Östrogen – Testosteron

Samstag, 12. Mai 2007 um 8:23

(Kursiert gerade als Untersuchung der eigenen X- und Y-Chromosome durch die Blogs. Ich weiß doch aber sehr sicher, dass ich als Weibchen zwei X-Chromosome habe. Ich weiche also auf Hormone aus, die vorwiegend bei Frauen oder Männern vorkommen. Ob diese pingelige Humorlosigkeit eher auf das eine oder das andere Geschlechtshormon zurückzuführen ist, weiß ich nicht.)

Östrogen
– Ich interessiere mich sehr für Kleidung.
– Der Anblick junger Hunde bringt mich zum begeisterten Quietschen.
– Ich menstruiere.
– Bei Autos achte ich als Erstes aufs Äußere.
– Ich kann den Kalorien- und Nährstoffgehalt praktisch jedes Nahrungsmittels benennen.
– Wenn ich in meiner Unterwäsche einen Riss oder ein Loch entdecke, trage ich das Kleidungsstück nicht nochmal, sondern werfe es weg.
– Ich trage regelmäßig Ohrschmuck.
– Ich trage immer wieder Röcke.
– Und Feinstrumpfhosen und Damenschuhe.
– Die angemessene Haltung bei sportlicher Anstrengung ist für mich die eines griechischen Kouros: ruhig und mit einem gelassenen Lächeln.
– Ich rasiere meine Beine.
– Ich lasse mir gerne in den Mantel helfen.
– Ich schminke mich fast jeden Tag.
– Ich finde es in Ordnung, 45 Euro für einen guten Haarschnitt zu bezahlen.
– Mein Bindegewebe hat wabenförmige Struktur.
– Ich habe keinen Bock, beruflich um die Weltherrschaft zu kämpfen.
– Ich esse sehr gerne Obst.
– Ich kann mit Science Fiction nichts anfangen.
– Ich lasse mich beim Paartanz führen.
– Ich pinkle grundsätzlich im Sitzen.

Testosteron:
– Ich verstehe Frauen nicht.
– Ich benutze für Haar- und für Körperwäsche dasselbe Produkt.
– Romantik ist für mich eine Epoche der europäischen Geistesgeschichte. Und zwar eine vergangene Epoche.
– Ich registriere meine emotionalen Reaktionen meistens erst, wenn es zu spät ist.
– Mein Orientierungsvermögen ist weit überdurchschnittlich.
– Ich sehe immer besser aus, je älter ich werde.
– Ich fühle mich mit ganz kurzen Fingernägeln am wohlsten.
– Ich sehe im Blaumann sexy aus.
– Wenn mir die Weltherrschaft angetragen würde, zöge ich eine Annahme in Erwägung.
– Ich liebe Hemingway.
– Ich finde „Shopping“ extrem unattraktiv.
– Ich liebe Grillfleisch, und zwar unbedingt über Holzkohle zubereitet.
– Ich stemme in der Beinpresse zweimal 330 Pfund.
– Ich bin überzeugt, dass technischer Fortschritt die Welt verbessert.
– Privat telefoniere ich äußerst ungern („ich wollte nur mal fragen, wie’s so geht“ ist für mich definitiv kein Anlass), beruflich nur gern, wenn es wirklich etwas bringt und nicht eine E-Mail effizienter wäre.
– Ich verabscheue Beziehungsspielchen („Was hast du denn?“ „Ach nichts.“ „Ich merke doch, dass du was hast.“ „Nein, nein, geht schon.“ „Was geht schon?“ „Ach nichts.“ „Jetzt sag schon.“ „Nicht so wichtig.“ „Also doch.“ „Ich hab doch gesagt, dass nichts ist.“ „Na gut.“ „Du merkst aber auch gar nichts.“ „Dann erklärs mir doch bitte.“ „Ach nichts.“ etc. pp. ad inf.).

die Kaltmamsell

9 mal Beifall zu “Östrogen – Testosteron”

  1. hufi meint:

    Das muss ich nicht östrogen, oder?

  2. croco meint:

    Jetzt bin ich mir sicher, dass ich ein Zwitter sein muss. Ich finde mich hübscher als früher, liebe Overalls, mag Science fiction und hasse Beziehungsspielchen. Trage aber auch Ohrringe, Röcke und hohe Schuhe. Ich stehe wohl am Beginn einer ausführlichen Identitätskrise :-)

  3. hufi meint:

    Ich bitte, meinen ungebührlichen Eintrag zu entfernen, ich habe mir jetzt erklären lassen, was ich nicht zu verstehen verstand.

    Das mit der Beinpresse bereitet mir aber noch Kopfzerbrechen. 330 Pfund von was? Blumen, Schnürsenkel, Taschentücher, Uran? Auf mich wirkt das jedenfalls völlig ungesund.

  4. stefan meint:

    @hufi: In der Beinpresse werden die stählernen Gewichte über eine Mechanik bewegt. Man stemmt das Gewicht also nicht direkt von sich weg. Ich sage jetzt nicht, wie weit ich bin, aber im Sommer wollte ich das Gerät eigentlich zu Ende gespielt haben ;-)

  5. stefan meint:

    Hier ist noch der richtige Link zur Beinpresse. Das Editieren der Kommentare scheint nicht immer zu klappen, ich bekam da gerade einen WordPress-Datenbankfehler angezeigt.

  6. Maik meint:

    Wenn das mit dem „Immer-besser-aussehen“ ein linearer Prozeß ist und ich von Familienalbum 23 (Frühling im Gerolfinger Eichenwald) extrapoliere, haben Sie die nächste Miss Universum Wahl so gut wie in der Tasche.

  7. hufi meint:

    Stefan: ein Gerät zu Ende spielen, das klingt nach einem Computerspiel. Was soll ich denn da sagen in meinem vierten Stock ohne Fahrstuhl. Im Sommer will ich auch die Treppen zu Ende gespielt haben. Dann: Happy Krampfader.

  8. stefan meint:

    Das sollte auch so klingen: als ich mich mit 40 von den Computerspielen endgültig verabschiedet habe, musste ich mir ja neue Aufgaben suchen.

    Vierter Stock: bezieht sich das auf Deine Heimatstadt? Ich finde es immer schade, wenn alte Häuser unsensibel mit Fahrstühlen ausgerüstet werden. Man sieht dann manchmal irgendwelche Stahl-Glas-Kontruktionen an der Rückseite eines schönen Jugendstilhauses. Aber mir ist schon klar, dass irgendwann auch vierstöckige Häuser einen Fahrstuhl haben müssen.

    Was die Treppen betrifft: Der Anbieter, bei dem man an solchen Geräten trainieren kann, beginnt mit »K« ;-) — Nach einem halben Jahr wirst Du Treppen aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen …

  9. hufi meint:

    Keine Angst, da droht in Regensburg kein Fahrstuhl. Aber dennoch werde ich den Teufel tun und ein K-Muckibude beehren. Noch bin ich auf Schusters Rappen ganz gut unterwegs. Ein Rucksack tut sein Nötiges.

    Und ab und zu renne ich mal um die Wette. Mein normaler Ruhepuls liegt zwischen 48 und 60. Nur zu sehr aufregen soll ich mich nicht, sagt mein Hausarzt, ich sei ein vegetativer Typ. Dafür aber einfach mal, wenn es sich anbietet, verausgaben.

    Bislang geht das ganz gut so. (Ich finde übrigens Treppenabsteigen viel nerviger als Treppen hoch. (Zuendegeplaudert.)

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