Journal Sonntag, 12. Juli 2026 – #12von12 mit viel Wäsche
Montag, 13. Juli 2026 um 6:16Heute spiele ich mal wieder bei #12von12 mit, Tagebuchbloggen anhand von 12 Fotos am 12. des Monats. Gesammelt wird hier.
Zwar mit einigen Unterbrechungen, dazwischen aber gut geschlafen. Aufgewacht zu einem erneut frischen Sommermorgen, wunderbar.
Bett abgezogen, Bettwäsche in die Waschmaschine gesteckt – UND! endlich dran gedacht, denn Bettbezug vorher zuzuknöpfen, damit er nicht wieder die restlichen Wäschestücke frisst und das Schleudern verhindert (beim vorherigen Durchgang musste ich nach angeblichem Waschvorgangsende die klatschnassen Teile auseinanderfrimeln und einen zusätzlichen Schleudergang initiieren).
1 von 12: Waschmaschine definitiv eine der technischen Erfindungen mit den größten gesellschaftlichen Auswirkungen, danke fürs Erfinden.
2 von 12: Nach Milchkaffee und Wasser – eine große Tasse Tee auf dem Balkon.
3 von 12: Wäsche aufgehängt, Bettlaken/-überzüge über Türen verteilt, links auf dem Sofa bereits am Samstag angefallene Bügelwäsche.
Der erste Bank-/Seitstütz seit meinem Sturz 19 Tage zuvor, nach dem ich mich wirklich entspannt auf dem Bauch und damit auf den Rippen ablegen konnte.
Als ich nach zehn zu meinem Isarlauf nach Thalkirchen radelte, war es immer noch morgenfrisch. Vor mir radelte eine junge Frau, DIE HANDZEICHEN VOR DEM ABBIEGEN GAB! (Ich folgerte umgehend, dass sie erst kürzlich nach München gezogen ist.) Das war SO! entspannend zu wissen, ob sie an Kreuzungen geradeaus fahren würde oder abbiegen. Für mich hat diese Aufmerksamkeit viel mehr mit Höflichkeit als mit StVG zu tun.
So richtig heiß wurde es während der gut 100 Minuten meines Laufs gar nicht, es wehte ein kühlender Wind.
4 von 12: Familie Schwan unterwegs auf dem Isarwerkkanal.
5 von 12: Großer Andrang am Aussichtspunkt vor Pullach über das Isartal. Es waren ohnehin enorm viele Radausflügler*innen unterwegs; ich begann auf schmale Wege auszuweichen, um nicht ständig in einer Staubwolke zu laufen.
6 von 12: Die Aussicht, für die es sich anzustehen lohnt.
7 von 12: Sommerfarben von der Großhesseloher Brücke.
8 von 12: Sommerfarben am Isarwerkkanal.
9 von 12: Floßlände.
10 von 12: An der Brücke Maria Einsiedel wie auch an jeder anderen einladenden Kiesbank reges Baden und Sonnen.
Nach Hause radelte ich im Schatten des Flauchers auf der Westseite der Isar.
Nach gründlicher Säuberung Frühstück um zwei: Salzgürkchen, Lauch-Paprika-Bohnen (die Herr Kaltmamsell zur Gartenparty mitgebracht hatte und die nicht ganz gegessen worden waren), Aprikosen.
11 von 12: Bügeln im Licht, das im sonst kühlend verdunkelten Wohnzimmer über den Balkon hereinkam. Interessante Musik auf den Ohren, nach einer Stunde war ich wieder Bügelberg-frei.
Lesen (Zeitung, Roman) auf dem Balkon, mit herabgelassener Markise war die Temperatur wieder sehr angenehm. Eine Runde Yoga, diesmal die genau passende Mischung aus Kraft und Dehnung.
12 von 12: Als Nachtmahl servierte Herr Kaltmamsell Salade niçoise, darin Kartoffeln, Salat, grüne Bohnen aus Ernteanteil. Nachtisch: Zuckermelone, sogar gut!
Sehr früh ins Bett zum Lesen.
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Gestrige Pflanzekunde:
Gemeiner Bärenklau
Gilbweiderich (GILBWEIDERICH! hinreißender Name!)
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Eine weiteres Handwerkerinnen-/Künstlerinnenportrait:
“Künstlerin Annamaria Leiste über ihre Kurse im Papierschöpfen: ‘Wir staunen gemeinsam'”.
Künstlerisches Schaffen kann so viele Formen haben.
Wie häufig produzieren Sie noch Objekte für Ausstellungen?
Schon noch immer wieder. Aber das ist für mich ein ungleich größeres Ringen als in den Kursen, ein Leidensweg. Ich denke immer wieder, dass die Welt eigentlich genügend Kunst und Schmuck hat …Und dann denken Sie, wozu es gerade Ihre Arbeit noch braucht?
Ja. Aber dann will ich doch künstlerisch aktiv sein!Warum ist es Ihnen lieber, Kunst oder hier das Papier gemeinsam mit anderen zu erzeugen?
In der Gemeinschaft mit anderen muss ich kein Ergebnis schaffen, das an der Wand hängt, das so und so viel kostet, das jemand toll finden muss. In den Kursen gibt es keine Bedingtheiten, keine Widerstände. Wir staunen gemeinsam. Wir erleben zusammen einen Prozess, der im Grunde auch das Ergebnis ist.
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Simone Dede Ayivi schreibt für die taz einige lesenswerte Gedanken auf:
“Fitness und Verein
Wie wir Sport machen, ist politisch”.
Wer Gym-Kultur übertreibt, wird zum Looksmaxxer. Wer Sportverein übertreibt, wird zum Schiedsrichter, Jugendtrainer oder schlimmstenfalls Kassenwart.
(Das ist ja eine Kolumne und weder journalistische Recherche noch wissenschaftliche Abhandlung, deshalb darf sie auch wichtige Aspekte auslassen, z.B. den Gesundheitsaspekt, der jede Schwellensenkung zu Bewegung begrüßenswert macht.)

















