Journal Donnerstag, 24. September 2026 – Der Oktoberfestdruck steigt
Freitag, 25. September 2026 um 6:21Zu überraschend milden Temperaturen, aber bedecktem Himmel aufgestanden. (Und mit überraschenden LWS-Schmerzen, Ibu gleich zum Frühstück.)
In der Arbeit Arbeit, mein inneres Maulen legte sich bei einer Recherche und Nahezu-kreativ-Aufgabe, die ich mir auf gestern gelegt hatte.
Mittags raus auf einen Cappuccino, in ein paar Regentropfen kaufte ich auf dem Rückweg auf dem Markt Äpfel. Zwei davon gab es später als Mittagessen (SO! gut) dann noch SkyJoLei.
Nachmittags arbeitete ich weiter an der guten Aufgabe.
Heimweg mit größerem Bogen ums Oktoberfest, diesmal auch mit Bögen um einige entgegenkommende Betrunkene, deren Torkeln ihren Weg unberechenbar machte. Das nahende Wochenende zeigte sich in deutlich mehr Menschen, auch auf den Wegen zwischen Öffentlichen Verkehrsmitteln Richtung Theresienwiese.
Oktoberfest-Verkleidung unterliegt natürlich genauso Trends wie jede andere Bekleidung, dieses Jahr habe ich mangels Flucht nach Langem mal wieder die Gelegenheit, sie zu verfolgen. Während in den Vorjahren mal Hütchen die Damen-Köpfe überm Dirndl zierten, mal Kunstblumenkränze (das war verstörend: Almabtrieb-Assoziationen), trägt die modische Oktoberfest-Cosplayerin heuer zum Dirndl (tendeziell Samt und Spitze) recht konsequent Stiefeletten. Halbschuh-Trend zum Dirndl: Slingback-Pumps.
In der Landwehrstraße Einkäufe für den Freitagabend beim Süpermarket Verdi und im Laden mit arabischen Nüsschen.
Daheim verabschiedete ich noch Herrn Kaltmamsell, der abends einen Berufstermin hatte. Dann turnte ich Yoga, mit nur einem Schmerzensschrei (nach linkem Seitstütz im T bei Rückkehr in Plank). Zum Nachtmahl verarbeitete ich den Ernteanteil-Radicchio mit frischen Feigen, Tegernseer Camembert (mit quarkigem Kern, wunderbar) und gerösteten Walnüssen.
Sehr, sehr gut. Nachtisch Schokolade.
Früh ins Bett zum Lesen, vor lauter Müdigkeit aber gleich Lichtaus ohne Lesen.
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Frau BIG PHARMA Brüllen nahm sich die Zeit zu erklärbärn, und zwar ihren Job, der zwischen Wirkstoffentwicklung und Verkäuflichkeit an sowie Wirkung bei Patient*innen liegt. Darin unter anderem: In wie viel Vorleistung ein Pharma-Unternehmen geht, ohne bereits zu 100 Prozent zu wissen, ob die Wirksamkeit überhaupt wasserdicht bestätigt wird.
Was nachträglich nochmal erklärt, warum man die Corona-Impstoffe nicht so einfach mal in den armen Ländern produzieren lassen konnte, die sie dringend benötigten.
(Außerdem assoziiere ich, seit ich mich beruflich mit Massenfertigung in der Industrie beschäftige, so manche großartige Entwicklung bis zum Prototypen oder Möbel-Entwürfe, bei denen ich erstmal denke: “Super! Und JETZT bringt das mal in Serie.”)
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Bislang ging ich davon aus, dass “Protein” in der Lebensmittel-Industrie halt das “KI” in der Technik ist: Wenn man’s aufs Produkt draufschreiben kann, verkauft sich’s besser. Doch bei näherer Betrachtung sind die Marketing-Mechanismen dahinter doch ganz interessant: Wie kam es eigentlich zu diesem Hype?
Wie alles in der Ernährungsforschung mit ihren vielfältigen methodischen Fallstricken ist es halt kompliziert:
“Der Protein-Irrtum: Forscher warnen vor Folgen für den Stoffwechsel”.
Auch diese Überschrift führt übrigens in die Irre und ist dem überdurchschnittlich gründlichen Artikel (er verlinkt sogar die Originalstudie !!111!) nicht angemessen. Damit Sie den wichtigen letzten Absatz nicht übersehen, zitiere ich ihn hier:
Zudem handelt es sich bei der Arbeit um eine Übersichtsarbeit, also um die Zusammenschau vorhandener Studien und nicht um neue Experimente. Wie sich eine dauerhaft eiweißarme Ernährung auf die menschliche Lebenserwartung auswirkt, ist schlicht nicht untersucht. Und so kommt Dudley Lamming nur zu einer zurückhaltenden Handlungsempfehlung: “Wir müssen Proteinempfehlungen wahrscheinlich nicht nur nach dem Alter personalisieren, sondern auch danach, wie körperlich aktiv Menschen sind.”
Hervorhebung von mir.
Dabei habe ich selbst eine Zeit lang auf Eiweiß-reiche Ernährung geachtet: In den 1990er trieb ich sehr viel Sport, fast täglich mehrere Stunden in einem Fitnessstudio Aerobics und Krafttraining (Gymnastik). Irgendwann hatte ich Schmerzen am Ende der Trainigseinheit oder kurz danach, sie fühlten sich an wie Muskelkater – doch das konnte zeitlich nicht hinhauen (Muskelkater eher 12 bis 24 Stunden nach Belastung), außerdem war ich doch super trainiert. Als ich die Chef-Trainerin darauf ansprach, die mich ja täglich turnen sah, fragte sie, wie viel Eiweiß ich denn zu mir nähme. Nein, bei so viel Sport reiche Alltags-Eiweiß nicht, meine Schmerzen rührten sehr wahrscheinlich von Eiweißmangel. Also holte ich mir hin und wieder an der Fitnessstudio-Theke einen Eiweiß-Drink und nahm an die Uni zur Brotzeit Quark und Hüttenkäse mit. Das funktionierte.
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Ausführlicher Satire-Thread über die Auswirkungen der Berliner Wahlergebnisse (leider nur für eingeloggte Bluesky-Accounts sichtbar).



