Journal Sonntag, 11. Februar 2018 – Eine einzige Rote Bete

Montag, 12. Februar 2018 um 8:43

Frau Kaltmamsell, wie kommt Ihr Blog Vorspeisenplatte mit all dem Ruhm und Traffic durch den Award „Goldener Blogger“ zurecht?

Och, es ist erwartungsgemäß genau so gelaufen, wie ich das bereits bei Verlinkung auf großen Portalen wie Spiegel online erlebt habe: Ein großer Aussschlag, nach einer Woche Zurückpegeln auf die vorherige Besucherzahl. Ich freue mich über jeden und jede davon.

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Nachdem auch meine zweite Lieblingsringelstrumpfhose löchrig war, machte ich mich ans Reparieren. Nicht nur würde mich überhaupt schmerzen, ein Kleidungsstück wegen eines solch geringen Schadens wegwerfen zu müssen. Ich mag diese Strumpfhosen auch besonders gerne und wüsste nicht, woher ich Ersatz bekäme.

Ich bin sehr froh, dass ich wenigstens ein bisschen mit Nadel und Faden umgehen kann – und so Lieblingsstücke retten.

Isarlaufrunde gestern von Odeonsplatz bis Unterföhrung und zurück bis Tivoli. Es war anstrengend, unter anderem wegen des rutschigen Untergrunds, aber ich sah einen Graureiher auf einer Kiesbank, eventuell daneben einen Kormoran.

Nach Duschen und Frühstück verarbeitete ich die eine Rote Bete, die vergangene Woche im Ernteanteil war.

Sie ergab eine Schüssel klassischen Rote-Bete-Salat nach Österreich vegetarisch und ein Portion Rote-Bete-Püree nach einem Rezept aus Ottolenghis Jerusalem (letzteres geriet mir ein wenig zu scharf).

Zum Abendbrot gesellte sich ein Waldorfsalat, den Herr Kaltmamsell aus Sellerie und Äpfeln des Ernteanteils bereitet hatte.

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Dieser Werbefilm macht in meinem Internet Furore: Eine Neuauflage der Four Yorkshiremen, nur dass sich darin junge Londoner darin übertreffen, wie hart es ist, ihren Sport auszuüben. Lustig und gepackt voller Infos über die unterschiedlichen Bevölkerungsschichten und Gegebenheiten in London (Englischlehrerinnen aufgemerkt) (wenn Landeskunde überhaupt noch Teil des Englischunterrichts heutzutage ist).

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In Chrismon, dem besten Kundenmagazin deutscher Sprache, stand wieder eine ganz ausgezeichnete Reportage: Gerhard Trabert ist Arzt und behandelt Obdachlose und Arme in Mainz.
„Er schaut nicht weg“.

Du bist deines Glückes Schmied – Trabert wusste früh: „Das ist Unsinn.“

die Kaltmamsell

6 mal Beifall zu “Journal Sonntag, 11. Februar 2018 – Eine einzige Rote Bete”

  1. Vinni rabensturmig meint:

    Danke für den Link über den Mainzer Arzt. Das ist sehr beeindruckend und bewundernswert

  2. Elfe meint:

    Lieblingsstrümpfe und -stopfe ich auch sehr oft und hingebungsvoll – zum Glück sind bei Ihnen vorne die Zehen nur schwarz, da ist es nicht so schwierig wie bei den Ringeln, den Farbton zu treffen.
    Für mich sind Sie immer noch eine Goldbloggerin!

  3. Ulrike meint:

    Das „Chrismon“ lese ich immer wieder gerne.

  4. Twitter meint:

    Würden Sie mir das Rezept für den österreichischen Rote- Beete- Salat verraten?
    Vielen Dank für Ihre Mühe!

  5. die Kaltmamsell meint:

    Mach ich, Twitter:
    ca. 500 gr Rote Bete, frisch gekocht, lauwarm schälen und in Stifte schneiden. Mit
    3 Essl. Weißweinessig
    3 Essl. Sonnenblumenöl
    Salz
    schwarzem Pfeffer
    1/2 Teel. scharfem Senf
    1 Teel. Meerrettich vermischen. Nach dem Abkühlen abschmecken.

  6. Susanne meint:

    Die Kombination aus ‚Österreichisch‘ und ‚Rote Beete‘ klingt lustig, ‚Rauna‘ jedenfalls authentischer. Danke fürs Rezept!

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