Journal 23. Februar 2010

Mittwoch, 24. Februar 2010 um 6:42

Ach, der vor ein paar Jahren ausgezogene Sohn der Nachbarn gegenüber übernachtet mal wieder daheim? Wir begegneten einander beim Verlassen der Wohnung. Auf dem Weg zur U-Bahn und auf der Fahrt ins Büro gesellte er sich zu mir und erzählte von seiner bevorstehenden Zwischenprüfung. Geschichte studiert er also, der junge Mann. So viel haben wir in den gesamten elf Jahren, die ich mittlerweile in diesem Haus wohne, noch nie miteinander geredet.

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Eine ganz wunderbare Liste im Guardian: Ten rules for writing fiction. Aufgestellt von Schriftstellern und Schriftstellerinnen. Meine Favoritin ist Margaret Atwood – die ersten drei Regeln werde ich künftig eisern beachten.
via Gerd Brunzemas Tweet

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Stepaerobic leider nicht so erfreulich: Die diesdienstägige vertretende Vorturnerin verdirbt mir immer den Spaß, weil sie nicht turnt, was sie sagt. Zumindest bin ich eine gute Stunde durch die Gegend gesprungen und habe mich heftig bewegt.

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In den Scienceblogs die deutsche Übersetzung einer sehr schönen Illustration des Unterschieds zwischen der Argumentationsweise der Wissenschaft und der Argumentationsweise der Homöopathie. (via Sixtus‘ Getwitter)

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Mein bizarres Verhältnis zu meinen Körperformen hat eine neue Stufe von Bizarrität (Bizarrismus? Bizarrei?) erklommen: Ich fühle mich (so lange ich nicht zu oft in den Spiegel sehe) wohl, nicht dick, gesund, fast schon knackig, definitiv superfit – aber meine Kleidung kneift. Noch weiß ich nicht, was ich damit mache, denn unter den kneifenden Kleidungsstücken sind einige, die mir sehr lieb sind – das schließt ein achselzuckendes „Dann gehe ich halt eine Konfektionsgröße hoch“ aus. Gleichzeitig habe ich überhaupt keine Lust, auf Alkohol, Kohlenhydrate oder Fett zu verzichten oder deutlich weniger zu essen. Noch mehr Sport bekomme ich kaum unter. Mal sehen, welche Alternative mir einfällt.

die Kaltmamsell

10 mal Beifall zu “Journal 23. Februar 2010”

  1. Helga meint:

    Kneifender Kleidung begegne ich tatsächlich mit einer Reduktion von Alkohol und Kohlehydraten, insbesondere Zucker. Und zwar jedes Jahr einmal. Ich habe zu viel Geld für meine Kleidung ausgegeben, als dass ich es akzeptieren würde, „herauszuwachsen“. Mach das aber wesentlich entspannter als in der Phase als es um mehrere Kleidungsgrößen ging..

  2. ilse meint:

    Das ist wohl die berühmte Muskelbildung, die da kneift. Es gibt noch die Alternative „bei der Grieching weiter machen lassen“….

  3. dickakroell meint:

    Bizarrerie wäre mir am sympathischsten …

  4. Petra meint:

    Jedes Jahr aufs Neue im Winter zulegen, weil unter der Woche abends im Dunkeln die Outdoor-Aktivitäten begrenzt sind und sich nur auf Wochenenden beschränken. Muckibuden mag ich nicht, Schwimmen und Aquapower ist eine gute Alternative, allerdings von den Terminen und Öffnungszeiten des Bades nicht immer hinzukriegen, wie ich will. Da hilft auch bei mir nur noch Fett-, Alk- und Zuckerreduktion. (Aber gerade der Winter ist die Jahreszeit, in der man davon am liebsten zu sich nimmt, und zwar reichlich *grmf*)

  5. PepeB meint:

    Kleidung mit Stretch-Faktor könnte in den Übergangsmonaten hilfreich sein.
    Sehr erfrischend: die „Ten rules for wirting fiction“ (Rankin! Atwood! Zadie Smith!!!). Mich würde interessieren, welche Regeln Autoren hierzulande zu bieten hätten …

    @dickakroell: Bizzarerie – wunderbar!

  6. walküre meint:

    Im Französischen heißt das dazugehörige Substantiv eindeutig „Bizarrerie“ – in der deutschen Sprache vermutlich auch …

  7. Trolleira meint:

    Schwanger? ;-)

  8. the-sun meint:

    An den Næhten auftrennen und einen Streifen Stoff dazwischen næhen. Ach verflixtes Tastaturlayout schon wieder…..

  9. delka meint:

    Die Liste im Guardian ist großartig.

    (Was die Kleidung betrifft: Könnte das „Problem“ woanders liegen? Ich kenne da jemanden, der sich einst nach plötzlicher Zunahme sämtlicher Körperumfänge auf Diät setzte. Bis zum nächsten Waschtag: Die Maschine war noch immer auf 95 °C eingestellt.)

  10. Sebastian Dickhaut meint:

    Bizzarei! Klingt laut ausgesprochen wie Ninja-Geschrei.

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