Journal Donnerstag, 29. Oktober 2026 – Durch kalte Oktobersonne in die Urlaubswoche

Freitag, 30. Oktober 2026 um 6:32

Ahhhh, letzte Arbeitstage vor dem Urlaub: Ich fürchte, mittlerweile würde mich mein Imposter-Syndrom (oh, ich bin ganz sicher, dass Ihr Imposter-Syndrom viel echter ist als meines) erwürgen, wenn ich NICHT nach einem Turbo-Tag abgehetzt rauskäme.

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Wieder aus tiefem, guten Schlaf in die Unwilligkeit geweckt.

Heller Himmel, knackig kalter Marsch in die Arbeit nur wenig über Frost: Ich werde mich baldigst um die Balkonpflanzen kümmern müssen.

Arbeitsvormittag mit Anwartschaft auf Titel dümmste Kollegin des Jahres: Ein Problem mit der neuen Technik stellte sich schlicht als Blödheit meinerseits heraus (von der ich so überzeugt war, dass ich einer hilfreichen Kollegin mehrfach widersprochen hatte).

Zum Mittagscappuccino raus in die Sonne, Vorfreude züchten auf die am Freitag geplante Wanderung.

Zu Mittag selbst gab es eine Banane, außerdem Granatapfelkerne mit Sojajoghurt und Mohn.

Der Nachmittag wurde dann so richtig zackig – unter anderem weil ich Jobs so rechtzeitig abliefern wollte, dass die Empfänger*innen noch Gelegenheit für Rückfragen oder Nachbesserungen hatten.

Zu meiner echten und großen Freude konnte ich aber auch jemandem helfen, der sich mit einem wilden Schuss ins Dunkle an mich gewendet hatte: Mein Klugscheißer-Gen (eine frühere Chefin unterstellte mir mal “Terrier”-Eigenschaften) brachte mich zur richtigen Info.

Noch ein paar kleinere Übergaben, und dann hatte ich URALUB! Ich wusste gar nicht wohin mit meinem Freiheitsgefühl.

Einzukaufen war nichts, ich ging gemütlich, aber direkt unter fast ganz dunklem, klaren Himmel heim, in knackiger Kälte (sah mich jetzt auf der freitäglichen Wanderung in Mütze und Handschuhen). Zu Hause wartete der von Herrn Kaltmamsell geholte Ernteanteil auf mich. Es hatte davor eine Warn-Mail gegeben, dass neben dem angekündigten Zuckerhut auch ein Endiviensalat dabei sein würde, der Blick in die Gemüse-Schublade des Kühlschranks ergab, dass es sich nicht nur um einen gigantischen Zuckerhut handelte, sondern auch um einen mächtigen Endivienkopf.

Nun ist ja gleich Allerheiligen, und wenn Sie bereits ein Weilchen hier mitlesen, überrascht es Sie nicht, dass Herr Kaltmamsell ein paar Tage fehlen wird: Über das Allerheiligenwochenende trifft er sich mit seiner Rollenspielrunde aus Jugendtagen und tötet im Spiel “Call of Cthulhu” (Pen & Paper) Monster. Diesmal war er sogar den Donnerstagabend davor aushäusig, um mit Kolleg*innen Party zu machen (oder wie auch immer das in der Lehrerschaft heißt). Es war und ist also allein an mir, mit allem Salatoiden aus diesem Ernteanteil fertig zu werden. Gestern startete ich (nach einer kleinen Runde Rückengymnastik) mit dem Endiviensalat, angemacht mit Joghurt-Knoblauch Dressing. Meine erste Niederlage: Ich brachte nicht mal diesen einen Kopf weg, ein geschätztes Viertel davon passte nicht in die größte Salatschüssel. Schmeckte aber. Noch ein Stückchen Käse, dann als Nachtisch (Weihnachts-)Süßigkeiten; der Elisenlebkuchen vom Lebkuchen Schmidt stellte sich als herausragend heraus.

Früh ins Bett zu langem Lesen, das ärgerliche Als Großmutter im Regen tanzte von Trude Teige will ich schnell wegkriegen.

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Wie mein sehr alter H&M-Wildledermantel mal deutlich mehr Eindruck hinterließ als ich.

die Kaltmamsell

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