Journal Donnerstag, 28. Dezember 2017 – Der Tod des bloggenden schottischen Fischers

Freitag, 29. Dezember 2017 um 8:41

Nach besser durchschlafener Nacht (Erkältungslikör!), aber immer noch bei Weitem nicht gesund die Sportpause verlängert. Draußen schneite es nass, eigentlich den ganzen Tag. Statt mit der Sportverhinderung zu hadern, genoss ich den faulen Tag sehr – ich wunderte mich geradezu über mich.

Vormittäglicher Ausflug zu Eataly: Wir brauchten Parmesan und Guanciale, im Einkaufskorb landeten zudem Orangen, Granatapfel, Käse, Panettone, Brot.

Zwei Geschichten fürs Techniktagebuch aufgeschrieben:
„Die Tante nimmt nachträglich am Unterricht teil“.
„Verbannung aus dem Telefonbuch (welches Telefonbuch?)“.

Über den Tag sandelte ich so vor mich hin, blies sogar den Plan ab, im Lenbachhaus die Gabriele Münter-Ausstellung zu besuchen: Das Draußen, durch das ich hätte müssen, war zu unwirtlich. Und ich hatte ja Robert Menasses Die Hauptstadt auszulesen. Das tat ich dann auch, gefolgt von Panettone- und Stollenbrotzeit zu ungezielt gemischten Filmchen auf Youtube (Melissa McCarthy, die über ihre jüngste Tochter erzählt, ist immer eine Suche wert).
Und mein Feedreader ist nach Langem wieder im dreistelligen Bereich.

§

Ein Todesfall in meiner Blogwelt des „Everybody has a voice“: Der schottische Fischer Ali Macleod ist bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ich habe sein Blog Applecrosslife kursorisch im Feedreader gelesen, seine detaillierten Beschreibungen des Fischens, der Arbeit im Pub, von Konzertbesuchen, über die Lokalpolitik eines schottischen Küstennests, von dem ich sonst keine Ahnung hatte. Einblick in eine Welt, von der ich ohne dieses Blog nichts geahnt hätte. Immer atemberaubend waren seine Fotos. Doch ich bekam erst gestern mit, dass Ali im November nicht von einer Fahrt zurückgekommen war und dass am 10. Dezember eine Leiche geborgen wurde, die wenig später als seine identifiziert wurde. Das tut mir wirklich sehr leid, er wird in meiner Blogwelt fehlen.

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https://youtu.be/79qtGuS0ygU

Hier sein Portrait als E-Bike-Werbung (life/mysterious ways etc.).

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Kein inspiration porn, sondern eine kleine Erinnerung daran, Menschen nicht über ihr auffallendstes Merkmal zu definieren.
„Enchanting the internet with funk and a fiddle“.

via @raulde

die Kaltmamsell

4 Kommentare zu „Journal Donnerstag, 28. Dezember 2017 – Der Tod des bloggenden schottischen Fischers“

  1. marie.sophie meint:

    Die Mütze ist G-R-A-N-D-I-O-S: ich huste Besserungswünsche herüber.

  2. Fides meint:

    Guten Tag,

    ich finde die Mütze auch sehr schön – ist sie selbstgestrickt?
    Oder kann man sie sogar kaufen?

    Besten Dank im Voraus!

  3. die Kaltmamsell meint:

    Die Mütze ist einfach selbst zu machen, Fides, hier habe ich die Anleitung notiert:
    https://www.vorspeisenplatte.de/speisen/2008/12/pladoyer-fur-bescheuerte-mutzen.htm
    Das Ergebnis sollte nicht so schnell ausleiern wie der Erstversuch auf dem Foto.

  4. Fides meint:

    Oh – wunderbar.

    Vielen Dank für den Link!


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