Journal Dienstag, 22. September 2026 – Wirklich ereignisloser Arbeitstag
Mittwoch, 23. September 2026 um 6:02Ein Post, der definitiv in die Kategorie Gehen-Sie-weiter-es-gibt-nichts-zu-sehen fällt.
Recht gute Nacht, allerdings haben sich die LWS-Beschwerden in (niedrigen) Dauerschmerz verwandelt. Nachdem ich eh geplant hatte, meinen täglichen Bankstütz um die (zum Jaulen schmerzhaften) Seitzstützen zu kürzen, beschloss ich jetzt, dass Aussetzen besser tun könnte als Durchziehen mit Gewalt (GEHT DOCH!).
Der Morgen war zapfig frisch, ich stellte auf den Winter-Lüft-Rhythmus um: Schlafzimmer, Wohnzimmer, Bad nach Duschen immer nur einige Minuten. Für den Weg in die Arbeit kam zum leichten Janker ein Stoff-Schal.
Mittel turbulenter Arbeitsvormittag, darin aber schönes Menschliches, u.a. Gespräch über verschiedene Typen Wünsche und Ziele beim Reisen: entlang Touristen-Hotspots vs. Neugier auf Leben und Alltag in fremden Ländern (Menschen sind verschieden). Außerdem wurde mir ein Sizilien-Reiseführer geliehen für nächstes Jahr.
Mittags raus auf einen Mittagscappuccino, es war weiterhin kalt. Am anmarschierten Ort stand eine lange Schlange, also drehte ich lediglich eine Runde und holte mir den Cappuccino in der Cafeteria des Bürohauses.
Dann erstmal eine längere Besprechung, das Mittagessen verspätete sich. Es gab jungen Kohlrabi aus Ernteanteil (roher Kohlrabi hat seine Geschichte als Diät-Schulpause meiner Kindheit längst hinter sich gelassen und schmeckt mir wirklich sehr gut), Bananen, Feigen, Nüsse. Ein paar Stunden später musste ich allerdings erkennen, dass rohe Kohlrabi ähnliche Auswirkungen haben wie rohe Karotten: Bauchweh. Ach meia.
Den Arbeitsnachmittag überstanden. Auf dem Heimweg (schon sonnig, aber weiterhin kalt) Drogerie-Einkäufe sowie ein Balkanbrot fürs Abendessen.
Zu Hause Waschmaschine gefüllt und eingeschaltet, Schwimmzeugtasche für den Lerchenschwumm am nächsten Tag gepackt (ich fange gleich mal mit dem Dantebad-Gönnen zu Winterpreisen an), Brotzeit-Vorbereitung, eine kurze Folge Yoga mit ruhigen Dehnungen, dabei hin und wieder LWS-Jaulen – ich nähere mich dem Ende des 30-Tage-Programms “Move” von Adriene.
Zum Nachtmahl griff sich Herr Kaltmamsell den zweiten Ernteanteil-Kohlrabi und servierte ihn tonnato (sehr gut). Außerdem gab es Käse und Brot.
Nachtisch Schokolade.
Wäscheaufhängen, früh ins Bett zum Lesen, Vorfreude aufs Schwimmen, Sorgen über LWS-Schmerzen.
§
Dass die Sonnenstrahlen an einem bestimmten Datum in einer bestimmten, magischen Weise durchscheinen: Kennen wir von antiken oder sogar prähistorischen Bauwerken – und sei es durch Hollywoodfilme, die daraus Enthüllungseffekte drechseln. Gestern war Equinox, also Tages- und Nachtgleiche, und ich lernte, dass man an diesem Tag im modernen Chicago diesen Effekt sieht – wie an anderen Daten in anderem amerikanischen Städten, magisch oder nicht.
“What the equinox ‘henge’ effect tells us about U.S. cities”.





