Journal Donnerstag, 22. NovemberDezember 2016 – Sonniger letzter Tag vor den Ferien

Freitag, 23. Dezember 2016 um 8:34

Letzter Arbeitstag vor elf freien Tagen. Die Sonne schien dazu und spendete so viel Licht, wie sich aus dem zweitkürzesten Tag des Jahres nur herausholen ließ.

Kurz vor Sonnenaufgang auf dem Weg in die Arbeit.

Früh Feierabend gemacht, um den vorletzten Schritt des Bankkontoumzugs zu gehen: Münzgeldabgabe bei der neuen Bank.1 Als ich beim Bankwechsel danach gefragt hatte, lautete die Auskunft, ich müsse das Geld lediglich vorbeibringen, dann würde das in einer versiegelten Tüte weitergegeben, zentral gezählt und mir gut geschrieben. So war es dann auch: Ich füllte die Münzen (die übrigens jedesmal wieder überraschend schwer sind) um in eine nummerierte spezielle Plastiktüte, die versiegelt wurde und bekam eine Quittung.

Nun bin ich auf die Gebühren gespannt. Dass überhaupt welche dafür erhoben werden, finde ich völlig in Ordnung. Doch beim letzten maschinellen Einzahlen bei meiner alten Bank Stadtsparkasse wurden nicht etwa für die gesamte Einzahlung 3,50 Euro erhoben, sondern innerhalb des Vorgangs für jedes Anwerfen der Zählmaschine: Die erste Runde hatte zahlreiche Münzen nicht erkannt, die ich (ohne mich ausgeloggt und wieder eingeloggt zu haben) nochmal eingab. Machte zweimal 3,50 Euro = 7 Euro. Das finde ich zu viel für die Nutzung einer Münzzählmaschine.

Im Abendlicht spazierte ich nach Hause.

So hell war es noch um halb fünf!

Wir öffneten zur Feier des Abends die Geburtstagsflasche Pommery des Herrn Kaltmamsell – der dazu unbedingt das entsprechende Lied aus der Fledermaus anschalten musste. Partymachen klang damals ziemlich martialisch.

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https://youtu.be/rnkn6xLqxMg

Nur echt mit osteuropäischer Aussprache: „Die Majestät wierd ohnerkohnt, ohnerkohnt, ohnerkohnt.“ (Wobei Herr Kaltmamsell die Aufnahme mit Ivan Rebroff bevorzugt, in der er dieses Lied im Falsett piepst.)

Ich fand den Pommery in der Nase schön apfelig und birnig, am Gaumen aber für mich Schaumwein-Legastenikerin lediglich generisch „Champagner“.

Zum Nachtmahl gab es den Rosenkohl aus Ernteanteil mit Speck aus dem Ofen.

§

Abendunterhaltung war die Tatortreiniger-Folge „Sind Sie sicher?“.

Ganz hinreißend der abgebildete Management-Duktus, der mittlerweile sogar das Touchy-Feely-Vokabular von Wertschätzung, Anerkennung und Achtsamkeit einverleibt und instrumentalisiert hat, mit dem unveränderten Ziel, so viel Leistung und Ertrag wie möglich aus Menschen rauszuholen. Den Dialogteil mit übermenschlichen Ansprüchen des Chefs, der in der nächsten Sekunde anbietet: „Wenn Sie sich damit überfordert fühlen, dann müssen Sie das nur sagen; wir finden dann schon eine Lösung.“ habe ich fast wörtlich schon mehrfach erlebt.

Und wie bei so manch anderer Folge (u.a. die Rollifahrerin in „Fleischfresser“) frage ich mich, woher das Drehbuch nur diese offensichtlichen Insiderinformationen hat – hat da am End‘ jemand so richtig recherchiert? Und die Komik aus den überraschenden tatsächlichen Umständen generiert, statt – wie doch in der Drehbuchschule beigebracht – Stereotype und Erwartungen zu bedienen?

§

Blondihacks versucht sich das Leben mit einem Katzenfütterautomat zu vereinfachen. Muss dafür aber erstmal die Hacking-Fertigkeiten der Katze überwinden – halten Sie den Post bis zum Ende durch, es lohnt sich.
„Furiosa’s Cat Feeder
The trick is to be smarter than the animal with a brain the size of a walnut“.

via @techniktagebuch

  1. Sie erinnern sich? Herr Kaltmamsell und ich haben eine Urlaubskasse in Form eines tönernen Topfs, in den wir jeden Abend die Münzen aus unseren Geldbörsen leeren – egal wieviele es sind. Wenn der Topf voll ist, zahle ich die Münzen auf mein Konto. []
die Kaltmamsell

5 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 22. NovemberDezember 2016 – Sonniger letzter Tag vor den Ferien“

  1. Brigitte Novacek meint:

    Vorsicht, da steht November drüber.

  2. die Kaltmamsell meint:

    Danke für den Hinweis, Brigitte Novacek!

  3. Joel meint:

    Schöne Feier- und Ferientage!
    Ich werde mich an den Strand in Barcelona stellen und Ihnen hinüber winken. Ist ja nicht weit :-)

  4. Trude meint:

    Schöne freie Tage wünsche ich Ihnen! Zugleich freut mich die Sache mit dem Rosenkohl, langsam werden Sie Freunde?
    Winke und liebe Grüße.

  5. Fujolan meint:

    ;-) Ich habe mal gehört, dass das Team der Tatortreiniger den Drehbuchautor*innen völlig freie Hand gelassen hat, was zu diesen sehr sehr sehr guten Drehbüchern führt, die dann noch durch eine Schauspiel-ähnliche Inszenierung verfeinert werden.

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