und im Lauf der Jahre wurde tatsächlich eine Lebenspartnerschaft aus dieser Beziehung, eine Ehe. Aber die Unterschrift auf einem Stück Papier hatte daran sicher den geringsten Anteil.

Nachtrag:
Interessanterweise behauptet der Mitbewohner jetzt, die Idee mit dem Heiraten sei auf seinem Mist gewachsen. Bitteschön, in den Kommentaren ist Platz für alternative Versionen.

die Kaltmamsell

27 mal Beifall zu “90. Gotten married”

  1. cT meint:

    Sehr schön!

  2. blue sky meint:

    Wie kann eine Geschichte nur so unromantisch und zur gleichen Zeit herzergreifend sein? Wunderbar, Frau Kaltmamsell.

  3. albertsen meint:

    Danke. Das hat meinen schlechten Tagesstart versüßt.

  4. der Haltungsturner meint:

    Das ist es doch, was ich als wahre Liebe bezeichne.

  5. Lady Atlantis meint:

    Ich glaube, das war die schönste Geschichte von einer Hochzeit, die ich je gelesen habe. *smile*

  6. Müller meint:

    Großartig.

  7. Jörg meint:

    Schöne Geschichte. Erinnert mich sehr an meine Hochzeit im selben Jahr. Auch so profan, nicht ganz so verschwiegen und mit den Trauzeugen haben wir hinterher gefrühstückt.

  8. Jörg meint:

    Ach ja: An der Promotion sass ich zu dieser Zeit auch.

  9. Mykoplasma meint:

    Oh großartig! Fast besser als ein Ibook :-)

  10. Christian meint:

    wwwwooooww, was fuer eine schoene Erzaehlung. Echt nett geschrieben.

    Darf man Fragen, wie der derzeitige Status dieser Ehe ist? .. so rein fuer die Statistik versteht sich ;)

    Gruesse, Christian

  11. Der Gatte meint:

    Und ich würd’s wieder tun. Vielleicht nicht ganz so heimlich, weil ich ein so netter Mensch bin – aber man schenkt sich tatsächlich ein für manche Leute doch eher lästiges Großfest.
    Und das alles war tatsächlich meine Idee, ich schick nur immer geschickt die anderen vor. Diesmal war ich wohl zu geschickt. Frau Kaltmamsell lobte früher gerne meine Fähigkeit, mit dem Hintergrund zu verschmelzen und die Farbe der Tapete anzunehmen.

  12. die Kaltmamsell meint:

    Christian, der Geehelichte hat sich ja bereits gemeldet, und ich versichere, dass diese Beziehung weiterhin eine deutliche Bereicherung meines Lebens ist.
    Sie werden bemerken, dass ich den Ausdruck „glücklich verheiratet“ meide. Davon bekomme ich nässenden Ausschlag.

  13. kid37 meint:

    Ihnen fehlt der nötige Ernst, deucht mir. „Danach setzte er sich in den Zug“… Vollzogen wurde die Ehe an diesem Tag so aber nicht. Was sind das für Sitten, Herr und Frau Kaltmamsell?

    Aber schön, daß Sie eine Lanze für Vernunftehen gebrochen haben. Darüber wird sich ja vielfach zu unrecht mokiert.

  14. Lyssa meint:

    Ha! Sie sind heimlich verheiratet! HA!
    Großartige Geschichte. Danke.

    (Und wenn künftig jemand behauptet, ich sei sonderbar, werde ich nur dezent mit dem Kopf schütteln und auf Sie verweisen.)

  15. elle meint:

    Um mich herum wird gerade viel geheiratet. Man schaut sich die Feste an und bekommt wenig Lust darauf es ihnen irgendwann einmal nachzutun (bei der letzten Hochzeit hat der Standesbeamte doch gar den Spruch gewagt: „Wir sind hier zwar nicht in der Kirche aber dieser Satz aus der Bibel ist mir sehr wichtig: Die Frau soll dem Mann folgen und der Mann soll der Frau dienen.) aber diese Geschichte lässt mich hoffen.

  16. die Kaltmamsell meint:

    kid, Ehe vollziehen? Sie meinen, dass ich den Herrn erstmals um Erlaubnis frage, wenn ich mit einem anderen Mann ausgehen will?
    Vernunftehe klingt gut. Ich finde es eigenartig, dass sich so viele Leute ausgerechnet bei ihrer Lebenspartnerschaft ausschließlich auf wacklige, unberechenbare Gefühle verlassen.

    Lyssa, sonderbarer als Du? Das ist ein riesig großes Kompliment, danke. (Ich hingegen lese mich gerade bei dem von Dir betrauzeugten Maximilian fest. Langsam glaube ich Dir, das bei diesen beiden die Hochzeit in Ordnung ging.)

    elle, nie vergessen: Niemand muss. Niemand.

  17. Maximilian meint:

    Sehr entgegenkommend, vielen Dank.

  18. brigitte meint:

    Aber die Unterschrift auf einem Stück Papier hatte daran sicher den geringsten Anteil.

    wie wahr. eine sehr schöne geschichte, vielen dank.

  19. Stefan meint:

    „Lass uns das machen“ ist einer der schönsten Heiratsanträge, von dem ich je gehört habe :-) Schön, dass es immer noch hält. Es macht wirklich Spaß, hier ab und an etwas darüber zu lesen!

  20. Lisa Neun meint:

    „Sie sind vor mich getreten, um ihr Verhältnis legalisieren zu lassen“ – das sagte unser Standesbeamter damals vor nunmehr fast 17 Jahren.
    Ansonsten: Herrliche Geschichte!

  21. Stefan meint:

    Wurde das so betont wie „Sie sind vor MICH getreten“?

  22. Lisa Neun meint:

    Ääh – wie? Sagen wir mal so, an die erste Hälfte des Satzes kann ich mich nicht mehr richtig erinnern, unser Verhältnis haben wir allerdings legalisiert, nachdem wir da angetreten sind, im Standesamt.

  23. kid37 meint:

    Auf legale Verhältnisse muß man immer achten.

  24. sabi meint:

    herrlich ist es hier bei dir.

  25. S.V. meint:

    Um ganz ehrlich zu sein- schöne Anekdote, aber als Hohnlied auf die Institution „Ehe“taugt das nun wirklich nicht. So abgeklärt ihre Urteile über „Brauthormone“ und den unfreiwillig komödiantischen Touch von (insbesondere kirchlichen) Hochzeiten auch klingen mögen – die Geheimniskrämerei, der Sekt, die Erinnerung an die Schuhe die sie getragen haben … das hört sich nicht an als wäre es für sie ein Tag wie jeder Andere auch gewesen.

  26. Nicky meint:

    Liebe Kaltmamsell,
    zauberhafte Geschichte für eine andere Ehe-Unüberzeugte. Und zwar eine, die ganz schön baff ist, dass sie dieses winzigkleine – natürlich völlig unwichtige – Detail bisher nicht gewusst hat. Müssen mal wieder in die Aromabar ;) Und nachträglich Happy Birthday!!!

  27. Pixel Peeper meint:

    Ha – die Geschichte gefällt mir, vor allem weil sie mich ein bisschen an meine erinnert. Mein Mann und ich waren Arbeitskollegen und sind über ein langes Wochenende (Thanksgiving) nach Las Vegas geflogen. Niemand wusste davon, ausser seinen Eltern und meiner Freundin, die meine zwei Kinder für eine Nacht zum Babysitten hatte. Ein paar Wochen vorher was ich in einem Geschäft, etwas zum Anziehen aussuchen. „Kann ich Ihnen helfen?“ fragte der Verkäufer. „Nein, danke, ich suche nur nach einem Kleid. Ich gehe zu einer Hochzeit.“

    Wir waren in einem Hotel am Strip in Las Vegas und suchten in den „Yellow Pages“ (weiss nicht wie das auf Deutsch heisst) nach einer kleinen Kirche zum heiraten.

    Im November werden es 26 Jahre seit wir das gemacht haben… :-)

    Ich habe dein (deinen?) Blog vor ein paar Monaten gefunden und von Anfang zu lesen angefangen. Sehr unterhaltsam zu lesen!

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