Münchner Verkehrsbriefe

Montag, 12. November 2012 um 16:55

Liebe Fußgänger,
bitte prüfen Sie vor dem Queren eines Radwegs, ob er gerade von Radlern befahren wird.

Liebe Radler,
bitte beachten Sie zumindest die Hälfte der Straßenverkehrsordnung. Rechtsverkehr wäre ein schöner Anfang. (Ampeln kriegen wir später.)

Liebe Kraftfahrer,
BITTE BLINKEN SIE VOR DEM ABBIEGEN.

Vielen Dank und herzliche Grüße
die heute mehrfach zu Tode erschrockene Kaltmamsell auf dem Radl

die Kaltmamsell

18 Kommentare zu „Münchner Verkehrsbriefe“

  1. Alice meint:

    Berliner Verkehrsbriefe.

    Liebe Radler, benutzen sie den auf der Fahrbahn mit Markierung abgetren Fahrradweg – auch wenn mit Handy am Ohr die Aufmerksamkeit und Koordination eingeschränkt ist.

    Liebe Radler, eine mit Banden abgetrennte Notführung des Fuswegs an einer Baustelle vorbei ist keine Aufforderung, Slalom auf kleinen Raum um die Passanten zu üben.

    Liebe Radler, Lastenräder oder Räder mit Kinderanhänger sind ebenso Fahrräder im Sinne der StVo und keine „Besondere Fortbewegungsmittel“ nach §24 der Verordnung, die eine Nutzng des Gehwegs erfordern.

    Ich hatte auch einige aus dem normalen Verkehrskampf hewrausragende Erlebnisse heute. Liegt es am Mond?

  2. die Kaltmamsell meint:

    Mag sein, Alice. Über einen spontan und hurtig vor mir rechts abbiegenden BMW erschrak ich derart, dass ich erst mal absteigen und mich fassen musste.

  3. Thea meint:

    @Alice: Wunderbar. Hatte heute wieder eine Schnelldebatte mit einem Berliner Slalomradler an Baustelle. Für ihn war ich natürlich die „doofe Alte“. Tztztz…

  4. Helga meint:

    ******************KOMMENTAROMAT**********************

    Genau!

    *******************************************************

  5. barbara meint:

    Bitte nie, nie und niemals erwarten, daß Autofahrer beim rechts abbiegen auf Radler achten.
    Eine Freundin hat mit dem Leben bezahlt.

  6. die Kaltmamsell meint:

    Eben, barbara! Wenn ich nicht mal durch Blinken informiert werde, dass er rechts abbiegen will, kann ich ja nicht aufpassen!

  7. walküre meint:

    Seien Sie versichert, es ist auch als Autofahrerin nicht lustig (wenngleich weniger gefährlich als mit dem Velo), auf stark befahrenen Straßen raten zu müssen, was der Lenker vor einem wohl im Sinn hat und ob es ihm vielleicht spontan einfällt, quer über zwei Fahrspuren zu wechseln. Auch das ohne Blinken, keine Frage, und in letzter Zeit gehäuft vorkommend. Blinken scheint generell unmodern zu sein in diesen Tagen.

  8. barbara meint:

    Fahren Sie denn prinzipiell in die Kreuzung ein sobald die Ampel grün ist? Als Gelegenheitsradler nehme ich immer erst Augenkontakt mit dem Autofahrer auf, eher fahre ich nicht los.
    Als Autofahrer signalisiere ich dem Radler freie Fahrt.
    Das mag jetzt betulich klingen, ich kann aber nicht anders.
    Und ja, blinken ist nicht mehr üblich.

  9. die Kaltmamsell meint:

    Ja: Ampeln! Kreuzungen! Aber wie fahren Sie, barbara, einen Radweg entlang, wenn links von Ihnen Autos fahren? Rechnen Sie jede Sekunde damit, dass einer ohne zu blinken nach rechts in eine Einfahrt biegt? Wenn ja, verstehe ich nicht, wie Sie auch nur 100 Meter voran kommen.

  10. barbara meint:

    Frau Kaltmamsell, ich war von einer Kreuzung ausgegangen. Was Sie heute erlebt haben ist gemein und läßt die Buxe flattern.
    Ich radle vorwiegend in der Stadtrandgegend in der ich lebe. Da habe ich ständig mit Idioten zu rechnen die ohne anzuhalten aus einer Einfahrt brettern. Die sehen vor lauter Büschen keine auf dem Radweg und mein Eindruck ist, die fahren auf Risiko.
    Meine Horchlöffel und etwas siebter Sinn für mögliche Gefahrensituationen haben mich bisher vor schlimmem bewahrt.
    Meine Angststrecke ist die Montgelasstraße. Da würde ich gerne bergab brettern.
    Aber gerade da sind die sich plötzlich öffnenden Autotüren im Weg. Häufiger als anderswo.
    Ich komme schon voran, etwas langsamer halt.

  11. Angel meint:

    Als Müncher Radlerin entgegne ich da:
    Manchmal lohnt es sich einfach nicht, die Strassenseite zu wechseln, weil man grad mal 100 Meter in der falschen Richtung fahren muss, um zur nächsten Abbiegung zu kommen. Ich fahr dann falsch rum.
    Und gleich noch ein Outing: Nicht jede Ampel lohnt sich beachtet zu werden.

    Was die Autofahrer angeht: Als schwächstes Element im Chaos bleibt einem ja nicht viel, als immer aufzupassen. Im Allgemeinen kann man auch den links von einem fahren Autos ansehen, ob sie demnächst abbiegen, egal ob sie blinken. Wenn ein Auto neben mir langsamer wird, werde ich auch langsamer.
    (Will nicht sagen, dass das immer klappt, wenn einer sportlich dynamisch ohne Bremsen um Eck saust, hat man verloren.)

    Ich würde zudem noch hinzufügren:
    Liebe Radler, zeigt an, ob ihr abbiegen wollt! (Arm raus!)

  12. die Kaltmamsell meint:

    Es gibt durchaus eine Alternative für ersten Fall, Angel: Das Radl die 100 Meter weit auf dem Gehweg schieben. Habe ich mehrfach getestet, das funktioniert.

  13. Frau Klugscheisser meint:

    Nicht jede Ampel lohnt sich beachtet zu werden.
    Liebe Angelradlerin, wenn das die Autofahrer auch so sehen würden, hätten wir richtig Spaß. Nirgendwo in Europa gibt es so viele Ampeln wie in Deutschland – möglicherweise weil sich die deutschen Verkehrsteilnehmer als zu dumm erwiesen haben, Vorfahrtsregeln zu beachten. Jetzt wo sie schon mal da sind, sollten sie auch beachtet werden. So lange Radler ihre eigenen Regeln aufstellen, sind sie nicht würdig als ernstzunehmende Verkehrsteilnehmer beachtet zu werden. So sehen das zumindest intuitiv die Autofahrer. Und das wiederum schadet den anderen Radlern wie mir, die gerne ernst genommen werden würden.

  14. adelhaid meint:

    ich wohne, nach einigen jahren in münchen, nun in einer stadt, in der sogar fußgänger abends um 10 noch warten, dass die ampel auf grün springt. besuche in wild-west-städten wie münchen hält mein kreislauf heute kaum noch aus. wenn schon ein verkehrszeichen da ist, dann kann man es doch schon mal beachten, oder?

    und als zweites: in meiner arbeitsstätte habe ich es manchmal mit einer gehörlosen frau zu tun – die immer auf dem rad in die arbeit kommt. ich nehme mal an, dass die sich sehr stark darauf verlassen muss, dass die anderen verkehrsteilnehmer ihre vorhaben anzeigen, egal wer’s ist.

  15. barbara meint:

    Fahrradfahrer wie Angel gehen so lange von einer persönlichen Knautschzone aus bis sie eines schlechteren belehrt werden.

  16. philine meint:

    Liebe Radler, bitte nach Einbruch der Dunkelheit nie, also wirklich niemals ohne Licht fahren, möglichst helle Kleidung tragen, Arm raus beim Abbiegen und die StVo beachten, d.h. auch auf dem Radweg niemals in der entgegengesetzten Richtung fahren und bitte, so wie wir Autofahrer auch, bitte an roten Ampeln halten. Hatte am Wochenende als Autofahrerin zwei mal das unschöne Erlebnis Vollbremsungen machen zu müssen, weil mir ein unbeleuchteter Fahrradfahrer bei Rot über die Ampel bretterte und mindestens zwei die aus der falschen Richtung kamen, auch unbeleuchtet…..
    Ansonsten gilt für Radler und für Autofahrer gegenseitiger Respekt und Vorsicht und die Beachtung der StVo.

  17. Angel meint:

    Dass ich Gegenwind bekommen würde, war schon klar.
    Zu Recht, denn wer sich nicht an Regeln hält, ob aus Bequemlichkeit (Rad schieben?) oder mit voller Absicht (gelegentliche Ampeln), der verdient das.

    Ohne mich rechtfertigen zu wollen, möchte ich aber doch festhalten (@barabara):
    Ich gehe ganz und gar nicht davon aus, dass meine persönliche Knautschzone in irgendeiner Form gegen Blech anstinken kann. Im Gegenteil, ich gehe auch bei grünen Ampeln und Vorfahrt davon aus, dass der Andere mich umfahren will (15 Jahre Motorrad schulen ungemein).

  18. Ilse meint:

    Man kann ruhig gegen die Richtung fahren und mal ne rote Ampel missachten, wenn es niemanden gefährdet, finde ich. Ich würde einfach gerne in einer Welt leben wo jeder das Recht auf Leben der anderen – und sein eigenes – ganz, ganz wichtig nimmt.

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