Journal Freitag, 6. November 2026 – #Uralub Tag 6 mit Schwimmen und Kürbis-Gedanken

Samstag, 7. November 2026 um 8:28

Letzter echter Urlaubstag, dann aber noch Wochenende. Bleiben mir von den Urlaubstagen 2025 noch sechs, die habe ich bereits für die Weihnachtsferien eingereicht.

Gut geschlafen, es spricht viel dafür, dass ich geradzu erholt aus diesem Urlaub komme. Der Tag startete düster und novemberkalt, daran änderte sich zu keinem Zeitpunkt etwas.

Ich bot Herrn Kaltmamsell an, mit ihm etwas zu unternehmen, doch er musste arbeiten. Also eine Schwimmrunde für mich – im Dantebad, weil die Olympia-Schwimmhalle gestern für eine Veranstaltung genutzt wurde und ich dort ins Aufwärm-Schwimmbecken hätte ausweichen müssen. Das kenne ich aus den Zeiten der Schwimhallen-Renovierung, zwar auch 50 Meter lang und geleint, aber im Dantebad schwimmt es sich erheblich schöner.

Für die Schwimmrunde reinigte ich mich daheim besonders gründlich mit Waschlappen-Rubbeln der Beine: Ich hatte am Donnerstag meine neue Jeans getragen, die sich schnell als nicht perfekt herausstellte; zwar sitzt sie sehr gut, färbt aber ab wie Sau. Große Enttäuschung, denn aus einer ähnlichen Erfahrung vor vielen Jahren weiß ich: Diese Wirkung lässt auch nach zahlreichen Waschmaschinenwäschen nicht nach.

U-Bahn zum Westfriedhhof, beim Warten darauf erwischte ich eine Baureihe A auf Betriebsfahrt.

Gleich fotografiert, weil letzte Gelegenheiten: Diese Baureihe wird Ende des Jahres endgültig ausgemustert (ich überlege noch, ob ich mir eine Tasche aus dem Sitzbezug zulegen will, hier ist der Online-Shop).

Noch hing genug Herbstgold an den Bäumen, um die Novemberdüsternis auf dem Fußweg zum Bad wett zu machen.

Es wurde ein schöner Schwumm, wenn auch unter grauem Himmel. Ich musste viel überholen und kam so früh ans Ende meiner 3.000 Meter, dass ich mich verzählt haben musste. Doch selbst mit der nachgeholten Runde und ganz sicher nicht weniger als 3.000 Metern war das neue Bestzeit.

Den Heimweg spazierte ich wieder über Gern zum Rot-Kreuz-Platz: In einem Schaufenster hatte ich in der Vorwoche einen grünen Pulli gesehen, der die Aufmunter-Anschaffung für die dunkle Jahrezeit werden sollte. Die passende Größe musste der Schaufensterpuppe erst ausgezogen werden, saß dann aber an mir gleich so gut, dass ich den Pulli kaufte.

Am Sendlinger Tor weitere Besorgungen von der Einkaufsliste. Zum Frühstück gab es kurz vor zwei Äpfelchen, Trockenfeigen, Skyjolei.

Nachmittag mit Zeitunglesen, Wäschewaschen, Obst-Einkäufen beim Verdi (sie hatten unter anderem wieder die hervorragenden Trauben Muscat noir).

Nach einigen Wochen Pilates und Rückengymnastik startete ich gestern nochmal das Yoga-30-Tage-Programm “Move” von Adriene.

Schon wieder Lust auf Alkohol, das wird ein rechter Sauf-Uralub gewesen sein, denn für Samstagabend (GANS!) habe ich schon einen passenden Begleit-Wein ausgesucht. Erstmal schüttelte ich uns Green Monkeys, zum Abendessen gab es französischen Weißwein.

Nachtmahl: Warum ich nicht recht verstehe, wie Leuten zu Kürbis nur Suppe einfällt (hier Kürbispolenta mit gebratenen Kürbis-Würfeln nach Ottolenghi). Der Wein schmeckte mir nicht wirklich: Seine Mineralizität kippte eher Richtung Chemiefabrik (und hat absolut nichts mit der Beschreibung beim Händler zu tun).

Nachtisch: Muscat-Trauben, Schokolade.

Abendunterhaltung war ein Film mit Sandra Hüller von 2024, der mich damals interessiert hatte – den ich aber wie mittlerweile alle Kinofilme, die mich eigentlich interessieren, verpasste: Zwei zu eins, eine Wende-DDR-Komödie. Das meiste war mir zu deutlich auserzählt, doch mit dieser völlig wahnwitzigen Zwischenzeit der Wiedervereinigung, als in Ostdeutschland nichts am Alten mehr galt, aber das Neue noch lang nicht klar war, müsste doch noch viel mehr zu machen sein.
Hier der Film in der arte-Mediathek.

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In der Süddeutschen Zeitung ein gutes und ausführliches Portrait des verstorbenen Hubert Aiwanger und was die Leute dazu brachte, ihn zu wählen (€):
“Der Mann, der die CSU das Fürchten lehrte”.

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Der Abend im Restaurant Wielandshöhe geht mir immer noch aufs Beste nach. Weitere Service-Geste übrigens: Im Waschbeckenbereich der Toiletten stehen Zahnstocher (einzeln in Papier verpackt) bereit. Höchst willkommen!

Auf Mastdon bekam ich den Tipp, der Restaurantleiterin Eva Klink auf instagram zu folgen. Hervorragender Tipp: Dass die Dame eine Naturgewalt ist, erlebten wir bei unserem Besuch bereits – das kommt auf insta sehr gut rüber.

die Kaltmamsell

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