Journal Montag, 9. Februar 2026 – Dunkelgrau und klamm
Dienstag, 10. Februar 2026 um 6:19Eine gute Nacht, aber zu früh aufgewacht.
Arbeitsweg unter bleigrauem Regenhimmel, zumindest blieb ich trocken.
Mittagscappuccino bei den Coffee Bro’s im Westend, die Luft unangenehm kaltklamm. Mittagessen Äpfel und selbstgebackenes Brot.
Die berufliche Leistung des Tages: Kolbenfüller mit schwarzer Tinte nachgefüllt – Hände danach komplett fleckenfrei!
Schmerzen aktuell (das Praktische am Altwerden ist ja, dass das Thema Gesundheit immer was hergibt): Rechter Vorderfuß brennt um den Mittelzeh beim Gehen, der Hüftgürtel jammert beim Aufstehen vom Sitzen und den ersten Meter Gehen, das dunkelrote Auge kommt zwei Tage nach Verrötung ebenfalls auf die Idee zu schmerzen.
Schöne Entdeckung des Tages: Mit dem Faschingsurlaub in Wien kommen wir dieses Jahr auch um die Innenstadt-Unbillen der Sicherheitskonferenz herum, die sich nicht zum ersten Mal mit der praktisch einzigen Zeit des Faschings deckt, in der man ihn auf Münchner Straßen sieht. Wir verpassen also das Nachdenken bei Ansammlungen bemalter Menschen: Demo oder karnevaleske Gaudi?
Auf dem Heimweg nach Feierabend Lebensmitteleinkäufe im Vollcorner, nach der leeren Regalstelle in der Vorwoche gab es wieder Lindenblütentee. Gezielter Abstecher zu dem einen Vorgarten am Bavariaring, in dem es IMMER Schneeglöckchen gibt – wenn sie überhaupt blühen. Bingo, hiermit Schneeglöckchen in München gesichtet.
Zu Hause sportliches Yoga; beim 30-Tage-Programm “True” von Adriene 2018 ist immer wieder ein Blick zum Bildschirm nötig, weil ihre Cues nicht eindeutig sind. Cues sind ja auch eine hohe Kunst, Adriene wurde über die Jahre immer besser darin.
Nachtmahl größtenteils aus Ernteanteil:
Sellerieschnitzel, und da ich große Lust auf Salat hatte, machte ich zugekauften Chiccoree mit Kresse-Joghurt an. (Und ich genieße es immer noch, Sie mit Glasteller-Foodfotos zu nerven, so klein bin ich.)
Nachtisch Schokolade.
Nicht ganz so früh ins Bett zum Lesen wie ersehnt, weil ich das Durchlaufen der Waschmaschine abwartete und Wäsche aufhängte ( oder wie man im Nordosten der Republik sagt: “aufhing”). Diesmal brauchte der Durchgang statt der angekündigten 2:11 Stunden deutlich über drei, ich saß lesend daneben.
§
Die aktuelle Bosetti Late Night enthielt eine sehr bereichernde Unterhaltung über den neuen Faschismus vor allem in den USA mit Hedwig Richter (Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität der Bundeswehr München – der ich immer gern zuhöre) und Klaus Brinkbäumer (ehemaliger Chefredakteur des Spiegel).
https://youtu.be/xAm97HT7Ctc?si=YINuagMLR6BasYZa&t=1053
4 Kommentare zu „Journal Montag, 9. Februar 2026 – Dunkelgrau und klamm“
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10. Februar 2026 um 12:02
Die Glasteller sind für mich totally Mme Kaltmamsell :)
10. Februar 2026 um 12:55
Meine Kinder und ihre Peers hier in Dortmund sagen ‚hang‘
10. Februar 2026 um 13:18
Übrigens, Schneeglöckchen und Ansatz von Kroketten, Krokanten, Krokusse oder wie auch immer der Plural ist, gerade beim Gassi gehen direkt vor deiner Haustür im Park entdeckt. Es geht voran!!
10. Februar 2026 um 14:57
Ja, furchtbar, oder? Als gebürtige Norddeutsche (dort sagt man “hängte”), die es nach Dortmund verschlagen hat, krieg ich dabei immer grüne Pickel.