Foodfotografie heute – eine Bildbetrachtung ein Bildbetrachtungsgemotze

Freitag, 17. Januar 2014 um 11:22

So, wie ich irgendwann die zeitgenössische Modefotografie satt hatte, weil sie keine Informationen mehr vermittelte, hängt mir nun endgültig die derzeitig angesagte Foodfotografie zum Hals raus. Das letzte Kraut ausgeschüttet hat mir dieses Bild. Es hat mir geholfen, konkret zu erkennen, was mich an dieser Mode „Renaissance-Stillleben“ so stört (falls Sie den Fasan oder den Totenschädel vermissen: Das Bild ist aus einem Vegetarierblog).

Vielleicht besitzen Sie ja wie ich auch Kochbücher aus den 70ern und 80ern (noch älterer Foodfotografie stehe ich nahezu kritiklos gegenüber, die liebe ich aus reiner Nostalgie). Schon als Koch- und Backanfängerin ärgerte mich, dass die Bilder und die Rezepte erkennbar wenig miteinander zu tun hatten: Karottenstücke, die ich laut Rezept eine Stunde mitkochen sollte, waren auf dem Foto offensichtlich noch roh / die Petersilie aus dem Rezept tauchte auf dem Foto nicht auf / Plätzchen, die ich zu Kugeln geformt backen sollte, waren auf dem Foto ausgestochen.

Doch dann hatten zum Glück immer mehr Kochbuchmacherinnen das Bedürfnis, auf den Fotos zu Rezepten tatsächlich zu zeigen, was das Ergebnis der Rezepte war – und ich bekam endlich die visuelle Information, die ich mir wünschte. Über die Jahre führte diese Entwicklung hin zu Fotos, die die Illusion eines Schnappschusses aus der Küche hervorriefen (und deren Erzeugung oft auch nicht weit weg davon war).

Doch irgendwann verselbständigten sich die Ästhetik des Mehlstäubchens auf der Arbeitsfläche und die Ästhetik der Porung des Holzküchentisches und wurde Selbstzweck. Bis wir, siehe das oben verlinkte Bild, jetzt wieder bei der Bescheuertheit der 80er Jahre angekommen sind:
– Wieso brauchen fünfeinhalb Cashews ein eigenes rosarotes Porzellandöschen?
– Wäre es umgekehrt nicht schlauer, die Granatapfelkerne in einem Schüsselchen aufzufangen anstatt sie auf diesem unhygienischen alten Holzbrett rumkugeln zu lassen? (Erzählen Sie mir nicht, dass Sie diese Planke auch nur halbwegs sauber halten können.)
– Fast ebenso unhygienisch wirken die blinden Blechlöffel auf dem Stofffetzen – was soll der eigentlich da? Sieht weder nach Geschirr- noch nach Tischtuch aus, sondern leglich nach Dieses-fröhliche-Stück-Stoff-das-ich-auf-diesem-einen-Flohmarkt-ergattert-habe (Glückwunsch!).
– Ist der Köchin das Glas mit den Saaten links versehentlich umgefallen? Und warum stellt sie danach den Deckel ans Glas?
– Auf dem Küchenbrett erzeugt der Granatapfel Spritzer – aber auf dem Joghurt ist kein Tröpfchen Saft zu sehen?

Meinetwegen hängen Sie sich solche Fotos vor lauter Schönheit über den Esstisch.
Aber für die eigentliche Foodfotografie wünsche ich mir endlich was Neues.

die Kaltmamsell

78 mal Beifall zu “Foodfotografie heute – eine Bildbetrachtung ein Bildbetrachtungsgemotze”

  1. creezy meint:

    *lmao* Well said. ,-)

    Aber: also inhaltlich hast Du selbstverständlich Recht. Allerdings möchte ich – von der rein menschlichen Ebene her – jedem Blogger/jeder Bloggerin hier auch die Chance auf Entwicklung zusprechen. Man macht halt am Anfang ganz irre Dinge und man wird nun mal primär versuchen das zu kopieren, was man bei den anderen Foodbloggern sieht. So lernt man fotografieren m. E. Hier halt Shabby-Style. Der im Food-Blogger innewohnende Fotograf ist gleichzeitig Food-Stylist und mutiert zum Messe von Töpfen und Tiegelchen, die wollen gezeigt werden! (Hier noch lieber als das Ergebnis) Nun denn …

    Beim gezeigten Foto bin ich indes sehr froh, dass ich nicht mit der elendig langweiligen kurz vor der Überbelichtung hellen Farbgebung konfrontiert werde. Aus meiner Sicht ist das schon mal was, denn das kann ich auch schon sehr lange nicht mehr sehen: http://www.latartinegourmande.com/2013/04/21/shake-the-tree-book-signing-beatrice-peltre-boston/

  2. Anke meint:

    (Gerade noch haarscharf zum Thema: Ich würde das Stillleben als anerkannte Kunstform eher in den Barock datieren. Vorher gab’s Ausreißer, richtig beliebt und gängig wurde es erst ab dem 17. Jahrhundert. Sagt das Drittsemester, das sich aber auch gerne korrigieren lässt.)

  3. Melody meint:

    Ich glaube, die Hellofresh-Rezeptkarten würden dir gefallen :-) wir haben gerade einen Empfehlungscode bekommen (20 Euro Rabatt auf die erste Lieferung) und sind sehr entzückt davon, wie die Rezepte aufgemacht sind:

    Exakte Abbildung der gelieferten Zutaten, des Gerichts – auf der Rückseite die Anleitung und jedes Fisselchen von Kräutern bis Klecks Sahne oder so wird mitgeliefert. Es ist zwar nicht für jede Woche was, so ein Mahlzeitenpaket für mehrere Tage, aber für Stressphasen auf jeden Fall eine sehr feine Sache :-)

  4. Kitty Koma meint:

    Danke! Danke! Danke!
    (Kosmetik-Fotos! Jeder Lippenstift auf eine Glasplatte gequetscht und Lidschatten pulverisiert. Daran erinnert mich dieses Schmöckfoto auch.)

  5. Melody meint:

    Oder Home-Decor-Privatreportagen :-) äh, Mutti-Blogs mit DIY-Fotos.

  6. die Kaltmamsell meint:

    (Danke! *küsst das Drittsemester Anke*)

  7. dyfa meint:

    Warum liegt auf dem nämlichen Bild das Messer unter der Frucht? Ich mag Foodfotografie, die nach Kochen und nicht nach Arrangement aussieht. ;-) Sobald jemand mit der Pipette Saftspritzer drappiert, ist es nicht mehr authentisch.

    Wobei mir allerdings akkurat aufgereihte Zutaten und daneben das Resultat stilistisch gefallen.

  8. Eva meint:

    aus der Seele gesprochen! DANKE!

  9. Usul meint:

    Sie sollten öfters zetern (um mal den überstrapazierten Begriff Ranten zu vermeiden, der sich jetzt doch wieder eingeschlichen hat). Man kann förmlich die Verachtung spüren, mit der das Wort „Planke“ gedacht wurde :)

  10. Chris Kurbjuhn meint:

    Ich bin mit 70er und 80er-Jahre-Rezeptfotos sozialisiert. Als ich (Ende der 80er) zum ersten Mal etwas aus der Pfanne auf die Teller kippte, was exakt so wie auf dem Rezeptfoto aussah, stand ich minutenlang sprachlos in der Küche.

  11. Thea meint:

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    Made my day

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  12. Sabine meint:

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    Gerne gelesen

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  13. Cati Basmati meint:

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    Made my day

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  14. percanta meint:

    Vielleicht sollte ich mich doch durchringen und meine Foodblogger-Idee des letzten Jahres umsetzen – „Nach dem Mahl“. Wie meine Küche, der Tisch und die Teller NACH der Essenseinsladung aussehen. Manchmal ist an den Trümmern sogar noch zu erkennen, was es gab.

  15. multikulinaria meint:

    Unterschreibe ich.

  16. Johannes meint:

    Ich hoffe, dass Sie die Bildrechte am verlinkten Foto besitzen bzw. den Urheber vor Veröffentlichung kontaktiert haben.

  17. Dentaku meint:

    Also ich mag meine 80er-Jahre-Kochbücher. Ich sehe die Bilder darin immer als Variante für Fortgeschrittene (und ich halte mich sowieso selten genau an das gedruckte Rezept).

  18. Usul meint:

    @Johannes

    Seit wann braucht man für eine Verlinkung irgendwelche Rechte? Jetzt mal die Kirche im Dorf lassen.

  19. marlastromponsky meint:

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    Genau!

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  20. the-sun meint:

    Noch besser ist aber, wenn man auf dem Rezeptfoto dann gar kein Gericht mehr sieht, sondern nur noch die einzelnen Zutaten dekorativ fotografiert sind. Und das gleich auf einer ganzen A4-Seite.

    Dann brauch ich eigentlich auch gar kein Foto. Mir ist ja schon klar wie ein Ei aussieht.

  21. Kathrin meint:

    Mir aus der Seele geschrieben, wunderbar!

  22. Katja meint:

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    Made my day

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  23. Montez meint:

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    Gerne gelesen

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  24. ojemine!!! meint:

    Kommentar gelöscht von Kaltmamsell, weil mit erlogener E-Mail-Adresse

  25. katha meint:

    bin ich froh, dass du das geschrieben hast, bei mir wäre es deutlich weniger höflich ausgefallen. ich sag nur:
    schiefling einziehen bei den depperten alten latten
    babybesteck
    schminktischzubehör
    ich weiß ja immer nicht, was mich mehr aufregt: die alten fetzen oder die absichtlich unabsichtlichen, in jedem fall unappetitlichen streuungen von lebensmitteln – wie patschert muss man sein, dass man glaubt, es würde authentisch wirken, wenn man lebensmittel absichtlich neben die gefäße, in oder auf die sie gehören, schmeißt?
    uswusf

  26. Steffie meint:

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    Made my day

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  27. Sebastian meint:

    Man muss die Rechte von etwas besitzen und den Urheber davon kontaktieren, bevor man darauf verlinkt, @johannes? Vor 100 Jahren oder in 100 Jahren?

    Ansonsten jein – es ist schon sehr Art Dekor, aber so lange sie uns nicht mit Unterlicht kommen oder mit in die Kamera gehaltenen Löffeln, die gefüllt sind, ohne dass man Spuren eines Eintauchens sieht, sehe ich die 80er noch nicht wieder kommen.

    Und gestehe ebenfalls den Bloggern die Stilfindung zu, selbst wenn das dann so dawanda aussieht. Aber sowas in Kochbüchern… Wobei ich grad im Beitrag dazu sehe, es ist für ein Kochbuch. Und obwohl in dem Beitrag auch das Donna-Hay-hält-eine-Schale-Motiv nicht fehlt, finde ich doch diese Bild das schwächste und würde mich nicht wundern, wenn es nicht bis ins Buch kommen würde. Denn andere sind schon schöner.

    Generell glaube ich, es ist das übliche vor und zurück. Irgendwann sahen Jamie Olivers einst stilprägenden und belebenden „shot as cooked“ Fotos auch nur noch arg hingerotzt aus, vor allem auf naturgrobgelbem Papier, so dass man sich doch wieder ein bisschen mehr Glanz bei Tisch wünschte.

    Aber egal was ist – das Auge isst nie mit, ojemine. Der Mund würde ihm was erzählen vor Futterneid! Und ich würde nur noch alleine im Dunklen essen, wenn diese Horrorfilmidee je wahr werden würde. Und selbst wenn – warum isst das andere nicht mit? Wobei – haben Zyklopen vielleicht auch keine Münder und müssen deswegen… nein, ich will gar nicht dran denken.

  28. waltraut meint:

    Mehlstäubchen Ästhetik! Sehr schön. Also ich sehe die Sache lockerer, das Bild ist ein komponiertes Werk, das hat andere Gesetze als der Alltag in der Küche. Das muss ich nicht nachkochen.
    Ich bin eher durch die elitäre Foodfotografie in ganz normalen (für meinen Geschmack zu vielen, kann ja kein Mensch alle anschauen und das Rezept für das nächste Mittagessen finde ich sowieso nicht) Foodblogs eingeschüchtert.

  29. Heike meint:

    Zuspruch!
    Stillleben vom Küchentisch können zwar durchaus apart sein, aber bitte nicht so gewaltsam arrangiert. Gewollt und nicht gekonnt, einem Stil hintergerannt – aber den Sinn nicht erfasst.
    Das zieht sich in dieser Form ja durch hunderte von Foodblogs und die Bastelläden mit ihren Puppenkleiderstoffrestpaketen werden sich wundern über den unerwarteten Zulauf.
    Beliebig austauschbare Fotos, aber sie dienen durchaus dem Amusement.

  30. KochSchlampe meint:

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    Made my day

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  31. Claudia meint:

    Danke. Mir geht diese „Landhausliebe“ schon seit längerem auf den Geist. Überall nur noch Trödel, Brösel und Geschirrtücher, die völlig sinnfrei da rumliegen.
    Da lobe ich mir die Schlichtheit einer Luzia Ellert. Gekonnt mit Licht gespielt, wenig Chichi.
    Ich verfolge ja wirklich etliche Blogs und schüttle immer wieder mit dem Kopf, wenn ich die Kommentare zu solchen Bildern lese. Das artet teilweise in hysterische Gekreische aus. Ich bin ratlos, wenn ich Frage beantworten soll, was bewegt Menschen bei solchen Bildern? Welche Sehnsucht wollen die transportieren?
    Ich hoffe mal, das ändert sich wieder.

  32. zorra meint:

    Guck mal @kaltmamsell das ist kreative Foodfotografie aus den 70igern. ;-)

    https://www.facebook.com/photo.php?fbid=798019943547471&set=a.534849499864518.141679.534492069900261&type=1&theater

  33. mary meint:

    OMG.
    Vielen Dank für diesen Artikel.
    Ich kann nicht mehr – Ihr Artikel spricht mir so aus dem Herzen.

  34. Susann meint:

    Ich hätte mir nicht gedacht, dass das ein so emotional besetztes Thema ist…wow. Es ändern sich halt Zeiten & Sitten. Die leicht unappetitlichen Bilder aus den 70er- und 60-er Jahr-Kochbüchern waren damals wohl der letzte Schrei – heut ist es halt leicht künstlich wirkendes Edelessen. Who cares, so lange das Zeug gut schmeckt.

  35. oachkatz meint:

    Ich verstehe die Aufregung nicht: ich muss mir ja keine gebloggten Bilder anschauen, die ich nicht mag, so wie ich ja auch keine Blogbeiträge lesen muss, die ich blöd finde. Taugen die Rezepte, ist mir das Bild egal. Taugen die auch nichts, bin ich froh, nicht noch einen Blog unbedingt lesen zu wollen.
    Ist die harsche Kritik in diesem Fall eigentlich auch direkt bei den UrheberInnen angekommen?

  36. sabrina {Zimtzauber & Zuckernebel} meint:

    Danke für den Artikel – schon lange habe ich mich gefragt, ob ich die einzige bin, die so empfindet. Ich mag hübsche Fotos – und ich mag sie auch auf meinem Blog. Aber ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit Foodblogging nur dann erfolgreich ist, wenn man mit eben solchen Bildern, wie du es als Beispiel herangezogen hast, aufwarten kann. Der Inhalt der Blogposts, die „Richtigkeit“ der Rezepte oder deren Umsetzbarkeit scheinen immer mehr in den Hintergrund zu geraten. Leute, die die Zeit und das Geld haben, sich aufwändige Dekorationen für ihre Fotos zu arrangieren, werden als Foodblogger verherrlicht, selbst wenn sie – manche von ihnen, nicht alle – in ihren Fähigkeiten an die einer normalen Hausfrau gerade so herankommen. Blogs entstanden ursprünglich als Ergänzung zu den traditionellen Medien. Sie waren Publikationen, in denen Experten zu einem Thema zu Wort kommen konnten und tiefer auf das Thema eingingen, als es in einer Zeitschrift oder Zeitung möglich gewesen wäre. Heute ist scheinbar jeder auf den Zug aufgesprungen und um sich voneinander abzusetzen, benutzen viele Blogger eben andere Talente – das Fotografieren, zum Beispiel.
    Ein schwieriges und komplexes Thema, das man, meiner Meinung nach, von vielen Seiten betrachten kann. Das besagte Bild gefällt mir trotzdem – aber eben als Fotografie, als Ausdruck von Kunst, nicht aber, um so etwas „Praktisches“ wie ein Rezept oder eine Anleitung zu illustrieren. Dafür würde ich mir schlicht mehr Fokus auf dem Hauptprodukt und weniger Tücher, Löffel, etc. wünschen. Aber wie gesagt: Gerahmt, an einer weißen Wand hängend, würde es mir sehr gut gefallen. ;)

    ♥sabrina

  37. Sabine meint:

    @kaltmamsell: Ich glaube, mich stört weniger die Manieriertheit eines bestimmten Fotostils als die Tatsache, dass er einem halt überall begegnet; dass einem suggeriert wird, das müsse so sein. Mehr Abwechslung, mehr persönlicher Stil wäre schön – aber ehrlich gesagt: Das ist auch ein verdammt hoher Anspruch. Merke ich selbst an meinen Bemühungen.

    @sabrina: Oh, dass es irgendwo eine Qualitätsstufe gibt, ab der man sich Foodblogger nennen darf, das muss mir entgangen sein. Wer legt das fest? Meines Erachtens sind Foodblogs gar nicht „als“ irgendwas entstanden, sondern einfach deshalb, weil es Leute gab, die gerne übers Kochen schreiben und das veröffentlichen wollten. Wer sagt denn, dass Blogs von Leuten, die „in ihren Fähigkeiten an die einer normalen Hausfrau gerade so herankommen“ (was auch immer die normale Hausfrau sein mag), keine Daseinsberechtigung haben? Im Internet darf jeder. Und wie und warum nun einzelne Blogs Leserinnen und Leser finden – nun ja, das ist eine Frage dessen, was die Leserinnen dann halt interessiert. Oder?

  38. Ulrike meint:

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    Made my day

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  39. pepe meint:

    „Made my day“ aus dem Kommentaromat paßt eh schon ganz gut, sehr feiner Text!

    Diese leicht angestaubten Essensphotos aus den 1970ern/frühen 1980ern mit dem ganzen Dekorationsfirlefanz (think Teubners „Das große Buch der Pasteten“) mag ich ja aus nostalgischen Gründen, aber wirklich appetitanregend oder kulinarisch hilfreich sind sie wie beschrieben eher selten.

    Wobei ich generell kunstvoll arrangierte Bilder eigentlich durchaus schätze – nur beim Kochen geht das für mich nicht. Eine bekochte Küche schaut meistens sowieso nicht rasend photogen aus (zumindest, wenn man über eine Hang zur Schlampigkeit verfügt wie ich) und hinterher sollten die Speisen halt schon noch gegessen werden (und, je nachdem, entsprechend heiß oder kalt auf den Tisch kommen). Da bleibt für Food-Photographie im Lehrbuchsinn und lange Beleuchtungsspielereien keine Zeit.

  40. Barbara meint:

    Ich liebe ja Deine Art zu formulieren. Aber das hatte ich glaube ich schon öfter gesagt. Da merkt man den Profi. Und der Inhalt passt genauso, made my day.

    Wie so vieles im Leben ist das sicher Geschmackssache. Ich verwechsle diese ganzen gestylten Foodblogs, daher verpufft der oft zwanghaft gewollte USP dieser Seiten meiner Meinung nach; alles ein Landhaus-DIY-Style mit massig Fotos und der Erkenntnis, dass jemand vor allem Stilleben aus jeder verschiedenen Sicht fotografieren wollte und massig Fotos veröffentlicht. Bei Kochbüchern nervt mich das genauso. Wenn die Autoren Spaß dran haben, gerne. Für mich persönlich ist das nichts, oder halt doch mal als Kalender, aber nicht als Bild an der Wand.

  41. Diana meint:

    Also ich muss gestehen, ich mag diese Bilder.
    Am Anfang meiner „Blogger-Karriere“ hatte ich auch einfach das Essen auf den Teller gegeben, abgelichtet und das war es. In der Zwischenzeit habe ich aber angefangen über die Komposition des Bildes, über das „in Szene setzten“ des Essens nachzudenken und auch umzusetzen (ob es immer klappt ist eine andere Sache).
    Das Auge isst ja mit…was nützt mir das beste und leckerste Rezept, wenn mich das Gericht nicht anspricht…und das Essen nicht so toll herüberkommt.
    Was ich persönlich als absolutes No-Go empfinde: arg zu tricksen. Was ich damit meine: zB Styropor-Torten zu benutzen oder Rasierschaum anstelle von Sahne, Kartoffelpuere anstelle von Eiscreme.
    Und ja…ich mag auch die Low-/ High-Key aufnahmen. Fotografie ist ja eine Kunst…wieso nicht das auch das Essen kunstvoll fotografieren?

  42. Heike meint:

    Weil die meisten es einfach nicht können, Diana. Nur ein Sammelsurium an shabby Zeug um die Teller zu werfen, macht noch kein gutes Foto. Ebensowenig die totale Überbelichtung.
    Fotografie kann Kunst sein, keine Frage. Aber Kunst kommt von Können.

    Dann sind mir „ehrliche“ Fotos bei weitem lieber.

  43. Tara meint:

    Ich bin gerade etwas sprachlos, soviel Intoleranz, da wird einem fast schwindelig beim durchlesen. Ich folge regelmäßig den unterschiedlichsten Foodblogs, koche nach, lass mich inspirieren, aber kommentiert habe ich noch nie. Nur heute und hier kann ich mich nicht zurück halten.
    Ich freue mich für alle, die keine anderen Sorgen im Leben haben, als sich über den Stil von Food -oder Lifestylefotos auf zu regen.
    Kein Mensch zwingt euch das anzuschauen, und ernst zu nehmende Kritik hört sich anders an.

  44. Diana meint:

    Ja Heike, nicht jeder kann es. Ich kann es auch nicht, trotzdem mache ich es. Wieso? Weil ich so lerne und mich auch entwickele. Ich kenne ein paar ausländische Blogs, die am Anfang „ehrliche“ Fotos gemacht und gepostet haben. Und mit den Jahren haben sie sich so entwickelt, dass die BetreiberInnen in der Zwischenzeit FoodfotografInnen/ Stylisten sind. Aber das war möglich, weil sie es versucht haben.
    Na ja…jeder wie er mag. Ich bevorzuge halt Blogs, Bücher, Zeitschriften die schöne Bilder haben.

  45. Heike meint:

    Nun, das sind vermutlich einfach nur unterschiedliche Herangehensweisen. Einfach nur eine weitere Kopie zu sein eines grad hippen Stils ist mein Ding nicht.
    Sich selbst zu üben, zu trainieren, seinen eigenen Stil finden, kann man auch, ohne auf einen öffentlichen Zug aufzuspringen.

  46. Antje Radcke meint:

    Vieles an der Fotokritik kann ich teilen – mich sprechen Bilder nicht an, auf denen das Essen eigentlich nur die Dekoration für die Deko ist. Und wenn da Dinge rumliegen, die weder mit dem Ess- noch dem Kochvorgang irgendwas zu tun haben.

    Was mich aber an der Kritik stört: Die Art der Verlinkung zum Foto ist nicht nett, da der Kontext gar nicht „mitgeliefert“ wird (http://www.greenkitchenstories.com/raw-cashewgurt-bowl-news/). Ich kenne den Blog gut und das verlinkte Foto ist sicher nicht das beste dort – aber der Stil scheint ja irgendwie Anklang zu finden, schließlich entsteht gerade das zweite Buch der beiden. Die Fotos im ersten Buch unterscheiden sich allerdings in positiver Weise von vielen der Blogfotos.

    Und was mich am meisten an der Kritik stört: Haben die Urheber eine Chance zu wissen, dass hier so leidenschaftlich über eines ihrer Fotos diskutiert wird? Könnten sie mitdiskutieren? Eher unwahrscheinlich bei einem englischsprachigen Blog aus Schweden, oder?

    Es gibt hunderte solcher Fotos auch in deutschsprachigen Blogs. Ich hätte es fair gefunden, dem/der Urheber/in die Möglichkeit zu geben, mitzudiskutieren.

  47. Karl meint:

    Eine unzufriedene Frau hat mal wieder ein Ventil gefunden.

  48. katha meint:

    drei unterstellungen in einem satz mit neun wörtern. das muss man(n) erst einmal zusammenbringen. ich hätte fast vier geschrieben, aber dass die kaltmamsell eine frau ist, lässt sich unmöglich wegdiskutieren – und das ist auch gut so. was so eine kleine polemik alles auslösen kann.

  49. entegut meint:

    Kontext hin, Kontext her(ausgerissen) es ist und bleibt a nebbiches Joghurt mit Früchten – da brauch ich kein aufgemotztes Foto und kein Rezept dazu.
    Die Accessoires des verlinkten Fotos schauen mehr als vergammelt aus, gibt es wo ein Spendenkonto?
    Kritik ist angebracht!

    Btw. sind manche Leute zu faul zu kommentieren, wenn sie sich vorgefertigter Antworten bedienen?

  50. Gaga Nielsen meint:

    Hey, 48 Kommentare in zwölf Stunden! (mit meinem 49!)
    Bildgemotze-Content scheint die Volksseele zu treffen.
    Leider kann ich nicht mitreden, weil ich keine monothematischen Blogs verfolge. Auf dem verlinkten Bild sieht man ein Deko-Arrangement. Könnten auch Murmeln oder Kurzwaren sein. Die Leute spielen eben gerne und zeigen ihr Deko-Talent. Wie früher Blumengirlande ins Poesiealbum malen. Oder so ähnlich. Poesiealbum für Große. Jeder wie er kann und mag. Mir schnurzpiepegal. Ich lese aber gerne Blogeinträge bzw. Kommentarstränge, wo die Leute sich ereifern. Das gefällt mir immer gut und ich fühle mich blendend unterhalten. Also weiter so. Nicht nachlassen!

  51. Heike meint:

    Mittlerweile dürfte es mehr unzufriedene Männer denn Frauen geben, grad wenn es ein Karl sagt :)

  52. Sabrina {Zimtzauber & Zuckernebel} meint:

    Oh, natürlich darf jeder, das ist ja auch gut so. Nur finde ich, dass es „früher“ leichter war, festzustellen, ob der Autor auch etwas von seiner Sache versteht, während heutzutage unter Umständen auch Blogger für Experten verstanden werden, die vielleicht gar nichts so Besonderes machen, aber eben aufgrund ihrer hübsch arrangierten Fotos Zuspruch bekommen. Allerdings ist das ein Stück weit wohl auch die Fortsetzung des altbewährten Gastro-Problems: wer nix wird, wird Wirt. ;) Ich bin da eben etwas kritisch, weil ich beide Seiten aus Erfahrung kenne – die Berichterstattung als Journalistin und die Produktion von Speißen als Pâtissière.

  53. DirkNB meint:

    Hat Foodfotografie wirklich was mit Kunst zu tun? Okay, manche Bilder haben das Aussehen, als wollten sie es. Dann müssen sie sich aber eben auch mit den Kriterien der Kunstform auseinander nehmen und bewerten lassen. Dann wird das Fotografieren aber auch Selbstzweck.
    In Verbindung mit Rezepten und Kochbeschreibungen sehe ich die Bildermacherei eher als Dokumentation bzw. Erläuterung, ggf. noch als Anregung zum Nachmachen. Platter Naturalismus eben. Keine gestellten Wirklichkeiten, sondern echte. Aber auch dort gibt es Maßstäbe zum messen, die dann aber eher technischer Natur sind.

  54. wiycc meint:

    Was Gaga sagt, von vorne bis hinten.
    (54, sofern nicht inzwischen mehr aufgelaufen sind.)

  55. doro meint:

    erstmal: genau, made my day, gerne gelesen
    das war ein subjektives gemotze und ist als solches auch so für mich rübergekommen.

    allerdings stimme ich Antje Radke zu dass die verlinkung nur zum foto nicht sauber gemacht war und dass ich es nicht ganz fair finde dass die betroffenen blogger warscheinlich nicht teilnehmen können an der diskussion um ihr blogstyling (aus sprachgründen).

    und: foodblogs scheinen ja auch wirklich unterschiedliche ziele zu verfolgen. die einen wollen sich als foodstylisten profilieren (zb weil das ihr beruf ist: http://www.greenkitchenstories.com/about/) anderen ist es wichtig ein nachkochbares rezept mit guten fotos zu bebildern.
    ausserdem ist da noch: witziger schreibstil, sachkenntnis ob von profi oder laie, politische, vegane oder sonstige botschaft die rübergebracht wird usw. das alles soll durch die bebilderung irgendwie ausgedrückt/unterstützt werden.

    ich selbst bin eher ein fan des what-you -photograph-is-what-you-get ansatzes beim foodbloggen.

  56. kubelick meint:

    meine ausgabe des „joy of cooking“ hat überhaupt keine fotos. ein paar strichzeichnungen, sonst nur text, der sich gewaschen hat. Respekt vor zutaten scheint greenkitchenstories nicht zu haben: die Planke, die unhygienische, wurde hier kurzerhand mit kiloweise Puderzucker bestäubt – einfaltspinsel. grobes salz wäre als schneemotiv viel besser und einfacher einzusammeln zur wiederverwertung. das salz wäre, im gegensatz zu Puderzucker, gar ein verwendeter zutat. duh! (ich schätze, bei der menge krümmel ist ein handstaubsauger ein fester bestandteil des kücheninventars.)
    rezeptbücher mit bildern finde ich eher suspekt. bei solchen rezeptbücher, die ohnehin alle ausgemustert wurden, wäre es eher ratsam gewesen, die rezepte mehrmals testzukochen, bevor man das geld für die völlig überflüssigen Fotos rausschmiss.

    ihren einwand zur cashewschälchen finde ich grossartig.

    pinterestomanie.

  57. Sebastian meint:

    Wow, 55 jetzt. Das hätte ich nicht erwartet zum Thema Foodfotografie, auch nicht in dieser Meinungsqualiät. Da geh ich mit Gaga. Und es ist ja auch ein Bloggerthema – Stichwort Toleranz.

    Als Zwischendrinner (bloggender Kochbuchmacher) lese ich sehr neugierig mit, muss aber sagen, dass die greenkitchens schon sehr dedicated sind, wie es sich für gescheite Blogger gehört, ob man’s mag oder nicht.

    Andererseits find ich’s gut, dass die kaltmamsell subjektiv aufs Ganze geht statt beispiellos beliebig zu kritisieren – das Bild ist ein gutes Beispiel und die zwo haben schon das Standing, damit zu leben.

  58. Foodfreak meint:

    Das Thema Foodfotografie in Blogs (danke an Sebastian für den Verweis hierher) könnte, glaube ich, Bücher füllen. Wir hatten irgendwann mal auf Twitter ein, zwei interessante Diskussionsansätze dazu, die ich bei mehr Zeit auch mal auf eigenem Blog rausholen muss… ich bin einerseits da relativ tolerant – wenn die Leute es halt so in Szene setzen wollen und es gut ausschaut, wieso nicht; andererseits frisst es mich auch schon bei Kochbüchern an, wenn Zeug gestylt wird, das so niemals als Rezeptergebnis rauskommen könnte – und das ist was, das für mich Blogs eigentlich in Sachen Authentizität anders machen können, also. „schaut her, so sieht das *wirklich* aus“. (@Percanta: Küche danach finde ich ernsthaft einen sehr coolen Ansatz :))

    Was mich _wahnsinnig_ nervt sind Blogs, bei denen ich mich durch 17 sehr ähnliche Fotos desselben Gerichtes scrollen muss, mit 2° Winkelabweichung oder einem anders drapierten Löffel, ehe ich das Rezept finde, und sowas höre ich dann auch auf zu lesen…

  59. Heike meint:

    Liebe Foodfreak, besser hätte ich meine Gedanken nicht in Worte fassen können :)
    Die Authenzität ist wirklich ein entscheidendes Thema und wie viele Blogs lese ich liebend gern trotz, manch grad wegen ihrer nicht so perfekten Fotos. Weil ich ihnen einfach – glaube.
    Nun wird ja aber andererseits kaum jemand versuchen, möglichst schlecht zu schreiben, zu fotografieren, zu recherchieren, nur um Glaubwürdigkeit zu erreichen. Das wär ja auch nicht so ganz der richtige Weg.

    Und natürlich entscheidet jeder selbst, wie er blogt und auch jeder, was er gerne an Blogs liest. Aber man kann doch trotzdem mal drüber sprechen.
    Noch dazu sind ja Fotos nicht das einzig bemerkenswerte, aber das offensichtlichste „Qualitätsmerkmal“.

  60. Angie meint:

    Also ich hab mir alle Kommentare mal durchgelesen und mir auch die Blogs dahinter angeschaut. Und siehe da…90% von dene die behaupten, dass sie diese Fotos nicht mögen und sie das richtige Essen lieber auf Blogs sehen wollen, haben keine Ahnung von Fotografie bzw von Food-Fotografie. Ihre Fotos vom Essen schauen ziemlich unappetitlich aus. Also normal dass sie das meinen…da spricht mMn der Neid und der Frust.
    Da sind noch 2-3 die mit dem Artikel nicht einverstanden sind. Und ihre Fotos sehen schon viel Besser aus…nicht perfekt…aber sie geben sich Mühe um das Gericht appetitlicher zu machen.
    Und da ist noch die eine Person, die das kann, trotzdem meint sie, dass ihr das nicht gefällt. Spricht da vielleicht der Neid oder vielleicht die Angst von Konkurrenz.
    Und ja…ich finde es auch unfair. dass man ein englischsprachiges Blog ausgewählt hat, und die Autoren nicht Stellungnahme nehmen können. Aber wieso sollten sie das auch…sie haben 2 Bücher rausgebracht…also spricht der Erfolg für sie.
    Mit diesem Artikel wollte die Autorin nur Traffik generieren…und das hat sie geschafft.

  61. Heike meint:

    Und dann gibt es noch die, die persönlich werden.

  62. Walküre (@maria_hofbauer) meint:

    Ich sags mal so: Mir imponiert jeder Laie, der sich an die gehobenere Art des Fotografierens von Gerichten heranwagt. Wer mag, der darf – das ist eine der schönsten Seiten des Internet, jener großen Spielwiese, auf der wir uns tummeln.

    Und was die „Küche danach“ angeht, so betrachte ich mich ab sofort als Pionierin dieses Genres :-) ; Beweis ist dieser Eintrag vom Dezember 2008:

    http://walkuere.twoday.net/stories/5413684/

  63. katha meint:

    @heike – so gelobt und hervorgehoben werden und dann noch undankbar sein, tststs.

    @walküre – sorry, der titel gebührt mir, märz 2008, letztes foto:
    http://www.esskultur.at/index.php/2008/03/11/thai-fuer-24/

  64. Dentaku meint:

    @walküre, @katha:

    Pah, Oktober 2005:

    http://dentaku.wazong.de/2005/10/17/was-vom-fest-ubrigblieb/

    ;-)

  65. Sebastian meint:

    Kinder, Kinder, schaut mal hier beim Pionier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Eat-Art
    und
    https://www.google.de/search?q=daniel+spoerri+eat+art&rlz=1CASMAE_enDE531DE531&espv=210&es_sm=93&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=hUXeUu_ZJ9KJhQfdvIB4&ved=0CDQQsAQ&biw=1136&bih=626

    Und ich möchte auf mein Quiz in den Anfängen meines Blogs hinweisen, bei dem die Leseras anhand des Abfalls und der Reste raten sollten, was es zu Mittag gab. (Leider verschollen)

  66. katha meint:

    seit wann bloggt spoerri?!

  67. katha meint:

    @dentaku das gilt nicht, da wurde ja nur (auch: kaffee) getrunken und kuchen gegessen. oder wo sind die beweise für eine anständige kochung?

  68. Dentaku meint:

    @katha
    Gar nicht! Der Artikel gehört zu dem:
    http://dentaku.wazong.de/2005/10/14/zwei-kilo-gemischtes-hackfleisch-bitte/
    und dem:
    http://dentaku.wazong.de/2005/10/15/lasagnevorbereitung/

    (aber: ja, eigentlich zeigt das Bild die falsche Seite der Küche)

  69. katha meint:

    @dentaku – total overstyled, diese lasagnevorbereitung ;-)))

  70. Dentaku meint:

    @katha: Mist, erwischt. ;-)

  71. Sebastian meint:

    Seit er kocht, @katha Und weil es damals halt noch kein Internet gab, hat er es mit Tixo gemacht.

  72. kalua meint:

    Heute entdeckt:
    http://food52.com/blog/9494-kim-boyce-s-soft-rye-pretzels

    Ich sage lieber nichts dazu ☺

  73. Walküre (@maria_hofbauer) meint:

    @kalua

    Der Herr Hund meint, das Bild hat hohen Wiedererkennungswert.

  74. Sebastian meint:

    Haha, klasse Link, @katha, so schaut dann halt die andere Seite aus, wenn mans zeigt wie es ist.

    Ich find’s aber auch klasse, dass sich da jemand mit erfrischendem Leichtsinn dran wagt und uns zeigt, dass auch wir sehr spezielle Rezepte haben und nicht nur die anderen – ein Stück Teig mit Pilzen drin verknoten, in Salzlauge kochen und mit Salz beschmeißen und dann noch in den Ofen schieben, da staunt selbst der Japaner.

    Und würd nie was über unsere Sushi-Bilder sagen…

  75. katha meint:

    dass es anfang der sechziger noch kein internet gab, war mir schon bewusst, sebastian, ich fand’s nur unfair, den großmeister der fallenbilder ins foodblogbildbetrachtungsspiel zu werfen, deshalb die ironisch gemeinte frage, seit wann spoerri blogge.

  76. Sebastian meint:

    Ok, @katha, dann fair: Spoerris Kreativblog. http://www.georgspoerri.com/

  77. katha meint:

    falscher spoerri, gilt nicht! (und werte frau kaltmamsell, bitte um zurechtweisung, wenn wir hier zu weit gehen, gell?)

  78. Sarah meint:

    Hallo, kam durch esskultur darauf. Danke für diese Betrachtung! Ich sehe auch seit Jahren diese Bilder und denke immer: wieviel Joghurt habt Ihr weggeschmissen, bis das in der Schüssel perfekt ohne Granatapfelsaft aussah? Essensverschwendung finde ich gräuslich, auch wenn ich kein Nachkriegskind bin. Plädiere auch für autentische Fotos, die so aussehen, als wäre das tatsächlich gekocht worden!

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