Journal Donnerstag, 29. Oktober 2015 – Kunst am Bau

Freitag, 30. Oktober 2015 um 10:20

Gaga erlebt medizinische Abenteuer:

Die NaKo („Nationale Kohorte“) hatte mich und noch 9.999 andere Berliner/innen per Zufallsgenerator ausgewählt, um in einer Langzeitstudie, die vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde, über einen Zeitraum von dreissig Jahren (oder auch länger) in fünf-Jahres-Abständen mit allen erdenklichen modernen Technologien und Tests und Befragungen, die körperliche und psychische Verfassung, Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu dokumentieren, zu untersuchen, und anhand der Datenfülle Rückschlüsse auf mögliche Ursachen von Volkskrankheiten oder eben Volksgesundheiten abzuleiten.

Jetzt wurde sie dafür ganzkörpergetomografiert und blogt darüber. Sehr spannend.

Nebenthema ist die Berlin Ultrahigh Field Facility. B.U.F.F., unter anderem wegen ihrer Kunst am Bau. Dass das wirklich etwas ist, habe ich erst vor Kurzem gelernt: Der Staat und viele andere Öffentliche Bauherrn verpflichten sich, einen gewissen Anteil der Baukosten öffentlicher Bauten für Kunstwerke zu verwenden. Dem schließen sich oft auch private Auftraggeber an. „Die Kunst am Bau ist dauerhaft fest innen oder außen mit dem Bauwerk verbunden oder befindet sich im Freiraum auf dem dazugehörigen Grundstück.“

Im B.U.F.F. (hihi) ist diese Kunst wohl besonders beeindruckend. Hier die Dokumentation des Künstlers Robert Patz mit vielen Fotos.

§

Lehrreiches Interview mit einem ostberliner Bäcker, der eine westberliner Bäckerei übernommen hat:
„Berliner Bäckermeister entzaubert den Mythos Ostschrippe“.

Es geht unter anderem um den Titel-gebenden Mythos Ostschrippe, darum, wie die Belegschaft reagierte, als er als Ostler einen Westbetrieb übernahm, und um Qualitätsunterschiede beim Brot:

Haben Sie schon mal bei Lidl und Aldi von den Backstationen Ware gekostet?

Klar, ich koste immer und überall, egal, wo ich bin.

Und wie finden Sie es?

Fürchterlich.

Ich kaufe da manchmal, wenn ich nach der Arbeit zu faul bin, den Umweg zum Bäcker zu machen. Ich finde, das schmeckt gar nicht übel.

Frische schlägt Qualität, pflegte mein Vater zu sagen. Eine Hausfrau kann schlechten Kuchen backen. Aber wenn der noch warm auf den Tisch kommt, werden ihn trotzdem alle loben. Deshalb muss bei Qualitätsprüfungen auch immer ein Brot vom Vortag eingereicht werden.

via creezy

§

Der geschätzte Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach ist aktiv in der Hamburger Freiwilligenhilfe für Geflüchtete. Und zieht ein recht bitteres Zwischenresümee in Einzelaufnahmen – das dennoch in Optimismus mündet:
„Vom Versagen und von der Angst“.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Donnerstag, 29. Oktober 2015 – Kunst am Bau“

  1. Gaga Nielsen meint:

    Bin eben erst auf die Idee gekommen, mal im Urban Dictionary zu gucken, was zu ‚buff‘ bzw. ‚B.U.F.F.‘ gepostet wurde. 105 Einträge! Von sehr schmeichelhaft bis sehr boshaft.

    http://de.urbandictionary.com/define.php?term=buff

    War mir nicht geläufig. Danke NaKo!


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen