Natürlich?

Mittwoch, 2. Juli 2008 um 9:07

Manchmal sperrt sich einem die eigene Muttersprache. Ich zum Beispiel komme immer noch nicht zurecht mit der Verwendung des Attributs „natürlich“.

„Nur mit natürlichen Inhaltsstoffen“, betont die Chefin der winzigen Münchner Kosmetikfirma, als sie mir ihre Karottencreme überreicht. No na, denke ich, Ameisensäure oder Arsen sind ja auch natürlich – deswegen möchte ich sie mir noch lange nicht ins Gesicht schmieren. Und reagieren Allergikerinnen nicht vor allem auf ganz besonders natürliche Stoffe mit Ausschlag? Warum also glaubt die Dame, dass die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe etwas besonders Lobenswertes ist? Wie definiert sie wohl „natürlich“?

Mein bandscheibengeschädigter kleiner Bruder erzählt vom jüngsten Besuch beim Orthopäden. Das viele Sitzen, habe der gesagt, sei für den Menschen ja auch ganz unnatürlich: „Früher…!“ „Ja, früher“, werfe ich ein, „da hatten sich die Menschen durch schwere körperliche Arbeit ihre Bandscheiben bereits mit 40 völlig ruiniert. Ganz natürlich. Falls die vielfältigen anderen Krankheiten sie dieses Alter überhaupt erreichen ließen. Auch ganz natürlich.“ Nein, nein, meint mein Bruder, der Orthopäde habe die Haltung des Rückgrats beim Sitzen gemeint.
Aber, so denke ich dieses Argument weiter, war dann die Sache mit dem aufrechten Gang nicht schon eine saublöde Idee der Evolution? Oder das Verlassen des Wassers als Lebensraum? Gibt es Meeresbewohner mit Rückenschmerzen? Wie definiert der Orthopäde wohl „natürlich“?

Vielleicht hilft es, sich dem Wort über das Nomen zu nähern. Nahrungsmittel „aus der Natur“, „Naturkost“ – was sagt das aus? „Bio“ wurde in den vergangenen Jahren immer genauer definiert. Aber „Natur“? Schädlingsbekämpfungsmittel und Dünger scheinen nur dann nicht natürlich zu sein, wenn sie durch chemische Veränderungen hergestellt wurden. Aber der Schritt des Menschen zu Ackerbau und Viehzucht scheint in diesen Natur-Begriff zu passen. Ebenso der Transport der Früchte mit einem Fahrrad oder gar Auto. Nicht aber das Abtöten von Pilzen und Keimen auf Erdbeeren durch Bestrahlung. Wo grenzt wer ab?

Dann hätten wir da die „Renaturierung“ der Isar. Der Mensch greift mit allen Fertigkeiten, die ihm Jahrhunderte technischen Fortschritts verliehen haben, in den Verlauf eines Flusses ein und erklärt das Ergebnis zu Natur. Ist Natur also doch einfach ein menschliches Konzept? Das zum Beispiel im Gegensatz zum Konzept „unberührte Natur“ steht? Letzteres ist etwas einfacher zu fassen, da es anscheinend einfach die Welt minus Mensch bedeutet. Sieht sich der Mensch also als generell unnatürlich an? Bezeichnet „unnatürlich“ also alle Eigenschaften und Tätigkeiten, die die Spezies Mensch von allen anderen Lebewesen unterscheiden?

Dann wiederum: Wie kommt es, dass Menschen mit besonders großer Sehnsucht nach diesem Naturkonzept auffallend wissenschaftsfeindlich eingestellt sind und sich von esoterischen Ritualen (die man von Tieren nun garantiert nicht kennt) besonders angezogen fühlen?

In anderen Sprachen ist das Problem nicht geringer. Hier schreibt eine US-Amerikanerin über ihre natural birth: „Natürlich“ heißt für sie ohne Medikamente und Schnitte. Das Erleiden von Wehenschmerzen, das habe ich in Gebärendenkreisen regelmäßig mitbekommen, ist essentiell für die Natürlichkeit einer Geburt. Andere Schmerzen von Kopfweh über Menstruationsbeschwerden bis zu entzündeten Nebenhöhlen aber nicht – dagegen sind dieselben Damen durchaus bereit, Medikamente zu nehmen. Sie finden es allerdings auch nicht natürlich, im Kindbett zu verbluten und akzeptieren zur Rettung ihres Lebens alles, was die Hightech-Medizin hergibt. Gibt es gutes Natürlich und schlechtes? Das würde erklären, warum das Aussterben des Süßwasserdelphins betrauert wird, gleichzeitig die Ausrottung der Tsetse-Fliege aber mit allen Mitteln vorangetrieben.

Ist „natürlich“ vielleicht alles, was möglichst weit vom Menschen entfernt ist, aber gleichzeitig ihm nicht schädlich?

Ich bin halbwegs ernsthaft auf der Suche nach einer Antwort.

die Kaltmamsell

29 Kommentare zu „Natürlich?“

  1. Anke meint:

    Warum man bei einer Geburt keine Schmerzmittel haben möchte, hat mir nie eingeleuchtet — wobei ich dazu sagen muss, dass ich mit diesem Teil der Weiblichkeit keine Erfahrung habe und auch keine haben möchte.

    Aber immer, wenn dieses Argument mit der „natürlichen“ Geburt kommt, muss ich an einen Dialog aus ER denken. Irgendein Doc fragt die Hochschwangere, ob sie eine „natural birth“ haben möchte. Worauf sie schnaubend fragt: „Natural birth? What’s next? Natural dentistry?“

  2. croco meint:

    Ein großartiger Artikel!!

    Das Problem besteht, glaube ich, darin, dass der Mensch sich nicht als Teil der Natur fühlt. Wenn er das täte, wäre ein durch Menschen aufgestauter Fluss gleich viel wert wie einer, der durch Biber rückgestaut wurde. So aber ist der Biber romantisch und schutzwürdig, die Staudammbauer aber böseböse.

    Tierschutz ist eine der vielen Merkwürdigkeiten der Menschen. Man schützt gerne, aus der Entfernung, und am liebsten Wirbeltiere, die niedlich aussehen.
    Wollen die Tiere einem aber an die Wäsche, ist es schnell aus mit Schutz, die Kopflaus hat keine Lobby.

    Pflanzlich ist gut, chemisch ist schlecht. So sind Knollenblätterpilz und Kokain gut, weil pflanzlich? Und Konservierungsstoffe schlecht, obwohl man sonst an den Bakterien in der Mayonnaise elendig verrecken würde?

    Ich plädiere für die Rückkehr der Vernunft.

  3. Ulrike meint:

    Ob man bei einer Geburt Schmerzmittel haben möchte oder nicht, hängt nun auch von der Länge dieses Vorganges ab , No. 1 mit mit allem Pipapo und No. 2 ohne alles, völlig natürlich kurz und schmerzhaft ;-)

  4. Remington meint:

    Natürlich ist wohl einfach alles, was man dem Lauf der Zeit überlässt. Nach dieser Betrachtungsweise ist ein Haufen Bretter genauso biologisch abbaubar wie eine Tonne Plutonium. Kommt halt nur auf die Zeit an…

  5. giardino meint:

    In die gleiche Kategorie gehört auch das Wort „gesund“, das nicht mehr nur den Zustand eines Lebewesens bezeichnet, sondern eine abstrakte Eigenschaft von Nahrungsmitteln und Verhaltensweisen. (Das z. B. regelmäßiger Fischgenuss gesund sei, sieht mein Kollege mit der Fischallergie etwas anders.) Abgesehen davon, dass diese Zuschreibung ständig im Fluss ist und heute als schädlich gilt, was gestern noch „gesund“ war.

  6. dontblog meint:

    Das Fisch gesund sein soll, habe ich auch schon gehört. Mir leuchtete das allerdings nie ein, da das arme Tier immer tot serviert wurde und tot und gesund waren und sind für mich zwei Dinge, die nicht so recht zusammenpassen. Aber vielleicht ist das natürlich anders…

  7. Kristof meint:

    Oder auch „sozial“ …

  8. Lorelei meint:

    „[…] the occasional uterus following the baby and placenta out of the mother.“ – jetzt hat’s mich aber grad eben sehr geschüttelt.

  9. Chronistin meint:

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    Gerne gelesen

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  10. cohu meint:

    Den Fehler der Gleichsetzung von Natürlichkeit und Werthaftigkeit kennen wir Philosophen seit ca. 100 Jahren unter dem Begriff „Naturalistic Fallacy“.

    Was die „Natürlichen Geburten“ angeht: Ich bin weder Medizinerin noch Mutter – aber auch von nicht ideologisch verblendeten Menschen wird meines Wissens vertreten, dass Geburtschmerz physiologische Funktionen hat und weniger Schmerzmittel zu besseren Geburtsverläufen führen sowie die Wahrscheinlichkeit von Postpartum-Depressionen senken kann (hier ein Übersichtsartikel). Insofern sind die naturfixierten „Gebärendenkreise“ vielleicht doch gar nicht so blöd wie hier impliziert :-)

  11. pepa meint:

    Auch zur „natürlichen“ Geburt mit oder ohne Schmerzmittel:
    Systemisch verabreichte Schmerzmittel gehen zu unterschiedlichen Anteilen via Plazenta auf das Kind über, das dann bestenfalls erst mal seinen Rausch auspennen muss, schlimmstenfalls eine knackige Atemdepression hinlegt, sprich nicht anständig schnauft.

    Regionale Anästhesien haben ihre nicht zu unterschätzenden Risiken.
    Ums kurz zu machen:
    Icke, als Nicht-Ökomama und Fachfrau, habe genau aus dieser Nutzen-Risikoabwägung heraus zweimal ohne Schmerzmittel entbunden (hatte aber auch jeweils das Glück eines unkomplizierten Geburtsablaufs.)

    Wo sie indiziert sind, die schmerztherapeutischen Maßnahmen, da sollen sie auch unter der Geburt angewendet werden, keine Frage – egal ob „natürlich“ oder nicht, das sollte keine Frage der Ideologie sein.
    Aber nicht routinemäßig, weil es sie halt gibt und weil es damit vermeintlich bequemer wird.

    So viel dazu. Nur so nebenbei.

  12. die Kaltmamsell meint:

    Nu, mir ist ehrlich gesagt völlig egal, ob und wo Gebärende welche Mittel einsetzen; mich interessiert, warum welche für „natürlich“ oder eben nicht gehalten werden – zumal ich auch pragmatisch eingesetzte Kaiserschnitte nachvollziehen kann, sicher ganzganzganz „unnatürlich“.

  13. pepa meint:

    Ja, wie gesagt, nur so nebenbei. Und ja, Kaiserschnitt gibt es auch noch.

    Die Definitionen von „natürlich“ unterliegen starken interindividuellen Schwankungen.
    „Natur“ und „natürlich“ – ein menschliches „Konzept“, ja. Schon allein, weil wir lediglich in der „Lage“ sind, die Worte „Natur“ und „natürlich“ mit einem menschlichen Gehirn zu denken, das liegt so in unserer „Natur“ und jedes Gehirn „funktioniert“ vielleicht ein wenig anders und ist das vielleicht hier eher die „Frage“?

  14. hufi meint:

    Ich weiß nicht, vielleicht liegt das Problem in der Fragestellung, die ich gleichwohl damit nicht kritisieren will. Aber die Frage muss gestattet sein, wer nach der Natur fragt. Nach der Natur zu fragen, fragt nicht die Natur. Dem Sauerstoffmolekül ist es egal, vermutlich auch einem Berg, ebenso wahrscheinlich noch sog. höheren Lebewesen.

    These 1: Natürlichkeit ist eine Bedingung des Nichtwissens. Wenn man den Dingen ihren Lauf lässt.

    (Die ganze Aufklärungskritik der Philosophie hat dies eigentlich zum Thema unter dem Topos (oder Begriff) der Naturbeherrschung).

    These 2: Natur ist das, was einem widerfährt.

    These 3: Für die durch den Menschen denaturierte Natur, wenn sie gleichwohl zum „menschlichen Konzept“ wird, haben Philosophen um die vorletzte Jahrhundertwende die Idee der „zweiten Natur“ (Lukács in der Theorie des Romans explizit) entwickelt. Ohne diese sind die beiden in den ersten zwei Thesen gesagten Dinge auf dem Terrain des Menschlichen nicht mehr denkbar. Zu denken ist auch an Plessners „Die Stufen des Organischen und der Mensch“.)

    These 4: Beckett

    HAMM Die Natur hat uns vergessen.
    CLOV Es gibt keine Natur mehr.
    HAMM Keine Natur mehr! Du übertreibst.
    CLOV Ringsherum
    HAMM Wir atmen doch, wir verändern uns! Wir verlieren unsere Haare, unsere Zähne! Unsere Frische! Unsere Ideale!
    CLOV Dann hat sie uns nicht vergessen.
    HAMM Du sagst doch, daß es keine mehr gibt.
    CLOV traurig Niemand auf der Welt hat je so verdreht gedacht wie wir.
    HAMM Man tut, was man kann.
    CLOV Man hat unrecht Pause
    HAMM Du hälst dich für gescheit, nicht?
    CLOV Gescheitert!
    Pause

    [Beckett, Endspiel, Frankfurt/M. 1974, S. 21 f.]

    Notiz 1: Aus dem Bereich der Musik sind die „wissenschaftlichen“ Diskussionen über die Natürlichkeit beispielsweise des Dur-Moll-Tonsystems hinlänglich bekannt. Und früher, zu bestimmten Zeiten, wurden sie durchaus auch mit dem Ziel geführt, dem „Natürlichen“ das „Entartete“ gegenüber zu positionieren.

    Das nur so am Rande. Die Begriffe sind selbst ja nämlich nicht „natürlich“ sondern Entwickelte, sowohl geschichtlich wie gesellschaftlich.

    Notiz 2: Schaut man in die Mathematik, so gibt es selbst dort den Begriff der natürlichen Zahl. Und nichts kann besser veranschaulichen, wie konstruiert diese Annahme ist. Nämlich eine Konvention.

  15. The Exit meint:

    Bravo! Ich applaudiere und bedanke mich für die scharfsinnigen Gedanken zum Abend!

  16. Kreon meint:

    Meine Soziologie- und Phlisophieseminare sind lange genug her, um der großen Versuchung zu widerstehen, auf Ihre Frage mit einem großen Exkurs voller Halbbildung zu antworten. Zumal ja nur ein Naturverständnis anderer Leute hinterfragt ist, das die Ambivalenz menschlichen Seins – biologische Kreatur und kulturell-zivilisatorisches Wesen – ausblendet.

    Die kürzeste „Antwort“ hat Oscar Wilde formuliert: „Natürlichkeit ist eine Pose, die sich nur schwer auf Dauer durrchhalten läßt.“

    Aber wem sage ich das? Richtig der Frau, die hier als NATURSpießerin kokettiert. Und die dennoch/deshalb eigentlich keine Antworten auf diese Frage braucht.

  17. Stefan meint:

    @Hufi: Ein schöner Text, aber an einer Stelle muss ich ein wenig widersprechen. Die natürlichen Zahlen scheinen mir nicht durch die Mathematiker konstruiert. Der Mensch brauchte ab einer bestimmten Stufe seiner Entwicklung kardinale Zahlen, um Objekte abzählen zu können. Der Jäger hat zum Zählen vermutlich zuerst seine Finger verwendet: »Da kommen III Mammuts!« Natürlicher geht’s doch eigentlich nicht. Die Null (als umstrittenen Teil der natürlichen Zahlen) kann man als Synonym für »Nichts« betrachten. Die »Konstruktion« von Zahlen beginnt meiner Meinung nach erst dann, wenn ich die negativen Zahlen einbeziehe. Das begann wohl, als die erste Sammlerin zu ihrer Nachbarin sagte: »Du schuldest mir drei Äpfel« ;-)

  18. hufi meint:

    @ Stefan: Und Potenz? ;-)

    Ich trinke jetzt erst mal ein halbes Glas Wasser.

  19. Stefan meint:

    Ich bin ja etwas verwundert, dass ich so direkt gefragt werde, aber danke, ja ;-)

    Du meinst die Möglichkeit, mit natürlichen Zahlen zu potenzieren? Aber das spricht doch nicht gegen ihre Natürlichkeit. — Ein halbes Glas Wasser gab es damals bei den Jägern und Sammlern noch nicht. Die haben immer direkt an der Quelle getrunken. Und der Bruch 1/2 ist sowieso keine natürliche Zahl ;-)

    Ich trinke jetzt einen Pfefferminztee.

  20. mariong meint:

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    Gerne gelesen

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  21. Sabine meint:

    Was die Isar anlangt, kommen ja so verschiedene Überlegungen dazu: ein praktisches, nämlich dass man heute der Meinung ist, ein Fluss mit unbefestigtem Bett schütze besser vor Hochwasser; ein ästhetisches, weil man mäandernde Rinnsale in Kiesbänken neuerdings hübscher findet als gerade Flußmauern; ein konservationistisches, weil man die Artenvielfalt zu schätzen weiß und ihr Raum verschaffen möchte. Und natürlich der Prestigegrund, denn wer hat schon einen so wilden Fluss mitten in seiner Stadt. Natürlichkeit? Sicher Definitionssache. Mir gefällts.

  22. hufi meint:

    Stefan, danke, dass du mir die schlanke Antwort nicht verübelt hast. Jetzt eine bessere Antwort vielleicht.

    Ich denke nicht, dass dies Abzählen „natürlich(er)“ ist, auch das Zählen ist schon eine Form von Naturbeherrschung. Eine Strukturierung von sonst Diffusem, Amorphen. Ich habe lange überlegt, wie viele Lebewesen neben den Menschen sonst noch auf das Abzählen sich verstehen. Ich weiß es aber nicht.

    Im Zahlensystem der Römer ist es ja auch nicht so einfach, schon die einfachsten Berechungen stellen einen da vor Probleme. Das Arabische hat sich, Gott und Papst Sylvester sei Dank, weitgehend durchsetzen können. (Außer bei der Jahresangabe im Abspann von Kinofilmen ;-) )

    Das mit dem halben Glas war schon ein Seitenhieb. Die Kultur des Teilens, die Welt des Kaputten, das halbe Mammut – mehr brauch ich doch nicht zum Leben. …

    Jetzt fällt mir noch ein Nutzen der natürlich Zahlen ein: Das Abzählen von Reisenden in einem Ausflugsbus nach dem Besuch von irgendwas. Prost Stefan!

  23. Sabine meint:

    Oh ja, und pepa und cohu haben natürlich recht, was Geburten anbelangt. Aber ein bisschen Machismo ist natürlich auch immer dabei. Aber ein Sportler wird sicher verstehen, dass Leidensfähigkeit, die zum Erreichen eines Ziels (in dem Fall: Baby) eingesetzt wird, einen unvergleichlichen Endorphinrausch bescheren kann. Der ist es schon fast wert. Marathonläufer laufen ja auch nicht mit Schmerzmitteln.

  24. Sigourney meint:

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    Gerne gelesen

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  25. Indica meint:

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    Gerne gelesen

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  26. steffi meint:

    Also natürlich meint dem Wortsinne nach doch immer natürlich – im Gegensatz zu künstlich. Wie es konnotiert wird – positiv oder negativ – bzw. dass es derzeit in den Medien/Werbung/im Sprachgebrauch immer positiv konnotiert wird, halte ich für eine Modeerscheinung.

    Es gab mal eine Zeit, ich glaube so in den 60ern, da war z.B. das Stillen absolut verpönt, weil es als unhygienisch galt. Zu dieser Zeit war dann wohl alles, was als natürlich bezeichnet wurde, schlecht – und man lobte die Pharmaindustrie.

    Will sagen: Der Sprachgebrauch ändert sich halt und unterliegt modischen Schwankungen, die wahrscheinlich damit zu tun haben, welcher Riesenkonzern was verkaufen will.

  27. Sebastian meint:

    Kaum waren sie fertig mit der Isarrenaturierung, räkelten sich deren Uferbewohner im Bikini oder mit Rotwein auf den Sandsteinbänken am Fluss und die Kinder planschten dazu, als wäre das schon immer so gewesen. Natürlich.

    Wenn der Fluss schon nicht „natürlich” sagt, denkt er vielleicht „menschlich”?

  28. Michael meint:

    Manuelles Trackback:
    […]Natur ist das, was dem Menschen als Fremdes gegenüber tritt, was er sich gleichwohl aneignen und verändern kann. Gleichzeitig ist er selber ein Teil von ihr, als Kreatur, als ein Wesen, das von Bedürfnissen gesteuert wird, die er seinem Willen nicht unterwerfenden kann.[…]

  29. die Kaltmamsell meint:

    Haha, giardino, heute habe ich „Wein aus gesunder Natur“ bekommen – ich wüsste wirklich zu gerne, was diese Firma unter „gesunder Natur“ versteht. Ein kranker Rebstock – und das Weingut fliegt aus dem Sortiment? Oder reicht schon eine Grippe beim Winzer?

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