Brot ohne Kneten

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Ursprünglich angeschoben von dieser Geschichte in der New York Times.

Zutaten:

430 g Mehl (Type 550)
345 g Wasser
2 g Trockenhefe
11 g Salz
Wichtigstes Utensil: Ein Bräter mit Deckel, der hohe Temperaturen aushält.

Zubereitung:

In einer weiten Rührschüssel alle Zutaten kurz vermischen (da darf ruhig der Knethaken des Rührgeräts ran).
Mit Klarsichtfolie abdecken und bei Zimmertemperatur 20 Stunden gehen lassen.
Danach sieht der Teig etwa so aus:

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Arbeitsfläche reichlich mehlen, Teig darauf kippen.

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Mit Teigschaber oder Kuchenretter wie einen Brief zweimal falten.

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15 Minuten ruhen lassen. Eine Schüssel (ich habe mein Gärkörbchen eingesetzt) mit Geschirrtuch auslegen, Tuch mit reichlich Mehl bestäuben. Teigstück mit Hilfe des Teigschabers ins Tuch stürzen.
2 Stunden gehen lassen.

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Backofen mit Gusseisenbräter auf mindestens 230 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze).
Nun das Brot mit Hilfe des Tuches in den heißen Bräter kippen, sofort mit Deckel schließen.
30 Minuten backen.
Deckel abnehmen, nochmal 20 Minuten backen. Aus dem Bräter nehmen und auf Backgitter auskühlen lassen.

Hier mein erster Versuch bei 220 Grad.

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Hier habe ich auf 240 Grad geheizt und in der ersten Phase 35 Minuten lang gebacken. Wurde sehr viel knuspriger.

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die Kaltmamsell

10 Kommentare zu “Brot ohne Kneten”

  1. Steffen meint:

    Und das ist kein Tippfehler “20 Stunden gehen lassen”? :-)
    Der zweite Versuch sieht sehr lecker aus!

  2. die Kaltmamsell meint:

    Oh ja, das extrem lange Gehen ist – neben dem Backen im heißen Topf mit Deckel – der Witz dabei. Ich schraube noch den Link zur Geschichte in der New York Times ein, mit der alles begann.

  3. Nicky meint:

    Auch die Varianten, die sich mit dem Teig backen lassen, sind nicht zu verachten – mein Favorit sind Fladenbrote aus der Pfanne.
    Was mich nur immer ein wenig ärgert: Alle gehen davon aus, dass Herr Lahey das Rad neu erfunden hat (zumindest habe ich noch nirgends gelesen, dass er sich auf andere Bücher oder Bäcker bezieht), dabei gab es diese Art zu Backen schon längst. Zum Beispiel das Buch “No need to knead” von Susanne Dunaway verfolgt das gleiche Konzept und leistet mir immer wieder gute Dienste ;)

  4. Claudia meint:

    Ich habe das Brot damals in der Hype-Phase erstmals gebacken:
    http://www.foolforfood.de/index.php/brot/brot_fur_faule_no_knead_bread_der_nyt

    Es ist mittlerweile aus meinem Repertoire nicht mehr wegzudenken. Allerdings hatte ich auch davor schon Brote gebacken, die ohne große Knetaktionen auskommen. In der Brotback-Literatur fanden sich auch vor dem Artikel der NYT viele No-Knead-Brote, u.a. das von Nicky erwähnte “No need to knead”. Aber was soll’s, ich fand es faszinierend zu sehen, wie plötzlich auf der ganzen Welt No-Knead-Bread gebacken wurde und die Leute Kreativität beim Erstellen von Back-Formen entwickelten.

    Ich glaube, mein nächstes Brot werde ich auch mal wieder etwas länger backen und es beim Zubeißen so richtig krachen lassen.

  5. katha meint:

    das zweite schaut super aus. die hitze macht einen ordentlichen unterschied. klar haben die idee zu no-knead-broten auch schon andere leute vorher gehabt. aber nicht im detail (und mit video) für laien nachvollziehbar aufbereitet. das ist ja das schöne an der lahey/bittman-version.

  6. Thea meint:

    Liebe Kaltmamsell,
    die zwei Brandblasen tun nicht mehr weh… Vorhin habe ich schon bei Katha zum Brot gepostet. Mein erster Durchlauf war nämlich eine Mixtur aus ihrem und Ihrem Rezept. Und technisch habe ich mich nach der “essen&trinken” gerichtet: Springform mit Backpapier auslegen und Teig hineingeben. Backpapier mit Teig in den heißen Bräter hieven. Daß die Springform rund und mein schwarzer Bräter oval ist, tat dem Ganzen keinen Abbruch. Gestern abend, nach der empfohlenen “mindestens 1 Stunde” Auskühlung, habe ich mir ein halbes Brot einverlaibt ;-). In dieser Woche gibt es einen zweiten Durchlauf mit 550er Mehl und “echter” Trockenhefe. Mit dem Granulat hatte ich so meine Schwierigkeiten, die von Katha empfohlenen “lines” zu ziehen. Eine Steigerung ist sicher möglich.

  7. Thea meint:

    Eben habe ich Katha per Post schon Bescheid über den zweiten Durchgang gegeben. Wunderbar, fast kein Vergleich mit dem ersten Experiment. Dank Ihnen, liebe Kaltmamsell, ist die Kruste in der Farbe jetzt genau richtig und nicht so dunkel. 35 min bei 240 Grad waren einfach besser. Wenn das so weitergeht, werde ich mich nur noch von Brot ernähren. Nun ist aber genug gebrotpostet. Dank für Ihre Rezeptur und herzliche Grüße aus der Hauptstadt ;-)

  8. paula meint:

    Klingt interessant und sieht hut aus auf dem Bild.
    Ich backe auch gerne Brot aber stets mit Vollkornmehl. k
    Kann man in diesem Rezept denn auch Vollkornmehl verwenden oder ist das zu schwer ?

  9. die Kaltmamsell meint:

    Probieren Sie es doch mal aus, paula, ich habe es noch nicht versucht.

  10. Trifolata meint:

    Bin seit kurzem auf dem No knead bread- backen. Ich bin zuerst bei Zeit online auf anonyme Köche gestoßen und habe es ausprobiert. es ist mir unten verbrannt-ich backe mit Gas und hatte die untere Schiene genommen. Der Rest schmeckte aber so gut, daß ich es wieder probiert habe, diesmal habe ich erst das Video aus NY angeschaut und bin dem Hinweis auf Esskultur.at gefolgt. Dort sind die hilfreichen Zusatztipps gewesen. Der zweite Versuch ist gut gewesen, meine Enkelin war mit einer Freundin zu Besuch und hat gesagt, sie habe so ein gutes Brot noch nie gegessen. Ich verwende Mehl 1050 und habe einen länglichen Bräter von Cousances. Habe schon wieder das nächste angesetzt

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