Bayrischer Kartoffelsalat, Familienrezept

160207_14_Kartoffelsalat

800 gr Kartoffeln, festkochend (= zwei Hände voll) mit Schale waschen, in einem Topf mit kaltem Wasser bedecken, kräftig salzen. Zum Kochen bringen, in 17-20 Minuten gar kochen.

Abgießen und so weit abkühlen lassen, dass man sie weiterverarbeiten kann (idealerweise sind sie dann noch nicht ganz kalt).

Pellen und in Scheiben schneiden – Scheibendicke je nachdem, ob man seinen Kartoffelsalat lieber grob oder kleinstückig hat.

1 kleine oder 1/2 große Zwiebel (ca. 60 gr) schälen und fein hacken. Zu den Kartoffeln geben.

1 Tasse (200 ml) kräftige, heiße Gemüsenbrühe (original mit löslicher Brühe) über Kartoffeln und Zwiebel gießen. Mit
50-80 gr Pflanzenöl (Sonnenblumen- oder Rapsöl)
3-4 Essl. mildem Essig
frisch gemahlenem schwarze Pfeffer vermischen, mit Salz und Essig abschmecken.

160207_11_Kartoffelsalat

1/2 Salatgurke in eine Schüssel hobeln (je nach Gusto geschält oder ungeschält). Kräftig salzen und durchkneten.

Kartoffeln 2 Stunden durchziehen lassen, Gurken 2 Stunden Saft ziehen. Dann mit den Händen das Wasser aus den Gurkenscheiben pressen, Gurken unter die Kartoffeln mischen.

die Kaltmamsell

19 Kommentare zu “Bayrischer Kartoffelsalat, Familienrezept”

  1. typ.o meint:

    Super, danke, wird gemacht.

  2. Brigitte meint:

    In Österreich gibt man auch etwas Zucker zum Erdäpfelsalat (wie der Kartoffelsalat in Wien heißt), aber eigentlich zu jedem anderen Salat auch, probiere das einmal aus, das mildert die Säure vom Essig.
    Liebe Grüße aus Wien, Brigitte

  3. kelef meint:

    in österreich – besonders in wien – sollte resp. muss es übrigens roter zwiebel sein. und in das dressing darf auch ein bisserl senf oder senfpulver.

    wer den erdäpfelsalat gerne „mollig“ oder „sämig“ hat, der kocht mit den festen erdäpfeln einfach einen mehligkochenden mit, und matscht den dann mit essig und öl und ggfls. senf zusammen, bevor das alles über die erdäpfel und den zwiebel kommt.

    alternativ statt der salatgurke dürfen auch kleingeschnittene gewürz- oder essiggurkerln in den erdäpfelsalat, die müssen dann mitziehen. oder man hebt kurz vor dem servieren pro portion eine handvoll vogerlsalat unter die erdäpfel – das macht den erdäpfelsalat dann kwasi „vornehmer“.

  4. Sebastian meint:

    Sehr fein! Meiner Meinung nach reicht es, die Gurken einfach nur einzusalzen, ohne Kneten – weich werden sie von selbst und bleiben so ganz. Natürlich nur, wenn sie von einem guten Hobel kommen.

    @Brigitte Zucker am Erdäpfelsalat mag ich in Österreich gerne, und auch das sie zugleich wenig bis kein(?) Öl dran machen, ähnlich wie bei der Sauren Wurst (anders also als beim hiesigen Wurstsalat). Sobald aber Speck oder sonst viel Fettes dran kommt, stört mich der Zucker.

  5. mariong meint:

    Es hat Jahre gedauert, bis er so schmeckte wie bei Oma, sämig weil in der Gemüsebrühe Schmelzflocken aufgelöst werden, mit Dill ohne Petersilie und gerne auch Muskat.
    Was ich car nicht essen kann sind die norddeutschen Mayonnaisesalate, die Weißwurstgrenze könnte man auch in Kartoffelsalatgeenze umbenennen.

  6. Daan meint:

    Klasse! Schon zweimal nachgekocht und sehr genossen, danke!

  7. Renate meint:

    Fast genauso mache ich den Kartoffelsalat auch. Allerdings koche ich die kleingeschnittene Zwiebel eine Minute in der Brühe. Ich vertrage die rohen Zwiebeln nämlich nicht so gut. Und ich nehme „vorwiegend“ festkochende Kartoffeln. Oder gleich mehlige. Dann wird der Salat schön „schlonzig“, wie es hier in Baden heißt. Die Kartoffeln saugen sich nämlich schön mit der Flüssigkeit voll. Außer den Gurken kommt auch noch viel getrockneter Dill rein.

  8. Steffi meint:

    Nun habe ich es auch endlich ausprobiert. Ein sehr, sehr leckeres Rezept. Vielen Dank dafür!

  9. Ella meint:

    Hallo,
    ich bin Münchnerin und glaubt mir ich kenn keine gute Köchin/ Koch die/der in Kartoffelsalat Brühe rein macht.
    Das steht nur in mittelmäßigen Kochbüchern und schmeckt wie Salat aus dem Eimer.
    Leute lasst die Brühe weg, nehmt guten Haushaltsessig z.B. „Alte Liebe“ von Hengstenberg
    dazu heißes Wasser und zu gleichen Teilen Salz und Zucker, frischen Pfeffer und etwas neutrales Öl, rote Zwiebel, evtl. Schnittlauch, fertig
    Lasst den Salat durchziehen und schmeckt ihn danach nochmal ab
    Mit od ohne Gurke ein Hochgenuss.

  10. die Kaltmamsell meint:

    Genau, unbedingt auf Ella hören, die ganz genau weiß, dass allen Menschen auf der Welt dasselbe schmeckt.

  11. Dragana Be meint:

    Ein wunderbarer Salat! Genau wie ich es mag, tolles Rezept, Dankeschön

  12. Rudaj T meint:

    Der Bayerin muss ich teils recht geben. Der Salat auf ihre Art schmeckt bestimmt gut. Ich mache den Kartoffelsalat so wie sie aber auch mit einer Bouillon (Suppe). Aber, „OHNE ZUCKER!!!!.“ Und nicht mit neutralem sondern mit Kürbiskern oder Rapsöl. Natürlich wird der Salat mit Senf und Essiggurken verfeinert! Ella, so macht man den Salat richtig.

  13. Dr. Susanne Beier meint:

    Auch in Bayern wird da ein bisschen Zucker zugetan.

  14. Michelle van Genabit meint:

    So wie der Salat beschrieben ist, wird er im „Schwabenländle“ zubereitet. Brühe muss rein!

  15. Ela meint:

    Ein sehr leckeres Rezept. Passt perfekt zu einem Schnitzel

  16. Romana Mörs meint:

    Hallo Brigitte….auch ich mache an alle Salate etwas Zucker.
    Gruß Romy

  17. Linati meint:

    Ich nehme seit geraumer Zeit Zitrone statt Essig. Allerdings vorsichtig dosieren. Schmeckt sehr frisch.

  18. Michaela Brem meint:

    Meine Familie und ich lieben diesen leckeren Kartoffelsalat.
    Ich nehme dafür Weissweinessig und rote Zwiebeln.Danke für dieses tolle Rezept.

  19. Annbellis meint:

    Auch wenn ich 3 Jahre zu spät komme damit: Natürlich macht man da in Bayern, wo ich mich auskenne (Oberbayern), den Kartoffelsalat immer mit Brühe, sonst wäre es kein bayerischer Kartoffelsalat. Aber bei uns musste er immer „warm“ gegessen werden, also so warm, wie er halt wird, wenn man kalte Kartoffeln mit heißer Brühe übergießt.

Kommentar verfassen:

XHTML: Folgende HTML-Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>