Torrijas
(spanische Arme Ritter)

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Die Mengen sind hier sehr ungefähr, denn in meinem Elternhaus war Torrijas-Backen eine mehrstündige Schlacht, in der unter anderem 4 bis 6 Stangen Weißbrot, mehrere Liter Milch, fast ein Kilo Zucker, Dutzende von Eiern und ein Kistchen Weißwein verbraucht wurden.

0,8 Liter Milch mit
Schale einer Zitrone (wie von einem Apfel abgeschält) und
Schale einer Orange (wie von einem Apfel abgeschält) aromatisieren. Die Schale wird zu keinem Zeitpunkt aus der Milch genommen. Mit
3 gehäufte Essl. Vanillinzucker und
250 gr Zucker süßen, notfalls zum Auflösen des Zuckers die Milch erwärmen. Sie muss knallsüß sein, fast schon durchsichtig vor lauter Zucker.

1 Stange Weißbrot vom Vortag (Baguettes sind eigentlich zu dünn, lieber eine dickere Sorte) in fingerdicke Scheiben schneiden.

6 Eier trennen. Eiweiß steif schlagen, Eigelb unterheben.

In einer weiten Pfanne reichlich Pflanzenöl erhitzen (nicht sparen, Kinder, Diät ist morgen).

Vier Brotscheiben in Milch tränken – gerade so lange, dass sie noch stabil sind. Im Ei wenden und in der Pfanne rausbacken. (Achtung, das spritzt. Und selbst mit Dunstabzugshaube riecht die Wohnung noch tagelang nach Frittiertem.) In eine Bratreine legen. Mit
Zucker und
Zimt bestreuen, mit
Trockenem Weißwein (z.B. Orvieto) übergießen (insgesamt braucht man etwa zwei Flaschen).
Auf diese Weise alles Brot aufbrauchen. So viel Weißwein angießen, dass die Torrijas fast bedeckt sind.

Können sofort serviert werden, am besten in Dessert-Schälchen, weil darin auch ein wenig Wein Platz hat.
Für Kinder wird statt Wein ein wenig flüssiger Honig verwendet.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu “Torrijas
(spanische Arme Ritter)”

  1. Lila meint:

    Hier in Israel wird Armer Ritter salzig gegessen. Schmeckt prima zu Gattensalat, Huettenkaese und Thunfisch mit Zwiebel&Petersilie. Einfaches Kibbuznikessen, aber immer ein Erfolg.

  2. Mario meint:

    Hallo,

    ich mache die Tarrijas einwenig anders. Ich nehme Tostbrot und wende sie in Milch dann in Honig und dann in Ei. Dann backe ich sie in der Pfanne aus. Dieses Rezept ist von meiner Tante aus Spanien (Sevilla).Schmeckt den Kleinen und den Großen auch ohne Wein. Den Wein trinke ich lieber aus dem Glas und treume von Spanien.

    Gruß
    Mario

  3. Frau M. meint:

    Hi, ich hab’s nachgekocht – mit Toastbrot – und es schmeckt fantastisch… Mit dem Gestank hielt es sich auch in Grenzen… :-) Vielleicht lag es an unserer guten Abzugshaube :-)
    Gruß
    Marion

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