Journal Montag, 29. Oktober 2018 – Neuer Janker

Dienstag, 30. Oktober 2018 um 6:58

Erinnern Sie sich noch, wer sich am Sonntag beim Langhanteltraining so freute, dass sie so viel heben konnte wie zuvor? Das war dieselbe, die gestern beim Aufstehen dachte, „Och, wenn der Muskelkater so wenig bleibt, geht’s ja noch“, um sich im Laufe des Vormittags immer mehr wie ein schlecht eingestellter Android zu bewegen, weil ihr Muskelkater nichts Anderes zuließ. ABER DAS WAR’S WERT!
(Und ich hatte schon schlimmere Muskelkalter.)

Der Regen hatte aufgehört, es blieb nasskalt und hochneblig.

Ein geschäftiger Tag, viel Lehrreiches über Menschen.

Gerade als ich das Bürohaus verließ, setzte wieder Regen ein, aber in gemächlichen Tropfen, ich kehrte nicht nach einem Schirm um. Über einen Stopp bei der Post ging ich endlich einen neuen Janker kaufen. Der Einkauf dauerte fünf Minuten:
Ich deutete auf den uralten Janker, den ich trug: „Ich hätte gerne so einen Janker, bloß ohne Löcher und neu.“
Zwar musste ich die Verkäuferin erst von den reizenden Damenjacken Richtung Herrenware lotsen, dann waren wir aber sehr schnell bei einem passenden Exemplar, nicht ganz dasselbe wie mein altes, ein wenig modischer (aber die ganz schlichten waren lediglich Strickjacken und damit zu winddurchlässig), sogar gefüttert. Wieder ein paar Jahre Ruhe. Seit ich mir von meiner Oma als Studentin mit Anfang 20 einen Janker spendieren ließ (ich hatte erkannt, dass der zur Grundausstattung gehört, meine Oma unterstützte mich bei vernünftiger Kleidung großzügig), war ich nie mehr ohne. Aber erst einmal so lange mit einem abgewetzten, löchrigen unterwegs wie diesmal.

Daheim holte Herr Kaltmamsell das Sonntagsessen nach (er hatte sich am Vorabend recht kurzfristig daran erinnert, dass er ja verabredet war): Rehrücken mit Wirsing.

§

Ich sehe vor allem die Vorteile Öffentlich-Rechtlicher Medien. Dazu gehört das Unterhalten von Bewegtbild-Archiven (immer wieder sensationell, was der Bayerische Rundfunk für Dokus da rausholt – oder Historikerinnen bietet), und das Ermöglichen von anstrengenden Auslands-Drehs. Zum Beispiel den von Golineh Atai, ARD-Studio Moskau, in Uskekistan. Hier berichtet sie über die Mühen:
„Zwischen Licht und Schatten – Drehreise in ein verschlossenes Land“.

via @katrinscheib

Den erwähnten Weltspiegel-Bericht hatte ich sogar zufällig gesehen – mit der Ahnung, unter welchen Schwierigkeiten er entstanden war.

die Kaltmamsell

3 Kommentare zu „Journal Montag, 29. Oktober 2018 – Neuer Janker“

  1. Andrea meint:

    Liebe Frau Kaltmamsell, auch wenn das nicht zum heutigen Thema gehört:
    Wir haben am Wochenende endlich eines Ihrer Rezepte nachgekocht: Das Lamm nach Jamie Oliver. Ein Superrezept, es hat fantastisch geschmeckt. Ganz wichtig auch der Tipp, eine Zwischenmahlzeit einzuplanen, sonst wären wir vermutlich über unsere Schokovorräte hergefallen. So gab es ein Stückchen Apfelstrudel, um die Wartezeit zu überbrücken.

    Vielen Dank für Ihre immer interessanten Beiträge, auf die ich mich jeden Tag freue.

  2. Sandra meint:

    Gibt es ein Foto vom Janker? Wenn er pink wäre, würde ich sofort meine Kollegin informieren. Auf unserem Betriebsausflug vor 3 Wochen in München in einem Kaufhaus, das viel Tracht führt, ernteten wir viel Gelächter für ihren Farbwunsch. Leider haben die Kassiererinnen schon begonnenen lästern, als wir grade so an ihnen vorbeiwaren. Scheint äußerst außergewöhnlich zu sein, einen pinken Janker zu verlangen…

  3. die Kaltmamsell meint:

    Ein pinker Herrenjanker, Sandra, wäre wirklich ungewöhnlich. Meiner (eben aus der Herrenabteilung) sieht so aus:
    Janker

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