Journal Samstag, 13. August 2016 – Zurück zum Sommer: Wandern und Draußenessen

Sonntag, 14. August 2016 um 8:28

Und wieder sprang das Wetter über Nacht von saukalt mit Regen auf Hochsommer mit Hitze. Ein Glück ist die Meteorologie inzwischen so präzise geworden, dass man das mit dem Vorlauf von mindestens 24 Stunden weiß – der Samstag war also sommerlich geplant.

Nach Ausschlafen, Morgenkaffe und Bloggen machten Herr Kaltmamsell und ich uns fertig für einen kleinen Wanderspaziergang: Mit Frühstück setzten wir uns in eine S-Bahn nach Kirchseeon, um von dort über Egglburg und die Ebersberger Weiher nach Ebersberg zu gehen.

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Das Getreide war bereits geerntet, aber Heu wurde nochmal gemacht. Wir sahen viele Schwalben – die Jungen müsste ja jetzt alle aus dem Nest sein. Und einen Baum mit roten Mirabellen. Außerdem große thermiksegelnde Greifvögel und ein Reh, das vor uns über eine Wiese hüpfte.

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Egglburger Kirche und Egglburger See.

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In Ebersberg setzten wir erst mal je ein Pokémon in eine dortige Arena (überraschend lebhafte Pokémonlandschaft!). Mittagessen in einer Eisdiele am Rathausplatz, für mich Eiskaffee, der Mitwanderer bestellte einen Mozartbecher.

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Durchaus eine vollwertige Mahlzeit (ja, das sind Marzipanstücke und eine Mozartkugel).

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Für den Abend hatten wir einen Tisch im Romans reserviert. Das Essen ist dort ordentlich, vor allem aber sitzt man wunderschön draußen.

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Wir aßen Überraschungsmenü (das so überraschend ist, dass die Bedienung uns keinen konkreten Wein dazu empfehlen konnte, weil auch sie nicht wusste, was sie servieren würde): Garnelen mit Knoblauch und Salbei, mit Ricotta gefüllte Ravioli mit Tomate, Fischduett mit Pfifferlingen, Schokoladensouffle und Edbeeren.

Wundervolles Heimradeln durch Sommernacht.

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Einerseits ist es in Deutschland politisch gewünscht, dass ein immer höherer Anteil von Schulabgängern studiert. Andererseits wird das Lehr- und Forschungspersonal an den Universitäten völlig in der Luft gelassen. Eine gründliche Analyse und Anklageschrift:
„Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat“.

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Vor allem wenn es um Sex geht: Nein heißt nein und nur ja heißt ja. Weil manche das anscheinend kompliziert finden, erklärt es jemand, die sich wirklich auskennt:
„An Essay On Consent, From A Woman Who Hosts Huge Sex Parties“.

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Ich weiß nicht mehr genau, wer mir Florence Foster Jenkins zu Beginn meines Studiums empfahl, woraufhin ich die CD The Glory (????) of the Human Voice bei Zweitausendeins bestellte. Doch ich hörte sie mit Begeisterung und verteilte Lieder daraus über so manche Mixkassette. Sehr interessant, wie Meryl Streep an die Darstellung der Dame für den Film heranging.

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https://youtu.be/dDbdKjwIEnU

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Auch gestern fand ich einen Aspekt, der mir die olympischen Spiele interessant machte:
„Why do swimmers break more records than runners?“

Dass sich Schwimmtechnik in den vergangenen 30 Jahren fundamental geändert hat, sehe sogar ich als Laie (und dass beim Brustschwimmen die Technik der Profis immer weniger von Laien imitiert werden kann, weil sie eine Kraft erfordert, die selbst Lieschen 3-Mal-die-Woche-in-die-Muckibude Müller nicht hat). Aber es kommen noch äußere Faktoren hinzu. Sauspannend.

via @AnkeGroener

die Kaltmamsell

7 Kommentare zu “Journal Samstag, 13. August 2016 – Zurück zum Sommer: Wandern und Draußenessen”

  1. iv meint:

    Wie sich hier Marzipanwürfel und sehr wahre Worte zum akademischen Prekariat beiläufig nebeneinander stehend zusammenfügen, finde ich ganz wunderbar.

  2. Ulrike meint:

    Wunderbare Bilder aus der bayrischen Landschaft… zum Verlieben

    und ich wusste gar nicht, dass es einen Film über Florence Foster Jenkins gibt.

  3. Miss Janet meint:

    Vielen Dank für das Video mit Meryl Streep. Der Filmtrailer ist überraschend gut. Ich glaube, ich werde mir die CD von Florence Foster Jenkins zulegen, etwas leidenschaftlich wollen, was man eigentlich nicht kann, dass kann man doch nachvollziehen, schön, wenn sich mal jemand nicht abhalten lässt.

    Das Review vom Rolling Stone:
    http://www.rollingstone.com/movies/reviews/florence-foster-jenkins-movie-review-w433798
    hier finde ich besonders schön, dass die schauspielerische Leistung von Simon Helberg herausstellt wird, er ist der mit großem Abstand beste Schaupieler in „The Big Bang Theory“ und ich frage mich schon lange, warum er so wenig Anerkennung bekommt. Vielleicht wird das nun besser.

  4. Mareike meint:

    Genau das, was iv geschrieben hat!

  5. Croco meint:

    Mrs. Jenkins wird zu meinem Idol werden. Schade, dass ich sie jetzt erst hier kennen gelernt habe. Dann hätte ich vermutlich hier im Hause kein Singverbot und hätte im Schulchor bei Aufführungen nicht play back singen müssen.

  6. Richensa meint:

    Florence Foster-Jenkins‘ Platte habe ich vor fast 30 Jahren kennengelernt. Irgendwann kaufte ich sie als CD, später bekam ich eine 2. geschenkt. Und diese zweite war die einzige, für die ich bei momox einen einigermaßen guten Preis bekam, ergo ist sie wirklich Kult! ;-)
    Den Film muss ich sehen!!

  7. Madame Graphisme meint:

    Dieser Mozartbecher hat durchaus pornografische Qualitäten. Wunderschön.

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