Journal Freitag (\o/), 10. Juli 2026 – Wochenendfeiern im Broeding
Samstag, 11. Juli 2026 um 8:47Recht gut geschlafen, zwar gab es ein zweites Gewecktwerden durch Brüllerei im Park, doch auch danach schlief ich gleich wieder ein und bis Weckerklingeln durch. Aufgwacht voll Freude auf die Abendverabredung zu feinem Essen und feinen Weinen mit Herrn Kaltmamsell. (Schlüssel zum Überleben weiterhin: Immer was Gutes zu essen im Haus und immer etwas, worauf ich mich freuen kann.)
Draußen ein herrlicher, frischer Sommermorgen, untermalt von Mauerseglerschrillen.
Auf dem Weg in die Arbeit bekam ich mit, dass die Männerfußball-WM noch nicht vorbei ist und dass die spanische Mannschaft noch mitspielt: Mir kamen mindestens drei kleine Schulmädchen in Fußball-Oberteilen der spanischen Nationalmannschaft entgegen, unabhängig voneinander. (Dass ich die nationale Zugehörigkeit sogar aus dem Augenwinkel identifizieren konnte, nehme ich meinem Gehirn ein bisschen übel.)
Emsiger Vormittag, Mittagscappuccino später wegen einer kleinen Aufregung: Ich entdeckte, dass ich einen Fehler gemacht hatte – noch dazu von der Sorte, die mir am unangenehmsten ist, die nämlich anderen Menschen unnötig Zusatzarbeit machen. Das bügelte ich aus, bat an zwei Stellen um Entschuldigung, bekam sofort geholfen. Und bin jetzt gespannt, wie lange ich mir den Fehler nachtrage.
Dann aber raus in den Sommer, der deutlich wärmer geworden war.
Ich assoziierte “.arp” (wollte ich eh mal wieder lesen).
Später gab es als Mittagessen Skyjolei, außerdem Aprikosen und gemischte Nüsse.
Freitagspünktlicher Feierabend, Lebensmitteleinkäufe auf dem Heimweg. Jetzt war sie da, die erneute Sommerhitze, ich suchte den Schatten.
Nach Hause kam ich mit bequemer Pause zum Aufbruch: Mit Herrn Kaltmamsell nahm ich eine U-Bahn zum Rot-Kreuz-Platz.
Das Broeding hatte im Gastgarten eingedeckt – wir verbrachten dort angenehm temperierte und schöne Stunden mit dem wunderbar gemüsigen Menü (hätte es auch in Vegetarisch gegeben) samt Weinbegleitung (nur Käse, kein Dessert zum Abschluss).
Anstoßen aufs Wochenende mit Sekt vom Loimer. Mit den Jahren beginne ich auch hier deutliche Unterschiede rauszuschmecken, nachdem ich lange bei Schauweinen nicht über “trocken” hinauskam. Dieser schmeckte mir sehr.
Zu den Austernpilzen mit Hummus und dem Knaller Feigenblatt-Öl mein Weißwein-Favorit des Abends: Zierfandler vom Weingut Biegler aus der Thermenregion.
Und zum Lamm mein roter Liebling des Abends (wir bekamen zwei verschiedene, nachdem ich traurig angemerkt hatte, dass immer nur ein Rotwein das Menü begleitet): Vom Weingut Schiefer aus Welgersdorf (Südburgenland) ein Pinot Noir.
Abschluss mit Blauschimmelkäse, tatsächlicher Abschluss mit zwei kleinen Schokotrüffelwürfeln – Schokolade schließt bekanntlich den Magen.
Im Bett waren wir erst nach Mitternacht, aber bei weit geöffneten Fenstern: Die Luft hatte wunderbar abgekühlt.
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Künstlerin Katja Kelm bloggt über ihre Zeit als alleinerziehende Mutter und über ihren Künstlersohn:
“antons arbeit”.
wer seine malerei tatsächlich vollständig in sprache übersetzen kann der braucht aus meiner sicht eigentlich nicht malen.
Ich stimme zu. Weswegen ich auch Hemmungen habe, mit bildenden Künstler*innen über ihr Werk zu sprechen: Ihr Teil ist aus meiner Sicht mit Fertigstellung des Kunstwerks getan (vielleicht noch mit Platzierung in der Veröffentlichungssituation), jetzt sind wir Rezipient*innen dran – mit denen ich mich sehr gerne über das Werk austausche.
Dabei ist Katja Kelm eine Künstlerin, die wirklich besonders gut Kunst in Worte fassen kann – aber sie beschreibt halt Techniken, Methoden, Umgebung, keineswegs Absicht oder gar Sinn.
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Großartig bizarre Hotel-Geschichte, man möchte sie umgehend als Setting für einen Spielfilm oder einen Roman nutzen. (Also “man”, die sowas können.)
“Ein Hotel sollte ein wirtlicher Ort sein.”
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Bonnie Tyler ist gestorben, das ist schade. Ich mochte sie allein schon für die komplette Bescheuertheit des offiziellen Videos zu “Total Eclipse of the Heart” (nein, hat null mit dem Text zu tun).
https://www.youtube.com/watch?v=lcOxhH8N3Bo
Haare und Make-up überaus authentisch, und Bonnie Tylers Gesicht für mich recht typisch walisisch.
Hier eine eine hinreißende musikkritische Besprechung des Songs.














