A kaltmamsell in the making

Dienstag, 7. Februar 2006 um 7:57

Diese beiden Faschingsfotos liebe ich in der Gegenüberstellung. Soweit ich mich erinnere, entstanden sie zufällig so parallel, in meinem Fotoalbum sind sie durch einige Seiten voneinander getrennt.

Auf dem linken Foto von 1981 bin ich 13 Jahre alt (brain the size of the universe, und trotzdem muss ich meine Finger zu Hilfe nehmen um rauszufinden, wie alt ich im Fasching 1981 war), auf dem rechten 15. Das Kleid soll mich für den Fasching als Dienstmädchen verkleiden, meine Mutter hat es selbst genäht. Ist es nicht rührend, wie sie mir 13-Jähriger den Ausschnitt mit einem zusätzlichen Stück Stoff verzüchtigt hat?

Ich bitte auch die grün lackierte Tür der Wohnblockwohnung zu beachten (hier ging’s ins Zimmer meines kleinen Bruders). Meine Hobbydesignermutter hatte alle Türen dunkelgrün gestrichen, was gut aussah, aber sehr schlagempfindlich war. Weil mein Penibelvater den Anblick eines Lackschadens nicht ertrug, war er praktisch täglich mit einem Gläschen Lack und einem kleinen Pinsel am Nachbessern. Wodurch wir anderen drei bei jedem Kontakt mit einer der Türen Gefahr liefen, grüne Lackflecken davonzutragen.

die Kaltmamsell

13 Kommentare zu „A kaltmamsell in the making“

  1. .meike meint:

    sehr keck, rechts! und sehr hübsch.

  2. Lila meint:

    Die Schuhe! die Schuhe! mit diesem geschwungenen, durchlaufenden Absatz. Ah. Hattest Du auch solche mit asymmetrischen Riemchen? War der grosse Hit im Rheinland. Und Hahnenbein-Hosen (Kniehosen, oben bauschig, unten nacktes Bein und dann ebendiese Schuhe). DAS habe ich nie mitgemacht! Aber Reiterhosen.

    Fantastische Bilder. Nimmst Du Dir bitte mal die nächsten drei Tage frei, um Dein gesamtes Album zu scannen? Der Mob schreit danach.

  3. Aufpasser meint:

    Hübsches Detail (bei flickr hätte ich es durch eine note hervorgehoben): der in der Tür eingeklemmte Rockzipfel im rechten Bild. Vor allem dort auch arg selbstbewusst für ein Dienstmädchen. Was ist das für eine Kette?

    PS: War die Tür unerträglich dienstbeflissen?

  4. Mareike meint:

    Es steht schon da, aber: die Schuhe! Die sind ja mega. Ich brüste mich gelegentlich damit, dass ich nicht den üblichen Frauen-Schuhtick habe (etwas schwierig bei meiner Schuhgröße), aber die Schuhe! Die sind ja mega.

  5. Isabo meint:

    Unglaublicher Selbstbewusstseinssprung in der Pose, sehr schön. (Und ich dachte, das sei eine Verkleidung als Spanierein, hihi.)

  6. kid37 meint:

    Ha, die selektive Wahrnehmung lenkte meinen Blick zuerst nur auf die attraktive junge Frau – und ich dachte, das sei ein Paternoster in behördengrün. Ich glaube, ab heute mache ich auch jeden Tag ein Foto vor demselben Hintergrund, um die Entwicklung (in meinem Fall nur noch den Verfall) zu dokumentieren.

  7. die Kaltmamsell meint:

    Lila, die Schuhe sind nicht asymetrisch: Ich bin schief.

    Aufpasser: Die rote Rüsche schließt nur zufällig mit der Türkante ab, dda klemmt nichts.

    Mareike: Die Maße meiner Füße (längs wie breit) bewahren auch mich vor Eskapaden (allerdings träume ich von Maßgeschustertem).

    kid: Ich habe mir eine Idee aus einer Kurzgeschichte geklaut und fotografiere mich seit letztem Sommer einmal monatlich in einem Automaten.

  8. Weltregierung meint:

    Wird es noch ein drittes in “jetzt” geben?
    …oder sind Sie erst 15?

    – Q?regierung.

  9. AndiBerlin meint:

    Mal kurz nachgefragt: Was ist Fasching? :-D

  10. zonebattler meint:

    Kaum zu glauben, daß aus so einem heißen Girl nach eigenem Bekunden eine kalte Mamsell geworden ist… ;-)

  11. croco meint:

    La chica con los ojos lindos :-)

  12. Mareike meint:

    Jeden Monat ein Foto? Das is ja ein Programm… kommen die dann in ein Album, oder bleiben die, unter einem der vielen Automaten in deiner Stadt liegen, damit jemand sie findet und sich Geschichten zu dir ausdenkt? ;-)

    Ich fotografiere mich – nach Möglichkeit im Spiegel – ein Mal im Jahr. Immer am 24.11.

  13. maz meint:

    Wow

Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.