Journal Donnerstag, 1. Oktober 2026 – Der Spätsommer bleibt
Freitag, 2. Oktober 2026 um 6:28Mittelgute Nacht: Lange Störung durch ausdauernde und laute Partygaudi mit Musik um Mitternacht.
Immer noch machen Wespen unsere Wohnung zum Friedhof, morgens kommen sie zu jedem geöffneten Fenster herein, am Abend tragen wir Dutzende Leichen in den Müll.
(Dafür endete auf instagram endlich die Flut an neufolgenden/likenden Männer-Accounts; nach meiner Schätzung habe ich mehrere hundert blockiert.)
Wieder startete der Morgen sonnig, in die Arbeit marschierte ich mit offener Jacke.
Letzer Morgenarbeitsweg mit Blick auf Oktoberfest: Am heutigen Freitag arbeite ich von daheim, um mich nicht mit den dazugehörigen Umständen auseinandersetzen zu müssen.
Im Büro geordnetes Arbeiten, mittags ging ich raus in die mittlerweile fahle Sonne auf Mittagscappuccino und Obsteinkäufe auf dem Markt.
Zu Mittag gab es zwei Äpfel und Hüttenkäse.
Zäher Nachmittag, schön fand ich die Luft, die durchs dauergekippte Fenster hereinkam.
Heimweg ohne Zwischenstopps, lediglich mit Umweg um Oktoberfest-Ausläufer, ich hatte noch Pläne: Herr Kaltmamsell hat für Freitagabend Gäste zum Abendessen eingeladen, ich machte mich zuständig für Nachtisch-Erstellung. Und so erstellte ich gestern Abend erstmal Flan de queso.
Der Ernteanteil hatte Frisee-Salat gebracht, den servierte ich mit Joghurt-Dressing, Birne, Trauben, Eiern als Abendessen.
Nachtisch Schokolade, immer noch standen Fenster und Türen ins milde Draußen offen. Echter Regen ist immer noch nicht angekündigt, dafür werden am Rhein immer neue historische Tiefststände gemessen, und die 20-Uhr-Tagesschau berichtete über verschwindende Schweizer Gletscher. Gleich nach dem Bericht über weitere klimaschädliche und Mobilitätswende verhindernde politische Maßnahmen wie Tankrabatt und Erhöhung des Preises fürs Deutschlandticket.
Früh ins Bett zum Lesen.
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Herr Buddenbohm gerät auffallend häufig in Situationen, die derart schulmeisterlich übergriffig den Zeigefinger schwingen, dass selbst gelassenere Gemüter nur mit “JA! IST GUT!” reagieren können. Zum Beispiel zum Gedanken:
Aber was sieht man nicht alles prinzipiell ein, ohne daraus spontane Aktionen abzuleiten.
Ausführlicher:
“Es finden Belehrungen durch den Alltag statt”.
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Vor 20 Jaren war die Frau, die meinen Namen trug, jemand sehr andere. Deshalb verlinke ich sie ohne Angst vor Selbstlob-Verdacht: Das bin ich nicht.
Damals erzählte ich meine jugendliche Vergangenheit in einer Happy-Clappy-Band – und wie gut, dass ich sie vor 20 Jahren aufschrieb, denn an das meiste erinnere ich mich heute gar nicht mehr.
“Happy Clappy in der fränkischen Diaspora”.
Auch die Kommentare waren vor 20 Jahren noch bereichernde Lektüre.
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Croco sammelte im September deutlich aufmerksamer Beviloquia als ich, bitte freuen Sie sich an ihren
“Lieblingsposts im September 26”.




