Journal Montag (Rosenmontag), 16. Februar 2026 – Wien mit Tierpark Schönbrunn im Schnee und meinem ersten Panda
Dienstag, 17. Februar 2026 um 8:27Bevor wir diesen Wien-Urlaub buchten, hatten wir uns bei Einheimischen erkundigt, wie Wien es mit dem Fasching hält: Gibt es nicht, wird nicht gefeiert, keine Beeinträchtigungen zu befürchten, hieß es. Also kamen wir her. Beeinträchtigt werden wir zwar tatsächlich nicht (keine Sperrungen und Schließungen), aber so ganz abwesend ist er nicht hier, der Fasching. Angefangen mit dem deutlichen Angebot von Faschingskrapfen in Bäckereien sehen wir ihn in vereinzelter Faschings-Deko in Form von Luftschlamgen und Lampions in den Schaufenstern Inhaber-geführter Geschäfte (von denen es in Wien ja erfreulich reichlich gibt), in Form eines riesigen Ladens für Faschingskostüme und
-Ausstattung in der Leopoldstadt bis hin zu echten Maschkerern am Sonntag auf der Straße.
Nach Ausschlafen und sehr gemütlichem Bloggen waren die gestrigen Tagespläne:
– Besichtigung exotischer Supermarkt
– Cappuccino in Café
– Tierpark Schönbrunn
– Abholung altmodischer Raglan-Regenmantel
– Israelisches Abendessen
Der Supermarkt Bedronka gegenüber vom Hotel präsentierte eine sensationeller Auswahl osteuropäischer Lebensmittel, viele aus Polen, unter anderem einen ganzen Kühlschrank voll Pierogi, aber auch Kopytka und Kluski. Die Kassendame grüßte auch mit “dzień dobry”, was mir von meiner polnischen Oma (deren Todestag sich im Januar zum 20. Mal jährte) so vertraut ist, dass ich ohne zu zögern mit “dzień dobry” antwortete. Wir kauften lediglich superdicke getrocknete Bohnen, gewürztes Apfelkompott und Schokolade, die von Wawel hatte ich in sehr guter Erinnerung.
In dichtem, nassen Schneefall spazierten wir zu sehr spätem Frühstückscappuccino ins Café Kriemhild, gestern bekamen wir problemlos Platz.
Herr Kaltmamsell frühstückte gleich richtig.
Und blickt auf dem Foto in diese Aussicht.
Den Besuch des Tierparks hatte ich mir sehr gewünscht, unter anderem weil ich von einigen frischen Jungtieren gelesen hatte. Als für den dafür geplanten Wien-Tag Schnee und Kälte angekündigt wurden, bremste das diesen Wunsch keineswegs. Bittere Kälte blieb uns auch erspart, es hatte lediglich Temperaturen um Null. Wir gingen zu Fuß die Dreiviertelstunde hinüber.
Palmenhaus des Schlossparks Schönbrunn, merkten wir uns für den nächsten Wien-Urlaub. Beim Eintrittskartenkauf hörte der Schneefall auf.
Der Tierpark erwies sich als wunderschön. Großzügig angelegt mit viel Platz in den Gehegen, viele Bauwerke im Stil des Schlosses Schönbrunn. Und wir bekamen mehr Tiere zu sehen, als ich erwartet hatte. (Und wenige Menschen, es war an diesem Montag im Winter herrlich leer.)
Den Flamingos sah ich eine Zeit lang hingerissen und ganz nah zu (und hörte ihnen zu, sie ware LAUT).
Das Elefantenkalb ist erst im August 2025 zur Welt gekommen.
Wir folgten dem offiziellen Rundweg durch den Tierpark und stiegen hoch zum Tirolerhof mit vielen Haustierrassen. Jetzt kurz nach zwei beschloss ich, dass ich doch mal etwas essen musste. In diesem Tirolerhof wurden neben sehr einladendem heimischen Gerichen (z.B. Erdäpfelgulasch) auch Snacks angeboten, im kleinen Laden kaufte ich Nuss-gefülltes Dinkelgebäck und plauderte mit der freundlichen Verkäuferin. Das Gebäck schmeckte ausgezeichnet.
Auch Stallhasen gehörten zu den Haustierrassen.
Leider war ein spannender Teil des Rundwegs wegen der Witterung gesperrt, der Baumwipfelweg. Es gab auch keine Alternative, wir mussten denselben Weg zurück gehen.
Am Boden des Wasserbeckens im Eisbär-Gehege (kein Eisbär zu sehen) entdeckte ich diesen kleinen Fischschwarm beim Chillen.
Jetzt riss der Himmel auf, ein paar Sonnenstrahlen verschönten die Anlage zusätzlich.
Den Flusspferden sahen wir eine Weile zu – bis sie an ein Fenster schwammen und den Besucher*innen zusahen.
Erdmännchen immer eine Wonne.
Nach gut zwei Stunden waren meine Niedlichkeitsvorräte aufgefüllt, mit dem Vorsatz, im Nichtwinter wiederzukommen, gingen wir Richtung Ausgang – und hätten fast den Panda verpasst, hätte nicht eine kleine Gruppe aufgeregt vor dem Gehege gestanden.
Ich hatte noch nie einen Panda gesehen und freute mich sehr, dass dieser sich auch noch breit thronend beim Bambusfressen präsentierte.
Winterhimmel über Hietzing.
Erstmal genug gesehen, durch das regelmäßige Aufwärmen in beheizten Tierhäusern hatten wir auch nicht viel gefroren. Eine U-Bahn brachte uns zum Opernring und zum Herrenausstatter:
Der Raglanmantel für Herrn Kaltmamsell war fertig gekürzt, er probierte ihn nochmal an und sah wunderbar darin aus.
Spaziergang zum Hotel die Mariahilfer entlang, Abstecher durch die zauberhafte Raimundpassage. Im Hotel ruhten wir uns aus und lasen, bis wir zum Abendessen zu einem israelischen Lokal in der Nähe aufbrachen, von dem ich gelesen hatte: Makom. Dort bekamen wir auch ohne Reservierung einen Tisch und aßen erfreulich viel Gemüse zu einer Flasche Gemischtem Satz (ordentlich) von Pferschy-Seper (in 5. Frauengeneration geführt – die Weinkarte listete nur Winzerinnen auf).
Zur Vorspeise teilten wir uns israelischen Schnipselsalat und Labneh.
Meine Hauptspeise war gebratener Brokkoli scharf mit frischem Babyspinat, Granatapfel und Feta – sehr gut. Gegenüber aß Herr Kaltmamsell eine gebratene Aubergine mit Tomatensauce. (Ich merke mir: Wenn ich im Urlaub dringend Gemüse essen möchte
-> israelisches Restaurant.)
Nachtisch: Knafeh für Herrn Kaltmamsell (überbackene Fadennudel mit Käse, kannten wir süß als Kodafa mit Couscous), Brownie für mich. Gutes Abendessen.
6 Kommentare zu „Journal Montag (Rosenmontag), 16. Februar 2026 – Wien mit Tierpark Schönbrunn im Schnee und meinem ersten Panda“
Beifall spenden: (Unterlassen Sie bitte Gesundheitstipps. Ich werde sonst sehr böse.)
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17. Februar 2026 um 11:00
Ooh, dürfte man wohl um ein Foto des Herrn Kaltmamsell im neuen altmodischen Mantel bitten?
Wünsche noch eine gute Zeit in Wien!
17. Februar 2026 um 11:16
Kommt noch, Mareibianke, aber sorgfältig und nicht nebenher.
17. Februar 2026 um 11:27
Ich freue mich auch schon auf Herrn Kaltmamsell im Raglanmantel.
17. Februar 2026 um 12:26
Wir waren 2023 in Wien und ich freue mich jeden Tag hier einige unserer Ziele im Winterschnee wiederzusehen. Noch viel Freude!
17. Februar 2026 um 12:41
Ich bin auch nur wegen des Mantels hier :-)
17. Februar 2026 um 12:46
Mir bereitet es sehr viel Freude die Wienberichte zu lesen. Die Wien-Verliebung spürt man förmlich in jedem Satz. Danke dafür!