Journal Mittwoch, 4. Juli 2018 – Reise nach Klagenfurt

Donnerstag, 5. Juli 2018 um 8:15

Früh zog ich zum Bahnhof, es war überraschend warm in München (vermutlich sogar genug für Balkonkaffee).

Ereignislose Fahrt im Railjet (ich möchte jetzt aber doch mal den Jet-Antrieb gezeigt bekommen), interessiert Zeitung gelesen, stirnrunzelnd Buch, die Sitzhaltung immer wieder millimeterweise nachjustiert wegen Bandscheiben-induzierter Hüft- und Beinschmerzen.

Am Bahnhof Klagenfurt zerplatzte meine Hoffnung auf Kofferunterstellung in einem Schließfach:

(Aber the Kipferl are alright). Also rollkofferte ich an den Neuen Platz, ich war hungrig. Das gleichnamige Café war leider kein Kaffeehaus, ich bekam nichts zu essen. Dafür wurde ich zu meinem Cappuccino rundum zugeraucht. Das Wetter war warm und sonnig, ich zog weiter an den Domplatz und ließ mich auf einer schattigen Bank nieder. Bis sich ein Frau neben mich setzte und eine Zigarette anzündete. Die restliche Zeit bis zur Schlüsselübergabe verbrachte ich unberaucht in einer Grünanlage.

Meine Unterkunft ist die kleine echte Wohnung eines jungen Manns mit Hanteln unterm Wohnzimmertisch und wenigen Büchern, über die Hälfte davon christlich. Passt schon. Lebensmitteleinkauf bei Billa, die Selbstzahlerkasse durchgespielt (fast perfekt, nur hatte ich mein Obst nicht abgewogen).

Abends Eröffnung der Tage der deutschsprachigen Literatur im ORF-Theater, einige vertraute Bloggerinnen getroffen, Bov Bjerg die Hand geschüttelt und ihn ermahnt, sich zu benehmen. Vor den Studioeingang im Obergeschoß konnte man sich nicht mehr setzen, der Bereich war abgesperrt. Wie ohnehin alles deutlich reglementierter und abgesperrter war als bei meinem letzten Besuch vor drei Jahren (sichtbare Sicherheitskräfte!).

Ich verfolgte die Reden, die Auslosung der Lesereihenfolge, die „Rede zur Literatur“ von Feridun Zaimoglu im Garten des ORF-Theaters auf Bildschirmen, hin und wieder regnete es. Zaimoglus Rede beeindruckte mich sehr, hier ist sie nachzulesen. Überraschenderweise ist sie nicht als Gedicht gesetzt: Er hatte sie so klar rhythmisch vorgetragen, ihr Takt unterstrichen mit der rechten Hand, das ich das erwartet hatte.

Am Tisch unterhielten wir uns noch eine ganze Weile darüber, dazu ein Glas Wein. Später als sonst verabschiedete ich mich, heim zu einem Butterbrot (ans Essens-Angebot im ORF-Theater war praktisch kein Durchkommen) und zum Bett.

die Kaltmamsell

1 Kommentar zu „Journal Mittwoch, 4. Juli 2018 – Reise nach Klagenfurt“

  1. Norman meint:

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    Dank für den Feridun.

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