Journal Donnerstag, 22. Februar 2018 – Medizinische Sounds

Freitag, 23. Februar 2018 um 6:52

Sehr müde und sehr früh aufgestanden. Ersteres lag daran, dass mich nachts wieder die Bandscheibe geplagt hatte, diesmal mit pieksenden Schmerzen im rechten Knie abwärts. Ich hatte Ibu geschluckt und mir wieder eine Stufenlage ins Bett gebaut: Stufenliegen, bis der Schmerz erträglich wurde, Schlaf in Seitenlage bis der Schmerz mich weckte, Stufe etc. Stehen, Gehen oder Sitzen übrigens nahezu schmerzfrei, leider schlecht vereinbar mit Schlaf.

Letzteres war einem frühen Termin bei der Zahnärztin geschuldet. Es war mal wieder Zeit für eine professionelle Zahnreinigung, und die Ärztin machte gleich mal den Jahrescheck. Diesmal nach vielen Jahren inklusive Röntgenaufnahme – und ich war völlig begeistert von dem neuen Rundumgerät: Wenn ich groß bin, will ich Sounddesignerin für Dentalröntgenapparate werden, das muss einen Heidenspaß machen. Ich glaube keine Sekunde, dass das gestern mechanische Töne waren; zum einen kenne ich Röntgengeräte und lautlose rotierende Maschinen, zum anderen klang das nach einem Mash-up von 30 Folgen Star Trek Next Generation. Wahrscheinlich gibt es sogar einen „Ton aus“-Schalter (aber nur für Privatpatienten?).

Nach der Arbeit brachte mich eine U-Bahn zum Josephsplatz, wo ich ein bestelltes Buch abholte. Im dortigen U-Bahnhof entdeckte ich einen Fotoautomaten: Endlich mal wieder mein Altern festgehalten; das letzte Bild stammte von Anfang August, kurz bevor die Automaten in der Baustelle U-Bahnhof Sendlinger Tor entfernt wurden. Daheim blätterte ich im Fotostapel nach: Ich mache das mit den regelmäßigen Automatenfotos seit 2005.

Nachtmahl aus Ernteanteil, sehr wohlschmeckend. Das im Tonbecher ist Weißwein, Rest der Flasche vom Sonntag: Aus irgendeinem Grund mag ich schlichten Wein lieber aus solchen Bechern.

§

Hatte ich auf Twitter schon mal in die Runde gefragt: Wie schützen Lehrerinnen und Lehrer an ihren Schulen Schülerinnen und Schüler vor sexuellem Missbrauch durch Mitglieder des Kollegiums? Denn in den letzten Jahren dachte ich oft an die schlimmen Geschichten über übergriffige oder missbrauchende Lehrer, die ich nach meiner Schulzeit über die eigene Schule gehört hatte, und die vielen solchen Geschichten, die während #aufschrei rausgekommen waren. In fast jedem Kollegium wird über Kollegen getuschelt oder gelästert, die ihre Finger nicht von den Referendarinnen lassen können – wie verhalten die sich wohl erst gegenüber Schülerinnen?

Und so wundert es mich, dass das erst jetzt in der Zeit ausführlich thematisiert wird:
„Schulkinder ohne Schutz“.

Das Interesse von Schulleitungen, Aufsichtsbehörden und Landesregierungen ist erschreckend gering. Die Kultusministerkonferenz bleibt weit hinter ihren Versprechen zurück, sexuelle Gewalt und Missbrauch an Schulen offensiv zu bekämpfen.

§

Da schau her: Es gibt doch interessante Details an den Olympischen Winterspielen!
„The Winter Olympics Feature 2,951 Of The World’s Greatest Athletes, And Also This Woman“.

That’s her gameplan: show up and stay upright.

Life goals.

§

The Moscow Times porträtiert:
„Generation P
The stories of 18 teenagers who have lived a lifetime under Vladimir Putin.“

via @kscheib

Interessante Einzelgeschichten, schön illustriert mit Bildern und Filmchen aus deren Familienalbum.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu “Journal Donnerstag, 22. Februar 2018 – Medizinische Sounds”

  1. Hauptschulblues meint:

    „… die schlimmen Geschichten über übergriffige oder missbrauchende Lehrer“:
    Dazu wird Hauptschulblues in seinem Blog etwas sagen. Ein längst überfälliges Thema.

Kommentar verfassen:

XHTML: Folgende HTML-Tags sind erlaubt: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>


Sie möchten gerne einen Kommentar hinterlassen, scheuen aber die Mühe einer Formulierung? Dann nutzen Sie doch den KOMMENTAROMAT! Ein Klick auf einen der Buttons unten trägt automatisch die gewählte Reaktion in das Kommentarfeld ein, Sternchen darüber und darunter kennzeichnen den Text als KOMMENTAROMAT-generiert. Sie müssen nur noch die Pflichtfelder "Name" und "E-Mail" ausfüllen und den Kommentar abschicken.


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen