Wie sieht Ihr Postbote aus?

Montag, 27. April 2009 um 13:23

„In Surrey I couldn`t even tell you what the postman looked like.“

Am Wochenende habe ich Return to Akenfield von Craig Taylor fertiggelesen, die Fortsetzung der großartigen Momentaufnahme des englischen Landlebens, Akenfield, von Ronald Blythe aus dem Jahr 1969. Akenfield besteht aus einer Reihe von Aussagen der Bewohner eines Ortes in East Anglia und hat mir seinerzeit die Augen darüber geöffnet, wie bitter, hart und ungerecht die angeblich guten alten Zeiten für Landbewohner in England waren – keiner meiner englischen Romane aus 18., 19. 20. Jahrhundert hatte das thematisiert. Gleichzeitig macht Akenfield klar, dass diese Zeit zu Ende geht. Ich empfehle das Buch von Herzen.
Return to Akenfield zeigte 2006, wohin sich die Zeit verändert hat. Wieder kommen die Bewohner der Gegend zu Wort, darunter zahlreiche neu zugereiste. Einer davon, der sich auf dem Land sehr wohlfühlt, erklärt das mit der Nähe unter den Leuten:

„In Surrey I couldn`t even tell you what the postman looked like.“

Na, also bitte, denke ich mir da als Großstädterin, dazu hätte er halt mal hinschauen müssen. Wissen Sie, wie Ihr Postbote / Ihre Postbotin aussieht? Meine ist recht jung, dick und hat hellrote, lange Haare, die sie im Nacken zusammenbindet. Sie ist sommersprossig, nicht besonders groß. Und meine Postbotin raucht: Manchmal sehe ich sie auf einem Mäuerchen in unserer Straße sitzen und eine Rauchpause einlegen.

Und Ihre / Ihrer?

die Kaltmamsell

17 Kommentare zu „Wie sieht Ihr Postbote aus?“

  1. ivar meint:

    klein, mager, schwarzhaarig, hat mich schon mal zu einer Ausstellung seiner Kunstwerke eingeladen.

  2. Tine meint:

    Meine bringt uns die Post ins Büro und nimmt unsere Briefe mit. Wenn sie keine Post hat, kommt sie trotzdem rein, um uns ein schönes Wochenende zu wünschen. Von ihr erfahren wir, wie das Wetter draussen ist, wir versorgen sie mit Kaffee und Süssigkeiten für den Rest der Strecke. Sie fragt auch mal nach Nachbarn, bei denen die Post noch nicht reingeholt wurde, ob wir was wissen. Kurz und gut: ein echtes Landleben in der Stadt.

  3. Fiona meint:

    Unsere Postbotin ist wunderbar – sie kann sich tausend Namen merken und sie erinnert sich auch nach Jahren noch an die Namen ehemaliger Mitbewohner, wenn unvermittelt wieder Post für sie an uns adressiert wird.

  4. Susanne meint:

    Bei uns wechseln die Postboten relativ häufig (vielleicht kommt mir das aber auch nur so vor, weil wir seit vielen Jahren den gleichen Paketboten haben).

    Der momentane Postbote ist jung, groß, dünn, kurze blonde Haare und schafft es normalerweise, die Post vor elf Uhr zu bringen, was ich sehr schätze. Er klingelt auch an der Haustür, wenn die Sendung größer ist, anstatt zu versuchen, sie auf Gedeih und Verderb in den Kasten zu quetschen.

    Das schätze ich auch sehr.

  5. Ulrike meint:

    Unser Postbote ist jung, trägt diverse Ohrringe, rot gefärbten „Hahnenkamm“ und das ganze Jahr über kurze Hosen. Er ist sehr freundlich, klingelt, wenn nicht alles in den Briefkasten passt.

    Ein wirklich lieber Mensch, dem ich gerne ein Trinkgeld zukommen lasse.

  6. su meint:

    Unsere ist blond (bis auf die Schulter Schafslocken), so um die fünfzig, größer als ich (was keine Kunst ist), hat eine Durchschnittsfigur und ist zurückhaltend freundlich.

  7. daniel meint:

    hm, erstaunlich, postbote hab ich in 7 jahren hier nie bewußt gesehen…

    liebe frau kaltmamsell, in anderer sache dachte ich Sie freuen sich über diesen fund…

    http://www.youtube.com/watch?v=UXw_y3D1sdw&feature=player_embedded

  8. die Kaltmamsell meint:

    Nu, daniel, es hilft, sich auch mal in der Zeit zwischen 8 und 13 Uhr vor der eigenen Haustür zu bewegen. Aber vielen Dank für den Clip! Beruhigend, dass Herr Grünwald auch solche Sachen macht. (Habe ich mal erzählt, dass ich vor ca. 20 Jahren noch Schallplatten bei ihm gekauft habe? In seinem Laden in der Ponschab-Straße?)

  9. daniel meint:

    Ich dachte mir daß das was für Sie ist, allerdings bin ehrlich gesagt zuerst so uninformiert gewesen daß ich davon ausging eine Kaufhof Filiale aus München Grünwald wäre in dem Clip gemeint…

  10. Petra meint:

    Bei uns im Betrieb wird die Post in großen Kisten von einem unserer Fahrer aus dem Postamt geholt und in der Poststelle auf unsere Fächer verteilt, einen Postboten bekommen wir daher eher nicht zu Gesicht.
    Daheim habe ich mal vor langer Zeit (als ich frei hatte) eine kleine zierliche schwarzhaarige Mitvierzigerin gesehen. Ob sie es noch ist, weiß ich leider nicht, bin ja tagsüber nicht zu Hause und im Urlaub auch meist weg ;o)

  11. Jeanie meint:

    Früher kam Klaus jeden Tag… der war vor Urzeiten mit mir im Jugendtreff. Kinder und Hund liebten ihn gleichermaßne..nö, unsere Hundle noch ein bißchen mehr ;-)) Jeanie wartete schwanzwedeln am Gartentor auf ihn und Ronja war nicht mehr zu halten, wenn am ende der Straße die Briefkastendeckel klapperten – schließlich hatte er immer tolle Leckerle dabei *lach* leider wurde „unser“ Klaus versetzt…

    Der jetztige Briefträger ist auch sehr nett… elend lang, klapperdünn, kurze schwarze Haare – und total nett und freundlich. Größere Dinge legt er in den Windfang anstatt es in die Zeitungsrolle zu pressen und falls wir mal daheim sind gibts auch Leckerle für Ronja ;-)))

  12. Nicky meint:

    Unser Briefträger wechselt auch häufiger, dafür haben wir nun schon länger ein und denselben DHL-Menschen. MIttelgroß, knuffig, mit kurzen rotblonden Haaren, vielleicht Mitte 40. Seit ich einen Tipp meiner Freundin („gib dem mal ab und zu Trinkgeld“) befolgt habe, seh‘ ich ihn ziemlich oft… Er nimmt – wenn wir und unsere Nachbarn nicht da sind – sogar Pakete wieder mit und bringt sie nochmal am nächsten Tag. Zum Paketabholen müssen wir nur noch, wenn er frei hat. Kürzlich hat er aus seinem DHL-Auto gewunken und ich fühlte mich wie in einem schlechten Werbespot ;))

  13. walküre meint:

    Sehr groß, schlank, mit Brille, mittleren Alters. Weiß, dass der beste aller Ehemänner oft während der Woche nicht da ist und hinterlegt RSA-Briefe an ihn, die ich nicht übernehmen darf, automatisch beim nächstgrößeren Postamt, das auch am Samstag geöffnet hat. Schickt an die alte Wohnung adressierte Post (manche Firmen sind äußerst stur und weigern sich strikt, Adressänderungen zur Kenntnis zu nehmen) nicht kommentarlos retour, sondern wirft sie hier in unseren Postkasten, obwohl die alte Wohnung nicht zu seinem Rayon gehört. Instruiert auch seine Urlaubsvertretungen entsprechend und hat ein großzügiges weihnachtliches Trinkgeld mehr als verdient, weil er uns auf diese Weise schon sehr viele Rennereien und Unannehmlichkeiten erspart hat. Sein erstes Trinkgeld hat er übrigens erhalten, nachdem er schon ein Jahr lang gleichmäßig aufmerksam seinen Dienst versehen hatte – dies nur für den Fall, dass jemand denkt, für seine Aufmerksamkeit sei das Trinkgeld verantwortlich.

  14. dievommond meint:

    unsere Postboten sind allesamt sehr jung und arbeiten normalerweise im Management unseres Wohnviertels. Die Angestellten geniessen offensichtlich das Post austragen sehr und weil es jeder gerne macht, wechseln sie sich ab. Jeder darf mal diesen Spaziergang machen. Und dann gibt es auch noch den etwa 50 jaehrigen Mann, der die Post auf einem rostigen Fahrrad von XinQiao zu unserem Wohnviertel faehrt….

  15. Richard meint:

    in münchen, schwarzhaarig, schnell, freundlich, brillenträgerin, bei regen etwas hilflos bis die post aus dem regensicheren schutz gefummelt ist, nicht bayrisch sprechend;
    in landshut im gelben vw fahrend, kurze wege liebend, auch mit falscher anschrift noch zustellend, männlich charmant mit bayuwarischer schlitzohrigkeit beim „small talk“ oder niederbayrisch beim „schmatz“

  16. Helga meint:

    unseren Postboten kenne ich auch nicht – habe den Eindruck, das das häufig wechselt und die sind auch ein bisschen komisch, grüßen zum Beispiel nicht mal zurück, wenn man sie vor dem Haus trifft und hallo sagt.

    dafür ist der DHL-Mann super, kennt alle mit Namen, weiß, wer normalerweise da ist, wo er etwas abgeben kann, sagt einem auch drei Straßen weiter, ob er etwas für einen hat… ja, vielleicht hat dabei auch Trinkgeld nachgeholfen…

  17. Sus meint:

    Unsere Postbotin fährt schon seit Jahren in unserem Bezirk. Sie ist mitteljung, groß und hat lange, schwarze Haare und ist sehr nett. Sogar unseren Nachbarsköter, den sonst keiner ausstehen kann, mag sie.

    Jetzt hätte ich aber mal eine Frage: Wie macht Ihr das mit dem Trinkgeld? Ich würde ja gerne mal etwas geben, traue mich – ehrlich gesagt – aber nicht. Ich sehe sie auch nicht regelmäßig genug.

    Liebe Grüße, Sus


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